Dieses Büchlein will wachrütteln, weil wir im Alltag ein höchst wichtiges Thema unsere eigene Sprache, unsere Wörter. Tag für Tag kommen Tausende Wörter über unsere Lippen, ohne dass wir ihnen auch nur die geringste Beachtung schenken. Wie der Fisch dem Wasser, in dem er schwimmt, keine Beachtung schenkt, so glauben wir von unseren Wörtern, sie seien schon immer dagewesen.
Aber, die Wörter fallen nicht vom Himmel. Und deshalb sollten wir uns gelegentlich durchaus fragen, wo sie denn überhaupt herkommen. Das ist das Thema dieses Büchleins. Es zeigt, wie einzelne Wörter entstanden sind und noch entstehen. Und es zeigt für ganz alltägliche Bereiche wie Holzverarbeitung, Textil und Bekleidung sowie die Namen unserer Zeitungen etc. wie produktiv der Wortschöpfungsapparat war und ist. Dabei sind überraschenderweise vergnügliche Geschichten entstanden – Etymologie zur Unterhaltung.
Hans-Gert Braun legt hiermit - nach „Wenn die Wörter wandern“ und „Kein Blatt vorm Mund, aber Dreck am Stecken“ - ein drittes Buch zum Thema Etymologie zur Unterhaltung vor. Dabei betreibt er diesen Zweig der Linguistik nur als Hobby, allerdings mit großem Engagement. Denn eigentlich ist er Professor der Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Entwicklungsökonomik; er war aber auch Chefvolkswirt einer Internationalen Entwicklungsbank sowie Berater der Bundesregierung, ausländischer Regierungen und internationaler Organisationen.