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Ticket to Minto: Stories of India and America

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Ticket to Minto, Sohrab Homi Fracis's premier fiction collection, offers readers a passage to an unfamiliar destination--a world suspended between East and West, India and America, home and away.

With piercing insight, Fracis expertly reveals the underlying differences between immersion in India's culture--Hindu, Muslim, or Parsi--and life as an Indian in America. Alternating between East and West, the stories in Ticket to Minto serve as companion pieces, interrelated across continents in both theme and content. A middle-aged man's search for love in Bombay is contrasted with an Indian American family's hopes for the marriage of their westernized daughter. A university student rushes to save the life of a servant in his homeland only to find his own life threatened while attending graduate school in America.

Poignant and daring, Ticket to Minto underlines the harsh realization that the immigrant never truly arrives but is in constant limbo between two worlds. As one character relates, "There's a part of me that's American and a part that's Indian. I'm clear about that and comfortable with it, except that sometimes people want me to be just the one or the other."

226 pages, Paperback

First published October 1, 2001

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About the author

Sohrab Homi Fracis

4 books3 followers

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Max.
278 reviews524 followers
July 18, 2022
Was wisst ihr über die indische Gesellschaft?
Ich weiß sehr wenig über die indische Gesellschaft.

Um euch wach zu machen, möchte ich mit zwei provozierenden Statements starten:
1) Die indische Gesellschaft ist so sexistisch, dass ich kotzen möchte.
2) Dieses Buch ist besser als "Psycho".

So, nun aber los. ;-)
In "Fahrschein bis Minto" versammelt Homi Fracis 12 Kurzgeschichten über Inder in Indien oder ausgewanderte Inder in den USA. In jeder Geschichte steht ein Protagonist, oft Männer, im Zentrum.
Die Themen reichen von den religiösen Zeremonien der Parsen, einer einst mächtigen Elitenreligion, der heute nur noch 85.000 Mitglieder angehören, über den offen ausgelebten Snobismus und Sexismus von Studenten einer Elite-Uni bis zu den Schreibreflexionen eines indischen Autors in den USA. Auch Rassismus-Erfahrungen in den USA werden aufgegriffen.

Dabei wird das Spannungsverhältnis zwischen der Tradition und der Moderne spürbar. So wollen die parsischen Eltern, dass die Tochter nur einen anderen Parsen heiratet, was bei dem geringen Gen-Pool schwierig wird. Diese Tochter wirft ihren Eltern dagegen eine ungleiche Behandlung vor, da ihr parsischer Bruder sehr wohl eine religionsfremde Frau heiraten kann.

Generell ist der Umgang mit Frauen erschütternd, was uns zu unseren zwei Statements bringt. Die Männer vergleichen ihre indischen Frauen gerne mit den US-amerikanischen blonden Frauen, denen sie einen größeren Sex-Appeal attestieren.
Richtig brutal wird der Sexismus, wenn eine verletzte Haushaltshilfe von keinem Krankenhaus aufgenommen wird, da sie nicht zahlen könnte und keinen Wert für die Ärzte hat.

Diese Erzählung ist ganz meisterhaft atmosphärisch. Während durch die gebrochenen Gesichtsknochen der Frau das Blut suppt, muss der Leser hilflos dabei zusehen, ob im maroden Gesundheits- und Gesellschaftssystem sich doch noch eine Tür öffnen wird.

Es wird noch heftiger.
In einer weiteren Erzählung begegnen uns zwei Elite-Studenten, die ihr Leben in der selbstverliebten Manier des "Psychos" aus dem Roman von Ellis genießen: Morgens im Test betrügen, sich mittags am Pool bräunen, nachmittags im Restaurant Miezen klar machen, damit man abends "in die Löcher kommt". Die kolportierte Massenvergewaltigung einer Bekannten an der Uni bringt beide Männer so richtig auf Touren. Es turnt sie so an, dass sie gegenüber ihren Kommilitoninnen übergriffig werden. Es ist genauso widerlich wie es klingt.

Warum fand ich diese Erzählung so stark, stärker als "Psycho": Jeder kennt Psycho. Selbst wenn ich keine Ahnung habe, worum es dort genau geht, weiß ich dennoch, dass diese Typen krank sind. Kapitalistisch, egomanisch, narzistisch, asozial. Ich bin von Anfang an gefasst darauf, dass sie sich falsch verhalten und kann dann - wenn es passiert - ablehnend reagieren. Das mag sprachlich und spannungstechnisch immer noch grandios sein, psychisch aus den Latschen haut es mich aber nicht mehr.

Anders bei vielen Geschichten von Homi Fracis. Man kennt ihn ja nicht. Man hat keinerlei Vorerfahrungen, nicht einmal ein reiches Netz an kulturellen Codes für Indien. Daher wirken die Aktionen der Männer zu Beginn häufig gedankenlos, vielleicht betont maskulin oder cool. Aber hey! Gehört das nicht manchmal dazu - im Pool Bier trinken, seine Ex mit Beleidigungen verfluchen, zwei Freunde übertrumpfen sich gegenseitig mit der Anzahl der Bettgeschichten, ein Mann verfolgt eine junge Frau auch mal einen Abend lang auf einer Party, wenn er sie süß findet...?

Und während ich als Leser dieser stärker werdenden Übergriffigkeit beiwohne ohne den definitiven Kipppunkt erkennen zu können und mich immer unwohler fühle, weil das alles selbst erlebt und alltäglich, aber auch so grausam wirkt.
Und dann hat Homi Fracis mich dort, wo ich bei Psycho von Anfang an nicht bin: Ich erkenne meinen eigenen Sexismus, meine eigenen Verhaltensweisen, die sich in den Erzählungen eben so weit ins Extreme steigern, dass Frauen darunter leiden.
Ich finde, dass das durchaus eine Kunst ist. Diese Gewalt erfahrbar zu machen.
(Dem ästhetischen Reiz des Films "Psycho" bin ich übrigens nicht erlegen, nach einer halben Stunde habe ich ihn pausiert und seit dem nicht weitergeschaut.)

Und so unangenehm das jetzt ist: Ich muss mir auch hier widersprechen. Ich muss zugeben, dass ich nicht immer sicher war, ob dieser Sexismus in den Erzählungen wirklich kritisiert werden sollte. Auch prinzipiell positiv besetzte Männerfiguren neigen dazu, ihre Freundinnen vor allem sexuell zu sehen. Hier könnte auch die Übersetzung ihren Teil zur Mehrdeutigkeit beitragen oder die Tatsache, dass ich die kulturellen, zwischenmenschlichen Finessen der Inder nicht verstehe.

Andererseits ist die letzte Geschichte so sensibel erzählt, dass es mir schwer fällt zu glauben, Homi Fracis habe nicht deutliche Kritik an der indischen Gesellschaft geübt. Ein Autor sucht seine Stimme in den USA, er ist ein Außenseiter, ein Geduldeter, ein "GreenCard-Inder", der in den Autoren der Welt die Töne sucht, die ihm Heimat sein könnten.
Das klingt klischiert und stereotyp, ich weiß, aber keine Sorge. Das ist wirklich feinfühlig und intensiv gleichzeitig.
Paradoxerweise kann ich aber auch diese letzte Erzählung nur eingeschränkt in DIESER Ausgabe weiterempfehlen, denn der Mitteldeutsche Verlag aus Halle hat für die kursiven Textteile eine Schriftart gewählt, in der das "s" aussieht wie das "f". Sodass ich wirklich auch noch nach 20 Seiten gelesen habe: "Das Waffer war naff und Hafen graften am Ufer." Völlig bescheuert, oder, man bekommt diesen Sprachfehler nicht mehr raus. Fällt so was nicht irgendwem im Verlag auf? ;-)

Schwer zu bewerten. Manches war grandios, andere Erzählungen eher öde.
7,5 von 10 Punkten.
Profile Image for Betty.
1,116 reviews26 followers
October 5, 2013
A few weeks ago I happened to meet the author at the home of a former lit professor, which piqued me to track down his book of stories. Turns out they had won the Iowa Short Fiction Award. As I read them, I wondered at the fickle finger of fate that jumps one writer to fame and another to relative obscurity, for these are fine stories. The thematic focus, I think, is on growing pains, whether as a young boy or an adult. At the end, I was finished with this male point of view though I understand that this is a collection with an organizing principle (though many collections do not seem to have one). I look forward to his novel.
Profile Image for Simi.
307 reviews4 followers
February 5, 2009
I just couldn't immerse myself in this book. It was too detailed and I felt like there was no opening for a reader to enter through.
Profile Image for Jeffrey Philips.
Author 4 books19 followers
June 30, 2012
Book is a collection of short stories and gave a great insight into life in India.
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