So etwas gab es noch nie im niederbayerischen Dorf Unterfilzbach: Innerhalb weniger Tage ereignen sich zwei Todesfälle, bei denen nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Doch während die Polizei sowohl beim Dorfapotheker als auch bei der Metzgereiverkäuferin von Unfällen ausgeht, stellt der naive und bodenständige Familienvater und Bauhofangestellte Hansi Scharnagl, der die beiden Leichen entdeckt hat, eigene Ermittlungen an. Mit seinem Freund und Kollegen Sepp nimmt er schon bald den Esoterik-Guru Ashanti ins Visier, dessen Kamasutra-Kurse im Dorf Furore machen …
Das war ein guter Krimi-Spaß. Ja, irgendwie ist es ein Krimi, denn es gibt zwei Tote und Ermittlungsarbeit, andererseits ist es eher die Geschichte eines Dorfes in Niederbayern samt Dorfklatsch mit zum Teil sehr besonderen Charakteren. Das muss man sicherlich mögen, aber ich fand es herrlich unterhaltsam!
Hansi ist ein vorbildlicher Bauhof-Mitarbeiter, deswegen fährt er im Winter auch bereits um 3 Uhr nachts los, um die Straßen des Dorfes vom Schnee zu befreien. doch dieser eine frühe Morgen ist anders als die anderen, denn neben dem Salzstreubehälter findet er sitzen den Apotheker vor- tot. War es ein Unfall oder gar Mord ? Als es eine zweite Leiche im Dorf gibt, bleibt Hansi und seinem Kollegen Sepp nix anderes übrig als selber zu ermitteln.
Die Geschichte selber hat mir sehr gut gefallen, auch der Hauch Esoterik, der in der Luft lag und scheinbar ein ganzes Dorf in seinen Bann zog war spannend zu verfolgen.
Die Charaktere waren mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und so herrlich natürlich beschrieben, dass man als Leser fast das Gefühl hatte, selbst ein " Landei" von Unterfilzbach zu sein.
Dank des flotten, flüssigen und lockern Schreibstils der Autorin, flog man gerade so durch das Buch und konnte so die urbayrische Art, Dialekt, " Vorurteile" und vieles mehr genießen.
Wer einen spannenden Krimi erwartet , ist leider falsch, allerdings hat mir das Buch viele Grinsen, teilweise sogar laute Lacher und jeden Menge Spaß gemacht. Perfekt zum Ausspannen und sich treiben zu lassen und einige Stunden humorvolle Unterhaltung zu erhalten.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und bin echt begeistert. Da ich selbst aus Bayern komme, war ich erst skeptisch, denn oft klingen „bayerische“ Hörbücher eher wie eine Parodie, total gekünstelt oder wie ein Bayer, der krampfhaft versucht, Hochdeutsch zu reden. Doch dieser Sprecher ist einfach super! Er klingt total natürlich und bringt die bayerische Art super rüber.
Die Geschichte selbst hat mir auch gut gefallen. An manchen Stellen hab ich ein bisschen den roten Faden vermisst, aber irgendwie machte gerade das - die kleinen dörflichen Zusatzinfos rund um die Einwohner Unterfilzbachs - den Charme des Buchs aus. Ein super (Hör-)Buch zum entspannen, schmunzeln und abschalten.
Die Autorin merkt selbst an, dass es in dem Buch eher um den Witz des beschriebenen kleinen bayrischen Dorfs als um eine spannende Krimi Geschichte geht. Der Roman erinnert an die "Eberhofer" Reihe von Rita Falk - der Witz ähnelt der Reihe auch wenn sich die Romane von den Figuren hinzu zur Geschichte unterscheiden. Fazit: Ein gelungener Soft-Krimi mit viel bayrischem Humor. Leicht zu lesen, eine ansprechende Abend Lektüre.
Unterfilzbach ist ein fiktiver Ort im Bayerischen Wald und die Heimat der Familie Scharnagl. Das Familienoberhaupt Hansi ist einer der Hauptprotagonisten in dieser Geschichte. Im Winter findet er beim Schneeräumen den toten Dorfapotheker. Der zuständige Polizist kommt zum Schluss, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt. Kurz darauf wird die beliebte Metzgereiverkäuferin tot aufgefunden. Nochmal ein tragischer Unfall, laut Polizei. Hansi hat da seine Zweifel und kann sich mit dieser Häufung tödlicher Unfälle nicht abfinden. Zufall und Dorftratsch bringen in auf eine heiße Spur.
Das Buch hat einen sehr eigenen Stil und ich denke für manche könnte es zu klischeehaft und oberflächlich sein. Die Autorin beschreibt das Dorfleben und die Bewohner sehr urig, teils skurril und gäbe es nicht Smartphone und Internet im Ort, könnte man glauben, dort ist die Zeit stehen geblieben. Mir gefällt das sehr gut und ich hatte viel Spaß beim Lesen.
Die Krimihandlung ist nicht sehr spektakulär und spannend, aber am Ende wird sie glaubhaft aufgelöst.
Wer sich in „Niederkaltenkirchen“ wohlfühlt, dem könnte die Reise nach „Unterfilzbach“ auch gut gefallen.
Im beschaulichen Niederbayrischen Dorf Unterfilzbach ereignen sich kurz hintereinander zwei Todesfälle, welche von der Polizei als Unfälle abgetan werden. Der Bauhofmitarbeiter Hansi Scharnagl, welcher beim Schneeräumen die erste Leiche entdeckte ist da anderer Meinung und spielt mit Kollege Sepp Detektiv. Recht erfolgreich wie sich bald zeigt. „Kamasutra in Unterfilzbach“ ist aber keiner der üblichen Regionalkrimis, die „Ermittlungen“ bilden eher nur den Rahmen für eine Trachtenkomödie vor der Kulisse des Bayrischen Waldes. Unterfilzbach, seine sympathischen Bewohner mit all ihren Macken und Geheimnissen, das Dorfleben und der Dorfklatsch und natürlich die Frage des Tages – Was gibt es 09:30 Uhr im Bauhof zur Brotzeit – alles das macht den Charme dieser Geschichte aus. Dazu kommt der Dorfguru „Ashanti“ welcher mit Yoga und Kamasutrakursen die Dörfler in Schwung bringt, getunte Rasenmäher und „Schwammerln“ die man mit Vorsicht genießen sollte – fertig ist eine Krimikomödie zum Schmunzeln und Genießen. Auch der einfache, flüssige Erzählstil macht diese Buch zur idealen Feierabendentspannungslektüre, am besten mit ner „Halben“ dazu.
Ein bayrischer Dorfkrimi der anderen Art. Man erfährt was in der Familie des Bauhof-Mitarbeiter so vor sich geht und im Dorf los ist. Nebenbei werden von ihm zwei Morde aufgeklärt, die, zum allgemeinen Entsetzen, im Laufe des letzten Jahres passiert sind. Ich fand die Geschichte amüsant und abwechslungsreich.
(E-book) Naja, sehr bemüht um Lokalkolorit und Krimihandlung, aber wenig Schwung und zu viel Nebenbei-Info zu den Charakteren und zum bayrischen Lebensstil