Und noch ein Reread. :)
Inhalt:
Um die drohende Invasion des dunklen Imperiums von Thalak zu verhindern, erhofft sich die elfische Abgesandte der Königin von Illian, Leandra de Girancourt, Hilfe des legendären, mächtigen Königreichs Askir und seines ewigen Herrschers Askannon. Als Leandra erfährt, dass Askannon vor langer Zeit abgedankt hat und das Reich in sieben Königreiche zerfallen ist, schwindet auch die Hoffnung auf einen Sieg im Kampf gegen Thalak.
Nichtsdestotrotz beschließen sie und Havald, ein Ritter, Paladin im Diensten von Soltar, dem Gott des Todes, zusammen mit ihren Freunden Sieglinde, Janos, Zokora, einer Dunkelelfe, und dem Krieger Varosch die Reise ins ferne Reich zu wagen, um die Könige der sieben Reiche um Hilfe und die einst ruhmvolle Zweite Legion von Askir wieder ins Leben zu rufen.
Doch sie müssen rasch erkennen, dass ihr Feind, der Herrscher von Thalak, bereits über ihr Vorhaben unterrichtet ist. Während ihrer Reise durch ein magisches Portal auf der im ewigen Eis gefangenen Donnerfeste ins Wüstenkönigreich Bessarein müssen die Freunde nicht nur dem Wetter, unwirtlichem Gelände und tödlichen Kreaturen trotzen, sondern auch den Agenten von Thalak entkommen.
Aber als sie in einem Gasthof Schutz vor einem Sandsturm suchen, tappen Havald, Leandra und ihre Freunde in eine Falle. Kurz darauf erwacht Havald in einem Kerker: gefesselt, allein – und blind …
Meine Meinung:
„Die Zweite Legion - Das Geheimnis von Askir 2“ ist die packende Fortsetzung zu „Das Erste Horn“. Richard Schwartz‘ Reihe glänzt mit spannender Sword & Sorcery in einer großartigen High Fantasy Welt mit Menschen und Elfen, Zwergen, Greifen, Magier und Kriegern, Göttern, dunklen Magiern und großen Reichen voller Geheimnisse, Legenden und Mythen, von denen wir Schicht um Schicht, Kapitel um Kapitel, Seite um Seite mehr erfahren. Das macht „Die Zweite Legion“ wieder zu einem unvergesslichen Leseereignis.
Eine der Stärken der Reihe sind die lebensechten Figuren: Besonders mit dem Ich-Erzähler Havald kann man sich als Leser – und auch als Leserin – gut identifizieren. Havald ist eine Figur der Gegensätze: aufgewachsen als Schweinehirt, erzogen von einem Priester im Tempel von Soltar, dem Todesgott, und Träger von dessen Bannschwert, ist Havald kein besonders gläubiger Mensch oder gar Anhänger seines Gottes. Während er im ersten Band noch sein Schicksal verfluchte, das ihn weder altern noch sterben ließ, solange er sein Bannschwert benutzte, stellt er sich im zweiten Band in den Dienst von Leandras Mission und macht sie zu seiner eigenen. Er wird wieder ein Krieger, ein Anführer und Träger des Bannschwerts gegen Nekromanten und andere dunkle Gestalten und akzeptiert sogar die Forderungen seines Gottes zum Schutz seiner Freunde. Er ist loyal, er ist weise, aber teilweise auch ein Narr und ist von seiner plötzlichen Schwäche, der Blindheit, schwer angeschlagen.
Auch die anderen Figuren sind sehr interessant und wir erfahren in „Die Zweite Legion“ endlich auch noch mehr über Zokora, die Prinzessin der Dunkelelfen und Priesterin von Solante, ihren Freund, den Krieger in Diensten Borons, dem Gott der Gerechtigkeit, sowie über den Geheimagenten Janos und seine Freundin, die Wirtstochter Sieglinde. Neu hinzukommen ist diesem Roman Poppet/Natalyia, eine Gefangene und ehemalige Assassinin in Diensten Thalaks, der redselige Armin aus dem Wüstenreich Bessarein und weitere neue Bekannte und Feinde. Und auch alte und neue Gefahren sorgen für reichlich Spannung.
Besonders gut gefällt mir, dass wir endlich mehr über das legendäre Reich Askir und über Askannon erfahren. Und rasch nimmt Havalds und Leandras Abenteuer selbst legendäre Züge an und zeigt Parallelen zu den legendären Helden der Zweiten Legion von einst und ihrem Anführer, dem Sergeanten, seiner Geliebten Serafine und ihrer Kameraden aus der Elitetruppe das Erste Horn. Ich bin schon sehr gespannt, welche großen und großartigen Abenteuer wir in der Fortsetzung zu „Die Zweite Legion“ erwarten dürfen.