Life Begins at the End of Your Comfort Zone. Wie viel Risiko gehört zu einem echten Abenteuer? Was macht die Faszination von Lost Places aus? Und wie fit muss ich für eine Trekkingtour sein? Wenn jemand all diese Fragen beantworten kann, dann Fritz Meinecke. Ob Wandern durch den Harz, eine 550 Kilometer lange Alpenüberquerung zu Fuß, Urban-Exploring-Tour durch verlassene Bunker oder die Todeszone von Tschernobyl – Abenteuerlust und Freiheitssuche lassen den Outdoor-Profi immer wieder aus seiner Komfortzone ausbrechen. Hier erzählt er von seinen spannendsten Projekten, empfiehlt für jede Unternehmung das richtige Equipment und erklärt, wie man mit wenigen Hilfsmitteln ein Feuer macht und einen Übernachtungsschutz baut.
Wer nach einer Bingo-Vorlage für möglichst viele Kalendersprüche in enger Abfolge sucht, ist hier goldrichtig. Es fällt schwer, bei dieser Ballung an Weisheiten ernst zu bleiben. Wahrscheinlich hätte mir das Buch mit 18 aber gefallen.
Insgesamt wirkt das Werk etwas schlecht gealtert. Man spürt ihm stark die Entstehung zu Beginn der 2010er Jahre an. Ich würde behaupten, dass lost places wie Tschernobyl und urban exploring nicht mehr so unbekannt und neu oder "verrückt" sind wie sie es damals waren.
Es ist im Übrigen kein Survivalguide im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Autobiografie.