Dank einer Fünf in Englisch verbringt Emma die Sommerferien in St. Peter-Ording an der nordfriesischen Küste, um Englisch zu pauken und den Babysitter für ihre kleine Schwester zu spielen. Der Horror, findet Emma. Bis sie Jannis kennenlernt, einen Jungen aus ihrem Kurs. Doch Emma wird aus dem geheimnisvollen Musiker einfach nicht schlau, er ist so wechselhaft wie Ebbe und Flut. Mal sucht er ihre Nähe, dann stößt er sie wieder von sich. Es ist zum Verrücktwerden! Doch dann kommt Emma Jannis' tragischem Geheimnis auf die Spur, das alles in ein neues Licht taucht.
Stell dir vor, du darfst mit deiner besten Freundin in einen vielversprechenden Sommerurlaub nach Italien fahren, du musstest mehrere Wochen um die Erlaubnis deiner Eltern kämpfen, die Ferien stehen kurz vor der Tür – und du erfährst, dass du das Jahr nicht bestanden hast, und statt Italien auf ein Feriencamp gehst, in welchem du den Stoff vertiefen sollst, um die Nachprüfung zu bestehen. Keine besonders angenehme Vorstellung, oder? Emma, die Protagonistin aus „Meersalzküsse“, muss genau dieses Szenario durchleben. Was vorliegender Roman taugt und welche weiteren Leseeindrücke gewonnen werden können, das erfährst du in der folgenden Rezension.
Tanja Janz schreibt bildhaft und altersgerecht. Ihr leicht zu lesender Schreibstil macht ein flüssiges Einsteigen in die Handlung möglich und es benötigt keine lange Eingewöhnungszeit, um sich in dem Szenario zurechtzufinden. Gelungen schafft sie es, atmosphärisch, sodass man sich wunderbar während des Lesens die in die Nase steigende Meeresluft, den böigen Wind und das Rauschen des Meeres wie eine Melodie vorzustellen kann, und gleichzeitig dermaßen kurzweilig zu erzählen, auf dass das Lesevergnügen genauso schnell wieder endet, wie es begonnen hat.
Mit den Figuren verläuft es sich ebenso. Auch wenn die Überzeugungen und Motivationen der vorkommenden Personen teilweise etwas klischeehaft daherkommen, wird ihnen genügend charakterliche Tiefe verliehen, als dass man sie nachvollziehen und sich mit ihnen identifizieren kann. Sie verhalten sich jederzeit ihrer Altersgruppe entsprechend, die Glaubwürdigkeit ist daher gewährleistet.
Dieser leichte, nicht zu tief schürfende, aber jederzeit sympathische Eindruck lässt sich auf das gesamte Produkt übertragen. Für eine kurze Zeitspanne kann man sich dem nördlichen Flair hingeben und eine Liebesgeschichte genießen, die man auf irgendeine Art und Weise schon kennt, aber die dennoch unterhalten kann.
Es gibt keine konkret schlechten Aspekte, welche ich im Zusammenhang mit „Meersalzküsse“ anbringen kann und möchte. Alles stimmt, auf eine leicht schmierige-schnulzige Art. Die Thematik „süßer Junge mit Geheimnis“ ist nicht neu, aber für eine neue Geschichte nie zu müde.
Wenn man mich also abschließend fragt, ob ich vorliegende Lektüre weiterempfehlen kann, dann lautet meine Antwort: „Ja.“ Diejenigen, die sich nach dem Klappentext angesprochen fühlen, werden mit diesem Buch ihre Freude haben – und es ist ja für eine spezielle Zielgruppe, die eben genau das erwartet, was das Buch verspricht. Im Vergleich zu allen anderen Büchern, die derzeit auf dem Markt kursieren, kann „Meersalzküsse“ nicht bestehen. Somit reiht es sich in die Liste der Werke an, die gut unterhalten können, nach wenigen Wochen jedoch wieder aus meinem Gedächtnis gelöscht sein werden. Ob man für dieses Erlebnis glatte zwölf Euro investieren möchte, bleibt jedem potentiellen Kunden selbst überlassen.
„Meersalzküsse“ kann durch eine überzeugende und stimmige Atmosphäre, glaubwürdige und sympathische Figuren und einem netten Ambiente punkten.
Dafür vergebe ich gerne drei von fünf möglichen Sternen.
Nettes Buch für zwischendurch. Die Handlung war ab ca. der 100. Seite etwas zäh und langweilig. Doch ab ca. Seite 150 ging die Handlung voran und ich habe das Buch in einem Rutsch zu Ende gelesen. Die Protagonistin Emma fand ich sympatisch und auch mit den anderen Charakteren wurde ich schnell warm. Was mir nicht so gut gefallen hat, war an manchen Stellen der Schreibstil der Autorin. Ich meine es ist ein Jugendbuch, doch an manchen Stellen waren Formulierungen, die wohl kaum aus dem Mund einer Jugendlichen stammen (z.B. ,,[...]waren durch die Bank supernett"). Trotz allem empfande ich eine gutes Wohlfühl-Gefühl beim Lesen dieses Buches und kann es daher allen empfehle, die eine nette Sommergeschichte für zwischendurch suchen.
"Meersalzküsse" von Tanja Janz war ein schnell zu lesender Liebesroman für zwischendurch, der zwar nicht sonderlich aufregend war, aber dennoch unterhaltsam. Die Story verläuft ziemlich geradlinig und unaufregend - Emma, die Protagonistin, wird aufgrund einer Fünf in Englisch von ihrer Familie nach St. Peter-Ording geschickt, wo sie für ihre Nachprüfung lernen soll. Dort trifft sie nicht nur Rike, mit der sie sich schnell gut befreundet, sondern auch Jannis, in den sie sich im Laufe des Buches verliebt. Alle drei Protagonisten - Emma, Jannis und Rike - waren mir grundsätzlich sympathisch, wobei ich vor allem Rike sehr mochte. Sie war Emma eine gute Freundin, lustig, sehr lebhaft und ich hätte gerne mehr über sie erfahren. Auch die kleineren Nebencharaktere, wie Lea, Marc oder Rebecca waren unterhaltsam und gut geschrieben. Mit Emma selbst hatte ich stellenweise Schwierigkeiten - hin und wieder hat sie komische Bemerkungen gemacht, (ja, man kann problemlos auch abends auf einen Friedhof gehen..), unnötig Streit angefangen (die Probleme, die sie mit Jill hatte, konnte ich nicht nachvollziehen) oder Offensichtliches übersehen () - aber alles in allem hat sie mir durch ihre Hilfsbereitschaft und ihren Optimismus gut gefallen. Zwar hing sie sehr an Jannis, aber man hat auch gemerkt, dass sie sich nicht nur um ihn kümmert. Jannis - dessen Hund Kapitän übrigens wirklich süß war - war ebenfalls ein vielleicht manchmal flacher Charakter, der aber durchaus seine "tieferen" Momente hatte. Vor allem seine Verbindung zu fand ich ziemlich schön beschrieben. Seine Liebe zu Emma hat sich anfangs recht 'fake' angefühlt, was aber vermutlich einfach daran lag, dass sie sich so furchtbar schnell und aus dem Nichts heraus entwickelt hat. Zwar war die Liebesgeschichte der beiden ganz nett zu lesen, vor allem die beiden Briefe haben mir imponiert, aber alles in allem war es nichts Großartiges. Das letzte Drittel des Buches - in dem man Jannis' Geheimnis, auf das schon im Prolog hingedeutet wurde, erfährt - wurde dann doch nochmal wirklich gut. Die Aktion mit der Rettung Filous, sowie das Geheimnis ist beides wirklich toll beschrieben. Das war der Teil, der zu lesen mir wirklich Spaß gemacht hat. Ganz toll fand ich auch die Beschreibung von St. Peter-Ording als Ort; man merkt, dass die Autorin damit bestens vertraut ist und den Ort auch schätzt. Irgendwie haben sich die Beschreibungen sehr heimelig und 'warm' angefühlt. Trotz zwei kleiner Rechtschreibfehler - einmal 'Popocorn' statt 'Popcorn' und 'Le' statt 'Lea' - war der Roman angenehm zu lesen. Und obwohl mir die Romanze der beiden ein wenig zu schnell und dann doch zu 'blass' war (und die Sache um Jannis' Stottern ruhig noch weiter ausgebaut hätte werden können), war "Meersalzküsse" ein schöner Roman.
absolut mein Favorit, ich habe das Buch verschlungen. Es ist so unfassbar romantisch, überhaupt nicht vorhersehbar und sehr spannend. Man kann sich mit der Protagonistin identifizieren. Habe am Ende geweint, weil es so schön war.