„Last Exit“ klang spannend und gefiel mir besonders wegen seiner tollen Charaktere gut. Obwohl viele der Figuren in der Schule ziemlich gemein zu Valentin waren, fanden sie im Bus während der Bombendrohung nämlich alle zusammen und wurden mir richtig sympathisch. Ein Großteil des Buches bestand aus Rückblenden, was ich eigentlich nicht allzu gern mag, hier waren es aber immer nur kurze Kapitel, die gut zeigten, dass jeder in der Klasse seine Probleme, und deshalb vor allem ein Motiv hatte. Besonders gefiel mir die Szene (SPOILER), in der Ben Valentins Schuhe von dem Baum im Park holte, die Driss dort hochgeworfen hatte. Dass sich zwischen den beiden keine Freundschaft entwickelte, fand ich echt schade. (SPOILER ENDE) Irgendwann wurde es mir mit den ständigen Rückblenden dann doch ein wenig zu viel, da ich das Gefühl bekam, das Buch spielte mehr in der Vergangenheit als in der tatsächlichen Situation mit der Bombe. Dadurch ging die Spannung für mich leider ein bisschen verloren, auch wenn durch die Rückblenden immer neue Leute verdächtig wurden. Die Auflösung kam dann allerdings überraschend.
Fazit: Insgesamt mochte ich „Last Exit“ sehr gern, ich hätte mir nur etwas mehr Spannung und weniger Rückblenden, beziehungsweise einen längeren Roman mit mehr Handlung in der Gegenwart gewünscht.