Er zwingt dich zu einem Spiel auf Leben und Tod. Du kannst mitspielen, aber niemals gewinnen.
Auf dem Marktplatz umstellt die Polizei einen vermeintlichen Irren, an dessen Oberkörper ein Aktenkoffer mittels Kette und Zahlenschloss befestigt ist. Er behauptet, von einem Unbekannten strikte Anweisungen bekommen zu haben: Wenn er den Koffer nicht rechtzeitig an die Mordkommission übergibt, stirbt seine Frau.
Zeitgleich macht Kriminalhauptkommissar Erik Donner in seinem eigenen Schlafzimmer einen abscheulichen Fund. Rasch erkennt er einen Zusammenhang zwischen seiner Entdeckung und dem Aktenkoffer. Von da an beginnt für Donner und vier Kollegen ein Albtraum. Ab sofort sind sie Teil eines Spiels. Des perfiden Spiels eines Serienkillers, dessen Regeln grausamer nicht sein könnten ...
Dies ist ein hammerharter Thriller, der absolut nicht für schwache Nerven gedacht ist und den Leser um Atem ringend in eisernem Griff hält. Und wieder einmal kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass Elias Haller durchaus mit international namhaften Thriller-Autoren in einem Atemzug zu nennen ist.
An seiner Schreibweise gibt es nichts zu bemängeln, ihm fallen immer wieder neue Themen ein, die er in Thriller kleidet und uns Lesern zur Verfügung stellt, es ist keine einzige Sekunde langweilig, der Spannungsbogen ist also extrem hoch angesetzt und bleibt auch da! Das verleitet uns natürlich dazu, unsere Erwartungen hoch zu setzen, und bislang bin ich nicht enttäuscht worden. Wieder mit Rückblicken, also mehreren Zeitebenen, geschrieben, erfährt der Leser erst nach und nach mehr über die Motivation des Serienmörders, doch erst am Ende wird der Vorhang endgültig gelichtet.
Neben Charakteren, die wir bereits kennen, werden weitere Figuren für das perfide Spiel des Spielmanns gebraucht. Und so machen wir u.a. Bekanntschaft mit einem Bayrischen Ermittler, der natürlich auch wieder eine besondere Leidenschaft hat und eine sehr gute Kombinationsgabe besitzt.
Schauplatz ist eine sächsische Großstadt. Und auch wenn der Name der Stadt nicht explizit genannt wird, so handelt es sich doch unverkennbar um Chemnitz.
Nach Lesen des Prologs tauchte kurz die Frage auf, ob ich wirklich weiterlesen sollte, denn solche Dinge halten mich nachts vor Grauen wach. Zum Glück war es nur der Einstieg, die eigentlich Story ist nur eine Folge dessen. Am Ende war ich wie Donner am Boden zerstört. Aber natürlich hat der Autor das Recht, sterben zu lassen, wen immer er will…
„Leid und letzter Tag“ von Elias Haller ist ein Krimi, der am 23.10.2018 erschienen ist. Es handelt sich um den sechsten Krimi in der Reihe um den Ermittler Erik Donner. Wie jeden der Krimis, so kann man auch diesen gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen, wichtige Vorerlebnisse werden in die Story eingebaut wiederholt, so dass auch neue Leser dem Geschehen problemlos folgen können, während alte Hasen in dieser Reihe nicht von der Wiederholung gelangweilt werden. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen, und man wird sofort eingefangen von der Story. Schon der Prolog ist spannend und reisst den Leser mit, und man liest wie gebannt weiter. Es wird im Verlauf des Buches extrem spannend, dramatisch und teils blutig, und ein Weglegen es Buches war einfach unmöglich. Die Spannung hat mich mitgerissen und nicht losgelassen, und die technischen Finessen in dieser Story sind einfach der Wahnsinn. Auch der Aufbau mit Rückblicken in die Vergangenheit, die mit der Zukunft verbunden zu sein scheint, nimmt den Leser total gefangen, und unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass man bis zuletzt gefangen und gefesselt ist. Und ratlos, denn ein vorheriges Erkennen der Hintergründe ist nicht möglich, und die Auflösung kommt dann unerwartet und überraschend. Von mir gibt es für diesen Thriller 5 Sterne.
Vor 15 Jahren tötete der Spielmacher per Telefonanruf viele Menschen. Franz Donner und sein Team verhafteten ihn nach einer einjährigen Ermittlungsphase. Als Erik Donner einen Anruf erhält und aufgefordert wird, um 18 Uhr in seiner Wohnung zu sein, um einem Anruf anzunehmen, beginnt ein blutiges Spiel, das über eine App gesteurt wird. Die Ermittler müssen mitspielen, können sie gewinnen? ~ Eine sehr gute Geschichte, die genau meinen Geschmack getroffen hat. Machtlos wie Marionetten müssen die Ermittler nach der Pfeiffe des Spielmachers tanzen. Gefühlt sind sie immer nur knapp zu spät, um ihm zuvorzukommen. Aber nicht immer und das gibt den Ermittlern Hoffnung. "Das Spiel" ist sehr gut aufgebaut. Die Hinweise werden zum Schluss immer schlüssig dargelegt und machen definitiv Sinn. Auch die Ermittlungsarbeit derjenigen, die nicht im Spiel involviert sind ist schlüssig und brilliant. ~ Auch wenn das Buch, wie ich finde in einem Fiasko endet. Konnte ich es trotzdem nicht mehr weglegen. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Eine sehr gute Geschichte. ich kann das Buch jedem empfehlen.
Er will sich für das Leid rächen, das man ihm angetan hat. Dafür hat er sich einen perfiden Plan ausgedacht und spielt ein Spiel mit den Ermittlern. Fünf ausgewählte Personen bekommen ein Handy und müssen den darauf angegebenen Anweisungen folgen - versagen sie, stirbt ein Mensch.
"Leid und letzter Tag" ist sehr rasant und spannend geschrieben. Bis zum Schluss bleibt unklar, wer der neue "Spielmann" ist. Man leidet mit den Spielern mit. Wer das Saw-Prinzip mag, wird dieses Buch lieben.