Gute zwei Jahre liegt die Sturmtochter Reihe nun schon auf meinem SuB. Immer wieder habe ich mir vorgenommen die Bücher zu lesen, immer wieder kamen dann doch andere Geschichten dazwischen. Doch nun habe ich es endlich geschafft mich der Reihe anzunehmen und ich bin wirklich so froh darüber.
Da ich die gesamte Reihe hintereinander innerhalb von wenigen Tagen gelesen habe und die einzelnen Handlungen nur noch schwer auseinander halten kann, fasse ich meine Meinung zu allen drei Bände in einer Rezension zusammen.
Was passiert in dieser Reihe?
Jede Nacht schleicht Ava sich aus dem Haus, um die Monster zu jagen, die vor so vielen Jahren ihre Mutter umgebracht haben. Ihr einziges Ziel dabei ist, alle dieser Elementare zu töten. Immer an ihrer Seite ist dabei Lance, einer ihrer Mitschüler und ein genialer Kämpfer. Als Avas Vater herausfindet, was seine Tochter Nacht für Nacht macht, kommt es zum Streit zwischen ihnen und bald darauf passieren um Ava merkwürdige Dinge. Dinge die Ava immer weiter in eine Welt ziehen, von der sie bisher nichts wusste.
Konnten mich die Protagonisten überzeugen?
Es gab ja so viele verschiedene Charaktere, dass ich mich erst einmal nur auf Ava konzentriere, denn um sie hat sich im Endeffekt alles gedreht.
Dabei muss ich gestehen, dass ich zu Beginn der Trilogie so meine Probleme mit ihr hatte. Sie war mir manchmal zu aufbrausend, zu aggressiv, hat gefühlt alles besser gewusst und sich deswegen von niemanden (nicht einmal ihrem Vater) etwas sagen lassen. Das ging mir alles ziemlich gegen den Strich, sodass ich eine ganze Weile brauchte um mit ihr warmzuwerden. Erst nach und nach, als sie selbst mit ihren Kräften ins Reine kommt und ihre Herkunft langsam akzeptiert, wurde es besser. Dennoch, auch wenn es gedauert hat sie ins Herz zu schließen, kann ich ihr nicht absprechen, dass sie eine mutige, starke und kämpferische Protagonistin war. Das fand ich auf jeden Fall bewundernswert.
Die anderen Charaktere aus deren Sicht das Buch geschrieben wurde, Lance, Reid, Sloan und Juliana fand ich für sich wirklich gut. Natürlich hatte ich meine Favoriten (Lance und Reid) und mit allen trotzdem ein paar Problemchen, aber insgesamt mochte ich sie. Was wohl das Beste an ihnen war, ist das sie zusammen mit Ava die fünf Clans komplett abgebildet und dabei auch gezeigt haben, dass es zwischen den Clans auch Freundschaften und Liebe geben kann und nicht nur Krieg und Meinungsverschiedenheiten wie es die Clanchefs vorgelebt haben.
Ich glaube, allgemein war dies auch der Aspekt, der mir am besten gefallen hat, die Freundschaft zwischen ihnen allen. Natürlich waren die zarten Romanzen auch toll, aber Freundschaften sind hier eindeutig der überzeugendere Punkt.
Gab es etwas, was mir nicht gefallen hat?
Es gab eigentlich nur zwei Dinge, die ich nicht so wirklich mochte.
Zum einen waren es die vielen Namen und Perspektiven. Normalerweise finde ich es gut, wenn eine Geschichte nicht nur aus einer Perspektive erzählt wird, so bekommt man mehr Einblick und kann noch tiefer in die Story eintauchen. Aber es gibt eben auch eine Grenze. Zwei, höchstens drei Perspektiven, alles andere wird dann zu viel. Die Sturmtochter haben zum Schluss allerdings 5 verschiedene Perspektiven. Natürlich bekommt man so mehr mit was in den fünf Clans passiert. Aber ich hatte zum Schluss wirklich Probleme allem zu folgen und nicht zwischenzeitlich den Faden zu verlieren.
Hier kam dann auch mein anderes Problem ins Spiel, denn es waren so viele verdammte Namen, Namen, die im deutschen eher nicht geläufig sind, sodass es manchmal wirklich schwer war die einzelnen Namen wieder einzuordnen. Gerade zu Beginn war das ein ziemliches Problem, nach und nach wurde es etwas besser. Erschlagen hab ich mich dennoch manchmal gefühlt.
Und dann hat sich die Geschichte an einigen Stellen gezogen. Es kam Teile wo so viel Action war, das man kaum hinterherkam, an anderen passierte gefühlt gar nichts. Und auch wenn die Kämpfe manchmal etwas viel wurden, mochte ich diese Kapitel mitunter am liebsten.
Gab es etwas, was ich noch erwähnen muss?
Oh ja, nämlich das, was dieses Buch eigentlich so Besonders gemacht hat. Natürlich fand ich die ganze Idee wirklich toll, doch eigentlich haben mich die Beschreibungen von Schottland viel mehr in ihren Bann gezogen. Die Wälder, die Klippen, das wilde raue Land, einfach alles was beschrieben wurde, hat in mir ein Gefühl von Fernweh geweckt. Es passte alles so gut zusammen und fühlte sich so real an. Traumhaft. Davon hätte es für mich gerne noch mehr Szenen geben können.
Wie ist meine abschließende Meinung zur Reihe?
Nachdem ich nun alle drei Bücher gelesen habe, kann ich nur sagen, dass die Reihe mit jedem Buch besser wird. Wo ich Anfangs noch meine Probleme mit den Charakteren und der Story hatte, so hätte ich mir zum Schluss kein besseres Ende wünschen können. Dazu war die Idee wirklich einzigartig und hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Alles in allem kann ich die Reihe nur empfehlen, mir hat sie auf alle Fälle unheimlichen Spaß gemacht und irgendwie bin ich traurig, dass es schon zu Ende ist.