Die Prämisse des Buches: Schiller aus der Sicht seiner Schwägerin (mit der er angeblich mal eine Affäre hatte) ließ mein Gossip-Herz höher schlagen. Für mehr Aufregung hat es leider nicht gereicht. Über Schillers Leben weiß ich jetzt genauso viel wie vorher (nämlich recht viel), was unter anderem am guten Deutschunterricht liegt und an dem kollektiven Wissen, das besonders über Schiller (und Goethe) ständig weitergegeben wird. Neues konnte das Buch nicht liefern: Keine spannenden Dialoge, keine Mutmaßungen oder Tragik, dabei hätte ich es der Autorin nicht einmal übel genommen ein bisschen zu übertreiben. Fazit: Ein sehr leeres Buch.
Das Leben der Caroline von Wolzogen (1763-1847) als Schriftstellerin und Schwägerin Schillers.
Ganz interessant, von Schillers profanen Alltags-Mallessen zu erfahren. Aber das Buch wirkt seltsam blutleer und distanziert – dafür dass es die Lebenserinnerungen einer leidenschaftlichen Schriftstellerin sein sollen. Wäre interessant, mal ein Werk der Wolzogen zu lesen...