Deutschland 2028: Die Bevölkerung ist hörig. Dank Nanoteilchen in Lebensmitteln und im Trinkwasser glauben die Menschen alles, was ihnen die Regierungspartei weismacht. Nur wenige sind »free«, also resistent gegen die manipulativen Nanos – und sammeln sich im Untergrund zu einer Rebellion. Unter ihnen befindet sich der entflohene Sträfling Malek, ein Mann, der nur ein Ziel hat: überleben. Und wer wie er nichts zu verlieren hat, den kümmert auch kein Freiheitskampf – wäre da nicht jenes Versprechen, das er seinem besten Freund auf dem Totenbett gab …
Als Kind wollte Timo Leibig Erfinder werden – heute erfindet er spannende Geschichten. Siebzehn Bücher und ein Theaterstück hat er bereits in den Genres Krimi, Thriller und Fantasy veröffentlicht. Er legt Wert auf originelle Storys und lenkt den Blick in die Abgründe der menschlichen Seele – wo in uns allen das Böse lauert. Über 200 000 Leserinnen und Leser konnte er mit seinen Werken bereits begeistern. Sein Verlagsdebüt »Nanos – Sie bestimmen, was du denkst« (Penhaligon) landete auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Wenn Timo gerade nicht schreibt, entwirft der studierte Designer Buchcover, zeichnet Fantasyfiguren oder ist mit seiner Hündin Tessa unterwegs in den Bergen. Bei einer deftigen Brotzeit lädt er die Kreativbatterien auf und träumt bisweilen von einer eigenen Alm in den Alpen.
SF und Dystopien aus deutschen Landen wirken derzeit erstaunlich gruselig und realitätsnah. Der Autor braucht gar nicht weit in die Zukunft zu greifen, um ein Grusel-Szenario zu schaffen. Da sind die Nanos eher ein Vehikel zum Totalitären Staat 3.0 - denn der Bevölkerung auch noch das "richtige" Denken vorzuschreiben, ist wohl der Traum eines jedes Diktators. So gesehen war das hier sogar ein weichgespülter Diktator, der im Laufe des Buches leider etwas farblos bliebt. Aber wir folgen ja der Handlung auf Seiten der Rebellen und Rebellinnen. Malek, der Rebell wider Willen, frisch ausgebrochener Knacki hat im Kittchen die feindliche Übernahme weitgehend verpasst und stolpert auf seiner Flucht über ein paar Leute, die er nicht wirklich versteht. Schnell lässt er sich für deren Zwecke einspannen -zu schnell für meinen Geschmack. Was am Anfang noch richtig gut reinläuft, wird zu einem Best-of Zickenkrieg. Leider sind bis auf Malek und Maria alle Charaktere, insbesondere die Damen, höchst unsympathisch und aus meiner Sicht viel zu klischeehaft geschrieben. Das Tempo ist für diese Fülle an Personen einfach zu schnell - die Handlung ist action lastig (diese Teile sind besonders gut geschrieben!), die Grundidee solide und gut ausgearbeitet, aber es fehlt an Tiefe der Nebencharaktere. Der plot twist am Ende wirkt leider aufgesetzt und überflüssig. Man merkt, dass Herr Leibig ähnliche Filme schaut wie ich. Ganz klar, erinnert vieles an Equilibrium; das letzte Kapitel gar an "Nightwatch-Die Nachtwache". Wem diese Filme und andere dieser Genre gefallen, ist hier gut bedient.
Im Jahr 2028 ist vieles anders in Deutschland. Der neue Bundeskanzler kommt aus der Lebensmittelbranche. Seine Erfahrungen dort und seine Kontakte zu Lebensmittelwissenschaftlern hat er genutzt, um die Lebensmittel mit Nano-Teilchen zu versetzen, wodurch die Einwohner am liebsten das glauben, was die Regierung ihnen vorgibt. Bei manchen Menschen funktioniert diese Art der Kontrolle nicht, und unter ihnen hat sich eine Widerstandsbewegung zusammengefunden. Sie wollen den Deutschen ihre eigenen Gedanken wiedergeben und das Land von den auf ihren eigenen Vorteil bedachten Politikern befreien. Zu den Rebellen stößt der geflohene Häftling Malek, der ein Versprechen einhalten will.
Dies ist der erste Teil einer Trilogie, in der eine furchteinflößende Technologie verwendet wird, um das Volk klein und dumm zu halten. Menschen, die dieser Beeinflussung etwas entgegenzusetzen haben, sind da natürlich der unliebsame Sand im Getriebe. Sie können von anderen gebeichtet werden, das heißt verraten werden. Und so leben die wenigen Unbeeinflussten in ständiger Angst und Sorge. Eine kleine Rebellengruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, das zu ändern. Als sie Malek aus einer gefährlichen Situation befreien, sperren sie ihn erstmal ein. Die Gefahr, dass er etwas verraten könnte, ist einfach zu groß. Doch vielleicht können sie ihn von ihren Zielen überzeugen.
Es ist eine sehr unheimliche Vorstellung, das Denken könne von ins Gehirn eingeschleusten Nanos manipuliert werden. Welche Auswirkungen hat es für die Gesellschaft? Für die Manipulierten? Die merken ja nichts. Und die anderen, die es merken? Für sie wird es immer beklemmender und angsteinflößender. So eine Welt möchte man nicht. Die Sympathie liegt bei den Rebellen, doch auch zwischen ihnen gibt es manchmal Unstimmigkeiten und ob der Zweck jedes Mittel heiligt? Der energische Malek bringt frischen Wind in die Rebellengruppe, doch auch er verfolgt seine eigenen Ziele. Auf packende Weise wird eine neue Welt geschildert, die alles andere als erstrebenswert erscheint. Das ist spannend und flott zu lesen, auch wenn im ersten Band zum Teil eher die Grundlagen für das Fortschreiten der Handlung gelegt werden.
2028 – das ist gar nicht mehr so lange hin, keine 10 Jahre. Doch wie weit sind wir in 10 Jahren wirklich? Ist es möglich, dass Deutschland in 10 Jahren weitestgehend vom Rest der Welt abgeschottet ist, dass es eine Regierung gleich einer Götterverehrung gibt, dass alle die gleiche Meinung haben? Und (fast) keiner beschwert sich darüber?
Na klar geht das – allerdings nur mit den Nanos. Durch Zufall findet der Forscher Carl Oskar Fossey heraus, wie sich Nanopartikel dazu benutzen lassen, Menschen zu beeinflussen. Nicht sofort, aber nach und nach können die Gedanken der Menschen manipuliert werden. Sein findiger Kollege Johannes Kehlis weiß dies zu nutzen, verteilt über seinen Lebensmittelkonzern die Nanos in der Nahrung, wird Bundeskanzler und mächtigster Mann in Deutschland. Die Menschen sind glühende Kehlis-Anhänger, andere Länder sind ihnen egal, Deutschland geht es gut, alle sind glücklich. Alle? Nein, natürlich nicht. Einige wenige sind resistent gegen die Nanos und versuchen den Kreislauf zu durchbrechen.
Malek, seit Jahren im Gefängnis und von Kehlis-Produkten unbelastet ist, bricht, gemeinsam mit seinem Kumpel Tymon, der allerdings kurz darauf stirbt, aus und landet in dieser veränderten Welt. Durch eine zufällige Begegnung trifft Malek auf die Rebellen und schließt sich – nach einigen Querelen – dieser, zumindest vorübergehend, an. Er wird gebeten, beim nächsten Coup der Gruppe mitzuhelfen: der Entführung von Carl Oskar Fossey. Malek hat allerdings noch eine andere Aufgabe: Tymon hat ihm das Versprechen abgerungen, sich um seine Schwester Maria zu kümmern. Doch kann er das überhaupt – oder ist sie auch im Würgegriff der Nanos?
Die Widerstandsgruppe besteht aus einem bunt gemischten Haufen Menschen, also eben einfach resistente Menschen. Keine ausgebildeten Kämpfer, keine Forscher, ein Palette an Berufen und Fertigkeiten. Nichtsdestotrotz ist die Ausgangslage gut: gesichertes Gelände, Selbstversorger, ein vierköpfiges Gremium, welches Entscheidung trifft. Doch die Frage ist, wie man die Macht der Nanos unterbricht und hier kommt der Forscher ins Gespräch. Und Malek, der zufällig gefundene Söldner passt eben wie die Faust aufs Auge.
Wie bedrohlich die Atmosphäre in Deutschland ist, erfährt man hauptsächlich durch Maria, denn die Rebellen operieren ja aus dem Untergrund. Sowohl ihr Sohn als auch Maria selbst sind resistent gegen die Nanos, ihr Mann und Millionen weitere Menschen nicht. Da Kehlis-Anhänger restlos von der Ideologie überzeugt sind, ist die Gefahr groß, dass Marias Mann sie und ihren Sohn zur „Beichte“ schickt. Und noch ist niemand von einer Beichte je zurückgekommen. Maria muss sich verstellen, doch wie lange klappt das? Maria wandelt wie auf Kohlen, vor allem zu Hause. Es scheint eine ausweglose Situation – wohin soll man gehen, wenn alle Menschen fremdgesteuert sind?
Die Einblicke in Marias Leben waren diejenigen, welche einen am meisten schlucken lassen. Die Parallelen zur NS-Zeit sind einfach zu groß, als das man sie übersehen könnte. Eine Atmosphäre der Bedrohung und Paranoia, Propaganda vom großen Führer Kehlis, kaum Kontakt ins Ausland. Selbst die SS tritt quasi auf – in Form der Konfessoren. Über allen stehende Gesetzesvertreter, die jegliche Befugnis haben und bar jeglicher Emotionen (eine Nebenwirkung der ersten Nanos). Der einzige Unterschied zur NS-Zeit besteht darin, dass die „Kehlianer“ ja nicht wissen, dass ihre Gedanken manipuliert sind, sie können keine freien Entscheidungen mehr treffen. Familienbanden sind wenig wert, die Beichte sehen Kehlianer als Hilfe für die Betroffenen.
Wie so oft muss ich aber ein wenig daran herummäkeln, dass mir noch Einblicke gefehlt haben. Es wird zwar erwähnt, dass kaum Kontakt mehr zum Ausland besteht, Nachrichten weitgehend eingestellt sind, das Internet an Bedeutung verloren hat – aber wie konnte das in 10 Jahren von statten gehen? Wo ist und was macht die EU? Was sagen die anderen Länder? Gibt es da keine kritischen Stimmen? Und wenn ja – fängt Kehlis dann bald einen Krieg an oder baut er eine Mauer? Oder exportiert er seine Nahrungsmittel auch ins Ausland? Interessant wäre auch gewesen, über die Übergangsphase noch etwas zu erfahren, denn die Nanos wirken ja nicht sofort – wie haben die Reaktionen in der Bevölkerung damals ausgesehen? Ah, Fragen über Fragen….
Mal abgesehen davon, war der Thriller wirklich sehr spannend. Dadurch, dass Malek die Rebellen sofort trifft, ist man auch gleich mitten in der Geschichte. Die Hintergründe der Gegebenheiten im Deutschland des Jahres 2028 erfährt man nach und nach, weiteres Insiderwissen gibt es durch Kapitel, die aus Sicht von Konfessor Nummer Elf geschrieben sind, der Malek jagt und wieder einfangen soll. Überhaupt finde ich die Grundidee der Nanos äußerst gelungen. Im Prinzip ist damit ja alles möglich – wer die Macht über die Nanos hat, hat die Macht über die Menschen und kann jegliches Ziel verfolgen. Und nur so ist natürlich auch dieser rasante gesellschaftliche Wandel möglich – sehr clever gelöst! Denn abgesehen von den Nanos ist das Deutschland von 2028 nicht so anders wie das Deutschland heute. Am Ende gibt es einen richtig guten Showdown, der Einblick in die Organisation von Kehlis gibt, aber auch mächtig fetzt und mit viel Kawumm das Buch abschließt. Aber – und hier verrate ich nicht zu viel – der Kampf gegen die Nanos geht weiter, denn schon in wenigen Monaten erscheint der zweite Teil rund um die kleinen fiesen Gedankenmanipulierer.
Fazit: Wer hat Angst vor seinem Essen? Timo Leibig gelingt ein spannender Thriller in einer erschreckenden Zukunftsvision, von dem ich hoffe, dass noch einige meiner Fragen im nächsten Teil beantwortet werden – denn den lese ich auf jeden Fall!
„Nanos – Sie bestimmen was du denkst“ von Timo Leibig ist der erste Teil der Dilogie, in der ein Lebensmittelhersteller mit Hilfe von Nano-Partikeln die Herrschaft über Deutschland übernommen hat. Erschienen ist der Thriller im September 2018 bei penhaligon.
Deutschland, 2028: Johann Kehlis, Chef eines Lebensmittelkonzerns, ist in den letzten Jahren weit aufgestiegen und mittlerweile Bundeskanzler von Deutschland. Mit Hilfe von Nano-Partikeln hat er das Denken der Bevölkerung zu seinen Gunsten beeinflusst. Doch es gibt auch Menschen, die intolerant sind und sich so der Manipulation entziehen konnten. Einer von ihnen ist Malek Wutkowski, ein entflohener Häftling. Durch Zufall trifft er auf die Rebellion und wird in einen Freiheitskampf gezogen, der eigentlich nicht seiner ist.
Thriller, die mit wissenschaftlichen Themen, wie in diesem Falle Nano-Partikel, aufwarten, sind genau mein Ding und der Aufkleber mit der Leseempfehlung von Marc Elsberg hat sein übriges dazu getan, dass ich neugierig war auf dieses Buch. Ich konnte hierzu nichts Konkretes finden, gehe aber derzeit von einer Dilogie aus, da im Mai 2019 „Nanos – Sie kämpfen für die Freiheit“ erscheint. Das Buch fängt sehr spannend mit einem Durchbruch in der Nano-Partikel-Forschung an, der den Weg in die düstere Zukunft von 2028 ebnet, in der die Bevölkerung dem Lebensmittelmagnaten Johann Kehlis hörig ist. Ich war sofort in der Geschichte drin und das erste Drittel des Buches, in dem die Ausgangssituation geschaffen wurde, gefiel mir sehr gut. Danach driftet es leider für meinen Geschmack ins extrem actionreiche ab. Der Schreibstil ist solide und gut zu lesen, aber für mich nicht wirklich besonders. Gerade zum Schluss mit der ganzen Action habe ich auch einiges quer gelesen und ich habe nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Das Thema Nano-Partikel finde ich sehr spannend, da man auch heute schon von kleinsten Partikeln, z.B. in Shampoos, Peelings, o.ä. liest. Daher war ich hier sehr gespannt auf die Umsetzung und hätte mir gewünscht noch mehr darüber zu erfahren. Gerade auch über die Dinge, die auch heute schon mit Nano-Partikeln möglich sind. Hierzu war leider nicht so viel zu lesen. Das Ausgangsszenario steht von Beginn an fest und es dauert lange bis man weitere Informationen zu den Nano-Partikeln erfährt, was allerdings wiederum eine Weiterentwicklung des Ausgangsszenarios ist. Durch die Erwähnung von Marc Elberg auf dem Cover bin ich davon ausgegangen, dass ich, wenn ich nach dem Thema im Internet suche, Einiges dazu finden werde, was die Theorien des Buches stützt. Gerade das macht ein Szenario für mich noch gruseliger. Dies war hier nicht der Fall, was die Faszination für das Thema etwas gedämpft hat. Zu den Personen im Buch habe ich nicht wirklich eine besondere Verbundenheit aufgebaut, es war aber interessant das Schicksal der einzelnen Personen mitzuverfolgen. Malek Wutkowski, der Ex-Sträfling, bringt ein gewisses Know-How mit zur Rebellion. Er hat sich durch seine kriminellen Aktivitäten in der Vergangenheit eine gewisse Abgebrühtheit erarbeitet und ist ein kühler Denker. Nur mit seinem Ex-Partner Tymon Król und deren Schwester verbindet ihn ein engeres Band. Jannah ging mir mit ihrer Art teilweise ein bisschen auf die Nerven. Da sie nach außen hin versucht eine ganz Harte zu sein, dass aber in Wirklichkeit nicht ist und dazu noch eine sehr nervige Mutter hat, die ihre Tochter vor allem schützen will. Dies ist durchaus verständlich, aber sie übertreibt es ganz gewaltig dabei. Die Konfessoren waren eine besondere Personengruppe in diesem Buch. Durch ihre Emotionslosigkeit haben diese mich sehr aus die Beobachter aus Fringe erinnert. Hier würde ich gerne noch mehr zum Hintergrund erfahren und hoffe, dass dies im nächsten Teil geschieht. Auch wenn ich nicht zu 100% überzeugt worden bin, möchte ich auf jeden Fall den nächsten Teil lesen, da ich mir von diesem noch eine Steigerung und mehr Hintergrundinformationen erhoffe.
Fazit: Ein solider Thriller über den manipulativen Einsatz von Nano-Partikeln, der mit sehr viel Action daher kommt, aber für mich zu wenig Hintergrundinformationen über Nano-Partikel beinhaltet. Ich hoffe, dies ändert sich mit den zweiten Teil. Empfehlenswert für alle Thriller-Fans, die düstere und sehr actionreiche Zukunftsszenarien mögen.
Schon heutzutage wird an unseren Lebensmitteln gepfuscht, modifiziert und betrogen. Und alles mit staatlicher Genehmigung und Einwilligung. Timo Leibig geht in seinem Debütroman „Die Nanos-Mission“ einen Schritt weiter. Wie würde das Szenario aussehen, wenn Nanoroboter gezielt über Lebensmittel in den Menschen eingeschleust werden. Natürlich ohne sein Wissen.
Tatsächlich wird der Leser relativ brutal in die Geschichte geworfen und es ist wenig verständlich, weshalb die Menschen so leben und so beherrscht werden. Eine Entstehungsgeschichte, wie nach und nach die Demokratie in eine Diktatur umgewandelt wurde, wird nur am Rande erwähnt. Der Fokus in diesem Buch liegt somit weniger in den gesellschaftlichen Entwicklungen als vielmehr in der actiongeladenen Bewegung gegen die staatliche Macht.
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, wobei nach und nach die einzelnen Puzzleteile zusammengefügt werden. Grundsätzlich bleibt die Erzählung linear und kann zwar mit viel Action aber nicht mit vielen Wendungen aufwarten. Es ist nicht unbedingt der komplette Plot vorhersehbar, aber auch nicht sonderlich überraschend. Leider gibt es in der Mitte des Buchs einen kleinen Durchhänger, während dessen die Handlung etwas abflacht und dem Leser etwas Geduld abverlangt. Dass das Buch offen endet, wird keinen überraschen, der weiß, dass es sich um eine Trilogie handelt.
Fazit
Die Idee mit den Nanos ist gut gelungen und lässt vielleicht den ein oder anderen Leser mal darüber nachdenken, was er täglich in sich hineinschiebt. Es muss nicht immer der tiefgreifende und gesellschaftskritische Thriller sein, der mich abends zu unterhalten weiß. Ich mag es auch gern einfach zügig und schnörkellos durch ein Buch gezogen zu werden mit einem grundsoliden Thriller.
Ich liebe Bücher, deren grausige Zukunftsversionen durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Nanotechnologie im fortgeschrittenem Stadium und jemand mit Viel Macht und Geld, der es zu seinen Gunsten einsetzt. Und die meisten sehen sich nicht als Opfer, sondern ihn als Erlöser!
Ich fand das Buch eigentlich ganz interessant. Die Geschichte ist im Großen und Ganzen nichts neues. Ziemlich ähnlich zu 1984.
Bemängeln muss ich trotzdem einige Kleinigkeiten.
Zuerst die Nanos selbst. Es soll sich um Nanopartikel halten, die die Blut-Hirn-Schranke überwinden und dann im Hirn irgendwelche nicht weiter definierten Botenstoffe freigeben. Bedenkt man, dass nicht einmal alle Stoffe auf molekularer Ebene diese passieren können, ist diese Vorstellung sehr unwahrscheinlich. Ich hätte eher an Miniroboter gedacht oder von mir aus modifizierte Tollwutviren. Man soll zwar niemals etwas ausschließen, aber eine gewisse Skepsis meinerseits war eben vorhanden.
Zu dem distopischen Deutschland kann man nur sagen, dass man aus Fehlern wohl doch nicht lernt. Die zweite Diktatur in 100 Jahren. Nur hab ich bis zum Ende nicht begriffen, warum überhaupt. Scheinbar haben alle Länder dicht gemacht und der Kanzler regiert nur, um die Menschen gesund zu ernähren? Auf die Motive des Machthabers wird nicht eingegangen.
Barbara hat mich von allen Charakteren am meisten genervt. Die Frau wünsche ich niemanden als Mutter. Ihr Verhalten wäre verständlicher, wäre ihre Tochter 10 Jahre jünger, aber dann wäre die Beziehung zu dem Protagonisten ziemlich abartig.
Am liebsten hatte ich Nummer 11. Vor allem, weil es bis jetzt der einzige Charakter war, der irgendwelche Entwicklungen gezeigt hat.
Gut, was die Handlung betrifft, fand ich, dass Maria Malek nicht sofort unter den Bus geworfen hat, sondern mehr oder weniger offen zu ihm war.
Auch war die total inkompetente Rebellion eine willkommene Wahl. Vorallem sehr realitätsnah, bedenkt man, dass es sich um ehemalige Schreibtischhengste handelt. (Okay nicht alle, aber zur heutigen Zeit ist so eine Art Rebellion eher zu erwarten, als trainierte Elitesoldaten.)
Ich bin kein Mensch, der gerne Science-Fiction liest, mit Ausnahme von Jules Verne 😉. Die Geschichte bei Nanos spielt aber im Jahre 2028 und die nahe Zukunft war für mich noch akzeptabel. Der Klappentext hat sich spannend angehört und nachdem es schon einen zweiten Teil gab, hab ich zugegriffen.
Mit dem Buch bin ich aber nicht wirklich warm geworden. Mit dem Protagonisten konnte ich mich nicht identifizieren, mit den Nebenfiguren leider auch nicht. Etwas seltsam, dass bei der Rebellion jede Art von Charakter da ist. Die Gegensätze zwischen den Köpfen der Rebellion fand ich übertrieben. Als wollte der Autor einfach alles einbauen. Dadurch bin ich nicht in die Geschichte reinkommen und habe viele Pausen beim Lesen gemacht, was sonst bei Romanen eigentlich nicht der Fall ist. Ist das Buch gut, lese ich es zügig durch. Das hab ich hier nicht geschafft.
Das Drumherum um den Plot lässt zu viele Fragen offen. Wie sieht die Bundesrepublik im Jahr 2028 aus? Was arbeiten die Menschen? Was denkt das Kabinett vom Bundeskanzler? Wie fing das Ganze an? Was haben die Menschen am Anfang davon gedacht? Die Entwicklung von der Gegenwart zur Zeit im Roman kam mir zu kurz, ebenso das allgemeine Leben. Sie fahren weiterhin mit Autos, tragen das Gleiche, arbeiten wahrscheinlich das Gleiche. Als hätte sich in den zehn Jahren nichts getan. Bis auf die Nanos.
Ich kann dem Buch leider nur zwei Sterne geben. Das Thema ist interessant, das Buch selber leider nicht.
In "Nanos - Sie bestimmen, was du denkst" hat Timo Leibig eine unheimliche Zukunftsvision kreiert, die erschreckend überzeugend daherkommt. Der blinde Gehorsam derjenigen, die von Nanoteilchen beeinflusst werden, der unbedingte Wille, Resistente der Obrigkeit zu melden, und die Furcht der Resistenten, entdeckt zu werden, erinnerte mich ein wenig an Orwells "1984". Wo Orwell jedoch die psychologische Ebene eines solchen Szenarios in den Vordergrund stellte, ist Leibigs Geschichte eine actionreiche Handlungsabfolge, die den einzelnen Persönlichkeiten wenig Raum gibt zu wirken. Damit bleiben die Charaktere - allen voran die Hauptfiguren Malek und Maria - seltsam blass und oberflächlich. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Nichtsdestotrotz verfolgte ich die Handlung gern und war durchweg interessiert an ihrer Entwicklung. Richtige Hochspannung fand ich hier zwar nicht, aber dank der unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird, und einiger unerwarteter Wendungen fühlte ich mich durchweg gut unterhalten.
FAZIT Ein unterhaltsamer Thriller für zwischendurch, der mir zu oft zu oberflächlich und auf die bloße Handlung konzentriert blieb. Mehr Psychologie und Tiefgang hätte mir besser gefallen - aber vielleicht kommt das im zweiten Band?
Ich habe einen dystopischen Sci-Fi Roman und eine zum Nachdenken anregende politisch-philosophische Gesellschaftskritik erwartet. Ich fand stattdessen einen Adrenalin-übersättigten Action-Thriller vor, mit seichten, recht schablonenhaften Erzählsträngen, die auf übertrieben verknotete Art und Weise am Ende zusammengeführt wurden. Bei Kapitel 5 fragte ich mich schon, ob es bis zum Ende des Buchs mehr (stets grausame) Mordfälle gegebenen haben wird als Kapitel. Ich denke, es ging knapp zugunsten der Mordfälle aus. Inhaltlich für mich also höchstens lauwarm.
Dem Autor muss man aber ein sehr gutes Händchen bescheinigen beim Schreib- und Erzählstil. Er schafft es mit Leichtigkeit, die unterschiedlichen Welten, die er beschreibt in dieser verkommenen Version von Deutschland, richtig lebendig werden zu lassen, und die Protagonisten spannend und meist mit einigermaßen guten Entwicklungsbögen auszustatten. Das macht den Roman kurzweilig und unterhaltsam. Daher drei gute Sternchen in der Gesamtschau.
Laut Interview der Beginn einer Trilogie. Ich fand die Idee gut aber schlecht umgesetzt und nicht mehr als ein Krimi mit dieser „Nano-Technologie“. der Autor soll doch bitte die Finger von SciFi lassen. Die Idee hat er offensichtlich u.a. von Koontz „Nightchills - Die Kälte der Nacht“ von 1976. Nightchills habe ich Anfang der 80er gelesen. Unterschwellige Botschaften waren in der Zeit ein grosses Thema. Siehe auch Carpenters „Sie Leben/ They live“.
Nanos - Sie bestimmen, was du denkst – Timo Leibig Malek Wutkowski Band 1 Verlag: Penhaligon Taschenbuch: 16,00 € Ebook: 12,99 € ISBN: 978-3-7645-3190-4 Erscheinungsdatum: 24. September 2018 Genre: Thriller Seiten: 510 Inhalt: Deutschland 2028: Die Bevölkerung ist hörig. Dank Nanoteilchen in Lebensmitteln und im Trinkwasser glauben die Menschen alles, was ihnen die Regierungspartei weismacht. Nur wenige sind »free«, also resistent gegen die manipulativen Nanos – und sammeln sich im Untergrund zu einer Rebellion. Unter ihnen befindet sich der entflohene Sträfling Malek, ein Mann, der nur ein Ziel hat: überleben. Und wer wie er nichts zu verlieren hat, den kümmert auch kein Freiheitskampf – wäre da nicht jenes Versprechen, das er seinem besten Freund auf dem Totenbett gab … Mein Fazit: Zum Cover: Hier ist es tatsächlich einmal so dass mir das Cover ehrlich gesagt nicht zusagt. Es ist sehr einfach gehalten, was hier vielleicht auch am Thema liegt, allerdings hätte ich mir hier vielleicht etwas anderes gewünscht. Hier las ich diesmal tatsächlich den Klappentext und der überzeugte mich für dieses Buch. Zum Glück, sonst hätte ich etwas verpasst. Zum Buch: Wir springen hier mitten ins geschehen, ins Jahr 2028 auf einer Lichtung in einem Wald, wo es gleich einige tote geben wird. Hier wird es gleich zu Anfang spannend und ich kann euch sagen es hält sich das ganze Buch über. Alles dreht sich hier um Kehlis, dem Menschen, der mit Nanotechnologie sich alle Menschen gefügig macht, was er dabei nicht bedacht hat ist, dass es Menschen gibt die gegen die Nanos immun sind. Sie sind sozusagen Free. Malek gibt seinem besten Freund Tymon auf dem Totenbett sein Wort sich um seine Schwester Maria zu kümmern. Zuerst einmal aber wird er vor den Kehlis gerettet, von wem? Das erfahrt ihr in diesem Buch. Die Spannung ist hier gleich zu Anfang schon gegeben und zieht sich auch durch das ganze Buch, ich hatte hier nicht einen Moment der Langeweile. Nichts wurde hier unnötig in die Länge gezogen. Es ist flüssig geschrieben und macht richtig Spaß. Malek wurde sehr gut erzählt und herausgearbeitet, aber genauso gut wurde auch Maria erzählt. Hier wurde auf alle Protagonisten eingegangen, einige sind sehr sympathisch und andere wiederum konnte ich gar nicht leiden, aber im Großen und Ganzen sind alle sehr schön dargestellt. Wem kann man in solch einer Welt noch trauen, wenn sogar deine nächsten Angehörigen Kehlis verehren, weil sie voller Nanos sind. Wir springen hier meist zwischen München und Berlin hin und her, allerdings im Jahre 2028 also ist noch wenig so wie wir es kennen. Trotzdem ist alles bildlich sehr schön dargestellt, hier denkt man, dass man wirklich dabei ist und hat mitunter ein schon sehr merkwürdiges Gefühl beim lesen. Denn sind wir mal ehrlich so sehr Fiktion ist das doch heutzutage gar nicht mehr. Mich regt es doch sehr zum nachdenken an, was passiert wenn es wirklich eines Tages soweit ist, sind wir dann noch wir selbst oder werden wir, wie hier im Buch fremd gesteuert? Mir macht das doch ein wenig Angst. Ich bin gespannt wie es in Band 2 weitergeht, dieser erscheint am vorrausichtlich am 27. Mai 2019 und wird den Titel Nanos – Sie kämpfen für die Freiheit tragen. Ich gebe hier 5 von 5 Sternen und kann es nur jedem Thriller Liebhaber ans Herz legen. Hier kommt man definitiv auf seine Kosten.
Knihu jsem objevil v Ostravě při procházení scifi sekce v knihy Dobrovský, asi bych ji úplně od-ignoroval, nebýt kamarádky, která říkala, že si ji plánuje přečíst. Tak říkám proč ne, koupím si ji.
Musím říct, že Nanos u mě aspiruje na překvapení roku. Od knihy jsem zas tak moc nečekal, i když téma nanočástic pro mě bylo lákavé. Timo Leibig podle mě zvolil úplně geniální začátek, kde nás ihned vrhl do akce a boje o přežití. Poté už se kniha četla sama a já byl až překvapen jak si mě postavy dokázali získat. Malek byl uvěřitelný a ač měl v knize svou "historii" a byl obecně známou postavou příběhu, tak nám jeho příběh z dob minulých nebyl násilně vnucován. S ostatními postavami jsem se rovněž dost ztotožnil.
Po přečtení jsem byl takový zmatený, protože dílo skončilo tak, že další děj mohl i nemusel být. Ihned jsem vygooglil autorův instagram a pokračování příběhu mi bylo potvrzeno, doufám tedy, že nakladatelství nám jej přinese co nejdříve. :)
Nejzajímavější na téhle knize je kostrbatý překlad, který jako by se ke konci jen zhoršoval. Jinak mě premisa ani děj samotný příliš nenadchly a většina postav si nezasloužila aby mi na nich záleželo.
Stellt euch vor, eine Regierung möchte die totale Macht. Sie ist bereit, alles dafür zu tun.
Im Jahr 2021 finden Forscher, die auf der Suche nach einem Mittel gegen Phobien sind, ein "kleines" Nebenprodukt, mit dem Menschen unbemerkt beeinflusst werden können - bis hin zur Emotionslosigkeit. Da die Menschen dieses kleine Nebenprodunkt durch ein notwendiges Nahrungsmittel zu sich nehmen und nichts davon merken können, sind Türen und Tore zur absoluten Kontrolle der Deutschen Bevölkerung geöffnet. Das Grundgesetz wird geändert in eine Verfassung und die Macht wird anders verteilt.
Doch was ist eine Macht ohne eine Revolution? Ja, auch diese gibt es. Auch wenn sich die Regierung dies nicht vorstellen kann. Aber es gibt Menschen, die auf die Kontrolle nicht reagieren, die etwas gegen die Regierung unternehmen wollen.
Dann haben wir Malek, er ist mit seinem Freund schon vor längerer Zeit aus dem Gefängnis ausgebrochen. Im Fernsehen hatte er dort bereits gesehen, dass sich die Welt draußen total verändert hat, es gibt Gardisten, Konfessoren und einen größenwahnsinnigen Kanzler, der am liebsten bereits negative Blicke zum Anlass nimmt, seine Bürger abführen zu lassen. Wie das alles abläuft, hat Malek auch bereits im Knast hautnah miterleben müssen, als jemand seinen Mund zu weit aufriss.
Malek haust 2028 in einem Wohnwagen und würde dort wohl auch Jahrzehnte später noch hausen, wenn nicht eine verfolgte junge Frau zu ihm geflüchtet wäre. Die Kehlianer sind ihr eng auf den Fersen, doch vorher wollen andere Menschen sie vor den Verfolgern retten. Da man nicht weiß, ob Malek zu den Kehlianern gehört, greifen ihn die Revolutionäre gleich mit auf und nehmen ihn mit. Er überlebt. Nun muss er sich entscheiden, ob er mit/für die Revoluzzer arbeitet oder wie es wohl weitergehen soll mit ihm. Unabhängig davon muss er aber auch noch ein Versprechen einlösen, das er seinem Freund, der im Wohnwagen gestorben ist, gegeben hat.
Timo Leibig schreibt in seinem Verlagsdebüt (Penhaligon / Randomhouse) über eine erschreckende Zukunftsvision, in der jedoch auch das Gute seinen Platz findet. Ich kann mir so etwas sehr gut vorstellen. Heutzutage muss man ja mit allem rechnen!
Die Sprache des Autors ist absolut verständlich, das Buch hyperspannend und für die entsprechenden Überraschungsmomente ist auch gesorgt.
Das Cover passt absolut gut zum Inhalt, zumal auch schon unter NANOS angegeben ist "Sie bestimmen, was du denkst". Dies in Verbindung mit der grün-weißen Spirale würde mich auf jeden Fall zum Kauf animieren.
Das Buch erscheint am 24. September 2018, ist aber bereits vorbestellbar. Es ist als eBook und broschiert erhältlich.
Das Buch beginnt zunächst für mich etwas verwirrend, aber man wird im Laufe des Buches über das "neue" Deutschland aufgeklärt. Kurz zum neuen Deutschland: es gibt einen neuen Bundeskanzler und dieser hat mithilfe von Forschern eine neue Möglichkeit entwickelt, wie er die Bevölkerung manipulieren kann, den sogenannten Nanos. Dem entgegen stehen Menschen bei denen diese Manipulation nicht wirkt, die Opposition oder auch Rebellion genannt. Spannender Schreibstil mit doch auch immer wieder neuen Wendungen, mit denen man so gar nicht rechnet. Ich finde es ein guter Thriller, der hoffentlich noch weiter geht und mir die Angst nimmt vor so einem Deutschland. Es ist zwar utopisch, aber auch nicht so abwägig, dass dies alles passieren kann. Also das Buch ist passend für Thriller Leser aber auch für Fantasy bzw eher für Leser, die Utopien lesen möchten. Ich kann das Buch nur empfehlen.
Achtung kleiner Spoiler:
Ich hoffe das offene Ende wird weiter erzählt, denn sonst wäre dies ein Kritikpunkt, den ich echt schade fände. Also freue mich auf Fortsetzung...
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