Eine einsame Obstplantage im Nebel der Küste: hier lebten die Geschwister Otto und Heddy jahrelang zu zweit, abgeschottet von der Außenwelt. Als Heddy von Peter schwanger wird, zieht dieser bei ihnen ein und hilft Otto bei den Geschäften. Die Zukunft liegt vielversprechend vor ihnen – doch der Verfall greift schon um sich: Schimmel im Haus und die Gespenster von Ottos Zorn, die verwahrlosten Kinder der Saisonarbeiter. Aber kann es überhaupt ein Leben außerhalb der Farm geben? Emma Cline, der mit "The Girls" ein fulminantes Romandebüt gelang, erzählt in "Arcadia" von der trügerischen Illusion großer Erwartungen.
Emma Cline is an American writer and novelist, originally from California. She published her first novel, "The Girls", in 2016, to positive reviews. The book was shortlisted for the John Leonard Award from the National Book Critics Circle and the Center for Fiction's First Novel Prize. Her stories have been published in The New Yorker, Tin House, Granta and The Paris Review. In 2017 Cline was named one of Granta's Best Young American Novelists.
Peter lebt bei dem Bruder seiner Frau zusammen mit seiner Frau auf dem Land. Der Bruder hat eine Farm und Peter hilft dort aus, während die Freundin täglich in die Stadt zur Uni geht. Peter klaut eines Tages heimlich eine Idee seiner Freundin, die die Farm weiter voran bringen soll gegenüber der Konkurrenz und verkauft sie dem Bruder als seine eigene Idee - eine eigene Webseite mit Bestellsystem. Doch als sie auf der Suche unter den Helfern und Helferinnen der Farm nach jemanden mit programmier Fähigkeiten sind, lernt Peter ... kennen und kurze Zeit später trifft sie diese wieder bei einem Vorfall mit dem Bruder. Währenddessen hat Peter das Gefühl, dass seine schwangere Freundin sich mehr und mehr verändert.
Obwohl das Buch super kurz, und der Anfang auch nicht so spannend ist, muss ich sagen schafft es Emma Cline eine Intensität in die Charakteren und Charakterinnen zu bringen was mich schon beeindruckt. Gerade das Ende ist ziemlich fulminant und intensiv, da gefühlt in jeder Zeile (so zumindest meine Empfindung) eine versteckte Emotion mitschwingt. Ebenfalls ist es auch unglaublich abrupt, sodass man als Leser oder Leserin kurz wie vom Schlag getroffen ist, aber irgendwie auch passend, so als wäre alles in der Geschichte erzählt.
Erzähltechnisch herausragend, gerade am Ende, nur leider zu kurz und am Anfang fehlt ein wenig die Intensität (was aber okay ist), deswegen der Stern Abzug.
Für Fans von kurzer und guter Literatur eine ganz klare Empfehlung!