Neid zwischen Geschwistern Eine magische Verwandlung Ein gefundener Schuh
Robin kann sein Glück kaum fassen. Der junge Schmiedegeselle darf seine königlichen Halbbrüder Dante und Alexander als Knappe zu einem wichtigen Turnier begleiten. Statt jedoch Ruhm und Ehre zu erlangen, bekommt Robin nur Hohn und Spott zu spüren. Dante, den er sein Leben lang verehrte, stellt sich nicht als der Mann heraus, für den Robin ihn immer hielt, und Alexander zeigt sich von einer noch übleren Seite. Als er das Dienstmädchen Vivienne bedrängt, muss Robin sich entscheiden: Zieht er vor seinen Halbbrüdern den Kopf ein oder handelt er wie ein echter Ritter und verspielt damit die Chance, jemals einer zu werden?
„Aschenputtel“ mal anders. In „Der siebte Sohn“ von Julia Maar ist es ein königlicher Bastard von niederer Stellung, der mehr Ehre und Anstand beweist als so mancher Prinz. Dabei zeigt sie, dass man trotz aller Widrigkeiten an seinen Idealen festhalten kann.
Dieser Band der Märchenspinnerei beruht auf dem Märchen vom Aschenputtel. Diesmal geht es aber nicht um die Ascheprinzessin, die von ihren Schwestern und der Stiefmutter geärgert und benutzt wird, sondern um den Bastart einen Königs. Er wird von seinen Halbbrüdern, für die er als Knappe arbeitet, gedemütigt und ausgenutzt, mehr als es für einen Knappen richtig ist, meiner Meinung nach. Robin ist mehr als das "Mädchen für alles", finde ich. Die Geschichte hat mir wieder sehr gut gefallen. Aber eigentlich habe ich es auch nicht anders von der Märchenspinnerei und den Autorinnen erwartet, da es alle sehr gute Autorinnen sind.
Den Verlauf der Geschichte fand ich sehr schön. Ich fand es gut, wie Robin sein Leben lebte. Trotz der Sticheleien der großen Brüder versucht er sich als Knappe zu behaupten und seine Mutter glücklich und stolz zu machen. Das finde ich sehr gut und macht einen sehr sympatischen Menschen aus ihm. Auch die anderen Figuren, wie Vivi und Karl fand ich sehr sympatisch. Sie waren für Robin da und bildeten schon nach kurzer Zeit ein schönes Freunde-Trio mit ihm. Die Brüder von Robin gingen mir ziemlich auf den Keks, aber auch einfach nur, weil sie den Kleenen ständig ärgern und sich über ihn lustig machen...ich finde das macht man nicht! Selbst wenn man seinen kleinen Bruder nicht mag...Insgesamt haben mir alle Figuren sehr gut gefallen. Jede war gut ausgearbeitet und man konnte sie sich gut vorstellen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich selber mit in Robins Welt mitten im Geschehen war :D
Bis ich die Parallelen zum Original gesehen bzw. erkannt habe, hat es übrigens etwas gedauert. Das hat der Geschichte aber keinen Abbruch getan. Bis jetzt habe ich alle Adaptionen von Aschenputtel gemocht, die ich gelesen oder gesehen habe.
Wenn Aschenputtel 'ne Rüstung anlegt und sich mit Lanze aufs Pferd schwingt Julia Maars Debüt „Der siebte Sohn“, das neunte Buch aus der „Märchenspinnerei“, bewahrt sich mit seinen Märchenursprung mit viel Charme – und weiß damit zu verzaubern. Robin ist der siebte Sohn des Königs und zugleich dessen Bastard, der sich als Schmiedegeselle auf der Burg verdingen darf. Als er seine Halbbrüder Dante und Alexander als Knappe auf ein Turnier begleiten darf, ist er zunächst außer sich vor Freude. Doch schnell entpuppen sich die beiden Königssöhne als wenig ehrenhafte Männer. Robin wiederum gewinnt nicht nur neue Freunde auf seiner Fahrt, er bekommt auch die Chance, beim Turnier zu zeigen, was in ihm steckt – und was ehrenhaftes Verhalten bedeutet. „Der siebte Sohn“ ist eine absolut gelungene Märchenadaption, die so ziemlich alles richtig macht. Dabei dreht Julia Maar das Ausgangsmärchen einmal auf links: Statt Aschenputtel spielt mit Robin ein junger Mann die Hauptrolle, die bösen Stiefschwestern sind Königssöhne, der Ball wird durch ein Turnier ersetzt und anstelle von Vögeln helfen dem guten Schmiedegesellen ein Hund und ein Pferd. Mich hat besonders Sprache und Stil begeistert. Beides passt hervorragend zum Genre und gemeinsam mit der überschaubaren Länge und dem mittelalterlichen Setting wirkt Julia Maars Debüt oft, als wäre es ein eigenständiges Märchen und „nicht bloß“ eine Adaption. Von daher gibt es an „Der siebte Sohn“ absolut nichts auszusetzen. Wer auf humorvolle und vor Charme sprühende Märchenadaptionen steht, sollte sich dieses Kleinod nicht entgehen lassen. Ich gebe daher eine verdiente 10/10.
Als schwarze Fee der Märchenspinnerei durfte ich auch den 9. Band lesen und rezensieren. Vielen Dank an Julia Maar für das Rezensionsexemplar.
Ich muss gestehen, ich war etwas skeptisch, ob das Buch mir gefallen wird. Es spielt in der Vergangenheit, besser gesagt in einer Zeit, als es noch Ritter gab, die sich in Turnieren bekämpften. Ich bin ja eigentlich kein Fan von historischer Literatur, aber in diese Geschichte habe ich mich verliebt.
Zuerst dachte ich, dass es mit seinen 151 Seiten ziemlich kurz ist, aber die Story war interessant, spannend und hat nicht an Unterhaltung eingebüßt.
„Aschenputtel“ in einem neuen Gewand – anstatt einem Mädchen, das für seine böse Stiefmutter arbeiten muss, ist es hier der siebte Sohn des Königs, ein Bastard, der von seinen Halbgeschwistern, den Prinzen, schlecht behandelt wird. Am Anfang sah ich erst noch nicht so viele Parallelen zum Märchen, auf dem die Geschichte basiert, doch das hat sich mit der Zeit geändert und mittlerweile finde ich die Art, mit der Julia Maar das Märchen von „Aschenputtel“ verarbeitet hat, einfach nur genial.
Das Cover zeigt einen Ritter mit einer Lanze zu Pferd. Ein bisschen schade finde ich, dass das Bild nicht den weißen Ritter zeigt, der in der Geschichte vorkommt. Aber das kann ich verzeihen. Grundsätzlich finde ich das Cover schön und es passt gut zum Inhalt des Buches.
Die Figuren habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ganz besonders Vivienne, genannt Vivi, und Karl haben mir gefallen. Aber natürlich auch der Hauptcharakter Robin, mit dem ich mitgelitten habe und der sich mit den beiden zuerst genannten anfreundete. Die Prinzen Dante und Alexander fand ich auch gut ausgearbeitet. Ihr Neid und ihre Überheblichkeit kommt richtig gut zum Ausdruck.
Ein bisschen blass geblieben sind Luis und der König, Robins Vater, aber die hatten auch keine großen Rollen im Buch, weshalb ich das verzeihen kann.
Leider waren in dem Text noch ein paar Fehler. Manchmal fehlte ein Wort oder war eines zuviel und hier und da haben Buchstaben gefehlt. Da bin ich allerdings nicht so kleinlich und ziehe keinen ganzen Stern ab. Höchstens einen halben.
Der Schreibstil von Julia Maar hat mir gut gefallen und sie hat mich direkt in die Geschichte gezogen. Ich bin auch schnell hinein gekommen und wurde super unterhalten.
Ich denke, die Tatsache, dass ich das Buch innerhalb fünf Tage ausgelesen hatte, spricht dafür, dass es mich gefesselt hat. Ich bin nämlich eine ziemlich lahme Leserin und da sind fünf Tage wirklich nicht schlecht.
Das Ende hat mir übrigens auch richtig gut gefallen. Natürlich war es ein Happy End, wie es sich für ein Märchen gehört.
Ich würde dem Buch 4,5 Sterne geben, aber da ich keine halben Sterne vergebe, runde ich auf 5 Sterne auf.
Erste Sätze „Pass ja gut auf dich auf, mein Junge“, sagte seine Mutter mit Tränen in den Augen. Robin schüttelte den Kopf.
Klappentext Neid zwischen Geschwistern Eine magische Verwandlung Ein gefundener Schuh Robin kann sein Glück kaum fassen. Der junge Schmiedegeselle darf seine königlichen Halbbrüder Dante und Alexander als Knappe zu einem wichtigen Turnier begleiten. Statt jedoch Ruhm und Ehre zu erlangen, bekommt Robin nur Hohn und Spott zu spüren. Dante, den er sein Leben lang verehrte, stellt sich nicht als der Mann heraus, für den Robin ihn immer hielt, und Alexander zeigt sich von einer noch übleren Seite. Als er das Dienstmädchen Vivienne bedrängt, muss Robin sich entscheiden: Zieht er vor seinen Halbbrüdern den Kopf ein oder handelt er wie ein echter Ritter und verspielt damit die Chance, jemals einer zu werden? „Aschenputtel“ mal anders. In „Der siebte Sohn“ von Julia Maar ist es ein königlicher Bastard von niederer Stellung, der mehr Ehre und Anstand beweist als so mancher Prinz. Dabei zeigt sie, dass man trotz aller Widrigkeiten an seinen Idealen festhalten kann.
Meine Meinung Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von Robin. Robin ist der siebte Sohn des Königs, ein königlicher Bastard, und ein Dorn im Auge der Königin und deren Kinder. Ihr gemeinsamer Vater sucht nämlich immer noch die Nähe von Robins Mutter, auch wenn dieser beinahe erwachsen ist. Robin ist weichherzig, tierfreundlich und engagiert. Er scheut aber auch Konflikte und zurückhaltend. Sein großer Traum ist es ein Ritter zu werden und nicht nur als Schmiedegeselle zu arbeiten. Im Laufe der Geschichte gerät er an seine Grenzen, wächst über sich hinaus und entwickelt sich weiter. Ich konnte mich wirklich gut in ihn hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.
Die Geschichte ist eine Märchenadaption von Aschenputtel, was recht nah am Originalmärchen ist, aber doch etwas Eigenes ist. Die Rollen sind umgekehrt. Die Träume sind Andere. Und doch geht es auch um Liebe und Moral. Das war interessant, auch wenn die Geschichte dadurch sehr vorhersehbar war. Daher gibt es kaum überraschende Wendungen und Entwicklungen. Das Buch konnte mich aber dennoch von Beginn an fesseln und mitreißen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen.
Bewertung Eine gelungene, andersartige Aschenputtel-Adaption, die leider zu vorhersehbar war, daher gibt es von mir
Since it is a relatively short book, I went through it relatively quickly, which also meant that some storylines or backgrounds were only hinted at and not expanded. This did not disturb in most cases, however, since even that was already enough to draw the corresponding pictures. The final twist seemed very constructed, but in a certain way credible. You could have figured it out, maybe not necessarily like that, but it was quite obvious that there was more to the character.
Robin is a nobody, an outsider, the king’s bastard, who is tolerated rather than liked. I am one of those who rather like to socialize with the outsiders, which made me very fond of him. Even if I was a little annoyed by his naivety towards his brothers. Fortunately, he got rid of that quickly.
Vivienne and Karl were a wonderful addition. Smart, funny and soulful, curious and loyal. Behind all three of them there is so much more to tell, which unfortunately has not found a place on the pages.
The original Fairy Tale was wonderfully incorporated. The shoe, the magic and all this without dead parents and stepsiblings. Well, not entirely without dead parents, but they weren’t on Cinderella’s, um, Robin’s side of the family…
In my opinion, the book deserved its place on the short list of the dpp, even if here and there I would have liked to have some fine tuning or something added so that was completely round.
All in all, the story just has a happy ending, which you grant the characters from the bottom of your heart.