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Aus den Fugen: Roman

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Dieses Konzert wird ihr Leben verändern!
Ein grandioser polyphoner Roman über die bizarren Wendungen des Schicksals, über den Zufall und die unvermutete Eingebung, etwas zu ändern.
Die plötzliche Stille ist lauter als ein Paukenschlag: Mitten in einer atemberaubenden Interpretation der Hammerklaviersonate bricht der international gefeierte Starpianist Marek Olsberg abrupt sein Spiel ab. Mit den Worten "Das war's" schließt er den Klavierdeckel und verlässt den Saal.Olsbergs unvorhergesehene Tat wird allerdings nicht nur sein eigenes Leben in neue Bahnen lenken. Er ist eine von vielen Hauptfiguren in Alain Claude Sulzers neuem Roman. Da ist z. B. Olsbergs Agent, der sich mit seinem neuen Freund schon auf dem Weg zur Philharmonie in die Haare bekommt. Da ist Sophie, die erst während des Konzerts begreift, dass ihre letzte Liebe inzwischen mit ihrer Nichte Klara angebändelt hat, und die sich deswegen ein Gläschen zu viel gönnt. Da ist Esther, die ihre frisch geschiedene Freundin mit dem Olsberg-Konzert aufmuntern will und die bei der außerplanmäßig frühen Rückkehr vom Konzert bemerken muss, dass ihr Mann nicht daheim ist. Dafür aber sein Handy mit einer befremdlichen Nachricht seiner Assistentin Sabine …
Alain Claude Sulzer gelingt ein bewegender Roman, in dem sich auf engstem Raum eine Fülle menschlicher Schicksale entfaltet. Ein Buch voll unvermuteter Wendungen und existentieller Tiefe.Als habe das abgebrochene Klavierspiel eine Schwingung ausgelöst, die das Leben aller, die dabei waren, in Bewegung bringt.
"Alain Claude Sulzer ist ein ausgezeichneter Erzähler." Christine Westermann
"Einer der stilsichersten, subtilsten und gleichzeitig eigenwilligsten Prosaautoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur." Die Welt
"Sulzer rührt an den Kern des Tragischen...wie Leid wieder zu Schuld wird. Hervorragend...ein großer Erzähler." Oliver Jungen

222 pages, Kindle Edition

First published August 16, 2012

4 people are currently reading
74 people want to read

About the author

Alain Claude Sulzer

21 books26 followers
Alain's first novel was published in 1983 and he has since written four furthur novels, including Annas Maske (2001) and numerous short stories. A Perfect Waiter is his first novel to be published in English. He lives in the Alsace region of France.

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4 (2%)
Displaying 1 - 16 of 16 reviews
Profile Image for Arwen56.
1,218 reviews337 followers
August 20, 2016
È quasi sera. Alcune persone si stanno preparando per assistere a un concerto di solo pianoforte che si terrà alla Filarmonica di Berlino. Alcune si conoscono già tra loro, altre si incroceranno a breve e altre ancora non avranno mai modo di incontrarsi, ma nessuno ancora sa che questa sera sarà per tutti un momento particolare, perché qualcosa cambierà nelle loro vite.

La prima parte è davvero ben costruita e l’autore riesce a creare con efficacia un’atmosfera di attesa, di sospensione, durante la quale ci introduce uno ad uno i diversi personaggi, inquadrandoli nei rispettivi ambienti e portandone a galla i timori, i desideri e le incertezze.

Purtroppo, però, la seconda parte, che prende l’avvio dopo la cesura rappresentata dal concerto, è molto deludente e svilisce la sostanza del narrato, riconducendolo su binari del tutto banali.

Peccato, perché l’idea era buona.
Profile Image for Linda.
6 reviews
February 3, 2019
Ich habe diesen Roman gelesen und geliebt. Trotzdem kann ich die teilweise schlechten Bewertungen verstehen;

Man muss wissen, worauf man sich einlässt. Man muss wissen, dass dieser Roman verschiedenste Leute porträtiert, ohne dabei eine wirkliche Spannung aufbauen zu wollen. Und dabei zeigt dieses Buch realistisch, dass von einem Ereignis so viel abhängig sein kann. Von einer klitzekleinen Entscheidung.

Dieses Buch spielt mit Klischees. Irgendwie glaubt man, haben alle das Gleiche Schicksal, aber wer sich mit dem Buch auseinandersetzt versteht, dass das gewollt ist. Wie der Titel "Aus den Fugen" schon verrät, geht es in weitestem Sinne um eine Fuge. Und wer sich mit Kompositionstheorie einmal auseinandergesetzt hat, weiß, dass in einer Fuge ein Thema durch alle Stimmen geht und dabei ein bisschen abgewandelt wird. Das ist auf das Schicksal dieser Leute zu übertragen.

Das Ende der einzelnen Portraits ist offen und gibt dem Leser Spielraum weiter zu denken, an Stellen, an denen der Leser vielleicht hofft, noch mehr zu erfahren. Auch das ist gekonnt in den Roman eingebaut.

Alles in allem ein überaus gelungenes Buch, das ich wärmstens weiterempfehlen kann.
Profile Image for Dan Richter.
Author 13 books48 followers
June 3, 2016
Alain Claude Sulzer – Aus den Fugen

Was wurde nicht alles an diesem Buch bemäkelt! Es widerspiegele nur die Welt der Reichen und Schönen, es sei zu handlungsarm im ersten Teil, es sei zu sehr oder zu wenig berlinbezogen. All diese Kritteleien gehen am Ziel vorbei. Als ob die Welt der Reichen kein beschreibenswertes Thema der Literatur sei. Als ob Handlungsarmut nicht auch spannend gestaltet sein könnte. Bei Sulzer ist sie es teilweise auch.
Was aber keiner der Kritiker (FAZ und ZEIT haben das Buch hochgelobt) zu bemerken scheint: Es ist wahnsinnig schlecht geschrieben. Zentralfigur des Romans ist ein weltberühmter Pianist, die Frage nach Schönheit – von Menschen, Schmuck, Kunst, Mode – zieht sich durch das gesamte Buch, da darf man doch schon ein wenig Grazie im Stil erwarten. Eigentlich bin ich gar nicht mal so anspruchsvoll, ich kann auch mit literarischer Hausmannskost leben. Aber bei Sulzer komme ich mir vor wie in einem auf nobel gemachten Restaurant, in dem die Hirschkeule in der Fritteuse gegart wird.
Dabei ist der Aufbau gar nicht mal so übel gestaltet. An einem Abend in Berlin kreist ein knappes Dutzend Charaktere um das Konzert eines Starpianisten. Die Schicksale dieser Menschen berühren sich teilweise oder werden durch das Malheur in der Mitte des Buchs durchgerüttelt. Obwohl es erst in der Mitte des Romans stattfindet, wird das Ereignis, das ich hier verschwiemelt „Malheur“ nenne, ärgerlicherweise in jeder Rezension und sogar auf dem Klappentext des Buchs verraten. Also brauche ich mich auch nicht zu zieren: Der Pianist bricht mitten im Stück das Konzert ab und verschwindet. Warum er das tut, wissen wir nicht und werden es auch nicht wirklich erfahren. Dieses Ereignis löst eine Welle von Verwicklungen aus: Diebstahl, zwei Frauen ertappen ihre untreuen Gatten, ein junges Mädchen öffnet sich ihrer Patentante. Das alles ist in hübschem Rhythmus erzählt. Aber der Rhythmus rettet nicht den furchtbaren Rest des Buchs.
So pflegen sämtliche Charaktere, andauernd über die Angemessenheit von Beschreibungswörtern zu reflektieren. Es beginnt damit, dass Nico „umwerfend aussah. (…) Umwerfend, ein anderes Wort fiel ihm nicht ein.“ Unwillkürlich fragt man sich, ob es nicht Sulzer selbst ist, dem kein anderes Wort einfällt.
- „Das musste Marina sein. Was für ein unpassender Name für ein oberklassiges Geschöpf. Oberklasse, das traf es.“
- Stuck wurde „von bayerischen oder italienischen Meistern appliziert. Appliziert war doch wohl das richtige Wort.“
Sobald Sulzer edle und teure Objekte oder schöne Menschen schildert, verheddert er sich völlig zwischen Klischees, Stereotypen und zusammengesucht wirkenden Einzel-Charakterisierungen. Derselbe Busen ist innerhalb von drei Zeilen erst alabasterfarben und dann milchweiß. Ganz abgesehen davon, wie unwahrscheinlich es ist, dass ein menschlicher Busen diese Farbe aufweist, scheint es, als ginge es ihm nur darum, das hochgestochen wirkende „alabasterfarben“ einzubauen.
Weine sind grundsätzlich „deutsche Gewächse“. Dass der in der Philharmonie servierte, ein pfeffriges Pfirsicharoma habe, muss dann auch noch wiederholt werden: Einmal sagt’s der Autor, dann die Figur. Es wirkt, als müsste der Autor drauf verweisen, dass es Weine mit diesem Aroma gibt, als fühle sich Sulzer selber nicht ganz wohl in dem von ihm beschriebenen Ambiente. Dass jemand den Geschmack eines Weines spezifizieren kann, ist für ihn einerseits ein Moment des Staunens, andererseits möchte er sich mit dem Sprecher gemein machen, kann es aber nicht. Das Resultat ist dann das, was die FAZ als Boulevard beschrieben hat. Das Teure, Wertvolle, hat keinerlei Bedeutung. Ebensowenig der gute Geschmack. Im Zentrum des Buchs steht ein Pianist und wir erfahren so gut wie nichts über die Musik. Es werden die Namen und die Werke genannt, und dabei bleibt es dann auch. Als lese man die Gala werden einem Industrielle und Politiker („der Außenminister“, „der Regierende Bürgermeister“) oder Simon Rattle vorgeführt. Man sieht die Träger des Glanzes und den kaum erreichbaren Reichtums.
Sulzer kennt sich entweder nicht aus oder ist zu faul, über das Klischee hinauszugehen. Jemand soll in ein schickes Restaurant ausgeführt werden – natürlich das Borchardt.
Wenn sich der Erzähler so wenig interessiert für das, was gerade geschieht, sondern nur den Plot im Kopf hat, dann nehme ich ihm auch Kleinigkeiten übel, wie die Annahme, dass „Joy’s Bar“ früher „Helgas Büdchen“ geheißen haben mochte. Büdchen! In Berlin!
Die eigentlich treugläubige Ehefrau kommt nach Hause, der Mann ist nicht da. Da muss sie natürlich sofort vermuten, dass er ein Verhältnis hat. Dass er mal kurz an die frische Luft gegangen sein könnt, kommt ihr (oder Sulzer) nicht in den Sinn. Und dann ruft er sie auch noch (da er sein Handy vergessen hat) vom Festnetz der Geliebten an. Da bekommt der Plot aber Löcher wie ein Schweizer Käse.
Und trotzdem kann man es, wenn man das Buch aus Langeweile, Mangel an anderer Lektüre oder aus Höflichkeit gegenüber der Schenkerin liest, aushalten. Irgendwie will man doch wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht. Gelingt der Einbruch? Trifft der junge Nico auf den alten Pianisten?
Und am Ende legt man das Buch weg wie eine Boulevard-Zeitschrift beim Zahnarzt.
Profile Image for Alessandra Gennaro.
324 reviews38 followers
September 5, 2017
Il limite temporale della vicenda è anche il limite che impedisce ad un giudizio positivo di spingersi più in là. Ci si resta male, cioè, allo scadere della mezzanotte del giorno del concerto, senza sapere come andrà a finire fra la moglie e il marito o cosa succederà al ladro o che ne sarà della segretaria devota o dell'amante abbandonato o della escort innamorata....Nello stesso tempo, se le vicende non fossero state ben raccontate, non ci sarebbe nessun desiderio di protrarle fino alla loro fine. Per cui, ci si consola con le due ore di gradevole lettura che Sulzer ci regala. E di questi tempi non è poco
Profile Image for Cecilia  Minutoli .
2 reviews
March 6, 2022
Interdetta.

Terminato un film o una lettura, accade non di rado di essere spinti dalla voglia di ricercare nelle parole di qualcun altro nuovi significati da attribuire ad un opera appena conclusa. Ho completato «Il concerto» pochi minuti fa, ma lo slancio di oggi pomeriggio verso la scoperta di chiavi di lettura alternative ha preso una rotta differente. La mia curiosità non era legata ad un consueto desiderio di confronto post-lettura; ciò che cercavo stavolta era più… una risposta di conforto. Il libro ti lascia sospesa: leggi, conosci, costruisci vite e storie di personaggi le cui stravaganti vicende si intrecciano continuamente, accavallandosi all’interno di una grande cornice comune - per me molto seducente - , ma terminate le ultime pagine, sul volto non resta che un’ espressione di disorientamento. Nella trama, un concerto viene abbandonato nel pieno dell’esecuzione, e trovo che l’interruzione brusca del pianista-personaggio, abbia un’immediata corrispondenza nell’analoga fermata del lettore.
Ciò che è inaspettato diventa il nodo principale dei racconti di ogni personaggio ma, tra il ritmo sostenuto del primo segmento narrativo e il retrocedere del flusso durante il secondo, si giunge gradualmente alle ultime battute senza “strumento”, con un silenzio che attenua le note che inizialmente avevano riempito l’affascinante incipit del romanzo e l’intrigante sala della Filarmonica di Berlino.

Nonostante ciò: una lettura gradevole nel complesso.
Profile Image for Cali.
144 reviews19 followers
January 4, 2021
C'est un roman de psychologie des personnages plutôt que de l'intrigue car elle est assez simple et on devine facilement chaque rebond de l'histoire (des histoires). Je l'ai lu en allemand, je cherchais un roman court et facile à lire car je n'ai pas fait d' allemand depuis longtemps, donc c'était exactement ce qu'il me fallait. Après il ne faut pas s'attendre au roman du siècle.
L'idée de départ est bonne, le titre en allemand fait référence à une fugue en musique (il me semble qu'il s'agit d'un morceau à plusieurs voix), belle façon de décrire ce roman, un morceau à plusieurs voix où chaque personnage fuit ses problèmes. Malheureusement le titre en français (une mesure de trop, la mesure de trop, je ne sais plus) ne traduit pas ce jeu de mot qui explique l'intérêt du livre. Dommage.
Profile Image for Alenka.
13 reviews
October 9, 2022
Das künstlerische Geschick dieser Novelle hat mich sehr beeindruckt. Wie eine Fuge von Bach werden verschiedene Stränge einzeln erzählt, übereinandergelegt und ineinander verwoben - was ich dem Titel entsprechend als Absicht vermute. Sulzer hat ein Talent für bildliche und sensorische Beschreibungen und konnte mich dadurch in seinen Bann ziehen. Leider waren die verschiedenen Geschichten etwas sehr stereotyp und Klischeehaft. Nichtsdestotrotz wunderbar verstrickt mit einem Ende wie dem von Olsberg persönlich - auch uns bleiben die letzten Takte der Hammerklaviersonate verwehrt...
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Fons.
672 reviews9 followers
April 13, 2019
Dit type book ligt mij bijzonder goed en geniet telkens weer van dergelijke verhalen.

4 sterren. Goed geschreven met treffende karakters.
9 reviews
November 3, 2013
Als der Starpianist Marek Olsberg mitten in der Hammersonate das Konzert abbricht und mit einem "Das war's dann" den Saal verlässt, wirft er dadurch unwissentlich nicht nur sein, sondern auch das Leben einiger der Konzertbesucher wort wörtlich "aus den Fugen". Um diesen Wendepunkt ist der gesamte Roman aufgebaut, in dem wir nicht nur Marek selbst sondern auch einige seiner Zuhörer begleiten.

Eine Fuge ist nach strengen Regeln aufgebautes Musikstück, mit Wiederholungen und Variationen, und ähnlich hält es dieser Roman. Wir treffen neben einer großen Zahl an verschiedenen Personen auch immer wieder auf die Variationen ihrer Konflikte. Das Thema Liebe/ Beziehung könnte man dabei als Grundthema sehen. Treue, Verrat, Betrug und Verlassenheit als Bestandteile oder Variationen von Liebe.

Obwohl die Handlung, wie eine Fuge eben, teilweise konstruiert wirkt, ziehen einen die verschiedenen Personen, die komplexen Zusammenhänge an diesem einen Tag und vorallem der unglaublich klare Schreibstiel in den Bann dieses Buches.
46 reviews
December 20, 2013
I really liked the idea of the story, but I thought the storylines of the different characters were very predictable. Every character had relationproblems with other people, so at a certain moment the story didn't surprise me anymore.
I think Alain Claude Sultzer knows his characters very well, but I also think they were a bit predictable. Marek Olsberg was less predictable, in my view. My favorite character is Astrid. I really liked her storyline, and it was also kinda sad. I also liked it that her migrane was described as 'the Wolf'.
I liked the way the story ended, just at the moment you think you get to know the characters. It's just like the concert where Olsberg suddenly stops playing.
I'm very excited to meet Alain Claude Sulzer, because I've got plenty of questions for him.
Profile Image for Iris AE.
317 reviews1 follower
October 30, 2016
Brilliant novel!
Ein schnell getaktetes Werk, wo sich die Szenen jagen und die Ueberraschungen aufeinander folgen als ob es so sein muesste... absolut herrlich und so passend wie es nur sein kann.
Ganz tolle Unterhaltung, und der Ton ist alles andere als 'ach schon wieder'.

Warum nur vier? Weil's fuer funf Sterne irgendwie dann doch zuwenig Schluss hat. Leider bleibt so vieles offen - aber was offen anfaengt kann ja nicht geschlossen aufhoeren, so ist das Leben!
Profile Image for Bruno Vasconcelos.
191 reviews1 follower
June 14, 2016
Wieder eine sehr gute Idee, die nicht so souverän umgesetzt wurde.
Keine Spannung und sehr vorhersehbar, dennoch gut geschrieben.
Für die angenehme Sprache und gute Idee ist es trotzdem 3 Sterne wert.
Displaying 1 - 16 of 16 reviews

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