Carola Stern wurde als Erika Assmus 1925 auf der Insel Usedom geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie als Lehrerin in der DDR, bis sie in den fünfziger Jahren nach West-Berlin flüchtete. In den sechziger Jahren leitete sie das Politische Lektorat eines Kölner Verlages, und ab 1970 arbeitete sie im WDR. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher. Sie starb im Januar 2006 in Berlin.
Biographie Rahel Varnhagens - einer der zentralen Figuren der Berliner Salons: von den Auseinandersetzungen in der Familie, über die Intellektuellen in ihren Salons bis zur Zeitgeschichte - ein umfassendes Bild einer interessanten Frau
Carola Sterns Biografie über eine der wichtigsten Frauen der Berliner Salons Anfang des 19. Jahrhunderts ist spannend, bleibt aber leider hinter ihrer Biografie über Fritzy Massary zurück. Lesenswert ist das Buch allemal, beispielsweise wenn es um die Definition des Frauseins geht, über das Varnhagen sagte: „Ein ohnmächtiges Wesen, dem es für nichts gerechnet wird, nur so zu Hause zu sitzen, und das Himmel und Erde, Menschen und Vieh, wider sich hätte, wenn es weg wollte (und das Gedanken hat wie ein anderer Mensch), und richtig zu Hause bleiben muß, die man ihm mit raison macht; weil es wirklich nicht raison ist zu schüttlen, denn fallen die Gläser, die Spinnrocken, die Flore, die Nähzeuge weg, so haut alles ein.“ Ebenso erfährt der Leser einiges über die Lesekultur der Zeit. Zu einem großen Teil besteht das Buch leider aus Namedropping: Goethe, Heine, usw. Viel Neues hab ich dabei nicht erfahren.