In H.P. Lovecrafts Kurzgeschichte »Reanimator – Der Wiedererwecker« lernen wir Herbert West kennen – einen ebenso genialen wie irregeleiteten Forscher, der davon überzeugt ist, dass der menschliche Körper nichts weiter als eine organische Maschine sei, die man selbst nach dem Tod wieder »neu starten« könne. Als Sanitäter begibt sich West unter anderem an die Flandern-Front des Ersten Weltkrieges, denn dort gibt es genug menschliches Material für seine Experimente …
Tim Currans Hommage »Die Wiedererweckten des Herbert West« lässt uns tiefer in dieses dunkle Kapitel eintauchen. Wir erfahren von geheimen Laboren, Legionen wandelnder Toter und grausamen Experimenten, einer Monstrosität, die sich von den Toten ernährt, und einem unvorstellbaren Wesen jenseits von Leben und Tod, welches sich im Schutze der Nacht auf die Suche nach seinem wahnsinnigen Schöpfer begibt.
Tim Curran lives in Michigan and is the author of the novels Skin Medicine, Hive, Dead Sea, Resurrection, The Devil Next Door, and Biohazard, as well as the novella The Corpse King. His short stories have appeared in such magazines as City Slab, Flesh&Blood, Book of Dark Wisdom, and Inhuman, and anthologies such as Shivers IV, High Seas Cthulhu, and Vile Things.
For DarkFuse and its imprints, he has written the bestselling The Underdwelling, the Readers Choice-Nominated novella Fear Me, Puppet Graveyard as well as Long Black Coffin.
If you've read Zombie Pulp, there is zero reason to pick this one up as Morbid Anatomy is included in that excellent collection, and this only has H. P. Lovecraft's Reanimator and a second follow up from Curran to pad out the page count.
Plus there's also the fact that Morbid Anatomy was my least preferred tale in Zombie Pulp meaning I can't give this one any higher than ...
2.5 Jars of Spare Body Parts for Morbid Anatomcy: Herbert West - Renanimator.
A must read for fans of Lovecraft's Herbert West - Reanimator or of Stuart Gordon's wonderful movie adaptation from the 1980s. Haven't read Lovecraft's story? No problem. Curran includes that with Morbid Anatomy. Morbid Anatomy is a continuation of Lovecraft's original story as we follow West to the muddy sludge-filled trenches littered with bloated decomposed bodies of Europe during World War I. Most of the story's viewpoint is told by Creel, an American journalist who is attracted to the death and destruction war brings. Being assigned near West's outfit gives Creel more than he bargains for. Curran weaves a blood drenched and maggot infested tale of life on the front lines in rich detail along with West's special concoction that bring the dead back to life. Detailed descriptions have always been Tim's calling card and he doesn't back off the throttle with Morbid Anatomy. The only down side, for me, was that the story didn't evolve more and I wanted more from Herbert West's POV. Morbid Anatomy is still a fun journey where you'll feel like you're wading through the putrid stench of decomposing corpses. Enjoy!
4 out of 5 stars
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In H.P. Lovecrafts Kurzgeschichte »Reanimator – Der Wiedererwecker« lernen wir Herbert West kennen – einen ebenso genialen wie irregeleiteten Forscher, der davon überzeugt ist, dass der menschliche Körper nichts weiter als eine organische Maschine sei, die man selbst nach dem Tod wieder »neu starten« könne. Als Sanitäter begibt sich West unter anderem an die Flandern-Front des Ersten Weltkrieges, denn dort gibt es genug menschliches Material für seine Experimente … Tim Currans Hommage »Die Wiedererweckten des Herbert West« lässt uns tiefer in dieses dunkle Kapitel eintauchen. Wir erfahren von geheimen Laboren, Legionen wandelnder Toter und grausamen Experimenten, einer Monstrosität, die sich von den Toten ernährt, und einem unvorstellbaren Wesen jenseits von Leben und Tod, welches sich im Schutze der Nacht auf die Suche nach seinem wahnsinnigen Schöpfer begibt...(Klappentext)
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"Obwohl er ein außerordentlicher, ja nahezu übernatürlich begabter Chirurg war, ein biomedizinischer Fachmann und ein Wunderkind der Wissenschaft, galt Wests Besessenheit von jeher nicht den Lebenden, sondern den Toten: der Wiederherstellung von abgestorbenem Gewebe, genauer gesagt der Reanimation menschlicher Gebeine." (S. 9)
Zombieapokalypse m al anders, denn hier ist kein Virus der Grund, weshalb sich die Toten erheben und geifernd durch die Gegend torkeln, sondern die wahnsinnigen Experimente eines Doktors. Sein Name - Herbert West. Liebhaber von H.P. Lovecraft-Romanen hatten mit ihm eventuell schon durch die Novelle "Reanimator - Der Wiedererwecker" das Vergnügen. Tim Curran spinnt die Sache weiter, bzw. lässt er sie wieder auferstehen - wie Herbert West die Toten.
Wir schreiben das Jahr 1815 und der Erste Weltkrieg ist im vollem Gange. Mit Creel, einem amerikanischen Journalisten und Kriegsberichterstatter begeben wir uns nach Flandern. Er hat sich dem 12. Bataillon der Briten angeschlossen, um hautnah über den Krieg zu berichten. Durch ihn gelangen wir auf die blutigen Schlachtfelder und lernen wahre Grausamkeit kennen - zerfetzte und verstümmelte Leichen egal wohin das Auge reicht, Giftgasangriffe und deren Auswirkungen und Ratten, die selbst vor den Lebenden nicht Halt machen. Immer mehr wird er in den Strudel des Krieges und der einhergehenden Grausamkeiten und Schrecken hinab gerissen und doch ist dies nicht mal annähernd das Erschreckendste, denn - die Toten erheben sich.
Man liest hauptsächlich aus Creels Sicht, jedoch wird diese vereinzelt durch Gedanken eines Kriegsarztes unterbrochen, der lange unbekannt und ohne Namen bleibt. Dieser arbeitet, mehr oder weniger freiwillig, mit Dr. West zusammen. Man erhält dadurch Einblick in das provisorische Kriegslabor des Doktors und dort geschieht Unaussprechliches. Er züchtet in Frankenstein-Manier Wesen aus Leichenteilen und in einem riesigen Bottich scheint das Böse selbst vor sich hinzuköcheln.
Lange Zeit hat man eher das Gefühl ein Kriegstagebuch zu lesen, da der Autor sich hauptsächlich auf die Grausamkeiten des Krieges konzentriert. Dies jedoch in sehr atmosphärischer und eindringlicher Weise. Er lässt Bilder im Kopf entstehen, die einem an den Schrecken des Ersten Weltkrieges teilhaben lassen und man spürt regelrecht wie sich das Kriegstrauma in den Soldaten entwickelt und sie verändert und hört die Granaten neben sich einschlagen. Die Atmosphäre wurde also hervorragend eingefangen, ist durchgehend düster und wird zunehmend unheimlicher. Auch bezüglich des Schreibstils bin ich begeistert. Dieser ist flüssig und äußerst bildhaft, trägt aber auch durchaus lyrische Züge, welche man sich nur zu gerne voller Genuß auf der Zunge zergehen lässt.
"Dann kehrte Stille über der gesamten Ödnis ein - erwartungsvolle Stille; unförmige Schemen schwebten suchend umher, wisperten einsam und keuchten gepresst wie von Erde beschwert. Hier nämlich herrschte ewige Geisterstunde, und das grinsende Klüngel der Grabschatten zog wie der Wind im Oktober durch einen düsteren Kirchhof, ihr Atem ein Seufzen wie aus verregneten Grüften." (S 106)
Trotz dieser vielen positiven Aspekte, wartete ich doch voller Ungeduld, dass endlich mal etwas passiert und damit meine ich keinen Bombenhagel oder andere Schrecken des Krieges. Ich wartete auf die Zombies, die Monster, die Wiedererweckten. Diesbezüglich muss man sich bis zur Mitte des Buches nämlich gedulden. Bis dahin gibt es nur lose Andeutungen, ein Verdacht, dass dort draußen auf dem Schlachtfeld etwas lauert und eben die wenigen Einblicke in die Sicht des unbekannten Arztes. Ab der Mitte des Buches nimmt dann der Horror Einzug - langsam und bedächtig, sich mit jeder lesenden Seite steigernd, um schließlich mit einer Flut an missgestalteten Toten zu enden.
"Jetzt bemerkte er es, hörte sie ganz deutlich: Essgeräusche. Zähne, die in Fleisch bissen und über Knochen schabten; zu laut für Ratten. Das es Hunde waren, glaubte er nicht. Fremde Wesen dort draußen, die Nahrung gefunden hatten, Völlerei betrieben, unsäglichen Hunger stillten." (S. 81)
Das Ende selbst mag für manche unbefriedigend erscheinen, ist es doch ein typisches Lovecraft-Ende. Es handelt sich also um ein mehr oder weniger offenes, unklares Ende, welches gewisse Zweifel bezüglich der wahren Gründe hinterlässt, sowie ein Gefühl, dass der Horror und Grusel noch nicht ausgestanden ist.
Fazit: Mich konnte der Autor vor allem durch seinen atmosphärischen und äußerst plastischen Schreibstil von sich überzeugen, welcher trotz der Thematik vereinzelt lyrische Züge enthält. Hier hält man sozusagen einen modernisierten Lovecraft in den Händen. Auch wenn es mir etwas zu lange dauerte bis die Wiedererweckten auftauchten, so bin ich, als Lovecraft-Fan, von dieser Story begeistert. Das war definitiv nicht mein letzter Curran.
Curran is exceptionally good at writing horror and gore. I really do enjoy his work. I sometimes, however, do not fully connect to the story or find myself engaged, which is what happened for a good chunk of this novella(?), short stories(?), what have you...
That last snippet though, that was good. I'd give that last little bit five stars if that's the only one we were talking about.
So, yeah, there's a lot of memorable descriptions and scenes here... The setting is fantastic, West's creatures are disgusting and awful, but I just wasn't engaged with the characters for a long, long time.
If you're a big fan of Lovecraft or the Reanimator story specifically, give this a go. Curran does a great job adding to the mythos.
The descriptions of trench warfare was quite visceral, but I feel the author was caught up in depicting the setting and paying homage to HP Lovecraft's Reanimator and the story suffered for it.
An expanded telling of Herbert Wests time in WWI. Tim Curran is very much a modern horror author, with lots of violence and sex, but somehow he does a really good job with Lovecraft here, just like the hive series because of his very long winded descriptions. Some people I know dislike this about Curran, but I think it is what makes his so great in my eyes.
Fairly well done for both the First World War's horrors and those of Herbert West, though Morbid Anatomy probably could have been edited down a bit to make it tighter.
The e-book really should have put the HPL original first. And it should be read first. I thought this one worked better than Curran's ATMOM expansion, Hive.
I really liked both the authors stories and How they added to the original Herbert West stories! I thought the first part was a little slow and I give the author props for all the clever words used to describe what basically is a trench full of melted human remains and excrement..yuck!