Ein fesselnder historischer Roman über eine starke Frau vor der Kulisse der Freiheitsstatue.
Die junge Journalistin Camille St. Laurent schreibt entgegen aller Vorbehalte.
Paris, 1885: Ihre Schwestern mögen in ihren Ehen aufgehen – Camille St. Laurent hat einen anderen Traum. Sie will sich als Journalistin beweisen. Ihre Chance bekommt sie, als der Figaro sie ins ferne New York entsendet. Sie soll über den Aufbau der Freiheitsstatue berichten, dem Geschenk der Franzosen an die Amerikaner. Allerdings unter einem männlichen Pseudonym.
Dass der amerikanische Zeitungsverleger Joseph Pulitzer ihr einen Kollegen zur Seite stellt, irritiert Camille zunächst. Aber allmählich erobert Patrick O’Sullivan mit seinem irischen Charme ihr Herz. Als zwei Morde die Stadt erschüttern und die Spur des Mörders zum Bau der Freiheitsstatue führt, berichten Camille und Patrick als Verbündete gemeinsam darüber. Doch dabei gerät die schöne Französin selbst in Lebensgefahr …
Camille St. Laurent hat nur einen Wunsch. Als Journalistin arbeiten und anerkannt werden. Doch als Frau hat man es schwer, gerade in Paris im Jahre 1885. Doch dann bietet sich ihr eine einmalige Chance. Sie soll über die Ankunft, den Aufbau und die Einweihung der Freiheitsstatue berichten. In Amerika angekommen, stellt ihr der Zeitungsverleger Joseph Pulitzer einen irischen Kollegen zur Seite. Dieser interessiert sich nicht nur für die Freiheitsstatue. Vielmehr beschäftigt ihn ein ungeklärter Mord, der wohl mit dem Sockelbau für die Freiheitsstatue in Verbindung steht. Als ein weiterer Mord geschieht, begeben sich Camille und Patrick in tödliche Gefahr…
Noch heute gilt die Freiheitsstatue, die 1984 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde, als ein Symbol der Freiheit, des Friedens, der Menschenrechte, Abschaffung der Sklaverei und Demokratie. Trotz ihres Alters hat sie nichts von ihrem Charme und ihrer Faszination eingebüßt. Diese Stärke wird von Annabelle Tilly in diesem Roman eingefangen und dem Leser mitgegeben. Ich hatte zunächst Zweifel, wie die Geschichte auf mich wirken würde und war jedoch nach wenigen Seiten in einem Lesesog, der mit nicht nur mitriss, sondern zudem immer mehr begeisterte. Als Leserin durfte ich zunächst Camille kennenlernen, die in Paris eine sehr moderne Einstellung zur Rolle der Frau hat und damit oft aneckt. Die Reise nach Amerika bietet ihr die Chance, sich zu beweisen. Zeitgleich wurde Patrick vorgestellt, der als Reporter arbeitet, dabei aber nicht in alt-hergebrachten Ansichten verankert ist, sondern auch durchaus über den Tellerrand blickt und sich für Schwächere einsetzt. Natürlich steht Lady Liberty im Fokus des Romans und doch gibt es viele weitere Schauplätze, die sich rund um die Dame ranken. In dem Buch vereinen sich Krimi, historischer Roman sowie eine kleine Liebesgeschichte und bietet damit viel Abwechslung. Mir hat das Buch sehr gefallen. War ich noch zu Beginn etwas skeptisch, wich die Skepsis bald und machte der Begeisterung Platz. Es machte Spaß, New York durch die Augen einer Pariserin zu entdecken, mit ihr durch die Straßen zu bummeln und die Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Fazit: Eine spannende Reise nach Amerika, bei der man nicht nur Lady Liberty, sondern auch New York City im 19. Jahrhundert ein wenig besser kennenlernen kann und dabei bestens unterhalten wird. Ein Buch zum Eintauchen, Entspannen, Entdecken und Mitfiebern.
„Glaubst du, dass Lady Liberty in zweihundert Jahren immer noch hier steht?“ (Zitat Seite 386)
Inhalt: Camille St. Laurent ist die jüngste von sechs Töchtern einer wohlhabenden, adeligen Pariser Familie. Sie will Journalistin werden, was im Jahr 1885 für eine Frau beinahe unmöglich war. Doch Jules Aragon, der Chefredakteur des Figaro gibt ihr eine Chance. Sie soll nach New York reisen, um dort vom Aufbau der Freiheitsstatue zu berichten. Allerdings sollen die Leser denken, dass Camille ein Mann ist. Der Verleger Joseph Pulitzer, dem die New York World gehört, teilt den Reporter Patrick O’Sullivan ein, sich um „den Kollegen aus Frankreich“ zu kümmern. Nach anfänglichen Zweifeln werden die beiden rasch ein Team und neben den Berichten über den Bau des Sockels für die Freiheitsstatue recherchieren sie in einem Mordfall: zwei Frauen sind ermordet worden. Sie folgen mehreren Spuren, doch als Camille die Zusammenhänge erkennt, könnte sie das nächste Opfer sein …
Thema und Genre: Dieser historische Unterhaltungsroman verpackt die Geschichte einer engagierten jungen Frau, die in der Männer-dominierten Welt des späten 19. Jahrhunderts ihren Weg gehen will. Themen sind das soziale Umfeld der wohlhabenden amerikanischen Familien, die Frauenrechte in Amerika, die Konstruktion der Freiheitsstatue und vor allem die Errichtung derselben in New York, wo es beinahe am Bau des entsprechenden Sockels scheitert.
Charaktere: Camille ist eine selbstbewusste Frau, die sich rasch den amerikanischen Gegebenheiten anpasst. Patrick ist irischer Abstammung und stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Er zeigt ihr sein New York und gibt ihr dadurch ein Gefühl von Freiheit abseits der engen gesellschaftlichen Zwänge, die damals in Europa noch vorherrschten. Besonders liebenswert ist Camille’s Tante Catherine, die seit vielen Jahren in New lebt und bei der Camille wohnt. Tante Catherine ist eine nach außen hin etwas strenge alte Lady, die jedoch Sinn für Humor, Spaß und ein großes Herz hat.
Handlung und Schreibstil: Ort der Handlung ist vorwiegend New York. Die Ereignisse dieses Romans finden in den Jahren 1885 bis 1886 statt und in chronologischer Reihenfolge. Ein kurzer Prolog schildert den ersten Mord. Die Handlung ist in insgesamt 35 Kapitel eingeteilt, die Überschrift gibt jeweils Ort und Zeitrahmen an, es folgt ein kurzer Epilog. Spannung erhält die Geschichte durch die Mordfälle und die Klärung der Zusammenhänge, wobei die Autorin die Protagonisten und damit auch den Leser auf einige falsche Fährten führt. Der Schreibstil ist flüssig und sprachlich sehr angenehm zu lesen, Die Beschreibungen der Stadt New York im Jahr 1885 sind sehr lebhaft und anschaulich, auch die berühmten Schauplätze wie Coney Island fehlen nicht.
Fazit: Ein historischer Roman, der spannende Lesestunden garantiert. Die in den Roman eingebauten geschichtlichen Tatsachen sind sehr gut recherchiert, auch das Leben in der Stadt New York ist realistisch, anschaulich und interessant geschildert. Die ersten Frauenbewegungen im Zusammenhang mit dem angestrebten Wahlrecht für Frauen, sowie der mühsame Überlebenskampf der Frauen in den Armenvierteln im Gegensatz zum Leben der sehr reichen Gesellschaftsschicht vertiefen das Thema und machen aus diesem Buch mehr als nur unterhaltsame Trivia.
Das Buch habe ich auf netgalley.de gesehen und habe mich sofort vom Klappentext angesprochen gefühlt, sodass ich mich entschlossen habe, es zu lesen.
Die Autorin schickt den Leser in das Jahr 1885 und wir dürfen den Werdegang von Camille verfolgen. Diese ist als Journalistin im Einsatz, was ihr zur damaligen Zeit so einige Probleme bereitet hat, denn sie ist ja eine Frau. Als sie dann nach New York geschickt wird, um über die Freiheitsstatue zu berichten, wird es dann so richtig spannend, denn sie begibt sich in Lebensgefahr. Hier trifft sie auf Patrick, der ebenfalls Journalist ist und mit diesem muss sie nun zusammenarbeiten.
Persönlich fand ich die Geschichte richtig klasse, denn der historische Aspekt fand ich richtig interessant und ich diese Dinge von der Autorin wirklich gelungen dargestellt, sodass ich mich als Leser wirklich sehr gut in die Handlung einfühlen konnte. Natürlich war es auch recht unterhaltsam zu sehen, wie die beiden Journalisten zusammenarbeiten, denn es gar hier zu Beginn so einige Probleme, bis sich diese aneinander gewöhnt hatten. Die Suche nach dem Mörder war dann so richtig spannend und ich fand es toll, dass der Spannungsbogen durchwegs gehalten wurde.
Camille war eine tolle Hauptprotagonistin. Sie war mir wirklich sehr sympathisch und ich musste sie einfach bewundern, denn sie hat ihr Ziel einfach verfolgt, obwohl sie mit vielen Problemen zu tun hatte. Auch fand ich sie richtig authentisch.
Der Schreibstil der Autorinnen war sehr flüssig und locker. Das Buch war sehr angenehm zu lesen und ich fand es toll, dass auch einige realistische Dinge in die Handlung eingeflossen sind, denn es wurde so noch interessanter.
Das Cover finde ich ganz nett. Es wirkt sehr dezent, aber dennoch irgendwie passend.
Zur Autorin: Annabelle Tilly ist das Pseudonym von Annabelle Fagner und Tilmann Schempp. Annabelle Tilly hat nach dem Studium der Pharmazie und Geschichte gegen alle Vernunft beschlossen, historische Romane zu schreiben. Exakt recherchierte Fakten und spannende, romantische Fiktionen miteinander zu verbinden, ist ihre große Leidenschaft.
Quelle: Amazon
Fazit: 5 von 5 Sterne. Toller historischer Roman. Wunderbar unterhaltsam. Kann ich euch weiterempfehlen.
Die junge Journalistin Camille St. Laurent schreibt entgegen aller Vorbehalte.
Paris, 1885: Ihre Schwestern mögen in ihren Ehen aufgehen – Camille St. Laurent hat einen anderen Traum. Sie will sich als Journalistin beweisen. Ihre Chance bekommt sie, als der Figaro sie ins ferne New York entsendet. Sie soll über den Aufbau der Freiheitsstatue berichten, dem Geschenk der Franzosen an die Amerikaner. Allerdings unter einem männlichen Pseudonym.
Dass der amerikanische Zeitungsverleger Joseph Pulitzer ihr einen Kollegen zur Seite stellt, irritiert Camille zunächst. Aber allmählich erobert Patrick O’Sullivan mit seinem irischen Charme ihr Herz. Als zwei Morde die Stadt erschüttern und die Spur des Mörders zum Bau der Freiheitsstatue führt, berichten Camille und Patrick als Verbündete gemeinsam darüber. Doch dabei gerät die schöne Französin selbst in Lebensgefahr …
Der Stil der Autorin die Geschichte zu erzählen gefiel mir total gut muss ich gestehen. Wir Starten in New York im Jahre 1885, eine Stadt die gerade noch im Wachstum ist. Was wirklich gut fand sind die ganze Informationen die man bekam und wie es eigentlich dazu kam das die Freiheitsstatue von den Franzosen ja zum 200. Geburtstag der Unabhängigkeitserklärung geschenkt bekommen haben. Aber es waren einfach noch mehr Kleinigkeiten die hier aufgegriffen wurde und die ein ganz neues Bild auf New York werfen.
Ich als Leser fühlte mich auf jeden Fall total gut unterhalten und empfand die Geschichte mehr als nur lesenswert. Deswegen gibt es von mir volle Punktzahl dafür.