Durch Zufall bin ich auf diese "autorisierte Biografie" über Neil Armstrong gestoßen, ohne dass ich vorher wußte, dass dieses Buch verfilmt wurde und im Novemer 2018 in Deutschland in die Kinos kommen sollte. Da ich als Raumfahrt-Fan bisher immer auf die unautorisierten Biografien eines meines Jugend-Helden zurückgreifen musste und wusste, dass Armstrong sehr, sehr sparsam mit Äußerungen über seine Person und die Einschätzungen über Gott und die Welt war, habe ich sofort und ohne lange zu überlegen zugegriffen und habe es , auch nach der Lektüre, nicht bereut.
Der Biograf James R. Hansen hat die Innenwelt des ersten Menschen auf dem Mond (der ja auch der erste Ingenieur !!! war der den Mond betreten hat, er hat das auch immer wieder betont und das hat mich ungemein führ ihn eingenommen) m.E. sehr gut getroffen...
Der Biograph beginn das Buch mit den Vorfahren der Armstrongs und denen seier deutschstämmigen Mutter, er beschreibt seine Kind- und Jugendjahre, als er seine Führungspersönlichkeit bereits bei den Pfadkindern erproben konnte. Schon sehr früh (im Alter von 16 Jahren) begann er zu fliegen und machte den Pilotenschein, bevor er ein Auto fahren durfte. Von da an führte sein Weg direkt zur Fliegerei, die ihn schon als Kind begeistert hat. Bei der Navy studierte er Luftfahrttechnik, wurde Kampfpilot im Koreakrieg, verließ die Navy und ging zur Vorläuferorganisation der NASA und wurde Testpilot in Edwards, er flog damals die legendäre X1 und stieß bis zum Rand des Weltraums damit vor. Im Jahre 1962 wurde er schließlich mit der 2. Astronautengruppe Astronaut im Gemini-Programm...
Der Flug zum Mond mit Apollo 11 nimmt natürlich einen Großteil des Buches ein und ist nach wie vor spannend zu lesen. Was mich immer wieder erstaunt ist, daß Armstrong, obwohl er keine große Weltraumerfahrung hatte (er hatte neben Apollo 11 nur den Flug als Kommandant mit Gemini VIII geflogen, ein Flug, der als gescheitert gegolten hat) von der NASA trotzdem als Kommandant und als erster Mensch, der den Mond betreten hat, eingeteilt wurde.
Immer wieder stellte ich den Vergleich zwischen den beiden Helden meiner Jugend an, zwischen Armstrong und Perry Rhodan und ich kann es kaum glauben; von allen Astronauten ist Armstrong der fiktiven Person unseres Mann im All am nächsten, Kühl und überlegt; ein Mensch, der sich nie in den Vordergrund stellt, ein zutiefst grundanständiger Mensch mit klaren Prinzipien...
Ich kann dieses Buch nur jeden empfehlen, der mehr über die Raumfahrt der 60er Jahre wissen will, wie man dieses Unternehmen gestemmt hat und welche Männer das waren...