Der zweite Fall der Leipziger Hauptkommissarin Klara Frost von Kindle-Bestsellerautor Elias Haller.
Er versteht sein Handwerk und tötet bis zur Vollendung.
Im Kofferraum eines gestohlenen Wagens stößt die Leipziger Polizei auf einen unheimlichen eine Glasfigur, in die ein menschlicher Schädel eingeschlossen ist. Kriminalhauptkommissarin Klara Frost übernimmt die Ermittlungen und entdeckt im Oberkiefer eine Zahl, die darauf hindeutet, dass es womöglich weitere solcher Glasgegenstände mit Skelettteilen gibt. Schnell muss Frost feststellen, dass sie einen Serienmörder jagt, dem das BKA schon einige Jahre auf der Spur ist.
Als die Ehefrau eines Glasfabrikanten verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse und die Rollen von Jägern und Gejagten verschieben sich. Bald gerät auch Frost ins Visier des Killers – und dieser gibt sich bei der Herstellung seiner Kunstwerke nicht mehr nur mit den Knochen seiner Opfer zufrieden.
Kurz vor Erscheinen des dritten Klara Frost Thrillers konnte ich Teil zwei lesen. Ich sage nur so viel, es lohnt sich! Die Kriminalhauptkommissarin muss einiges durchmachen und wenn es sogar eine moderne Pfählung geben soll, dann bin ich gefesselt und lasse das Buch bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand.
Inhalt: Die Leipziger Polizei entdeckt in einem gestohlenen Wagen eine Glasfigur, die einen menschlichen Schädel umgibt. Klara Frost beginnt zu ermitteln und entdeckt eine Nummer im Schädel. Sollte es weitere Glasgegenstände mit Knochen geben? Die Suche nach dem möglichen Serientäter beginnt. Bald schaltet sich das BKA ein, das schon seit Jahren auf den Spuren des Täters ist. Sie erfahren, dass sein nächstes Opfer die Ehefrau eines Glasfabrikanten ist, der durch das verwendete Glas in das Visier der Ermittler gerät. Die Zeit wird knapp und der Fall immer gefährlicher für Klara und ihre Kollegen.
Cover: Der Knochen umgeben von Glas passt natürlich perfekt zur Handlung des Thrillers. Dafür gefällt mir der Titel des Buches nicht ganz so gut. Ich hätte "Der Glasmacher" passender gefunden, aber wahrscheinlich wäre das nicht reißerisch genug gewesen. So passt es zum Genre und irgendwie ja auch zum Buch, erschließt sich halt nicht ganz so direkt.
Setting und Stil: Eine Leipziger Glasfabrik steht im Mittelpunkt des Romans. Elias Haller gelingt es gekonnt die Leipziger Straßen und Handlungsorte vor den Augen des Lesers zum Leben zu erwecken. Es ist toll mit Klara die realen und fiktiven Orte zu erleben. Realismus, der sich auch in den Handlungen der Charaktere wiederfindet. Über 70 Kapitel treiben die Handlung voran, wechselnde Sichtweisen lassen den Leser den Überblick bewahren und trotzdem vergisst man nie, dass es vor allem um Klara Frost geht. Ein Thriller, wie er sein muss. Mit reichlich Überraschungen, vielen Charakteren und sogar einem Rammler.
Charaktere: Klara Frost ist die extremste Form Kriminalhauptkommissarin, die ich mir vorstellen kann. Kein Wunder, dass sie lieber alleine ermittelt. Doch gerade durch ihren sehr eigenen Blick auf die Dinge gelingt es ihr, Probleme zu lösen, an denen ihre Kollegen scheitern würden. Man muss sie einfach ins Herz schließen. Damit ist auch schon gesagt, dass ihre Kollegen eher Beiwerk und Stolpersteine in der Handlung sind. Dies gilt vor allem für die Vorgesetzten. Typisches Polizistenleben also. Zusätzlich mischt sich Gabriel Rammler vom BKA in ihre Ermittlungen ein und genau wie bei Klara der Nachname einiges über ihr kaltes Vorgehen aussagte, ist er auch bei ihm Programm, zumindest ein bisschen. Eine Begegnung, die Spuren hinterlässt. Dann gibt es noch die Familie der Glasfabrikanten, deren Verwicklung in den Fall reichlich Fragen aufwirft. Hinzu kommt ein abscheulicher Musikkomponist Lenny Ketzer, der glaubt mit seinem reichen und einflussreichen Vater im Hintergrund sich so gut wie alles erlauben zu dürfen. Und nicht vergessen sollte ich den Glasmacher, der ein Herz, wenn nicht aus Stein, so zumindest aus Glas zu haben scheint: Gefühllos, gnadenlos, verrückt und gefährlich. Ein Gegner, gegen den man auch verlieren kann.
Geschichte: Das Buch fängt mit einem Knaller an, der sich erst kurz vor Ende auflöst. Dazwischen passiert vieles und die Zeit verfliegt beim Lesen wie im Flug. Die Mischung aus tollen Ermittlern, total abgedrehtem Täter, interessanten Rahmengeschichten und einer ordentlichen Portion Härte passt perfekt. Es bringt einfach Spaß, sich an Klaras Seite in die Ermittlungen zu stürzen und immer mehr über die Hintergründe zu erfahren.
Fazit: Elias Haller ist einfach ein Autor, auf dessen Stil und Geschichten ich mich immer wieder gerne einlasse. Er versteht es, mich zu überraschen und zu fesseln. Mit Klara Frost hat er eine Ermittlerin zum Leben erweckt, die mit ihrer starken und außergewöhnlichen Art und Vorgehensweise einfach lesenswert ist. Ich bin gespannt wie es mit ihr weitergehen wird. Eines kann man ihr wohl schon voraussagen, ein leichtes Leben wird es nicht sein. Ein Thriller für Fans starker Charaktere, ebenbürtiger Gegner und einer Härte in Sprache und Tat, die den Begebenheiten gerecht wird.
„Das Auffinden der Skulptur selbst verlangte nicht nach einer Mordermittlerin, der Schädel, der sich im Kopf der Glasfigur befand, dagegen schon.“ (Zitat Seite 37)
Inhalt: David Schlotter, ein erfolgreicher Glaskünstler, ist seit exakt 32 Monaten und 17 Tagen verschwunden und seit mehr als zwei Jahren sucht die Privatdetektivin Roswitha Mengel im Auftrag seines Vaters, ein ehemaliger Glasfabrikant, nach ihm. Jetzt ist auch die Ehefrau von Paul Lambert, Geschäftsführer von LoLa Glas, verschwunden. Nach einem Autounfall wird im Kofferraum des gestohlenen Wagens eine wunderbar gearbeitete Buddha Statue aus Glas entdeckt, in die ein Totenschädel eingegossen ist. Es handelt sich um ein Kunstwerk des „Glasmachers“, ein Fall, an dem Gabriel Rammler vom BKA Leipzig seit neun Jahren arbeitet. Klara Frost wird von dem Fall abgezogen, doch sie ist nicht bereit, ihre Ermittlungen aufzugeben.
Thema und Genre: Auch dieser zweite Fall der erfolgreichen Ermittlerin Klara Frost ist ein packender Thriller. Ein wichtiges Thema sind Familien, diesmal mit Schwerpunkt Väter und Söhne. Eine wichtige Rolle spielen psychologische Hintergründe, denn die Ermittler haben es mit einem extrem gefährlichen, unberechenbaren Psychopathen zu tun, der die Anonymität des Darknet nützt. Sehr eindrucksvoll sind die Beschreibungen der Leipziger Szene und der Glaskunst.
Charaktere: Klara Frost ist eine brillante Ermittlerin, eine Einzelgängerin, die am liebsten alleine arbeitet und sich auch durch Vorschriften nicht stoppen lässt, wenn sie eine Spur verfolgt. Sie hat ihre speziellen menschlichen Eigenheiten und mit dieser Kombination hatte sie sofort ihren Platz in der persönlichen Liste meiner Lieblingsermittler. Diesmal muss sie versuchen, sich irgendwie mit dem ebenso brillanten wie undurchschaubaren BKA-Ermittler Gabriel Rammler zu arrangieren.
Handlung und Sprachstil: Der Autor zeigt in einem kurzen Prolog eine Situation in der Gegenwart, um dann mit dem ersten Kapitel vier Tage zurück zu gehen und chronologisch die Ereignisse aufzurollen. Die Spannung wird dadurch in keiner Weise gemindert, im Gegenteil, die Geschichte wird so von der ersten Seite an extrem packend. Es handelt sich um Taten von phantasievoller Grausamkeit, die schockieren, obwohl der Autor auf blutige Details verzichtet.
Fazit: Auch dieser zweite Fall für Klara Frost ist ein Fall der Extreme: extrem gefährlich und extrem spannend. Kurz gesagt, ein brillantes Lesevergnügen für Thrillerfans mit einer Vorliebe für packende, gekonnt aufgebaute Geschichten und eigenwillige Ermittler.
Unheimlich spannend, mörderisch und sehr gut geschrieben
Wieder einmal habe ich das Bundle eBook und Hörbuch über Kindle Unlimited sehr gern genutzt, denn Sabina Godec hat ein gutes Gespür beim Lesen, ihre Stimme ist angenehm, und wenn die Geschwindigkeit einem zu langsam ist, kann man ja ein bisschen daran drehen ;)
Wie der Autor über so viele Romane so viele brutale Szenarien erdenken kann, grenzt fast schon an ein Wunder, vor allem, weil die Bücher an Spannung keinesfalls nachlassen, sondern im Gegenteil anscheinend immer knisternder werden, so dass mich so manche Szene bis in den Schlaf verfolgt hat.
Der BKA-Ermittler Gabriel Rammler kommt mir aus der Erik Donner-Reihe bekannt vor. Mit seinem eigenwilligen Stil und seinem kleinen Problem passt er hier hervorragend zur “Exorzistin”, wenn die Zusammenarbeit auch nicht so wirklich reibungslos klappt. Eher im Gegenteil. Klara kommt in diesem Roman in vielerlei Hinsicht an ihre Grenzen, aber sie beißt die Zähne zusammen und kämpft weiter. Dass sie am Ende schafft, was das BKA über Jahre nicht geschafft hat, ist nicht zuletzt ihrer Fähigkeit geschuldet, wie eine Maschine funktionieren zu können.
Mir hat Band 2 der Reihe sehr gut gefallen. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine Kaufempfehlung.
„Der Todesschöpfer (Ein Klara Frost Thriller 2)“ von Elias Haller ist ein Thriller, der am 31.07.2018 erschienen ist. Die Beschreibung klingt wieder einmal super, und so habe ich mich begeistert auf diese Lektüre gestürzt - und ich habe sie verschlungen. Die Thriller von Elias Haller sind ja eh immer sehr fesselnd, aber dieses Mal hat er sich selbst übertroffen. Ich wurde gleich zu Beginn eingefangen von einem flüssigen, spannenden Text, und ich konnte das Buch schwer weglegen. Gänsehaut-Garantie pur, ausgelöst durch Spannung, Dramatik und die Methoden des Killer, und dazu noch die Tatsache, dass ich lange im Dunkeln tappte und beim besten Willen nicht ergründen konnte, wer der Täter st, so liebe ich einen Thriller. Die Spannung, die mich schon am Anfang eingefangen hatte, hat sich im Laufe der Story mehr und mehr gesteigert, und einige Wendungen haben dafür gesorgt, dass es nicht durchschaubar wurde, so blieb die Spannung die ganze Zeit hoch und man hat gebannt weitergelesen. Das Ende war dann wieder der absolute Hammer, und ich muss sagen, da wäre ich anfangs so nicht drauf gekommen. Definitiv ist dieses Buch nicht für zartbesaitete Leser geeignet, aber für echte Thrillerfans ein Muss! Von mir gibt es 5 Sterne.
Ganz schön makaber, aber gut. Auflösung erwartbar, sonst einige Wendungen die nicht so vorhersehbar waren. Vielleicht erfährt man ja im nächsten Klara Frost,warum sie meint,sie wäre so gefühlskalt und unnahbar. Also anderer Ermittler fand ich wesentlich sympathischer.