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Junger Mann

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"Rückwärts durch die Beine betrachtet ist die Welt immer am interessantesten." Dieses Lebensmotto beschert dem jungen Mann von Kindesbeinen an viele Probleme. Probleme in Form von Unfällen. Das Gute an Unfällen: Trostschokolade. Das Schlechte an zu viel Schokolade: Übergewicht.
Mit 13 beschließt er, den Blick doch noch nach vorne zu richten und macht eine interessante Entdeckung. Diese Blickrichtung bringt noch mehr Probleme. Probleme in Form von Sich-um-den-Verstand-verlieben, wenn einen unvorbereitet ein zauberhaftes Lächeln trifft.
Das Gute am Verlieben: Die Elsa. Das Problem am Verlieben: Ihr Ehemann. Der Lastwagenfahrer Tscho.
Der junge Mann beschließt, alle Probleme auf einmal zu lösen. Er startet eine radikale Abmagerungskur und eine Besuchsoffensive bei der zehn Jahre älteren Elsa. Mit jedem Kilo, das er abnimmt, sieht er seine Chancen bei ihr steigen. Als sie mit ihm auch noch eine Spazierfahrt in ihrem neuen Renault 5 unternimmt, heizt das seinen Kalorienverbrauch weiter an. Und der Ferienjob auf der Tankstelle hat den großen Vorteil, dass er immer genau weiß, wann Elsas Mann gerade nach Griechenland oder in ein noch ferneres Land aufgebrochen ist.
Eines Tages taucht der gefürchtete Lastwagenfahrer aber doch überraschend zwischen Diesel-Zapfsäule und Tankstellenshop auf und macht dem jungen Mann ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

238 pages, Hardcover

First published September 15, 2018

12 people are currently reading
224 people want to read

About the author

Wolf Haas

28 books207 followers
Wolf Haas is the author of nine books in the bestselling Detective Brenner mystery series, three volumes of which have been made into popular German-language films. Among other prizes, the Brenner books have been awarded the German thriller prize and the 2004 Literature Prize from the City of Vienna.

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188 (26%)
4 stars
339 (47%)
3 stars
148 (20%)
2 stars
38 (5%)
1 star
5 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 58 reviews
Profile Image for Hanna.
646 reviews85 followers
September 23, 2018
Mein erstes Wolf Haas Buch habe ich mit 15 gelesen und mich damals ein wenig in den Autor verliebt. Denn pubertäre Gefühle sind intensiv und so können gute Bücher oder gute Musik schon mal ein Hochgefühl erzeugen, das sich genauso anfühlt als stünde man der Liebe seines Lebens gegenüber.
Mittlerweile sind 20 Jahre vergangen, ich habe meine Pubertät ein Weilchen hinter mir gelassen und dennoch schafft Haas es erneut mir ein kleines Verliebtheits-High zu verpassen. (Danke dafür!)

„Junger Mann“ hat mich jedenfalls auf vielen Ebenen berührt. Mit 14 habe ich zwei Wochen in einem Abnehm-Sommercamp verbracht weil meine Eltern sich Sorgen machten, dass ich sonst zu dick würde. Ich hatte wohl so 10-15 kg zu viel auf den Hüften. Zurück blieben einerseits neue gewonnene Freunde, aber auch ein etwas belasteter Zugang zur Nahrungsaufnahme. Wie oft musste ich deshalb über die Bemühungen des jungen Protagonisten (der verdächtig viele Ähnlichkeiten mit dem Autor hat) schmunzeln und konnte mich wunderbar in ihn hinein versetzen.
Aber auch ohne diese persönliche Parallele, hätte mich der Roman mit Bestimmtheit abgeholt. Haas gelingt es mit einer Leichtigkeit die Figuren zum Leben zu erwecken, man hat nach wenigen Seiten das Gefühl sie höchstpersönlich zu kennen. Jede einzelne Figur wächst einem innerhalb kürzester Zeit schwer ans Herz.
Es fasziniert mich auch immer wie unglaublich gut der Autor mit Sprache umgehen kann. Da sitzt jeder Satz und es ist kein Wort zu viel. Seine lakonische Art zu Schreiben kommt wahnsinnig leichtfüssig daher, man merkt nicht im Geringsten wie viel stundenlanger Feinschliff da dahinter stecken muss, nie wirkt die Sprache aufgesetzt oder erzwungen. Nicht zuletzt liebe ich Haas’ Humor. Nicht viele AutorInnen bringen es zustande, dass ich laut auflachen muss, „Junger Mann“ schaffte das wiederholte Male.
Zur Handlung will ich gar nicht zu viel verraten, lest dieses Buch einfach!
Profile Image for Michael Bohli.
1,107 reviews54 followers
November 18, 2018
Der lockere Ton, der in der Schreibweise von Wolf Haas mitschwingt, positioniert das neuste Buch "Junger Mann" schier im Bereich der YA-Literatur. Das soll dem Genuss aber keinen Abbruch tun, oder auch nicht wertend aufgefasst werden, ist die Geschichte um einen leicht übergewichtigen Jugendlichen, der sich in eine ältere Frau verliebt und durch einige Komplikationen auf eine wirre Abenteuerfahrt mitgenommen wird, doch immerzu unterhaltend.

Mit dem Humor und den Eigenheiten der Österreicher werden in diesem Buch amüsante Dialoge und witzige Szenerien entworfen, die immer wieder die nötige Schwere aufweisen. So verkommt "Junger Mann" nie zu einer Plattitüde, die Belustigung geschieht nicht auf Kosten der Figuren. Viel eher geht es hier um Wertschätzung, die richtige Lebensperspektive und das gegenseitige Einstehen.
Profile Image for Ernst.
649 reviews28 followers
February 12, 2024
Unterhaltsam, sehr humorvoll, viele witzige Austriazismen, umgangssprachliche Grammatik in Dialogen (alle sind wichtiger als wie ich), eine herzige Verliebtheitsgeschichte;
kann es als gute Laune Buch empfehlen und weiterverschenken und würde auch selbst in der passenden Stimmung weitere Romane des Autors lesen;
mehr als 3 Sterne kann ich dennoch nicht geben, weil mir all das ein bisschen zu seicht ist, alle Figuren sind Frohnaturen auch wenn sie in der Nervenheilanstalt sind.
Profile Image for Kathrin Passig.
Author 51 books478 followers
February 16, 2023
Es fing etwas zweifelhaft an, wie eine altmodische Junger-Mann-erste-Liebe-Geschichte, nimmt aber dann eine unerwartete Wendung zum Interessanteren. Außerdem viele schöne österreichische Wörter drin, "sekkieren" war mir jahrzehntelang nicht begegnet (und ist eins von den Wörtern, für die ich gar keine Schreibweise im Kopf habe, jede Möglichkeit sieht irgendwie seltsam aus, so wie bei "dramhappert").
Profile Image for Annina.
407 reviews86 followers
May 31, 2019
Wunderbar unterhaltsam
Profile Image for Sonja.
44 reviews
October 9, 2018
Ich hab nach dem Lesen eine Zeit lang überlegt, ob ich hier 4 oder 5 Sterne vergeben soll. Mir ist die Geschichte ganz am Ende zu kitschig, und zwischendurch gibt's Längen.
Aber. Jedesmal wenn ich an die Geschichte denke, an die Erfahrungen der Kindheit und Pubertät, die sehr fein beschrieben sind, freue ich mich dass ich das Buch gelesen habe. Und das passiert mir sonst nicht oft.
Es ist eine leichte Coming of Age Geschichte mit sehr viel Liebe zu den Personen und ihren Eigenheiten.
Und mit sehr viel nettem Humor der nie bösartig wird.
Ausserdem wieder sehr gut insgesamt geschrieben.
Hab es als Ebook gelesen und werde mir aber die Buchausgabe besorgen, "Junger Mann" ist was dauerhaftes fürs Regal.
Von mir gibt es deshalb eine Empfehlung.
Profile Image for Kerstin.
45 reviews
January 19, 2019
"Dieses Lächeln sympathisierte in einer Weise mit mir, dass ich nicht anders konnte, als mit diesem Lächeln zu sympathisieren. Aber Sympathisieren wäre vielleicht noch in Ordnung gewesen. Mein Leben wäre normal weitergegangen, wenn ich nur sympathisiert hätte. Wenn ich mich nicht augenblicklich um den Verstand verliebt hätte."
Ich liebe den Schreibstil und Humor von Wolf Haas und hab' den jungen Mann an einem verregneten Sonntag förmlich inhaliert. In "Junger Mann" erzählt Wolf Haas vom Erwachsenwerden im Salzburger Land der 1970er Jahre, von einer ungewöhnlichen Dreiecksbeziehung, einem skurrilen Roadtrip durch Südosteuropa und von kompliziert konstruierten Fresspaketen ;). Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und der 13-jährige Titelheld, dessen Name - glaube ich - nie genannt wird, ist äußerst sympathisch. Haas fängt den jugendlichen Gemütszustand so gut ein, dass man sich beim Lesen unweigerlich an die eigene Jugendzeit (oh Gott wie alt das klingt!) zurückerinnert. Aber in erster Linie habe ich mich mich einfach richtig gut unterhalten gefühlt.
1 review2 followers
March 20, 2024
Cover ist blöd. Aber sehr humorvoll und eigen geschrieben. Mochte ich.
Profile Image for reherrma.
2,141 reviews37 followers
March 29, 2020
Im neuen Roman des Autors der "Brenner-Krimireihe" geht es um eine Coming of Age Geschichte aus der österreichischen Provinz der 70er Jahre, kurz nach der Ölkrise. Der 13-jährige Ich-Erzähler jobbt in den Ferien an einer Tankstelle und muss eine bittere Lektion in der Sprache der Liebe lernen, insbesondere als eine junge Frau im wunderschönen Dialekt des Nachbardorfs ihren Mann den Satz nachruft: " Gib dem Fräulein ein Trinkgeld!". Denn der junge Mann, der noch gar keiner ist, hat ein Problem: Er hat Übergewicht, das er unter seinem roten Shell-Overall zu verbergen versucht, weswegen er, Gipfel pubertärer Peinlichkeit, mit seinen beatleslangen blonden Haaren manchmal für eine junge Frau gehalten wird. Leider auch von der zauberhaften Elsa aus dem übernächsten Nachbardorf. Elsa ist deutlich älter und bereits vergeben, und zwar an den lässigsten, attraktivsten und auch gefährlichsten Mann im Ort, den Tscho.
Der Tscho ist sein Rivale und der beste Skifahrer vor Ort und ein cooler Fernfahrer, also eine ganz andere Gewichtsklasse als der pummelige und schüchterne Internatsschüler.
Da Fernfahrer häufig unterwegs sind nimmt dieser Sommer gleich zwei unwahrscheinliche Wendungen: Der Junge folgt einem radikalen Diätplan – jede Woche ein Kilo –, und zwischen ihm und Elsa entwickelt sich eine zarte – ja, was: Beziehung? Freundschaft? Liebe? Was genau, hängt eben von der Sprache ab.
"Do you love me?", fragt Elsa einmal den wie vom Schlag getroffenen Jungen, der ihr Englisch beibringt, weil sie doch auf die Schwesternschule gehen will. "Was?" – "Do you love me out?" – "Was meinst du"‘ – "Ob du mich auslachst!"– "Laugh", korrigierte ich sie halb erleichtert und übte mit ihr den feinen Unterschied zwischen ‚lachen‘ und ‚lieben‘."
Dieses "halb erleichtert" umfasst den Schmerz des verliebten Mannes und die Angst des verschüchterten Jungen gleichermaßen, denn der Tscho kommt irgendwann auch von der längsten Auslandstour zurück. Umso beunruhigender dann die Einladung des bedrohlichen Rivalen, ihn bei der nächsten Fahrt quer durch Jugoslawien bis nach Thessaloniki zu begleiten, als Dolmetscher am Zoll...

"Junger Mann" ist auf den ersten Blick eine konventionelle "Coming of Age"-Geschichte und ein "Road-Novel", doch die Beiläufigkeit, mit der die größten Fragen des Lebens verhandelt werden, sind m.E. doch unkonventionell, um nicht zu sagen herausragend.
Ein sensationelles, kleines Buch, das erstens gut zu unterhalten weiß, manche Passagen einem laut lachen lassen und einen noch lange nachdenken läßt. Es zeigt auch, was Jugend-Provinz-Geschichten alles können, Ein Zitat aus dem, hervorragenden, Prolog zeigt die Klugheit dieses Büchleins "Rückwärts durch die Knie betrachtet, war die Welt immer am interessantesten."...
Profile Image for Niamh O'Connor.
39 reviews2 followers
January 13, 2019
n Junger Mann erinnert sich ein wie Wolf Haas 1960 geborener Ich-Erzähler, der auch sonst so manches mit dem Autor gemeinsam hat, an den Sommer 1974. Der junge Mann verliebt sich bis über beide Ohren in die fast 10 Jahre ältere Elsa und beschließt, sein Übergewicht zu bekämpfen, um für seine Angebetete attraktiv genug zu werden und sie ihrem Ehemann auszuspannen. Er beginnt mit einer Diät, und es gelingt ihm tatsächlich, sich mit Elsa anzufreunden.

Meine Meinung: Jetzt hat er es schon wieder gemacht! Wolf Haas hat mich mit seinem neuesten Roman schon wieder nicht nur begeistert (das erwartet man von einem Lieblingsautor), sondern auch überrascht (deshalb bleibt er ein Lieblingsautor). Wieder begeistert hat mich, wie er in der ganz normalen Sprache ganz normaler Menschen kleine Kunstwerke formt, die er dann in rascher Abfolge als Pointen auf seine Leser*innen loslässt. Das liest sich dann so:

‚Mein Gesicht war so heiß, dass mir der Kaffee leidtat, als er sich an meinen Lippen verbrannte.‘ (S.43)

Wieder begeistert hat mich sein genauer Blick auf die scheinbar einfachen Tätigkeiten des täglichen Lebens:

‚Die Meisterschaft eines Tankwarts zeigte sich erst beim Wasserabziehen. Blieb ein Streifen zurück, war man blamiert für die Ewigkeit. Tröpfelte das abgestreifte Wasser über die Fensterkante auf den Lack hinaus, konnte man sich überhaupt heimgeigen lassen.‚ (S. 9)

Und auch nicht zum ersten Mal nostalgische Begeisterung empfinde ich, wenn er Triviales des Alltagslebens aus der Vergessenheit auf die literarische Bühne hebt, wie das ‚Abnehmen mit Wir‘-Programm einer TV-Magazinsendung der 70er-Jahre oder die staatlich verordneten autofreien Tage während der Ölkrise.

Überrascht hat mich Wolf Haas schon oft. Überraschung Nr. 1 war der erste Brenner-Krimi (so ganz anders als alles andere und einfach genial), Überraschung Nr. 2 das Interview in Das Wetter vor 15 Jahren (Zitat vom Klappentext: ‚Haas hat gewagt, was keiner vor ihm wagte. Und er hat gewonnen.‚), Verteidigung der Missionarsstellung brachte mit jedem Umblättern eine neue Überraschung. Und jetzt Junger Mann: Kein skurriler Mord mit noch skurrilerer Aufklärung, kein literarisches Experiment, statt dessen die Geschichte des (fast) ganz normalen Erwachsenwerdens eines (fast) ganz normalen Jungen, erzählt in (fast) ganz normaler Alltagssprache. Und bei genauerer Betrachtung dann doch (fast) ein Märchen. Lesen!
Profile Image for Franziska Nyffenegger.
215 reviews50 followers
November 23, 2020
Dank einem freien Tag und der flotten Schreibe von Wolf Haas in einem Zug und gerne gelesen. - Ich finde die Geschichte solide erzählt, sehr solide sogar, unterhaltend und stellenweise berührend, mehr als ich das von solide erzählter Unterhaltung erwarte. Klar, es ist eine Männergeschichte, eine typische, aber keine, die den Frauen Unrecht tut. - Warum also nur vier und nicht fünf Sterne? Weil mir Haas formal zu geläufig bleibt, ein bisschen zu gefällig auch, zu wenig überraschend. In „Das Wetter vor 15 Jahren“ und „Verteidigung der Missionarstellung“ fand ich ihn mutiger und habe diesbezüglich vom jungen Mann mehr erwartet.
Profile Image for Urs.
136 reviews1 follower
January 13, 2023
Etwas vom besten, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Herzerwärmend, zum schmunzeln. Ich habe mich als jungen Mann wieder erkannt. Muss gleich ein weiteres Haas-Buch kaufen.
Profile Image for Oliver Laumann.
Author 2 books7 followers
February 20, 2024
Nach etwa dem ersten Viertel dachte ich, das werden nicht mehr als drei Sterne, unter anderem weil Wolf Haas für meinen Geschmack viel zu viele Adjektive benutzt und Ankündigungen der Art "da ahnte er noch nicht, dass in den nächsten Tagen äußerst schlimmt Dinge passieren würden" anstatt einfach zu schreiben was passiert, aber dann musste ich am Ende fast heulen, und wann, wenn nicht dann, sollte man fünf Sterne geben?
Profile Image for Leöneli.
69 reviews
April 22, 2025
junger mann, ich ha z frieh es urteil über di gfällt. sehr unterhaltsam und mängmol leider sehr relatable
Profile Image for Susanne.
17 reviews
August 31, 2025
Ein übermütig erzählter Roadtrip, der immer wieder für Überraschungen gut ist. Aber wer setzt so was auf die Lektüreempfehlungsliste bayerischer Gymnasien???
Profile Image for Jasmin Besic.
15 reviews
June 17, 2023
U ljeto 1973. neimenovani 13-godišnjak u provincijskoj Austriji ludo se zaljubljuje u seosku ljepoticu Elsu i odlazi na put u Grčku (kroz bivšu Jugoslaviju) s vozačem kamiona Tschoom, Elsinim mužem. "Junger Mann" ("Mladić") jeste roman (za mlade?) s iznenađujuće sentimentalnim završetkom, po Haasovim standardima. Glavni junak radi na benzinskoj stanici za vrijeme raspusta i zovu ga "debeljuca"; na kraju je lakši 15 kg i teži za nove spoznaje.
Nije bilo očekivano da Haas ponovno napiše društveno kritički, politički prosvijećeni roman iz 70-ih, i to roman prepun stilskih ukrasa. Tipizacija fiktivnog junaka kao imaginarnog pretilog čovjeka koji želi na dijetu (koja se provlači kroz knjigu) dobiva savršen smisao: Haas svog protagonista natrpava znanjem, izrekama, uvidima i šalama koje se čine neobično stranim za trinaestogodišnjaka. Kao čitatelj susrećemo se s adolescentom s tijesnom majčinskom vezom i teškim odnosom s ocem, koji svladava škakljive situacije s gotovo neiscrpnim izvorom lakrdije i neobuzdanog humora.

Knjigu sam pročitao za pola dana, s pogledom na more, i dajem joj ocjenu 3,5/5, što je od mene velikodušno za ovakav žanr ;).
Profile Image for Jazzemaine.
75 reviews1 follower
April 20, 2025
"Badezimmerwaagenkamasutra" isch mis neue Lieblingswort (aber fühli (leider))
Profile Image for Majo Colerus.
10 reviews
May 15, 2025
bechdel test nicht bestanden, leicht zu lesen, guter humor und die witze werden immer wieder aufgegriffen
Profile Image for Mr. P.
302 reviews
August 3, 2021
Ein unglaublich kurzweiliger und unterhaltsamer Roman, den ich gerne ein weiteres Mal aufnehmen werde.

Der junge Protagonist wird so sympathisch und glaubhaft lebendig gezeichnet - da kann man als Leser gar nicht anders als mit ihm zu fiebern und Anteil an seiner (Lebens)-Reise zu nehmen.
Profile Image for Lesehamster.
8 reviews
January 12, 2019
Von der ersten Seite an begleitet einen der Haas-typische, großartige Tonfall. Allein dafür lohnt es, das Buch zu lesen. Ich habe ein paar Mal laut gelacht und war an anderen Stellen gerührt. Am Erzähler, dem verliebten jungen Mann, ist der Leser ganz dicht dran. Für fünf Sterne blieb mir die Story allerdings zu flach.
Profile Image for Stephanie Schüller.
1 review
December 29, 2018
"Ein neuer Haas!", dachte ich mir und hab mich dabei nicht zu früh gefreut. Ich liebe zwar die Brenner-Krimis, aber mit "Junger Mann" hat Haas wie schon mit "Das Wetter vor 15 Jahren" einen Lesenerv bei mir getroffen. So toll unaufgeregt vom einfachen Leben erzählen können nur wenige. Tolle Charaktere, Tiefgang und witzige Dialoge erwarten einen in diesem Buch. Eine Empfehlung!
65 reviews7 followers
November 1, 2018
Najaaaa... Also gefallen hat es mir nicht besonders.

Der Roman lässt sich ja eher in die Schiene ,,Young adult" einordnen und im allgemeinen interessiert mich das Genre nicht sonderlich, wenn aber der Schreibstil des Autors und die Geschichte spannend ist, wird meine Interesse natürlich automatisch geweckt.

Bei diesem Roman war dies jedoch nicht der Fall. Ich fand die Geschichte irgendwie ziemlich ,,komisch" und total unrealistisch.
Der Schreibstil war zwar flüssig lesen, aber in gewisser weise auch gefühlslos, dementsprechend haben mich die einzelnen Figuren auch nicht mitgenommen bzw. berührt.

Der Protagonist hat mich persönlich ziemlich genervt und die Geschichte an sich war einfach langweilig.

Es ging die ganze Zeit darum, dass sich ein übergewichtiger Jungendlicher plötzlich Hals über Kopf in eine ältere Frau verliebt, die zudem auch noch verheiratet ist.
Und im laufe der Geschichte nimmt er immer mehr ab und die Situation wird so extrem, dass er bei jedem Essen oder Getränk, was er vor sich sieht, anfängt die Kalorien zu zählen und es am ,,schlausten" findet, einfach gar nicht zu essen, demnach er auch an seine körperlichen Grenzen stößt.
Was der Autor sich dabei gedacht hat - keine Ahnung..

Die Story hat mich ein wenig an ,,Tschick" erinnert.

Im allgemeinen: Unrealistisch, langweilig und ,,gefährlich" (in gewisser weise).
Profile Image for Stefan.
60 reviews1 follower
January 10, 2019
Nette, kleine und sehr österreichische 😉 Geschichte. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Profile Image for Daniela.
468 reviews39 followers
January 6, 2019
Junger Mann, Gymnasiast, arbeitet schon den zweiten Sommer an einer Tankstelle. Verliebt sich dort unsterblich in die fesche Elsa, die leider wenig später ihren Freund, den Fernfahrer Tscho, heiratet. Kämpft mit einer Radikaldiät gegen sein (schon auf dem Cover ersichtliches) Übergewicht. Hat einen alkohol- und spielsüchtigen Vater, der sich in eine psychiatrische Klinik hat einweisen lassen, wo er sich recht wohl fühlt und bei Besuchen mit Kuchen eingedeckt wird. Beginnt mit dem Radfahren um weiter abzunehmen und hat prompt einen Patschen vor Elsas Haus, was in weiterer Folge dazu führt, dass er ihr Englischlehrer wird und sie des öfteren zu Hause besucht. Rechnet sich in seiner Verliebtheit Chancen bei Elsa aus, wenn er nur abnehmen würde! Die sieht in ihm jedoch nur einen lieben, höflichen, gescheiten Buben und als Tscho einen Übersetzer für die griechischen Zollbehörden braucht, schlägt sie ihn vor. Leider (oder glücklicherweise?) ist der Tscho gar nicht eifersüchtig, weil der junge Mann so viel Zeit allein mit seiner Frau verbracht hat. Road-Trip im Lkw durch das ehemalige Jugoslawien bis Thessaloniki. Das erste Mal am Meer. Dann die Erkenntnis, dass der Tscho ihn aus einem ganz bestimmten Grund mitgenommen hat nach Thessaloniki - und der hat gar nichts mit dem Zoll zu tun....

Am Ende etwas pathetisch geraten, ist dieser Retro-Roman, der das Lebensgefühl von Wickie, Slime und Paiper trefflich einfängt, sehr unterhaltsam und flott zu lesen. Hat mich des öfteren zum Schmunzeln gebracht. Sympathischer junger Protagonist, etwas naiv und unerfahren, aber frisch im Ton. Ein Buch, das gute Laune macht.
Profile Image for Orca_de_wils.
133 reviews3 followers
March 9, 2022
Coming-of-age auf österreichisch könnte man sagen. Der namenlose ich-Erzähler, dessen Vater aber Herr Haas heißt, lädt dazu ein auch noch ein "semi-autobiografisch" an die Beschreibung dranzuhängen, aber das ist völlig spekulativ und wahrscheinlich genau dazu gedacht um ein "ja schau an, da kommt er also her, der Haas" auszulösen ohne wirklich viel mehr als Oberflächliches mit der Realität gemein zu haben. Wolf Haas würde ich das mit Sicherheit zutrauen und auch nicht übel nehmen. Real sind seine Personen so oder so. Allen voran eben der Erzähler: kurz vor seinem 14. Geburtstag, schwergewichtig und schwer verliebt in die ca. 20-jährige Elsa, Frau des Lastwagenfahrers Tscho, dem er zu allem Überfluss auch noch immer wieder an der Tankstelle begegnen muss an der er jobt. Wobei "jobt" sagt man wahrscheinlich noch gar nicht, denn es ist das Jahr 1973. Auf jeden Fall das Jahr in dem es ihm zu viel wird der dicke Junge zu sein und er ein rigoroses Abnehmprogramm beginnt; in dem er der Elsa tatsächlich ein wenig nah sein darf um ihr beim Englisch-Nachlernen zu helfen; und in dem er überraschend auf einen Road-trip nach Griechenland genötigt wird, ausgerechnet mit dem Tscho.
Das ist es dann auch schon mehr oder weniger, aber bei Haas liegt das mehr ja immer im weniger. Er zeichnet hier ein warmes aber bei weitem nicht sorgenloses Bild (s)einer Jugend, ein Rückblick mit Zuneigung aber ohne verfehlter Nostalgie. Seine Sprache ist wie immer salopp aber treffend und seine Charaktere weitaus tiefer als man zunächst glauben mag.
Fazit: Ich weiß echt überhaupt nicht warum, aber ich möchte sagen, daß dies ein Roman in Cordhosen-Braun ist und das meine ich als Kompliment! 😆
This entire review has been hidden because of spoilers.
738 reviews3 followers
December 13, 2020
Ich sag ja immer: "Don't judge a book by its cover!" aber hier muss ich echt sagen, dass mir das Coverbild supergut gefällt. Diese 70er Jahre Personenwaage mit dem orangen Teppichbezug ist doch wohl der Hammer! Aber dieses Bild hat zwar viel mit der Oberfläche des jungen Mannes zu tun, aber eigentlich geht um so viel mehr und so viel anderes.
Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, weil es eine Zeit lang in fast jeder Büchersendung im Radio und Fernsehen auftauchte. Was dort erzählt wurde, hat mich neugierig gemacht. Es hat dann noch eine Weile gedauert, weil mein Vorrat an ungelesenen Büchern recht groß ist und andere Bücher dringender waren. Aber jetzt habe ich es endlich gelesen und ich bin total begeistert!
Beim Lesen dachte ich sehr lange, die Geschichte würde die im Klappentext angedeutete Richtung beibehalten, aber nein! Sie steuert auf ein Ende zu, mit dem man überhaupt nicht rechnet und das aber genau so und nicht anders sein muss. Mehr will ich gar nicht verraten. Für mich ist "Junger Mann" die Überraschung des Jahres. Es hat mich sehr berührt.
417 reviews5 followers
August 4, 2020
Kurzer Auszug a.d. längeren Rezension m. Links u. Hintergründen i. m. Blog:

Wird das fette Riesenbaby, 13 J., 93 – 78 kg, von der obwohl verheirateten sehr schönen Elsa entjungfert? Wer den Klappentext liest, muss das erwarten, und stürzt sich lüstern in den Roman von Wolf Haas. Und Elsa ist ja auch zu oft allein und nicht gerade un-proaktiv in Richtung Riesenbaby. Das seinerseits liegt der Elsa platonisch zu Füßen.
Klimaxkrise:
Doch Brenner-Erfinder Haas kredenzt kalt lächelnd einen Interruptus nach dem andern. Vor allem eine Balkanfahrt mit dem ruppigen Elsagatten Tscho. Der will auch noch in einen Jugopuff – auweia.
Der Roman hat viel für sich: ein österreichisches Kleinbürgermilieu mit Tankstellen- und Fernfahrerjobs, peppige Dialoge mit unaufdringlichen Wortspielen auch in Englisch, kernige Einzeiler direkt vom Ich-Erzähler, gewitzte Konstruktion und, ja, die Spannung vorm womöglichen Höhepunkt.
Displaying 1 - 30 of 58 reviews

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