Auf der Insel Cilia eskaliert der Konflikt zwischen der Liga der Stadtstaaten und den Herzögen des Schwertwaldes. Die militärische Übermacht der Liga ist erdrückend, und die Hoffnung der Waldbewohner ruht auf einer alten Sage, dass in der Stunde der größten Not die Weiße Königin, die ehemalige Herrscherin des Waldes, zurückkehren wird. Doch wie groß muss die Not werden, bis sich dies erfüllt?
Milan Tomeno versucht, den Wirren des Krieges zu entgehen, denn in seinen Augen kämpft keine von beiden Seiten für eine gerechte Sache. Doch es droht eine weitere Gefahr: Überall auf der Insel erwachen Märengestalten zu neuem Leben. Erst allmählich begreift Milan, wie er dieser magischen Wesen Herr werden – und die Wirklichkeit verändern kann.
Bernhard Hennen, 1966 in Krefeld geboren, ist ausgebildeter Germanist, Archäologe und Historiker. Sein Studium absolvierte er an der Universität Köln.
Schon während des Studiums arbeitete er als Journalist für verschiedene Zeitungen und Radiosender.
1994 verfasste er gemeinsam mit Wolfgang Hohlbein seinen ersten Roman (DAS JAHR DES GREIFEN), der im selben Jahr als bester deutscher Fantasyroman prämiert wurde.
Zurzeit liegen von Bernhard Hennen ca. 25 historische und phantastische Romane, sowie eine Reihe von Kurzgeschichten vor. Mit dem historischen Roman „Die Könige der ersten Nacht“ veröffentlichte er 1999 sein erstes Hardcover, dem in den beiden folgenden Jahren noch zwei weitere folgten. „Die Könige der ersten Nacht“ wurde durch ein Stipendium der Sparkassenstiftung zur Förderung rheinischen Kulturguts unterstützt.
Neben seiner schriftstellerischen Arbeit entwickelte Bernhard Hennen die Storyline für ein Computerspiel und verfasste verschiedene preisgekrönte Abenteuermodule für Fantasy-Rollenspiele unter dem Label „Das Schwarze Auge“.
Bernhard Hennen ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn und lebt seit Ende 2000 in seiner Geburtsstadt Krefeld.
2.5/5 - gefühlt 200 Seiten zu lang. Das Kriegsgeplänkel war mir zu dominant, habe so beim Lesen den roten Faden und die Lust verloren. Handwerklich toll und intelligent geschrieben. Auchvwenn mir das Ende gefallen hat, schweifte mMn der Autor wieder etwas ab, als ob er sich nicht für einen Showdown entscheiden konnte. Freue mich auf den Abschluss, brauche jetzt aber erstmal etwas völlig anderes.
Auf der Insel Cilia eskaliert der Konflikt zwischen der Liga der Stadtstaaten und den Herzögen des Schwertwaldes. Mit militärischer Übermacht rücken die Ligisten immer weiter vor und die Hoffnung der Waldbewohner liegt auf einer alten Sage, nach der die weiße Königin ihnen in höchster Not zu Hilfe eilen wird. Milan Tormeno versucht sich aus den kriegerischen Auseinandersetzungen heraus zu halten, doch überall auf der Insel erwachen Märengestalten zum Leben, und nur Milan kann sie bekämpfen.
Das vorliegende Buch stellt den zweiten Band der Trilogie: „Die Chroniken von Azuhr“ da. Der dritte erscheint voraussichtlich im nächsten Jahr. Ich ging mit großen Erwartungen an diesem Folgeband heran, hatte mich der erste doch wirklich zu begeistern vermocht, vor allen Dingen durch seine Balance zwischen heftigen kriegerischen Auseinandersetzungen und der Entwicklung der Charaktere, die mir besonders wichtig ist.
Die ersten Seiten irritierten mich zunächst, ging es doch nicht um den Protagonisten des ersten Bandes, auf den ich eigentlich gehofft hatte. Nein der (Mammut)Prolog setzt 18 Jahre vor den Ereignissen auf Cilia ein und erzählt zunächst die Geschichte einer recht grausamen Schlacht. Erst am Ende klärt sich, warum die Schilderung so wichtig war. Für mich selbst war dieser Prolog einfach zu lang, zu ausschweifend. Ich wurde ein bisschen aus der Geschichte geworfen und empfand nur langsam Zuneigung zum General und den Karrenrittern – was für mich eigentlich den Ausschlag zu einer guten Geschichte setzt. Aus diesem Grund war ich mehr als glücklich, als ich endlich wieder Milan auf den Seiten begrüßen durfte. Der junge Mann hatte sich durch die Tode aus dem ersten Band verändert. Er ist härter geworden und immer wieder drängte sich mir der Vergleich mit seinem Vater Nandus Tormeno auf, dem Erzpriester. Die beiden werden sich immer ähnlicher. Milan macht zudem in der Geschichte eine wahnsinnige Entwicklung durch. Zum Glück hat er mit Rainulf einen Gefährten an seiner Seite, der ihn erdet. Milan zieht nämlich durch die Lande und erzählt Mären, in der Hoffnung Felicia wieder auferstehen zu lassen. Doch man sollte vorsichtig mit seinen Worten umgehen, da man nicht weiß, was davon Realität werden könnte – was für mich eigentlich die Quintessenz des Buches war. Denn überall sprossen Märengestalten aus dem Boden. Die Magie, die Hennen in den Roman gesteckt hat, ist wundervoll und Milans Erzählungen habe ich wirklich genossen, denn sie erschaffen eine vielschichtige Realität, und ich wusste nie, was im nächsten Moment wahr werden würde und was Fantasie bleiben würde. Den Aspekt habe ich wirklich am Buch geliebt. Auch andere Charaktere haben sich weiter entwickelt und sind gereift (was natürlich nicht bedeutet, dass sie bis zum Schluss überleben müssen. Dafür ist Bernhard Hennen zu unberechenbar).
Die Spannung blieb durchgehend erhalten, vor allen Dingen durch die zahlreichen Schlacht- und Actionszenen, mit denen der Autor immer wieder Spannungsspitzen setzt. Mir persönlich waren es ein bisschen zu viele Schlachten und ein bisschen zu viel Gewimmel. Ich musste das ein oder andere Mal erst sortieren, wer zu wem gehört und wer gegen wen kämpft. Eigentlich schade, da die Kämpfe wirklich spektakulär waren. Für mich gab es „Die weiße Königin“ immer wieder Höhepunkte, an deren Spitzen ich mir Hoffnung machte, dass das Buch jetzt genauso weiter geht, das ich genauso gebannt bin, wie von dieser einen Szene. Aber es gab auch immer wieder Szenen, bei denen ich geneigt war, sie zu überfliegen. Vielleicht lag es auch daran, dass Hennen mit so vielen Perspektiven jongliert hat. Ich weiß es um ehrlich zu sein nicht genau.
Ich bin selbst irritiert, dass mich dieser Band nicht so zu begeistern vermochte, wie der erste. Vielleicht auch ein bisschen frustriert von mir selbst. Ich wollte das Buch mögen. So bekommt es von mir leider nur 3,5 Sterne – ich bin trotzdem sehr gespannt auf den dritten Teil!
Der Krieg um den Schwertwald beginnt. Es wird an verschiedenen Fronten gekämpft und mittendrin sind natürlich Nandus und Milan Tormeno. Doch kämpfen nicht nur die Liga gegen die Schwertherzöge, sondern auch die Märengestalten werden vermehrt zu wirklichen Kreaturen, die ebenso bekämpft werden müssen...
Bernhard Hennen hat es geschafft, eine komplexe Welt zu erschaffen, in der im Krieg zwischen gut und böse nicht mehr zu unterscheiden ist. Und wie soll man das auch tun, wo doch jede Seite zu grauenvollen Kriegsgräueltaten greift? Wie schon im ersten Band angekündigt, vermischen sich die Grenzen. Aber ein wenig fehlt mir dadurch auch manchmal das Ziel. Mir ist nicht immer so klar, worauf der Roman eigentlich hinaus will. Vielleicht liegt es auch daran, dass mir Band 1 nicht mehr ganz präsent ist, weswegen ich jedem raten würde, die Zwischenzeit zwischen den Bänden nicht zu lang werden zu lassen. Und dies fordert natürlich auch den Leser. Es benötigt Konzentration, um der komplexen Handlung auch folgen zu können. Doch da Hennen wie immer durch seinen wundervollen Schreibstil brilliert, ist aufmerksames Lesen allein schon deswegen hier angesagt!
Die Charaktere sind so facettenreich wie schon im ersten Buch und entwickeln sich stetig weiter. Vor allem auch Milans Gabe des Fleischwebens verändert einiges. Es gibt so viele spannende Charaktere, dass ich mich kaum entscheiden kann, wen ich am liebsten mag. So wie die tollen Hauptfiguren, wie Milan und Nandus sind überaus faszinierend, aber auch die kleinen Nebenfiguren wie der Meuchelmörder Falce sind einfach großartig und charakterstark gezeichnet, dass ich mich auch für eine solch zwielichtige Gestalt begeistern kann.
Hinzu kommen all die einfallsreichen Märengestalten, die teilweise an bekannten Mären angelehnt und ein wenig verändert wurden, teilweise frei erfunden sind. Sie alle werden auf spannede Weise zum Leben erweckt und der Kampf gegen und mit ihnen ist stets interessant zu verfolgen.
So bleibt der Spannungsbogen auch konstant oben. Langweilig wird es nie, aber auch Verschnaufpausen gibt es so wenig. ;) Nichtsdestotrotz ist die Azuhr-Reihe auch weiterhin bester Lesegenuß und ich warte gespannt wie ein Flitzebogen auf den dritten Band - auch wenn diesmal feststehen wird: Ohne einen Reread von Band 1 + 2 werde ich Band 3 nicht lesen!
Es war sehr gut als historischer Roman mit leichten Fantasy Elementen aber besonders zum Ende hin bröckelt es ein wenig als wirklich sehr stark die fantastischen Elemente in den Vordergrund rücken.
Wie Bernhard Hennen mittelalterliche Kriegsführung beschreibt ist großartig und auch viele der Charaktere sind super, auch wenn viele einige Zeit brauchen um sich wirklich zu bewähren.
Für mich auf beinahe ganzer Linie eine Verbesserung zum Vorgänger, bis auf das Ende. Es fühlt sich sehr überstürzt und teilweise ein wenig sehr nach 'deus ex machina' an und noch dazu verschwinden mehrere Charaktere gegen Ende einfach aus dem Buch, womit viele Handlungsstränge offen bleiben. Das mag auch damit zusammenhängen das noch ein drittes Buch folgen wird, aber selbst Handlungsstränge die in diesem Buch abgeschlossen wären bleiben offen.
Ein Kritikpunkt der eigentlich weniger dem Autor und mehr dem Lektorat/Druck gilt sind sehr viele Schreib- und teilweise auch Druckfehler. Nichts weltbewegendes aber trotzdem zieht es mich irgendwie aus dem Lesefluss...
Dennoch, ein wirklich unterhaltsames Buch und ich denke mal das ich auch Band 3 lesen werde sobald er denn erscheint
Auf der Insel Cilia hat sich die Wirklichkeit verschoben. Milan und Rainulf sind nicht nur auf der Flucht vor Nandus Tormeno, der nebenbei nicht nur Erzpriester der Stadt sondern auch Milans Vater ist, sie jagen auch Märengestalten. Beinahe überall erheben sich die Kreaturen aus dem Nichts und tun das was sie am Besten können - Angst und Schrecken verbreiten. Milan kennt sämtliche Mären aus Kindertagen und weiß so genau, wie diese zu bekämpfen sind. Aber wie soll er den Pfeil der Rosen herzaubern um einen Grym zu töten? Doch Milan kann mehr als Geschichten erzählen, er kann die Wirklichkeit verändern. Und so formt er um seinen Begleiter Rainulf die Wahrheit so, dass die Menschen glauben, er sei der Pfeil der Rosen. Denn nur die Macht des Glaubens, kann ihm helfen seine Worte in Fleisch zu wandeln. Das bringt ihn auf die Idee Felicia in den Köpfen der Menschen zu festigen. Niemand weiß, dass sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde - niemand außer ihm, Rainulf und Nandus. So spinnt Milan die abenteuerlichsten Geschichten um die Schwertherzogin, bis sich die Wirklichkeit verändert. Aber hat Milan dabei alles bedacht? Wird Felicia sich daran erinnern was war?
Nandus lässt die Krieger der Liga um sich scharren. Die Rebellen müssen besiegt werden, damit es endlich Ruhe im Land gibt. Aber auch ihm machen die Märengestalten zu schaffen. So sieht er sich bald einer Kreatur der Meere gegenüber die nicht so leicht zu schlagen ist und Nandus beinahe an seine Grenzen treibt. Auch unter den Heerführern der Liga breitet sich Unmut aus und Nandus muss an zwei Fronten kämpfen. Sein Ziel, Cilia Frieden zu schenken, ist ein hohes, aber kann er den Preis dafür zahlen?
Meinung: 'Die weiße Königin' ist der zweite Band der 'Die Chroniken von Azuhr'-Reihe, die im September 2019 mit 'Der träumende Krieger' geschlossen wird. Während man im ersten Teil 'Der Verfluchte' noch hauptsächlich die Charaktere kennenlernte und sich auf Cilia zurechtfinden musste, geht es hier gleich mitten in die Schlacht. Der sehr ausführliche Prolog bringt den Leser zurück in die Vergangenheit und erst einmal habe ich mich gefragt 'Hä? Wo bin ich jetzt und was machen die Leute da?', aber im Laufe des Prologs erklärt sich natürlich alles und im Endeffekt ist es gut, dass man ihn so ausführlich lesen konnte. Dieses Buch lebt von den Kämpfen, die in Cilia stattfinden. Ob es nun Rainulf und Milan sind gegen die Kreaturen, ob es Nandus ist der gegen die Rebellen zieht oder aber der innere Kriege Milans mit seiner Begabung und der vielen Verluste, die er zu beklagen hat.
Der Schreibstil ist nach wie vor super und es liest sich an sich recht flüssig weg. Leider bin ich so gar kein Kriegsmensch und so tat ich mich mit diesem zweiten Band sehr schwer. Wie oft in Trilogien muss ein Band zu Gunsten der anderen den Kürzeren ziehen. Das war für mich Band 2. Jeder hat da natürlich andere Ansprüche und empfindet dies somit anders.
Ich freue mich aber ehrlich gesagt auf Band 3, denn es wird eher eine Reise und in diesem Abschlussband muss sich dann alles entscheiden. Da gibt es so viele Fäden die zu einem Ende geknüpft werden wollen und ich bin gespannt wie Bernhard Hennen dies tun wird.
Während ein Konflikt auf der Insel Cilia zu eskalieren droht, leben die Waldbewohner in dem Glauben an eine alte Sage weiter. Ihre große Hoffnung ruht auf der Weißen Königin, die ehemalige Herrscherin des Waldes, die in der größten Not zurückkehren wird. Während die militärische Übermacht der Liga sie zu übermannen droht, schrumpft jene Hoffnung, denn die Not wächst Tag für Tag, doch von der Weißen Königin fehlt jede Spur….
Währenddessen versucht Milan Tormeno dem Krieg zu entkommen. Fest davon überzeugt das keine der beiden Seite sich für eine gerechte Sache einsteht. Jedoch droht eine weitere Gefahr sich ihren Weg zu bahnen, denn überall auf der Welt erwachen Märengestalten zum leben und drohen auf ihre Weise die Insel zu übermannen. Nur langsam kommt Milan hinter die Geheimnisse der Märgestalten und entdeckt, wie er über sie herrschen und sie für die Veränderung der Wirklichkeit einsetzen kann. Dock kommt die Erkenntnis vielleicht zu spät um die Realität zu ändern?
Meine Meinung:
Nachdem mich der erste Band der Azuhr-Reihe aus dem Staunen kaum entkommen lies, stand für mich klipp und klar fest - Diese Trilogie musst du beenden! Mit dem zweiten Band knüpft Autor an den spannungsgeladenen Epos an und legte eine filmreife Leistung ab! Obwohl ich erst einmal stolpert in die Geschichte hinein fand, legte sich dies jedoch schnell und ich wurde von einer Begeisterung übermannt, die alles andere um mich herum nebensächlich erscheinen ließ.
Der holprige Start war schnell vergessen, beruhte er nur darauf, dass der Autor mit einer Vielzahl neuer Protagonisten aufwartete und ich mit der Komplexität erst einmal überfordert war. Doch mit dem Rückblick in zurückliegende Ereignisse nahm das Abenteuer seinen Lauf und ließ mich so schnell nicht mehr los.
Schön ist es an die Seite von Milan und dem missmutigen Bogenschützen Rainulf zurückzukehren. Milan gefiel mir sehr gut. Mit seiner besonderen Art, weiß er die Menschen zu verzaubern, auch wenn er sich seiner Macht und die daraus resultierenden Taten nicht ganz bewusst ist. Mit dem unvorhersehbaren und unberechenbaren Folgen nimmt die Geschichte nicht nur einen Wandel an, sondern wird so einem fesselnden Erlebnis der besonderen Art. Auch wenn er in vielerlei Hinsicht sehr naiv wirkt, so trägt er sein Herz am richtigen Fleck und geht bedacht mit seinem Vorhaben vor.
Nandu fand ich in diesem Band so einen richtigen Griesgram. Er verwirrte mich förmlich mit seiner launigen und intriganten Art, da ich ihn so nicht kennen und auch schätzen gelernt hatte. Aber die Überraschende Wandlung ist Bernhard Hennen definitiv mit diesem Charakter gelungen.
Nok ist für mich immer noch der geheimnisvollste Charakter. Dennoch fand ich die Aspekte über die geheimnisvolle Frau an Milans Seite sehr interessant und hoffe sehr, dass wir im dritten Band mehr über sie lesen und vor allem erfahren werden.
Die Atmosphäre hat mich total mitgerissen. Es ist düsterer, gewaltiger und actionreicher als der erste Band. Es wird viel Blut vergossen und der große Krieg reist einen förmlich mit. Toll ist es, dass Bernhard Hennen mit vielen Perspektivwechseln arbeitet. So bekommt man jede Menge Eindrücke vermittelt und lässt so die Handlung lebendiger wirken. Man bekommt so auch ein deutliches Bild von dem jeweiligen Charakter vermittelt und lernt ihn natürlich auf diese Weise besser kennen, aber schade ist es, dass Milan für meinen Geschmack leider etwas zu kurz kommt.
Mit dem Mären und dessen Auftauchen ist dem Autor eine gelungene und fesselnde Abwechslung gelungen, die die Handlung auflockert und mit deren Wendung um einiges interessanter gestaltet hat.
Fazit:
Viel Fantasie, Magie, Intrigen und Machtkämpfe lauern auf den Leser und fesseln ihn bis zur letzten Seite. Mich hat dieser Band mit seinen Besonderheiten total überzeugt und auch wenn er um einige Längen brutaler ist als Band 1, so hat mich diese Wandlung total umgehauen.
Ein sehr gut inszenierter, ereignisreicher und actiongeladener Mittelband, der auf ein großes Finale hoffen lässt!
Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich fand den ersten Teil der Reihe gut und wollte wissen, wie es mit Cilia weiter geht.
Teil 1: Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluche Teil 2: Die Chroniken von Azuhr – Die weiße Königin Teil 3: Die Chroniken von Azuhr – Der träumende Krieger (erscheint im Herbst 2019)
Cover: Das Cover hat mein Herz erobert. Als Einhorn-Fan finde ich das Cover natürlich mega toll! Außerdem passt es gut zum ersten Teil der Reihe. Ich finde es einzig und allein schade, dass diesmal der Schnitt keine andere Farbe hat wie beim ersten Teil.
Inhalt: Die Auseinandersetzungen zwischen der Liga und den Herzögen des Schwertwaldes finden kein Ende. Laut der Mär wird zur Stunde der größten Not der Bewohner des Weißen Waldes die Weiße Königin auferstehen. Schafft es Milan sich aus dem angehenden Krieg herauszuhalten? Was ist mit den Märengestalten, die überall auftauchen?
Handlung und Thematik: Nachdem mich der erste Teil der Reihe so begeistert hat, muss ich leider sagen, dass es diesmal nicht ganz so war. Zwar enthielt dieser Teil mehr Fantasy-Elemente und mehr Fabelwesen wie das Einhorn, Basilisken und die Meerhexe, jedoch war diesmal die Handlung sehr kriegslastig. Viele Kampfszenen und strategische Züge wurden beschrieben. Leider kann mich sowas nicht ganz so sehr begeistern. Abgesehen von den Kriegsgeschehnissen fand ich die Handlung aber interessant und das Ende überraschend. Bernhard Hennen hat diesmal gut gezeigt, dass es schwer ist, sich auf keine Seite des Krieges schlagen zu wollen, ohne sich zwangsläufig für eine Seite zu entscheiden oder zu vermeiden, dass es aussieht, dass man sich für eine Seite entschieden hat.
Charaktere (Achtung, spoilert Teil 1!): Milan ist derselbe starke Charakter wie bereits im ersten Teil. Leider ist nicht ganz ersichtlich, ob er wirklich für Gerechtigkeit kämpft, da er ja zum Ende des ersten Teils ein Versprechen gegeben hat… Seine Fähigkeit, Mären zu verändern ist großartig und gibt ihm einiges an Macht. Wird er sie für die richtige Sache einsetzen ohne neue Probleme zu schaffen? Nandus konnte in diesem Teil meine Sympathie gewinnen. Man erkannte mehr und mehr, dass er sich für das Wohl seiner Leute einsetzt.
Schreibstil: Auch wenn die Handlung nicht zu 100% mein Fall war, gefällt mir dennoch Bernhard Hennens Schreibstil sehr gut. Man findet sich gleich in der Story zurecht und kann ihm gut folgen. Das die Kommunikation mit dem Einhorn anders dargestellt ist, finde ich sehr gut. Mittlerweile habe ich sogar das System der Zeitangaben vor den Kapiteln verstanden XD. Die Kapitellängen sind perfekt, man liest ständig mehr, als man sich eigentlich vorgenommen hat, weil man sich denkt „Eins geht noch, das ist so kurz…“.
Persönliche Gesamtbewertung: Die kriegslastigen Teile der Handlung fand ich nicht ganz so gut, den Rest aber schon. Das Ende machte es wieder sehr spannend und ich bin neugierig, wie es im nächsten Teil weiter geht. Wer Fantasy und Krieg mag, wird dieses Buch lieben!
Nach dem ersten Band, der vor knapp einem Jahr erschienen ist und dem spannenden Ende, war ich natürlich sehr neugierig auf die Fortsetzung und die vielen Märengestalten, die mich faszinieren konnten. Denn die Frage, ob die weiße Königin in der größten Stunde der Not auftauchen würde, stand immer noch im Raum...
Bernhards Hennen Buch entführt uns auf den ersten 100 Seiten in die Vergangenheit, was mich zuerst ein wenig verwirrt hatte, weil ich sehr auf ein Wiedersehen mit Milan und seinen Freunden gehofft habe. Doch danach war es endlich so weit und als Leser treffen wir altbekannte aber auch viele neue Gesichter. Die Geschichte erzeugt durchweg einen hohen Spannungsbogen und ist auch wie im ersten Teil sehr bildlich geschrieben, sodass ich mir auch sehr gut etwas unter den neuen Märengestalten vorstellen konnte. Man merkt im Laufe der Handlung, dass Milan und seine Freunde älter und reifer geworden sind, was mir sehr gut gefallen hat. Auch habe ich mit vielen Fragen zeitweise sehr lange im Dunkeln getappt, was es sehr spannend gemacht hat und für den Leser so einige Überraschungen bereithält, die mich sogar noch auf den letzten Seiten richtig begeistern konnten.
An der Geschichte selbst konnten mich von Anfang an, die vielen mystischen Elemente und die Märengestalten begeistern, denen ich gerne in der Geschichte gefolgt bin. Im nun zweiten Band kamen sie für meinen Geschmack ein wenig zu kurz und der Schwerpunkt lag mehr auf den Eroberungen. Das macht das Buch natürlich keinesfalls schlechter, schmälerte für mich aber meinen Lesegenuss ein wenig, weil ich kein großer Fan ausgeschmückter Kriegsszenarien bin. Das Ende des zweiten Bandes lässt natürlich noch einige Fragen offen, die gespannt auf den dritten Teil warten lassen.
Achtzehn Jahre vor Sasmiras Thronerhebung steht in der Westermark eine entscheidende Schlacht zwischen den Armeen des Khans und den Karrenrittern bevor. Im Lager des Khans befindet sich auch die hochschwangere Prinzessin Marcia, die Tochter des ermordeten Kaiser Orelian. Wie wird die Schlacht ausgehen und was wird aud der Prinzessin. Achtzehn Jahre entbrennt der Krieg zwischen der Liga Cilias und den Bewohnern des Schwertwaldes. Nandus Tormeno beginnt mit dr Belagerung der Hauptstadt des Schwertwaldes. Milan zieht unterdessen ebenfalls durch den Schwertwald und tötet eine gefährliche Märengestallt nach der anderen und erzählt die Mär von Felicia, um sie so wieder zum Leben zu erwecken.
Der Roman hat mir wieder sehr gut gefallen. Spätestens zum Finale war mir klar, dass ich vier Sterne vergeben werde. Wer ein Fan dreckiger mittelalterlicher Fantasywelten ist, wir hier auf seine Kosten kommen.
Auch dieser Teil der Chroniken von Azuhr hat mich absolut begeistert. Die düstere Atmosphäre, die lebendigen Charaktere und die ganzen kleinen und großen Wendungen waren so gelungen, dass ich gefesselt von der Welt und ihren Mähren war.
Es ist echt toll, dass alles so schön abgerundet und in sich schlüssig ist. Einfach ein Vergnügen die Geschichte zu lesen.
Kann generell die Reihe jeder Person wärmstens ans Herz legen, die komplexe Dark Fantasy liebt. Das Worldbuilding und die Handlung wirken so gut ausgearbeitet, dass die Welt dadurch zum Leben erwacht. Vor allem auch, dass es wirklich immer schwerer wird, Gut und Böse hier zu unterscheiden, da es so viele Perspektiven gibt, die hier aufeinandertreffen.
Ich habe Band 1 der Chroniken von Azuhr verschlungen und bin mit entsprechender Vorfreude an Band 2 gegangen. Als erstes kamen 200 Seiten einer epischen Schlacht mit Personen, die ich nicht kannte, 18 Jahre vor der eigentlichen Handlung. Als dann endlich Milan, die Hauptfigur aus Band 1 auftauchte, war er verändert und in seinen Handlungen auch nicht immer schlüssig. Die Schlachten, Gemetzel und Folterungen nehmen gefühlt 400 der 620 Seiten dieses Buches ein. Das ist nicht unbedingt das, was ich gerne lese. Aber ich werde trotzdem Band 3 lesen, aber nur geliehen.
Der zweite Teil der Trilogie steht dem ersten Teil um nichts nach. Der einzige Punkt über den ich nicht absolut glücklich war, war die Einleitung, da es für mich zu sehr in die Länge gezogen wurde, aber es war trotzdem noch gut zu lesen. Nach der Einleitung wurde das Buch einfach nur grandios. Die Geschichten von Milan und Nandus sind einfach unglaublich toll geschrieben. Wie den ersten Teil habe ich dieses Buch unglaublich schnell gelesen, da man gar nicht mehr aufhören wollte.