Andy wird in der Schule mit Stoff erwischt, der ihm nicht gehört. Das Papiertütchen hat ihm sein Freund Michi, der mit Hasch dealt, zugesteckt. Andy verrät Michi nicht und wird daher selbst als Dealer der Schule verwiesen. Von nun an gerät sein Leben immer mehr aus den Fugen: Die Freunde gehen auf Distanz, die Eltern machen Druck – nur die ältere Fixerin Natalie scheint Andy zu verstehen. Er verliebt sich in sie und findet sich unversehens in einem Strudel der Abhängigkeiten wieder, aus dem er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann …
Auf jeden Fall ist dieses Buch interessant. Das ist nicht nur eine Geschichte für Drogenabhängigkeit ,sondern auch für die Liebe zwischen Geschwistern. Ich, persönlich, habe keine Geschwister , aber weiß ,dass diese Liebe die stärkste ist. Ich bin glücklich , dass Andy nicht gestorben ist (das wäre logisch ) Es freut mich , dass er den richtigen Weg gefunden hat. Man weiß nicht , wie die Geschichte endet , aber ich bin ein Optimist und würde sagen , dass alles in seinem Leben in Ordnung wird! :)
Dein Bruder ist dein Verbündeter und guter Freund.
Doch plötzlich verändert er sich.
Er ist abweisend.
Er beklaut dich.
Er ist drogenabhängig.
Und du?
Sollst du ihn decken?
Oder solltest du dein Schweigen brechen?
Zum Inhalt:
Andy wird in der Schule mit Stoff erwischt, der ihm nicht gehört. Das Papiertütchen hat ihm sein Freund Michi, der mit Hasch dealt, zugesteckt. Andy verrät Michi nicht und wird daher selbst als Dealer der Schule verwiesen. Von nun an gerät sein Leben immer mehr aus den Fugen: Die Freunde gehen auf Distanz, die Eltern machen Druck – nur die ältere Fixerin Natalie scheint Andy zu verstehen. Er verliebt sich in sie und findet sich unversehens in einem Strudel der Abhängigkeiten wieder, aus dem er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann …
Cover:
Das Cover des Buches zeigt eine giftgrüne Spritze auf blauem Grund. Damit wird eigentlich sehr schnell deutlich, um was für ein Buch es sich hier handelt, ohne, dass man in den Inhalt geschaut haben muss. Das finde ich sehr passend und durchaus auch als Blickfang für jene, die eventuell für solch eine Thematik bereits sensibilisiert sind.
Eigener Eindruck: Andy will cool sein, Andy ist verliebt. Wegen seiner Freundin gerät er an Drogen, zuerst Cannabis, dann härtere Sachen und schlussendlich gerät er auch an die falschen Freunde. Als er in der Schule mit Drogen erwischt wird und von der Schule fliegt, scheint es noch so, dass Andy die Kurve bekommt, einfach auch, weil seine Beziehung zerbricht. Doch damit beginnt das Drama erst richtig. Andy lernt Natalie kennen und zieht zu ihr in die WG. Hier kommt er nicht nur mit mehr Drogen in Kontakt, hier verändert er sich zusehends und schreck nicht einmal mehr davor zurück seine eigene Familie zu bestehlen…
Wir erleben die Geschichte von Andy hauptsächlich aus der Sicht seiner Schwester, welche immer zu Andy aufgeblickt hat. Sie ist es auch, die seine ersten Drogenversuche deckt und immer wieder zu den Vorkommnissen schweigt, weil sie ihren großen Bruder nicht verlieren will. Schnell merkt aber auch sie, dass Andys Umfeld nicht der beste Umgang ist. Andy kommt in diesem Buch weniger zu Wort. Dies geschieht hauptsächlich durch Passagen, in denen man eine Art Einblick, ähnlich wie in einem Tagebuch bekommt. An sich fand ich diese Art der Erzählung nicht schlecht, aber die Inhaltsangabe wirkte erst so, als würde man alles aus Sicht von Andy erleben, das war dann doch etwas irritierend. Die Charaktergestaltung hat mir in diesem Buch recht gut gefallen, man konnte sich gut in die Schwester hineinversetzen, ihre Zweifel regelrecht fühlen. Andy jedoch war mir immer wieder recht komisch vorgekommen, schwach. Aber das passt recht gut zu dem, was schlussendlich mit ihm passiert. Obwohl hier ein sehr brisantes Thema behandelt wird, muss ich ehrlich gestehen, dass der Spannungsfunke bei mir nicht übergesprungen ist. Das Buch plätschert eher so langhin und vor allem durch die Passagen von Andy wird man immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Dadurch kommen Emotionen auch recht knapp, auch wenn man den Charakteren nachfühlen kann. Schön wäre auch gewesen, wenn man im Nachgang noch ein wenig mehr zu dem Verbleib der Charaktere erfahren hätte. Kriegt Andy die Kurve? Bessert sich das Verhältnis der Familie wieder? So bleibt das Ende recht offen. Es beschäftigt zwar noch im Nachgang, aber trotzdem wäre ein abgerundeter Schluss für mich persönlich schöner gewesen.
Fazit:
Ein sehr wichtiges Thema, sehr gut verpackt. Das ist durchaus der Stoff, der in der Schule aufklärend behandelt werden sollte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, auch wenn ich die Passagen von Andy gewöhnungsbedürftig fand.
Dieses Buch schenkte mir mein Exfreund während meiner aktiven Konsumphase. Zurückblickend bin ich sehr froh darüber. Ein schönes Buch und ich kann es mir gut vorstellen als eine 7. Klasse Lektüre. Als Jugendlicher kann man sich perfekt in Andy (Andreas B.) und seine kleine Schwester hineinversetzen.
Ein ehrliches Buch über Drogenmissbrauch. Andy ist ein normaler Jugendlicher, der von Nebenan sein könnte. Durch ein paar unglückliche Zufälle rutscht er in das Drogenmilieu ab. Selbst ab diesem Punkt kann man sich mit dem Charakter noch identifizieren, da es jedem passieren kann. Der Schreibstil ist simpel, was nicht heißt, dass es deshalb schlecht wäre und das Buch habe ich in einer schlaflosen Nacht ausgelesen. Mein 12-jähriges Ich hätte sich sehr gefreut, dass als Klassenlektüre zu lesen, wobei ich heute mit dem Thema wohl mehr anfangen kann und es mich tatsächlich zum Nachdenken anregt. Ich fand es schade, dass die Folgen von Drogensucht nicht noch genauer beschrieben werden, allerdings war es auch so informativ und regt zum weiterlesen im Netz an. Alles in allem wurde dieses sensible Thema sehr vorsichtig angeschnitten, aber nicht beschönigt.