Ein Drohnenangriff in Syrien gefährdet die Friedensverhandlungen mit dem Nahen Osten. Als bekannt wird, dass sich auch eine amerikanische Geisel unter den Opfern befindet, wird CIA-Agent Pete Town mit einer geheimen Vertuschungsaktion betraut. Doch dann gerät er ins Visier eines skrupellosen Feindes ...
Während im Nahen Osten Friedensverhandlungen laufen, wird in Syrien ein hochrangiger IS-Kämpfer per Drohnenangriff ausgeschaltet. Als bekannt wird, dass auch die ISGeisel Catherine Finch zu den Opfern des Anschlags gehört, beginnt für die US-Regierung ein Wettlauf gegen die Zeit. Für eine geheime Vertuschungsaktion wird CIA-Agent Pete Town zurück ins Agentengeschäft beordert. Sein Auftrag: Catherine Finch in den Medien so lange am Leben zu erhalten, bis die Friedensverhandlungen abgeschlossen sind. Ein nahezu unmögliches Unterfangen. Doch das ist nicht sein einziges Problem. Berüchtigte Warlords, die vom Krieg in Syrien profitieren, wollen Catherine Finch tot sehen. Und Town steht ihnen dabei im Weg ...
Ich war sehr neugierig auf den Thriller und ich wurde nicht enttäuscht. Er ist sehr blutig, brutal und politisch angehaucht! Nichts für schwache Nerven. Es gibt sehr viele Tote, Morde, Folterungen, etc., die die Grausamkeit der Terroristen, Söldner, Geheimdienstler, Spione und Menschen offenbart, die hinter dem höchstmöglichen Profit her sind. Pete Town gehörte noch zu den sympathischeren Charakteren, der sich nicht nur in seinem erzwungenen Ruhestand langweilt und schon sehr viele schlimme und brutale Dinge getan hat, sondern der sich auch in seine Mitmenschen hineinversetzen kann und diese vor ihrem Tod, etc. beschützen möchte. Seine Geschichte fand ich sehr außergewöhnlich und interessant. Seine Frau Ann hingegen ging mir tierisch auf den Senkel. Warum er mit der zusammen ist, kann ich nicht nachvollziehen. Sie ist sehr egoistisch und hat ein paar Vorstellungen, die ich nicht unterstützen kann bzw. will. Auch die anderen Charaktere, die gegen die Friedensverhandlungen sind, werden teils gedanklich sehr gut gedanklich dargestellt, dass es mir wirklich eiskalt über den Rücken gelaufen ist. Wenn man diesen Thriller gelesen hat, bekommt man eine genauere Vorstellung, was Menschen für Geld und Macht alles tun können. Die Handlung war abwechslungsreich und spannend bis zur letzten Seite, das kann ich gar nicht bestreiten. Die Ereignisse waren abwechslungsreich, nicht geradlinig und durchaus wie ein spannender Film, den man unbedingt zu Ende gucken möchte. Wie ich das Ende finden soll, weiß ich nicht Recht. Es zeigt deutlich eine deutliche Botschaft auf, dass wichtige Ereignisse in einem Moment noch eine sehr hohe Priorität haben, aber dann von einer auf die andere Sekunde einfach abgehakt und unwichtig geworden sind, als hätten sie nie existiert. Desweiteren macht es deutlich, dass man so viel Geld und Macht haben kann wie man will, irgendjemand wird dir immer in den Rücken fallen. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, obwohl mir das Ende nicht wirklich gefallen hat, weil es die Nutzlosigkeit des gesamten Unterfangens und der Anstrengungen deutlich macht. Dennoch kann ich das Buch empfehlen, an diejenigen, die einen blutigen schonungslosen poltischen Thriller lesen wollen mit einem Touch von Rebellengruppen und Geheimdiensten.
Die Friedensverhandlungen versprechen endlich etwas Ruhe in das kriegsgebeutelte Syrien zu bringen. Ein Drohnenangriff der Amerikaner tötet jedoch nicht nur ein beabsichtigtes Ziel, sondern auch Catherine Finch, Ärztin, die seit längerem als Geisel in der Hand des IS ist und durch aufsehenerregende Videos zu einer Berühmtheit in ihrer Heimat wurde. Kommt dies an die Öffentlichkeit, wird der ganze Prozess gefährdet. Die Regierung entscheidet, dass dies ein Auftrag für den Ex-Agenten Pete Town ist, der zu Finchs Ehemann beordert wird und diesen instruiert, das Überleben seiner Frau gegenüber den Medien zu beteuern. Ein kleiner Auftrag scheint es, der schnell abgeschlossen sein wird, doch dann läuft einiges aus dem Ruder und Pete Town ist ebenso in Lebensgefahr wie seine Frau und unzählige weitere Unschuldige.
Roger Smith hat unter dem Pseudonym „James Rayburn“ seinen zweiten Spionagethriller veröffentlicht, der eigentlich nichts zu wünschen übriglässt: ein hochkomplexes internationales politisches Geflecht; Agenten, die schneller die Fronten wechseln als man sich umsehen kann; Zivilisten, die sich maßlos überschätzen und dadurch in Lebensgefahr bringen und ein paar Menschen, die einfach nur aus der Lage der Welt Geld machen wollen.
Der Roman hat ein extrem hohes Tempo und die unterschiedlichen Parteien, die in den Fall involviert und deren Absichten und Motive nicht unmittelbar zu durchschauen sind, sorgen für die notwendige Spannung, die man von einem Thriller erwarten würde. Dabei verzichtet der Autor auf einfache schwarz-weiß-Malerei; ähnlich komplex wie die globalen-geführten Konflikte sind auch die Beweggründe der Figuren, vor allem die beiden Protagonisten entwickeln im Laufe der Handlung immer mehr ungeahnte Facetten, die sie realistisch und authentisch wirken lassen, denn kaum einmal ist die Wirklichkeit einfach zu erklären und verläuft nur höchste selten geradlinig. So entsteht eine Story, die alle Erwartungen an einen glaubhaften Spionagethriller voll erfüllt.
Als in Syrien ein hochrangiges Mitglied des IS' bei einem Drohnenangriff getötet wird, gibt es ein weiteres Opfer - ausgerechnet die amerikanische Geisel Catherine Finch. Normalerweise läuft so was unter "Pech gehabt, friendly fire", doch dieses Mal ist es ein wenig anders: Der scheidende amerikanische Präsident will sich einen Namen machen und hat begonnen, Friedensverhandlungen im Nahen Osten aufzunehmen; da sieht es natürlich mit so einem Verlust echt blöd aus. Also reaktiviert man Pete Town aus dem Ruhestand. Der ehemalige Geheimdienstler war schon immer ein Meister im Vertuschen oder Erfinden von Geschichten, eben im Umlaufbringen von Fakes. Sie brauchen nur drei Tage lang die Welt in dem Glauben lassen, dass Catherine überlebt hat, doch es gibt viele Mitspieler in diesem Spiel, und nicht alle haben dieselben Ziele.
Eigentlich bin ich kein Fan von Spionagethrillern, doch irgendetwas an der Leseprobe hier hat mich gereizt, sodass ich zu diesem Buch gegriffen habe. Hier taucht man kopfüber in die Welt der Geheimdienste ein, in Spionage und Gegenspionage, das Spiel der Spiele, das einige wenige spielen, um einer eingebildeten Aufgabe nachzugehen und vielen zu schaden. Was mir so richtig gefallen hat, war, dass sich die Geschichte entblätterte wie eine Zwiebel, die langsam geschält wird, nicht immer chronologisch, manchmal auch in Rückblicken, und dass es hier vor überraschenden Wendungen und noch mehr Wendungen nur so wimmelt. Immer wenn man das Gefühl hatte, alles durchschaut zu haben, hatte einer der Beteiligten noch ein Ass im Ärmel, das gestochen hat, und gab der Geschichte damit eine neue Richtung vor. Ob es bei dem Ganzen tatsächlich in dieser Form so laufen würde wie beschrieben, sei dahingestellt. Ich fühlte mich jedenfalls gut unterhalten.
"Fake" spielt geschickt mit politischen Ambitionen, der Manipulierbarkeit der Medien, übertriebener Sensationsgier, internationalen Verschwörungen und skrupelloser Selbstüberschätzung. Die US-amerikanische Ärztin Catherine Finch, in Syrien vom IS entführt, wird zum Spielball unterschiedlicher Männer, die alle auf Catherines Kosten ihre eigenen Interessen durchsetzen wollen. Da zunächst die vielen verschiedenen Charaktere mit ihren teils sehr unterschiedlichen Ambitionen vorgestellt werden, fand ich den Anfang etwas ermüdend. Dabei sind die Widersacher auch noch echte Klischee-Bösewichte, die durch und durch schlecht sind. Die Protagonisten, die angeblich aus Sympathie für den Friedensprozess handeln, sind hier deutlich komplexer gestaltet, da keiner wirklich gut oder uneigennützig denkt. Erst später nach der Vorstellung aller Charaktere baut sich echte Spannung auf, die James Rayburn durch einige überraschende Wendungen aufrechthält. Der Autor nutzt eine ausdrucksstarke Sprache und einen anschaulichen Schreibstil, sodass man gedanklich sofort mit ihm in die USA, nach Syrien, Jordanien und Indonsesien reist. Allerdings wirken dadurch auch die Gewalt- und Kampfszenen sehr plastisch und äußerst brutal, was mir manchmal etwas zu viel wurde. Auch die immer wieder verwendeten Schachtelsätze mit ihren oft überflüssigen oder umständlich eingebauten Einschüben stören den Lesefluss ein bisschen.
Inhalt:Während im Nahen Osten Friedensverhandlungen laufen, wird in Syrien ein hochrangiger IS-Kämpfer per Drohnenangriff ausgeschaltet. Als bekannt wird, dass auch die ISGeisel Catherine Finch zu den Opfern des Anschlags gehört, beginnt für die US-Regierung ein Wettlauf gegen die Zeit. Für eine geheime Vertuschungsaktion wird CIA-Agent Pete Town zurück ins Agentengeschäft beordert. Sein Auftrag: Catherine Finch in den Medien so lange am Leben zu erhalten, bis die Friedensverhandlungen abgeschlossen sind. Ein nahezu unmögliches Unterfangen. Doch das ist nicht sein einziges Problem. Berüchtigte Warlords, die vom Krieg in Syrien profitieren, wollen Catherine Finch tot sehen. Und Town steht ihnen dabei im Weg ...
Fazit: Für die gute Idee wurde ein, meiner Meinung nach hervorragend passender Ausgangspunkt für die Geschichte gewählt. Von Anfang an wird der Thriller interessant aufgebaut und ein Spannungsbogen wird hoch gehalten. Die zweite Hälfte des Buches hingegen fand ich nciht mehr optimal umgesetzt - hier hätte ich mir etwas mehr tiefgang / Hintergrundinformationen erwartet. Dennoch alles in allem ein spannender Thriller mit gut skizzieten Protagonisten.
Bei diesem Thriller vergisst man leicht, dass es sich hier um Fiktion handelt. Zu stark wird man an das aktuelle Weltgeschehen erinnert. Es finden sich erschreckend viele Parallelen, die der Autor geschickt in sein Werk eingebunden hat. Bei alledem bleibt das Buch spannend und überrascht den Leser an der ein oder anderen Stelle mit einer Wendung. Die Charaktere sind gut beschrieben und wirken sehr glaubhaft. Auch der Schreibstil an sich, hat mir gut gefallen. Über die genauen Ausführungen zu diversen Grausamkeiten kann man geteilter Meinung sein. Mich hat es nicht gestört und ich bin mir sicher, bei vielen Lesern konnte der Autor so gezielt und sehr bewusst schockieren. Die volle Punktzahl kann ich nicht vergeben, da mir an einigen Stellen etwas Raffinesse gefehlt hat. Die Story und die Art der Erzählung könnte an manchen Stellen ausgefeilter sein und so den Lesefluss steigern. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, rund um Macht, Manipulation und menschliche Abgründe.
Meinung: Definitiv ist dieser Thriller nichts für zartbesaitete Leser, denn einige Szenen die hier geschildert werden, sind so glaubhaft und realitätsnah, dass selbst ich dieses Buch ab und an aus der hand legen musste. Doch genau dieser Punkt, ist wahrscheinlich gerade eine der Stärken des Schriftstellers, er orientiert sich sehr stark an dem aktuellen politischen bzw. weltlichen Geschehen und spannt hierum eine fiktive Geschichte, die voller Gewaltszenen ist und dadurch wird Spannung erzeugt, die auf die ganz großen Szenen, im Stil Hollywoods, baut. Mir war dies an einigen Stellen schlicht zu viel, zu grausam. Dennoch sind die Charaktere sehr eindringlich beschrieben und der Schreibstil ist wirklich vom Feinsten.
Fazit: Ein sehr brutaler Thriller, der seinen Plot so nah an der Realität legt, dass es dem Leser vielleicht gerade deshalb besonders an die Nieren geht. Von mir 4 Sterne, da mich der Schreibstil sehr überzeugen konnte, allerdings waren mir die großen Szenen... Zu viel