Granit ist eine Erzählung Adalbert Stifters aus der Sammlung Bunte Steine. Der Erzähler erinnert sich an ein Ereignis aus seiner Kindheit im böhmischen Oberplan, dem Geburtsort Stifters: Ein fahrender Pechbrenner bestrich ihm die Beine mit Wagenschmiere. Als er so in die Stube trat und den frisch gescheuerten Fußboden beschmutzte, wurde er von seiner Mutter gezüchtigt. Um den Buben zu trösten, nahm ihn sein Großvater auf einen Fußmarsch in ein Nachbardorf mit und erzählte dabei eine sagenhafte Geschichte, die er selbst von seinem Großvater gehört habe: Ein Pechbrenner wollte mit seiner Familie der nahenden Pest entkommen und floh in die tiefen Wälder. Es half aber nichts und die Familie starb, nur der kleine Sohn des Pechbrenners blieb am Leben. Dieser fand ein verirrtes kleines Mädchen und unter der Führung des Knaben gelangten beide wieder aus dem Wald. Jahre später, als der Knabe bereits zu einem jungen Mann herangewachsen war, suchte ihn das Mädchen von damals auf und es stellte sich heraus, dass sie eine Schlossherrin ist. Er folgte ihr und gelangte so zu Wohlstand und Ansehen.
Adalbert Stifter was an Austrian writer, poet, painter, and pedagogue. He was especially notable for the vivid natural landscapes depicted in his writing, and has long been popular in the German-speaking world, while almost entirely unknown to English readers.
Eindrückliches Werk, das maßgeblich zum Verständnis von Realismus in der Epochenarbeit beiträgt. Natürlich, ist ja auch von einem der wichtigsten Vertreter der Zeit geschrieben. Eine Gesellschaftskritische Auseinandersetzung Stifters Seite gegenüber der turbulent wachsenden Technologie, Industrie und Infrastruktur.
Adalbert Stifter, der in der Vorrede zu seinem Werk "Bunte Steine" erklärt, dass er nichts Großes und nichts Kleines bilden möchte, bildet in diesem Werk nicht durch das Erbilden einer anderen Realität, an der er ein anderes Leben veranschaulicht, sondern er bildet durch das Zeigen der wirklichen Realität. Hierbei findet sich eine Rahmenerzählung- die des Jungen, der nach dem Kontakt mit Pech von der Familie ausgeschlossen, dann jedoch von seinem Großvater nach dem abgehen eines Weges reintegriert wird- und euine Binnenerzählung: die des Pestschubs im Land. Interessant gestalten sich hierbei die Verwendung von Steinen und Farben, angepasst an den Titel der Sammlung von Werken "Bunte Steine", sowie die Verwendung der Namen, durch welche die Sachlichkeit des Realismus demonstriert wird.
Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Werk sicherlich auch anders, nämlich als langweilig und uninteressant, aufgefasst werden kann, und auch nicht nur "einfach so" gelesen werden sollte. Beginnt man aber an Einzelheiten das Programm des Realismus und auch die POetologie des Autors zu sehen, und dies möglichst unter fachlicher Anweisung, so findet sich in Granit ein tolles Werk des Realismus'.
In his contemplative prose Adalbert Stifter writes a story of a man reminiscing of a day gone by in his boyhood with his grandfather. It was a day when through his own innocence and a bit of foolishness he got into trouble. The traveling sales-man who sells wagon grease paints the bottom of the boy’s feet with pitch. Being chastised by his mother, his grandfather takes him under his wing for the day. As they walk through the nearby countryside to another village and back, the grandfather tells him of the past and the pestilence epidemic and weaves into it the story of the family of the pitch-makers (Pechbrenner). In this story within a story the theme of finding oneself the outcast for various reasons is explored on multiple levels.
Selbst intensive Auseinandersetzung und Aufschlüsselung von Motiven und Elementen dieser Lektüre konnten mir den Text nicht allzu schmackhaft machen. Er liest sich allerdings recht einfach und schnell.
1.5 stars. I’m not sure if this was the translation or just my own preference, but I found Stifter’s style to be awkward, staid, and...stiff! I can’t remember the last time I was so turned off merely by an author’s introduction to his own work, both in what he had to say and the stilted syntax in which he said it. I hope this is just a bad translation, but NYRB is usually quite reliable on that count. In any case, by the time the narrative meandered around to the darker themes of death, class, and redemption, I was utterly tuned off to the point that I don’t even know if I can continue to read the remaining novellas. I may soon give Rock Crystal a shot, since it’s the most famous, but perhaps I’ll choose the Marianne Moore translation.