Aufmachung:
Das Cover, das ein Schwimmbecken unter Wasser zeigt, gefällt mir recht gut. Es passt auf jeden Fall zum Inhalt, aber mir gefallen auch die Farben. Der Titel, der noch dazu nicht nur passend ist, sondern auch ziemlich neugierig macht, ist ebenfalls interessant gestaltet.
Hier gefällt mir jedoch wieder der OT besser, da er, meiner Meinung nach, noch geheimnisvoller ist.
Die Kapitel sind alle kurz bis mittellang.
Meine Meinung:
Der Klappentext klingt sehr spannend und mystisch, weshalb ich das Buch sofort haben musste und auch direkt mit dem Lesen angefangen habe, als es hier angekommen ist.
Am Anfang war ich jedoch extrem angenervt von der Protagonistin, da Nicola nicht nur egoistisch, sondern auch naiv ist und sich wie ein kleines, verzogenes, verwöhntes Kind verhält, was sie unglaublich unsympathisch macht.
Nach einiger Zeit ist sie dann zwar immer noch sehr naiv und verhält sich auch noch teilweise etwas verzogen und egoistisch, aber das nicht mehr so auffällig wie am Anfang, und sie wird erträglicher.
Ganz anders die Spannung: Bereits auf der ersten Seite merkt der Leser, dass irgendwas nicht stimmt, und wird auch gleich darauf bestätigt. Es ist also direkt von der ersten Seite an spannend, was sich auch im Laufe des Buches nicht ändert, eher im Gegenteil: Der Leser bekommt die Bedrohung von allen Seiten zu spüren, denn das Wasser braucht man ja zum Leben und Überleben und der Leser kann sich deshalb auch gar nicht vorstellen, ohne die Flüssigkeit zu leben, aber hier muss man das, da sich darin ja offensichtlich eine große Gefahr verbirgt. Die Figuren in dem Buch können der Gefahr also gar nicht aus dem Weg gehen, von daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese auch die Charaktere erreicht hat, man weiß als Leser halt nur nicht wann und wie das passiert, geschweige denn, wen die Gefahr als nächstes treffen wird.
"Es ist nur das Leben, der Alltag, der einen aufreibt. Manchmal vergisst man, was wirklich zählt. Man vergisst es, dem anderen zu sagen, wie viel er einem bedeutet."
(S. 260 - ihre Mutter zu Nicola)
Denn alle Personen sind einem wirklich sympathisch, wenn man mal die Protagonistin außer Acht lässt. Sie und Harry. Der ist von Anfang an echt komisch. Man hat direkt so ein komisches Gefühl, wenn er auftritt, und man weiß, dass er irgendetwas Schmutziges am Laufen hat. Der Leser traut ihm also direkt nicht.
Milton hingegen ist das totale Gegenteil von Harry: Er ist sympathisch, freundlich und der Leser schließt ihn sofort ins Herz. Umso schockierender, wie fies Nicola ihn Anfangs behandelt und nur nett wird, als sie etwas von ihm braucht.
Wie ich zu Nicolas Vater stehe, weiß ich allerdings nicht. Manchmal ist er wirklich fürsorglich, aber dann übertreibt er es wieder total. Außerdem weiß man auch nicht so wirklich, ob er jetzt gut oder böse ist. Es ist ein bisschen so, als hätte er eine zwiegespaltene Persönlichkeit..
Jedoch muss ich sagen, dass einiges, was die Beziehung zwischen Nicola und ihrem Dad angeht, doch sehr vorhersehbar ist, genau so das Ende, das zwar wirklich spannend war, mich aber keineswegs überrascht hat. Ziemlich offensichtlich.
Fazit:
Obwohl mir die Protagonistin besonders zu Anfang sehr unsympathisch war und ich einiges schon erraten konnte, hat mir das Buch doch ganz gut gefallen, vor allem wegen der durchgehenden Spannung und der neuen Idee. Wer also einen spannenden Roman für heiße Tage (die jetzt leider, leider vorbei sind.. D:) sucht, liegt hiermit also genau richtig.
4/5 Lesehasen.