„Die Welt ist nicht schwarz und weiß, Sá. Sondern grau.“ Die Freunde Dimo und Mara führen ein normales Leben, bis eines Tages der gleichaltrige Sámir auftaucht und sie wortwörtlich in eine magische Welt entführt. Dort angekommen werden sie konfrontiert mit dem Übernatürlichen, ihren echten Wurzeln und den gesellschaftlichen und politischen Problemen, die man krampfhaft versucht, von ihnen fernzuhalten. Was steckt wirklich hinter der Organisation, die für den König arbeitet, und inwiefern ist der Junge, der sie in all das verwickelt hat, dafür verantwortlich? Die Drei stellen fest, dass die Grenze zwischen Gut und Böse verwischt, wenn man nur lange genug hinsieht.
Nadia Raia lebt mit ihrem Partner, ihren beiden Katzen und ihrem Hund im Saarland. Sie besitzt einen Masterabschluss in Übersetzungswissenschaften.
Die Selestria-Trilogie und die dazugehörige Kurzgeschichte „Die Farbe von Asche“ sind ihre ersten veröffentlichten Werke. Außerdem ist ihre Kurzgeschichte „Wächter“ in der Spendenanthologie Aufwind für die Seele erschienen. Neben ihren eigenen Werken sind außerdem zwei Übersetzungen aus dem Englischen von Nadia Raia erschienen: Harper Bliss: Eine Französin zum Küssen Harper Bliss: Vielleicht nur dieser eine Kuss
Die Autorin hat hier eine fantastische Welt erschaffen, in dem es Schönes, aber auch Grausames bzw. gefährliche Geheimnisse und Kreaturen zu entdecken gibt. Da das Buch ein "Urban-Fantasy" ist, ist der Wechsel zwischen der magischen Welt von Selestria und der "echten Welt" gut gelungen. Die Charaktere werden in diesem Fall mitten in das Geschehen hineingeworfen und die Geschichte wirft einige Fragen auf, doch werden einige davon im Laufe der Story geklärt. Der Fokus liegt hier auf der Entwicklung der Protagonisten und die zwischenmenschliche Beziehung untereinander sowie die emotionale Entwicklung. Daher kommen immer wieder zwischen den einzelnen Kapiteln sehr interessante Rückblicke aus der Vergangenheit, die dem Leser dazu beitragen, Ereignisse besser nachzuvollziehen. Auch sehr zum Nachdenken bringen unter anderem die Themen zwischen Gut und Böse. Die Zwischenkapitel, sind hier sehr gut ausgewählt und geben dem ganzen eine Ernsthaftigkeit. Das Setting und die Erzählweise der Autorin ist hier sehr gut gelungen. Allerdings gibt es hier ein paar Punkte, die ich abziehen möchte bzw. als erwähnenswert betrachte. Das Buch hat über 500 Seiten, MANCHMAL ist weniger mehr. Die Beschreibung der Orte und Landschaften ist hier sehr gut gelungen und dem Leser wird alles bildhaft erzählt, doch manche Ereignisse zwischen den Charakteren scheinen ab und zu unnötig in die Länge gezogen und geben der eigentlichen Story-Charakterentwicklung nicht wirklich immer einen Sinn. So interessant der Anfang für den Leser auch ist, dauert der Einstieg in die Geschichte etwas zu lang und es passieren zu wenig ausschlaggebende Dinge, die langfristig für die Entwicklung der Geschichte beitragen. Auch wenn das der 1. Teil eine Trilogie ist, hätte ich mir noch ein bisschen mehr Informationen und Hintergründe über das Leben in Selestria und die einzelnen Charaktere gewünscht, damit diese dem Leser gegenüber etwas attraktiver dargestellt werden. Alles in allem, möchte ich hier abschließend sagen dass ich die Reihe voller Neugier und Interesse weiterverfolgen werde, ich vollkommen überzeugt von der Idee bin, für "Grau" ⭐⭐⭐⭐ von ⭐⭐⭐⭐⭐ gebe und hier eine Kauf-Leseempfehlung aussprechen möchte.
Ein tolles Buch! Die Geschichte um Mara, Dimo und Sámir ist wundervoll geschrieben und so spannend dass man einfach immer weiterlesen muss. Die fantastische Welt von Selestria ist gleichzeitig schön und geheimnisvoll, sodass man gar nicht anders kann als mehr darüber erfahren zu wollen. Ich kann kaum erwarten zu lesen wie es weitergeht!
„Wir wollen jemand sein, der anders ist als alle, besser ist, und lehnen die ab, die es schon sind. Wie soll diese oder jede andere Welt sich so jemals verändern? Wenn jede Revolution erst den Mut finden muss, gegen den Rest der Welt zu kämpfen und vermutlich Verlierer zu sein?
Wir sind nicht besonders. Keiner von uns.“
Das Erstlingswerk der Autorin Nadia Raia erfüllt beinahe jegliche Wünsche eines guten Einstiegs in eine Buchreihe: ein geheimnisvoller, eigensinniger Fremder, eine selbstbewusste, temperamentvolle weibliche Figur und ein etwas drollig daherkommender, aber sehr liebenswürdiger Teenager, der nicht entscheiden kann, ob der neue Mitschüler seine Hilfe braucht oder er sich einfach lieber von ihm fern halten sollte.
Ohne zu viel zu verraten, ist der Schreibstil der Autorin wunderbar angenehm zu lesen. Ganz besonders gefällt mir der psychologische Einblick in die unterschiedlichen Charaktere, wodurch stereotyp-Haften Figuren so viel mehr Tiefgang gegeben und sie dadurch eben nicht mehr ganz so stereotyp werden.
Die Welt, die im Roman erschaffen wird, bietet unglaublich viele Möglichkeiten, in welche die Erzählung gehen könnte. Die Regeln dieser Welt kommen ohne langwierige Beschreibungen zutage, wodurch der Leser nie gelangweilt ist, mehr über Selestria zu erfahren.
Der Spannungsbogen bleibt durchgehend gespannt: immer wenn es zu einer kleinen Auflösung kommt, taucht auch schon das nächste Rätsel auf. Die Zwischenkapitel lassen den Leser trotzdem immer mal wieder einen Schritt zurück treten, um sich noch einmal Gedanken zu machen (vielleicht auch um Situationen aus der eigenen Realität reflektieren zu können?) - was mir so unglaublich gut gefallen hat ❤️
Wieso ich hier nur 4 statt 5 Sternen gebe ist lediglich der Tatsache geschuldet, dass ich diese Werk als sehr guten Einstieg für eine Buchreihe empfinde, die sehr viel Potential aufweist. Mal sehen was die Autorin aus der dramatischen Geschichte um Sámir, Mara und Dimo macht? Was ist eigentlich dieser Nachtdienst? Wo ist Sámir hin? Gibt es nicht irgendwo einen Platz für eine geschundene Seele? Können Mara und Dimo überhaupt irgendwas tun, um Sámir zu helfen ? Ich bin gespannt 🥺
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"Grau" ist der erste der Teil der sogenannten "Selestria"-Trilogie und ist aus vielen Aspekten ein Buch, das mir besonders am Herzen liegt. Ich kenne die Autorin seit ein paar Jahren persönlich und ich bin froh, dass sie (nach einem langen Weg) ihr erstes Werk nun veröffentlicht hat. Auch wenn ich die Autorin kenne, möchte ich trotzdem darauf hinweisen, dass meine folgenden Ausführungen rein subjektiv sind und mir keine Vorgaben zur Erstellung einer Rezension gegeben wurden. Meine Bewertung besteht aus meiner ganz persönlichen Meinung zu diesem Buch (und Gott sei Dank hat mir das Buch gefallen! ;))
Für mich persönlich ist "Grau" ein wunderbarer Auftaktband, der viele Facetten und Handlungsstränge aufgreift, die mir gefallen haben. Ich tue mich immer ein bisschen schwer mit Fantasy-Geschichten (nach all den Jahren, in denen ich nur Liebesromane und Thriller gelesen habe), weswegen ich mich vor allem über den Einstieg aus dem „normalen“ Leben gefreut habe. Mir macht es das leichter, in unbekannte Welten abzutauchen, wenn ich mich an etwas „festhalten“ kann, das ich kenne. Normales Leben, Schule, Probleme von Teenagern. Wer kennt das nicht? So startet auch "Grau" und das hat mir super gefallen – auch wenn man schon am Anfang merkt, dass da seltsame Dinge vor sich gehen, eine unentdeckte Welt auf den Leser wartet und die Protagonisten noch einiges durchleben müssen.
Im Allgemeinen ist das Buch ausgesprochen abwechslungsreich gestaltet und steckt voller Geheimnisse, die nur nach und nach aufgedeckt werden. Welche Kräfte besitzen Mara und Dimo eigentlich? Wieso verhält sich Sámir immer so abweisend? Was hat es mit der Königsfamilie auf sich? Und welche Strukturen herrschen in Walis bzw. Selestria? Und was genau wollen die Rebellen, was will der Nachtdienst? Fragen über Fragen, die mir beim Lesen in den Sinn kamen und die auch nach und nach beantwortet wurden. Der Plot ist stellenweise sehr mysteriös aufgebaut, was die Spannung die meiste Zeit weit oben hält. Es gibt immer wieder kleine Andeutungen, lose Fäden, die mich als Leser angestachelt haben, mehr herausfinden zu wollen. Einen kleinen Hänger hatte ich persönlich im zweiten Drittel des Buches. Ich hatte da kurz das Gefühl, die Autorin verliert den roten Faden aus den Augen und konzentriert sich zu stark auf die Figuren. Das klingt vielleicht nicht unbedingt schlecht, aber für mich hat sich da eine kleine langatmige Stelle aufgetan. Dazu muss ich sagen, dass ich einfach kein Fan von langen Büchern (über 500 Seiten) bin. 600 Seiten sind für mich schon ein starkes Stück. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht verloren, weil der folgende Spannungsbogen, die dynamischen Ereignisse und ein großer Schockmoment mich spielend wieder eingefangen konnten.
Ich bin ein absoluter Fan davon, fremde Welten zu entdecken und die Kreativität des Autors dabei zu erforschen. Meiner Meinung nach hätte die Autorin ein bisschen mehr auf das World-Building eingehen können. Viele Dinge konnte ich mir sehr gut vorstellen, andere dagegen waren mir ein bisschen zu blass und zu oberflächlich. Gerade das Schloss und das Jugendreservat, zwei große Handlungsorte in der Geschichte, bieten eine perfekte Grundlage, um sich als Autor auszudrücken, sich auszutoben und diese mit Details zu füllen. Ich persönlich liebe einfach ein starkes Setting, umfassende Beschreibungen und eine einnehmende Welt, die ich als Leser genauso gerne entdecken möchte, wie die Protagonisten selbst.
Nun zu den Protagonisten. Denn "Grau" hat einige davon zu bieten: Dimo und Mara, die von der normalen in die magische Welt überführt werden, Sámir und Runa, die diesen Auftrag übernommen haben und die beiden Neulinge begleiten, die Königsfamilie mit König Chronos, Tyrael, Náel, Medea sowie Taylan und noch einige andere, die ebenfalls im Jugendreservat leben. Dimo, Mara und Sámir stehen in der Geschichte allerdings im Vordergrund und es gibt nichts, worüber ich mich bei den drei Hauptfiguren beschweren könnte. Sie sind alle sehr unterschiedlich ausgearbeitet und haben auf mich einen vielschichtigen Eindruck gemacht. Mara ist impulsiv, zu vertrauenswürdig und manchmal etwas zu direkt, aber auch durchsetzungsstark, schlau und loyal. Dimo ist zurückhaltend, harmoniebedürftig sowie clever und steht immer für diejenigen ein, die er gerne hat. Und Sámir … ist ein ganz eigenwilliger Charakter, der zwar oft abweisend, befremdlich und forsch wirkt, aber doch einen großen Anteil daran hat, die Geschichte faszinierend und interessant zu gestalten. Alle drei haben ihre Stärken und Schwächen und mir hat gut gefallen, sie dabei zu beobachten, diese herauszufinden und sich somit im Verlauf der Handlung weiterzuentwickeln.
Auch die Nebencharaktere sollten nicht außen vor gelassen werden. Nicht alle sind nett, nicht alle mochte ich, aber es liegt eben auch in der Natur der Sache, dass es Antagonisten in einer Geschichte gibt, auf die ich als Leser meine ganze Wut und meinen Hass projizieren kann. Náel und Tyrael stehen da ehrlich gesagt an erster Stelle. In anderen Figuren stehe ich dagegen noch viel Potenzial, weil ich sie nach Beenden des Buches noch nicht ganz einschätzen konnte. Beispielsweise sehe ich in Nijel, ein Freund von Sámir, noch viele Möglichkeiten und ich hoffe, dass ich in den nächsten Bänden einen genaueren Einblick über ihn bekommen werde.
Nadia Raias Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich habe "Grau" vorher weder testgelesen, noch reingeschnuppert, weswegen ich das Gesamtwerk als solches erst gelesen habe, als es auf Amazon verfügbar war. Bei einem Erstlingswerk ist es logischerweise immer schwer zu beurteilen, ob der Autor/die Autorin noch mehr draufhat und wie sie sich entwickelt hat. Aber mir hat die Art und Weise, wie sie schreibt, bisher gut gefallen. Mich konnten die Charaktere einfangen und die Spannung im Plot war durchaus spürbar. Ich persönlich würde mir mehr kreativen Einsatz beim World-Building wünschen, aber im Großen und Ganzen gibt es nichts zu meckern.
Fazit Wie bereits erwähnt ist "Grau" ein wunderbarer Auftaktband, der mich nicht enttäuscht hat und bei dem ich auch nicht viel Kritik üben kann. Hier und da habe ich ein paar kleine, subjektiv empfundene, Schwächen gesehen, aber das Buch bietet einen spannenden Plot und vielschichtige Charaktere, deren Schicksal mich berührt hat und mich einnehmen konnte. Das Ende hat mir gefallen und macht Lust auf die Fortsetzung. Darauf bin ich außerordentlich gespannt!
In den letzten Monaten habe ich selten so ein vielschichtiges Buch gelesen, welches auf so vielen Ebenen spielt und verschiedene Dimensionen zusammen bringt.
Am Anfang ist es zwar ein wenig langsamer und verschiedene Aspekte werden sozusagen angedeutet aber die Entwicklung am Ende und vor allem auch wo die Reise hingeht, ist plötzlich zwar die gleiche und doch eine ganz andere!
Es ist wirklich eine sehr gut gelungene Erzählung in der so viel passiert und der Leser aber doch mitgenommen wird ohne die Flinte ins Korn zu werfen. Die Themen die angesprochen werden sind düster und doch kommt die Liebe (nicht unbedingt die romantische, wenn auch unter anderem) und so viel mehr. Die Autorin schafft eine Welt, welche einfach scheint und doch alle lieber ruhig sind. Es wird gesprochen und es wird Informationen preisgegeben und doch weiß man, da ist noch mehr. Was ist das Geheimnis, was passiert und vor allem wieso wird es verheimlicht?
Nach und nach kommen mehr Geheimnisse ans Licht und es passiert viel, sehr viel. Dennoch ist die Komplexität einfach grandios und ich kann es nur wiederholen, eine geniale Mischung an Themen, Spannung, Rätseln und doch auch so viel Empathie und Gefühlen.
Wer auch einmal wieder etwas ganz neues Lesen will und sich in eine neue fremde Welt wiederfinden will, dem kann ich nur eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen und es war defintiv ein sehr gutes Buch! Es ist sicher kein Buch von der Stange, sondern hat wahrlich viel Kreativität, Fantasie und Feingefühl hinter dem Cover versteckt.
Das Leben von Dimo und Mara ist eigentlich komplett normal, zumindest bis Sámir auftaucht und sie in eine andere Welt bringt. Dort müssen sie sich nicht nur eingewöhnen, sondern versuchen auch zu ergründen, was hinter der Organisation steckt, für die sie jetzt arbeiten. . Dimo und Mara kann man einfach nur mögen. Beide sind unglaublich komplex aufgebaute Charaktere, die ihre Stärke und Schwächen haben und sie so sehr realistisch wirken lassen. Sámir ist ein totaler Miesepeter, aber trotzdem konnte er mich die ganze Zeit sehr faszinieren. Am Anfang war die Handlung noch äußerst verwirrend, aber alle losen Enden wurden wunderbar erklärt und aufgelöst. Der Schreibstil ist wirklich angenehm zu lesen und besonders die Zwischenkapitel haben noch einmal einen neuen Blickwinkel auf die ganze Geschichte ermöglicht und zum Nachdenken angeregt. Am Ende wurde noch einmal ein ordentlicher Cliffhänger serviert, der zum Weiterlesen motiviert. . Ein toller Fantasy-Auftakt
Anfangs ist es alles recht verwirrend. Man wird erstmal von den verschiedenen Perspektiven durcheinander gebracht und weiß nicht so recht, was grade bei wem abgeht. Aber nach ein paar Kapiteln hat man sich, finde ich, schnell daran gewöhnt. Die Geschichte ist unheimlich spannend beschrieben und wirft immer wieder neue Fragen auf. Ich habe das Buch jedenfalls in einem Rutsch gelesen. Zu den Charakteren : Ich könnte nicht sagen, welchen ich am meisten mag... Jeder der Charaktere trifft mal gute und mal nicht so gute Entscheidungen, dass macht sie nur authentischer. Fazit: Ich habe das Buch verschlungen und es hat mich emotional mitgenommen. Ich kann das Buch wirklich nur jedem Fantasyleser ans Herz legen
Eine Geschichte ohne packende Elemente voller Charaktere, mit denen ich nicht wirklich mit leiden konnte. Es passierten schon schreckliche, grausame und ungerechte Dinge, aber irgendwie ging es ziemlich an mir vorbei. Es war einfach furchtbar zäh und ab der Hälfte hab ich es nur noch überflogen, um es endlich beenden zu können.
Cover: WUNDERSCHÖN! Dieses Cover passt perfekt zu der Geschichte. Es ist wirklich wundervoll und hat etwas Düsteres an sich, was mir sehr gut gefällt. 😍
Meinung: Natürlich habe ich erwartet, dass mir dieses Buch gefallen wird, denn der Klappentext klingt schon vielversprechend. Dennoch muss ich sagen, dass mich diese Geschichte wirklich positiv überrascht hat, wenn nicht sogar ein Stück weit überwältigt.
Grau (1): Erster Teil der Selestria-Triologie ist nicht nur der Start einer vielversprechenden Trilogie, sondern auch das Debüt von Nadia Raia. Von Anfang an konnte die Story mich fesseln, obwohl ich zunächst wirklich sehr verwirrt war und keine Ahnung hatte, wo die Reise hingehen wird. Die Autorin führt uns langsam und in Ruhe in die Geschichte ein, wodurch wir erst einmal ein paar der Charaktere Kennenlernen können und diese auf uns wirken lassen können. Über den Inhalt möchte ich an dieser Stelle nichts schreiben, da ich mich nicht in der Lage fühle, die Geschichte zu beschreiben, ohne zu spoilern. Das Setting finde ich außerordentlich interessant und faszinierend, ich hoffe im zweiten Band noch ein wenig mehr, über die Wesen und Welt zu erfahren. Der Großteil der Geschichte verbringen wir am Königshof, der so manche Überraschungen bereithält und einfach mal so ganz anders ist, als man es kennt. Besonders positiv möchte ich die Twists in der Story anmerken, denn diese kamen wirklich unerwartet und haben mich teilweise echt schocken können.
Die Charaktere sind der HAMMER! Sie haben Tiefe und wirken sehr authentisch. Die Autorin hat es perfekt geschafft, die Gefühle der einzelnen Nahe zu bringen. Im Verlauf habe ich diverse Emotionen erlebt, ich war wütend, schockiert, traurig, musste zwischendurch lächeln und hatte zwischenzeitlich tatsächlich Tränen in den Augen. Semir ging mir wirklich nahe. Es hat mich beeindruckt, wie gut sie seine Situation und alles Drumherum dargestellt hat.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war zwischenzeitlich das Wording, da sich manche Sätze dadurch für mich einfach komisch gelesen habe. Wir lesen hier aus verschiedenen Perspektiven, wodurch wir die Geschehnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln verfolgen können. Ich mag so was wirklich gern, vor allem wenn die Gefühle und Gedanken der Einzelnen so gut dargestellt werden wie hier. Leider war mir bei manchen Szenen nicht immer gleich klar, aus welcher Perspektive ich gerade lese, was zwischendurch als störend empfunden habe.
Fazit: Grau (1): Erster Teil der Selestria-Triologie konnte mich durchweg überzeugen, am liebsten würde ich sofort weiterlesen wollen. Das Setting ist faszinierend und die Story spannend, sowie durchweg fesselnd. Die Autorin konnte mich mit ihrer Liebe zum Detail mitreißen und hat es geschafft, mich wirklich zu berühren. Zwischenzeitlich hatte ich sogar tränen in den Augen. Vor allem die Charaktere haben mich positiv überrascht. Sie sind authentisch, haben Tiefe und handeln authentisch. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung! Ich danke Nadia Raia von Herzen für das Rezensionsexemplar. 💖