Als die Ehefrau des Millionärs Maximilian Kirchner im Sterben liegt, nimmt sie ihrem Mann ein Versprechen Er soll alles dafür tun, ein Heilmittel gegen den Krebs zu finden, um so das Leben ihrer gemeinsamen Tochter zu retten. Kirchner setzt alles daran, dieses Versprechen zu erfüllen und engagiert den Molekularbiologen Professor Krohn. Diesem gelingt das Mit seiner Methode ist nicht nur Krebs heilbar, sondern der Alterungsprozess des Menschen wird gestoppt. Aus der anfänglichen Idee wird eine kontroverse Behandlung, die nur einem kleinen Kreis von Super-Reichen des Planeten angeboten Das ewige Leben. Einem Hacker gelingt es, in das System des Forschungsprojektes einzudringen. Er veröffentlicht die Namen der Personen, die behandelt werden sollen. Unter ihnen befinden sich viele, die für eine globale Finanzkrise verantwortlich sind. Es beginnt eine weltweite Jagd auf die, die man "Die Ewigen" nennt. Auch Professor Krohn gerät in das Visier der Verfolger. Kann er für die Sicherheit der Testgruppe und sich selbst sorgen? Als sich die Gejagten ein bisschen Luft verschaffen können, tauchen die ersten Nebenwirkungen der Behandlung auf...
Gerling hat sich ein spannendes Thema ausgesucht: Maximilian Kirchner verliert seine Frau an den Krebs und tut sich mit einem Wissenschaftler zusammen, um eine Waffe gegen ihn zu finden. Dieser jedoch findet nicht nur ein Mittel gegen den Krebs, sondern sogar einen Weg, ewig zu leben. Aber damit fangen die Probleme erst an, den es gibt Nebenwirkungen. Dies ist die Geschichte, wie sie die Inhaltsangabe des Verlages bzw. der Rückentext verspricht. Leider wird dieses Versprechen nicht einlöst.
Der Anfang ist gut gelungen, auch wenn die Umstände um den Tod von Max' Ehefrau - vor allem im Verhältnis zum Rest der Geschichte - etwas zu kurz geraten sind. Gerling schafft es aber, schnell zum Thema zu kommen. Ich hätte mir gewünscht, dass es so bleibt und vor allem, dass der versprochene Inhalt - Nebenwirkungen! - geliefert wird. Stattdessen beschäftigt sich das Buch bis kurz vor dem Ende vor allem um Liebesgeschichten, Intrigen und - natürlich, denn wir bewegen und ja in der Welt der Reichen und Schönen - moralfreien Finanzhaie, die für den schnöden Mammon wissentlich über Leichen gehen. Klingt wie ein Roman von Sidney Sheldon? Ist es letztlich auch, wenn auch ohne einen einzigen Whodunit-Moment, so dass die Spannung letztlich auf der Strecke bleibt. Schlimmer wiegen eigentlich nur noch die Klischees, die aneinander gereiht werden und sich durch das komplette Buch ziehen. Auch das reale Personen wie Kim Dotcom (oder wie der Typ heißt) hier nur mit anderem Namen versehen werden, ansonsten aber dem öffentlichen Bild, das man von ihnen hat, entsprechen, ist wenig originell.
Was Gerling gut gelungen ist, das muss ich ihm lassen, das ist, eine Welt zu kreieren, in der die Wirtschaftskrise die Welt erfasst und unter anderem die Europäische Union ins Wanken gebracht hat. Die daraus resultierenden gesellschaftlichen und politischen Umwerfungen hat Gerling immer wieder gut in seinen Roman eingearbeitet.
Fazit: Wer die Bücher von Sidney Sheldon mag und sie in einem etwas aktuelleren Rahmen lesen möchte, liegt mit diesem Buch gar nicht so falsch. Wer einen spannenden Thriller erwartet, sollte sich doch eher ein anderes Buch greifen.
Die Ehefrau des Millionärs Maximilian Kirchner stirbt an Krebs. Damit die gemeinsame Tochter Emma nicht das gleiche Schicksal erleiden muss, will Max alles dafür tun, ein Heilmittel gegen Krebs zu finden. Er engagiert den Molekularbiologen Professor Krohn. Dem gelingt das Unfassbare, nämlich nicht nur den Krebs zu heilen, sondern auch den Alterungsprozess komplett zu stoppen. Daraus entwickelt sich eine Behandlung, die nur den Superreichen angeboten wird: Das ewige Leben. Das kann jedoch nicht geheim gehalten werden und schon bald beginnt eine Jagd auf die Ewigen. Und dann treten Nebenwirkungen durch die Behandlungen auf.
Die Beschreibung hat mich sehr neugierig auf den Thriller gemacht. Leider konnte mich das Buch einfach nicht fesseln und auch die Spannung wollte sich bei mir nicht richtig aufbauen. Bereits zu Beginn fühlte ich mich regelrecht gehetzt. Die Abläufe und Geschehnisse wurden Schlag auf Schlag erzählt und es kam mir so vor, als wenn alles dem Leser im Schnelldurchlauf bzw. Vorbeifliegen erzählt werden soll. Dadurch empfand ich die Geschichte sehr oberflächlich und ohne Tiefe. Ich konnte leider bis zum Ende nicht richtig in die Geschichte abtauchen. Auch zu den recht vielen Personen konnte ich keine wirkliche Beziehung aufbauen, sie blieben mir zu blass und oberflächlich. Es gab auch Szenen, bei denen ich die Handlungen nicht nachvollziehen konnte, wie z.B. der erfolgreiche Geschäftsmann Max, der stets rational und überlegt handelte, sich dann aber plötzlich kinderleicht und ohne große Anstrengung manipulieren und gegen einen Freund aufbringen ließ. Was gut gelungen war, war die Darstellung von Intrigen, Geldgier und Macht. Wem kann man noch trauen? Auch die Einblicke in die Molekularbiologie fand ich interessant.
Insgesamt fehlten mir der Tiefgang und die Spannung und das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Es war einfach nicht meins. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.