München. Ein Tag wie jeder andere. Die Dogwalkerin Mia bringt Albert, den Dackel ihrer schwer kranken Kundin Berna, zurück. Die alte Dame erwartet sie bereits an der Tür, sie wirkt benommen und fahrig, behauptet, ihr Neffe sei zu Besuch, und schickt Mia mit der Bitte fort, in zwei Stunden noch einmal wiederzukommen. Später reagiert sie jedoch nicht auf ihr Klingeln. Alarmiert dringt Mia in das Haus ein und findet dort Spuren einer heftigen Auseinandersetzung. Sie entdeckt Berna, die erdrosselt in ihrem Bett liegt. Von diesem Moment an ist sie für die Polizei eine wichtige Zeugin – und für den Täter eine ernst zu nehmende Gefahr.
Ein unterhaltsamer Krimi von einer Autorin deren Bücher ich eigentlich immer gerne lese. Die Geschichte war jetzt nicht so spannend und ich habe schon raten können wer der Mörder war, aber im grossen und ganzen mochte ich das Buch und vor allem wie Kornbichler die Figuren entwickelt.
Da ich sehr gerne Thriller und Krimis lese, wurden mir schon häufiger die Werke von Sabine Kornbichler empfohlen. Hierbei fiel meine Wahl auf "Der letzte Gast", das an sich recht interessant und vor allem spannend klang. Leider entpuppte sich die Geschichte jedoch zu einem absoluten Flop, denn "Der letzte Gast" ist nicht nur unheimlich langatmig, sondern vor allem auch so sehr vorhersehbar, dass es schon fast weh tut.
Die Geschichte liest sich sehr holprig, steckt voller Wiederholungen und ist sehr flach. Die Figuren sind teilweise gut ausgearbeitet, allerdings war mir keine einzige Figur auch nur ansatzweise sympathisch, da sie sehr naiv sind, und die Art und Weise, wie sie miteinander agieren, wirklich nicht gut umgesetzt war.
Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Berna Kiening ist neunundsechzig Jahre alt und aufgrund einer unheilbaren Krankheit ans Bett gefesselt. Für sie ist dies kein Zustand und somit möchte sie bereits in wenigen Wochen in die Schweiz reisen, um Sterbehilfe anzunehmen. Dazu kommt es jedoch nicht mehr, da Berna eines Tages erdrosselt in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Gefunden wird sie dabei von ihrer Dogwalkerin Mia, die quasi alles falsch macht, was man nur falsch machen kann: Anstatt offen und ehrlich mit der Polizeit zu sprechen und denen alles zu sagen, handelt sie lieber auf eigene Faust und will den Fall quasi im Alleingang lösen, was leider echt nicht gut umgesetzt wurde.
Dadurch wird die Geschichte nicht nur immer absurder, sondern vor allem auch langatmig. Somit ist diese für mich alles andere als packend, sondern lediglich klischeehaft, vorhersehbar und mit einem Spannungsbogen versehen, der nahezu nicht spürbar ist.
Dies ist auch der Grund, weshalb ich das Buch nach etwas mehr als 70% abgebrochen habe, denn die Auflösung hat mich schlicht und ergreifend leider nicht mehr interessiert. Sehr schade.
Mia ist ein großer Tierfan und hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht – sie ist Dogwalkerin! Als sie wie gewohnt den Pudel bei einer älteren Dame, Berna, abholen möchte, benimmt sich diese seltsam und möchte Mia so schnell wie möglich los werden. Als Mia kurze Zeit später den Hund zurückbringen möchte, entdeckt sie Berna tot im Bett liegend. Die herbeigerufenen Ärzte stellen schnell fest, dass es sich um Mord handeln muss und so nimmt die Polizei bald ihre Arbeit auf. Mia versteht die Welt nicht mehr und plötzlich sieht sie sich verwickelt in einen Fall, der weitaus verstrickter ist, als sie zunächst vermutet hat…
“Der letzte Gast” ist bereits mein zweites Buch von Sabine Kornbichler, denn schon “Wie aus dem Nichts” hat mich Anfang 2017 von ihren Qualitäten als Schriftstellerin überzeugen können. Mit ” Der letzte gast” hat sie uns nun einen recht klassischen Kriminalroman geliefert. Abweichend ist jedoch, dass wir nicht einem Ermittler durch die Handlung folgen, sondern Mia, die aufgrund ihrer eigenen Verwicklung anfängt zu ermitteln. Theoretisch blieb Mia auch nichts anderes übrig, denn bereits zu Beginn steckte sie knietief im Fall. Auch ihre persönliche Bindung zum Mordopfer war eine treibende und glaubwürdige Kraft.
Da wir den gesamten Handlungsverlauf nur aus Mias Sicht kennen, ist man nicht immer ganz up-to-date was den Ermittlungserfolg der Polizei angeht. Durch Gespräche bekommt man jedoch auch hier einen guten Einblick. Einer Dogsitterin, die in einer WG lebt und in der Vergangenheit mal mit dem vermutlichen Mörder liiert war – das war jedenfalls mal eine Kombination, die ich so noch nie hatte.
Generell ist der Kriminalfall kein äußerst temporeicher. Im Gegenteil – wir ermitteln gemächlich vor uns her, gespickt von einigen kleinen Höhepunkten, de jedoch schnell ihre Wirkung verlieren. Wer es gerne ruhiger mag, der wird den Schreibstil von Sabine Kornbichler sicherlich mögen, denn trotz der Ruhe kam ich sehr gut durch die Story. Leider konnte ich mir bereits sehr schnell meine Theorie zurecht legen, die dann tatsächlich auch stimmte am Ende. Es hätte einfach gar nicht anders sein können und irgendwie fand ich die Art und Weise recht plump. Man kann Hinweise auf den Täter auch charmanter streuen, hier jedoch wurde es mir förmlich auf dem Silbertablett serviert.
Schade, denn dieser Aspekt zusammen mit dem sehr ruhigen Tempo macht das Buch für mich zu einem durchschnittlichen Krimi. Ich habe absolut nichts gegen eine ruhige Erzählweise, aber dann bitte etwas geheimnisvoller und weniger leicht durchschaubar.
Ich bin enttäuscht. Leider. Schade. Als ich sah, dass Sabine Kornbichler ein neues Buch geschrieben hat, hab ich mich so darauf gefreut. Es muss ja nicht immer mit Kristina Mahlo zu tun haben, der toughen Nachlass-Verwalterin, aber mir scheint die Idee zu diesem Buch nicht wirklich gut umgesetzt. Leider.
Eine spannende Geschichte rund um Mia, ihre WG, die Hunde, die sie ausführt und eine Kundin und ihre Familie - alles war so gut geplant - aber plötzlich kommt alles ganz anders.
Sabine Kornbichler entwirft auch hier wieder spannende Lebensbilder - und hat mich damit sehr gut unterhalten
Dogwalkerin Mia Kaminski lebt gemeinsam mit ihrer Freundin Charlotte, einer Personal Trainerin, und Video-Cutter Lukas in einer WG in München. Sie kennt den Großteil ihrer Kunden sehr gut. Zu diesen gehört auch die unheilbar kranke Berna Keining, die sich auf ihren selbstgewählten Tod in der Schweiz vorbereitet. Doch jemand scheint andere Pläne zu haben, denn als Mia Bernas Hund Coco abholen will, ist diese tot - brutal ermordet. Berna war Mia zuvor schon etwas merkwürdig und leicht benommen vorgekommen, als sie Coco vom Morgenspaziergang zurückbrachte. Auch ihr Verhalten war untypisch. Nun macht sich Mia schwere Vorwürfe und ist außerdem auch noch verdächtig. Wer war Bernas letzter Gast?
Der Krimi beginnt spannend und sehr vielversprechend. Man durchlebt mit Mia's Zweifel, ob sie richtig gehandelt hat oder ob sie nicht wegen Bernas merkwürdigen Verhalten Eintritt ins Haus hätte fordern sollen. Mias Aussage, dass Berna Besuch von ihrem Neffen Nico hatte, der ihr Ex-Freund ist, wird von Nico und seiner Familie natürlich nicht gern gesehen. Außerdem vermissten sie einen wertvoller Ring. Mia wird beschuldigt ihn gestohlen zu haben und wird von Nicos Familie gezwungen ihre Aussage zurückzunehmen. Doch Mia denkt gar nicht daran und wird bald darauf tätlich angegriffen. Obwohl sie sich nicht einschüchtern lässt, fand ich viele ihrer Aktionen einfach nur unglaublich dumm. Sie vernichtet Beweismittel, sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht und reagiert total kopflos. Verhält man sich so, wenn man gleichzeitig Zeuge und Verdächtiger ist?
Der polizeiliche Ermittler war nur eine Randfigur, denn in diesem Krimi ist die Spürnase..nein, nicht vierbeinig, sondern Mia. Sie ist zwar tough, aber sehr unüberlegt.
Im Mittelteil des Krimis entstanden leider einige Längen. Es gab viele Wiederholungen und die Spur zum Täter drehte sich etwas im Kreis. Mias Gedanken kreisten in einer Dauerschleife um daselbe, was mit der Zeit etwas ermüdend war. Ich habe gerne mitgerätselt, doch leider hatte ich ziemlich schnell den richtigen Riecher, wer hinter den Morden steckt. Ich wartetet nur noch darauf zu erfahren, welches Motiv der Täter hatte. So bereitete mir die zweite Hälfte des Krimis etwas weniger Spaß.
Die Charaktere fand ich facettenreich und authentisch. Ich hatte sie alle vor Augen - mit Ausnahme von Nicos Bruder, der für mich nicht greifbar war. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Greta, eine ältere Dame, die mit ihrer Tochter einen Stock ober Mia wohnt. Die nächtlichen Spaziergänge durch München, die Mia und Greta unternehmen, lassen auch vor meinen Augen die Plätze und Straßen der Stadt bildhaft entstehen. Und dann sind natürlich noch die Vierbeiner, die eine nicht unwesentliche Rolle im Krimi spielen.
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin konnte mich hingegen überzeugen. Er ist flüssig, lebendig und man fliegt richtig durch die Seiten. Die Kapitel sind eher kurz , die Schrift eher groß gehalten. Die Story wird aus der Sicht von Mia erzählt.
Fazit: Ein Krimi mit einer untypischen "Ermittlerin", der spannend beginnt, aber ab dem Mittelteil einige Längen aufweist. Mir war der Täter ebenfalls ziemlich schnell klar, was aber das Miträtseln nicht schmälerte. Trotzdem hätte ich mir mehr Wendungen und Überraschungen gewünscht.
Mia Kaminski arbeitet als Hundetrainerin und Dogwalkerin in München. Eine ihrer Kundinnen, die 69jährige Berna Kiening, Besitzerin einer Zwergpudeldame Coco, ist schwer an der Nervenkrankheit ALS erkrankt. In vier Wochen steht ihr Termin zur Sterbehilfe in der Schweiz an. Als Mia Berna tot auffindet, ist ihr erster Gedanke, dass die alte ihren Entschluss früher in die Tat umgesetzt hat, denn deren Familie war nicht mit ihrer Entscheidung einverstanden und hatten sogar mit Entmündigung gedroht. Doch die herbeigerufenen Ärzte, sprich Notarzt sowie der Hausarzt Bernas, stellen schnell fest, dass Berna ermordet wurde. Wie sinnlos und brutal, wo sie selbständig aus dem Leben treten wollte? Schnell gerät Bernas Neffe Nico, mit dem Mia vor einiger Zeit ein paar Monate lang liiert war, unter Verdacht und Mia selbst gerät in die Schusslinie.
Der Autorin Sabine Kornbichler ist es wieder einmal gelungen, eine subtile Spannung aufzubauen und mir damit die gesamte Lesedauer über eine Gänsehaut zu verpassen. Die Geschichte ist perfekt erzählt und ich hatte immer wieder einmal den einen oder anderen der mitspielenden Figuren im Verdacht, die Auflösung hat mich dann mächtig beeindruckt und überrascht. Alle Charaktere sind hervorragend angelegt, und selbst die Vierbeiner sind eigenständige kleine Persönlichkeiten, die man einfach liebhaben muss. Alle Positionen sind glaubhaft und authentisch besetzt und kurbeln die Hochspannung wie auch die Geschichte selbst an. Die Sprache der Autorin gefällt mir prächtig, ist sie doch ausgewogen und erwählt. Mit ihrem Schreibstil zieht mich Sabine Kornbichler immer wieder auf's Neue in ihren Bann.
Nur zu gerne vergebe ich hier die volle Punktzahl: fünf von fünf möglichen Punkten und spreche eine absolute Leseempfehlung aus. Leser werden mit einzigartiger Spannung und hohem Niveau belohnt. Ein Buch, das mich außerordentlich gut unterhalten hat, ein Pageturner der Extraklasse. Aber auch Hundeliebhaber kommen nicht zu kurz, Mias Arbeit mit den Vierbeinern und ihr schönes wie besonderes Verhältnis kommt klar zum Vorschein.