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Solange wir uns haben

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Panik kann auch eine Chance sein

Jessica Hanser, 42, dachte eigentlich, sie hätte ihr Leben als alleinerziehende, berufstätige Mutter im Griff. Aber als sie plötzlich Panikattacken bekommt, kann sie nicht mal mehr arbeiten. Ihre Teenietochter Miriam hat wenig Verständnis und findet, ihre Mutter solle sich zusammenreißen. Hilfe bekommt Jessica stattdessen von unerwarteter Seite: Ihre Nachbarin Hildegard, die mit 30 Katzen in einem Haus lebt, wird Jessica zur Freundin in schweren Zeiten. Sie zeigt ihr, dass scheue Katzen und kratzbürstige Teenager sich gar nicht so unähnlich sind. Und dass eigentlich jeder ein bisschen verrückt ist. Doch als Miriam plötzlich wegläuft, ist Jessica panisch wie nie zuvor. Wird sie es schaffen, ihre Krankheit zu überwinden und ihre Tochter zurückzuholen? Ein warmherziger Roman, der zeigt, dass es sich lohnt, seine eigenen Ängste zu überwinden - so schwer das manchmal auch sein mag .

336 pages, Paperback

First published August 10, 2018

3 people want to read

About the author

Andrea Ulmer

5 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Eva Hechenberger.
1,337 reviews19 followers
August 15, 2018
s Buch habe ich zufällig gesehen, fand aber die Inhaltsangabe recht interessant und habe es so gelesen. Es ist die Geschichte von Jessica, die mit ihrer Tochter alleine ist, da der Mann nach Brasilien abgehauen ist. Sie arbeitet auch Vollzeit und eines Tages bekommt sie überraschenderweise eine Panikattacke und kann nicht mehr Autofahren. Durch diesen Vorfall muss sie in Krankenstand, denn sie kann nicht arbeiten.

Persönlich fand ich die Geschichte um Jessica recht unterhaltsam, obwohl es jetzt nicht unbedingt ein großes Ereignis gibt, war es dennoch sehr interessant zu erfahren, ob es Jessica gelingen wird, ihre Panikattacken zu minimieren oder eben nicht. Die Autorin hat auch noch den Vorfall mit der Tochter, die zu ihrem Vater eingebaut, sodass es dann doch noch mal spannend. Die Abschnitte von ihr und Hildegard fand ich amüsant, denn das Zusammenkommen der beiden war absolut realistisch und jeder der Kontakt mit Tierschützern hatte, kann das sowas von nachvollziehen. Es war aber auch sehr nett, wie die beiden sich dann zusammenraufen. Sehr schön.

Die Personen waren richtig nett beschrieben und ich fand gerade Jessica und Hildegard wirklich sympathisch. Kleiner Kritikpunkt wäre jetzt von mir, dass man die Personen aus meiner Sicht etwas zu oberflächlich gestaltet hat. Ich hätte mir doch etwas mehr Tiefe gewünscht. Die Taten von Jessica konnte ich übrigens sehr gut nachvollziehen und sie hatte mein vollstes Verständnis.

Der Schreibstil der Autorin war sehr locker und flüssig. Das Buch war sehr angenehm zu lesen und man ist auch relativ schnell damit durch. Die Handlung wird aus der Perspektive von Jessica erzählt, was ich recht interessant fand, denn so bekommt man einen guten Einblick in das Gefühlsleben von ihr.

Das Cover finde ich wunderbar, obwohl ich jetzt nicht das Gefühl habe, dass es gut zur Handlung passt. Hier erwartet man sich zuerst einen tollen, humorvollen Frauenroman.


Zur Autorin:

Andrea Ulmer wurde 1985 geboren. Sie arbeitet als Lektorin und Autorin vorwiegend im Bereich der Phantastik. Ihre Romane erscheinen unter anderem bei Knaur und Klett-Cotta. 2015 erhielt sie den Deutschen Phantastikpreis in der Kategorie “Bestes Sekundärwerk”.

Quelle: Verlag
Fazit:
4 von 5 Sterne. Nette Geschichte, die für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Kann ich weiterempfehlen.
Profile Image for Ingrid.
102 reviews
August 15, 2018
Manchmal braucht es wen, der einem die Augen öffnet

Jessica steht mitten im Leben und hat dieses auch vermeintlich im Griff. Sie hat einen erfolgreichen Job, ist alleinerziehende Mutter, nachdem sich ihr Mann zur Selbstfindung nach Brasilien abgesetzt hat. Doch plötzlich kann sie nicht mehr Auto fahren, Panikattacken bestimmen ihr Leben. Immer wieder versucht sie ihrer Psyche zu trotzen, was ihr misslingt. Von ihrer pubertierenden Tochter erfährt sie nur Unverständnis für ihre Situation. Trotz Krankenstandes ändert Jessica jedoch nichts an ihrem Leben, arbeitet von zu Hause weiter, lässt sich von ihrem Chef unter Druck setzen. Während ihrer Misere, dass sie trotz ländlicher Wohnsituation ihre Einkäufe mit dem Fahrrad erledigen muss, lernt sie ihre schrullige Nachbarin kennen, die weithin nur als „die Katzenfrau“ bekannt geworden ist. Und genauso, wie Katzen ihr Eigenleben haben, lebt eben diese Nachbarin auch ihr Leben wie sie es will. Warum das so gekommen ist, erfährt man erst im Laufe der Geschichte und hat einen durchaus ernsteren Hintergrund. Als Jessicas Tochter Miriam von zu Hause abhaut, erkennt sie, dass es so nicht weiter gehen kann. Schließlich sind es genau die Leute, die ihr helfen, von denen sie es am wenigsten erwartet hätte.

Ich habe mir anfangs einen eher schlichten und einfachen Roman erwartet, auch das Cover deutet eher in die Richtung einer Liebesgeschichte. Mir hat das Cover zwar sehr gut gefallen, gibt aber meiner Meinung nach einen falschen Hinweis, was man sich von der Geschichte erwarten darf. Jessica wurde sehr gut charakterisiert, sie verharmlost ihre Panikattacken und versucht sie zu verleugnen. Sie geht zwar zum Therapeuten, aber den nimmt sie nicht ernst und möchte ihre Krankheit nur schnell mit Tabletten behandeln. Das Buch zeigt auf, wie lange es dauert, bis man Einsicht gewinnt, dass man so nicht weiter machen kann. Dass die Lösung des Problems nicht in der Symptom- sondern in der Ursachenbekämpfung liegt. Weiters zeigt es, wie man in der heutigen Gesellschaft auf Dinge, wie beispielsweise Auto fahren, angewiesen ist. Die Geschichte hat mir gut gefallen, wobei die Wortwahl hin und wieder etwas plump ausfällt.
Profile Image for Karschtl.
2,256 reviews61 followers
February 4, 2019
Das Cover lässt einen 'blumigen' Frauenroman vermuten, aber dem ist erfreulicherweise gar nicht so. Ich würde es sogar eher in die Kategorie Drama einordnen, obwohl es alles in einem doch recht leichten Ton geschrieben ist. Ernstes Thema amüsant verpackt quasi.

Das Thema der psychischen Erkrankung hat mich nach Lesen der Kurzbeschreibung ja gleich interessiert. Ich habe bisher äußerst selten Romane gelesen, deren Hauptperson so etwas hat. Kann mich gerade nur an 3 Bücher erinnern, wo es in allen Fällen aber um Autisten / Personen mit Asperger Syndrom handelte. Und ich gebe zu, dass ich auch eher einer der Menschen bin die nicht so recht weiß, wie man einem Menschen mit einer psychischen Erkrankung - wie im Fall von Jesscia - helfen kann, oder mit ihm umgehen soll. Dank Hildegard weiß ich nun zumindest: einfach daneben sitzen und dableiben ist manchmal das Beste.
Die Autorin hat gleich in der ersten Szene recht gut verdeutlicht, wie sich diese Panikattacken für Jessica anfühlen, und mein Verständnis dafür ist durchaus gestiegen.

Aber nicht nur das Thema war hier außergewöhnlich, auch das Setting wurde ab der Hälfte des Romans durchaus 'exotisch'. Viel mehr kann ich hier gar nicht verraten, ohne nicht etwas vorweg zu nehmen. Doch trotzdem es im 2. Teil spannender und interessanter wurde, hat mir der erste Teil doch besser gefallen. Wie sich Jessica mit Kleinigkeiten ihres Alltags, die für sie jetzt plötzlich gar nicht mehr so leicht zu bewältigen sind, arrangieren muss. Wie sie sich mit ihrem Chef rumplagen muss, der wie viele andere auch so gar kein Verständnis für ihre Krankheit hat. Wie sie sich mit ihrer Nachbarin anfreundet. Diese Hildegard war ehrlich gesagt meine Lieblingsfigur des Buches, und ihre Weisheiten alle sinnvoll und hilfreich.

Dass die Autorin dann auch noch das Thema der Umweltproblematik ansprach, fand ich sehr gut, da das Thema immer wichtiger für uns alle wird wenn wir auch unseren Nachkommen noch eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen. Dafür runde ich meine 'eigentliche' Bewertung von 3,5 Sternen auch gern auf 4 Sterne auf!
274 reviews3 followers
August 29, 2018
Ein Roadtrip der besonderen Art
Stell Dir mal vor, Du kannst von heute auf morgen alltägliche Dinge einfach nicht mehr bewältigen? So ergeht es Jessica Jansen, 42 Jahre alt, alleinerziehend mit einer typischen Teenie Tochter! Jessica hat eine Panikattacke beim Autofahren und seit dieser ist nichts mehr wie es einmal war. Sie kann ihren Job nicht mehr ausführen und auch das Verhältnis zu ihrer Tochter Miriam wird immer schwieriger. Ausgerechnet ihre eigenartige Nachbarin, Hildegard, wird zu einer Freundin. Hildegard, die von allen schief angesehen wird, weil sie sich um die Katzen in der Nachbarschaft kümmert. Aber Hildegard ist es auch, die Jessica und ihrer Gehirngrippe beisteht. Die beiden freunden sich nach und nach und Jessica wird bald erkennen, dass Ruhe und Erholung der Weg zu Heilung sind. Doch Miriam macht es ihrer Mutter nicht einfach, auch wenn sie denkt, dass sie genau das Richtige tut. Miriam macht sich auf den Weg zu ihrem Vater nach Brasilien. Und was macht Jessica? Sie reist zusammen mit Hildegard nach Brasilien! Auf der Suche nach Miriam und sich selbst, lernt Jessica mit ihrer Gehirngrippe besser um zu gehen. Aber wird sie Miriam von einer Heimkehr überzeugen können?
Natürlich möchte ich es mir auch nicht nehmen lassen ein paar Worte zu diesem Roman zu schreiben. Wie es wohl immer noch in unserer Gesellschaft der Fall ist, hat hier auch jeder seine spezielle Meinung zum Thema Gehirngrippe. Nehmen wir Jessicas Chef. Er versteht überhaupt nicht, dass Jessica Ruhe braucht und penetriert sie ständig mit irgendwelchen Dingen von der Arbeit. Jessicas Situation und insbesondere das Anbahnen einer Panikattacke ist sehr deutlich und einfühlsam beschrieben. So bekommt der Leser ein gutes Bild davon, wie es denn so ist, wenn es so weit ist. Das Buch hilft dem Leser somit auf jeden Fall die Gehirngrippe besser zu verstehen und es gibt auch den einen oder anderen Tipp, wie man den Betroffenen helfen kann. Dabei ist es witzig und spritzig geschrieben. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne geben!
Profile Image for Angelika Altenhoevel.
260 reviews
September 7, 2018
Zum Inhalt:
Als Jessica plötzlich Panikattacken bekommt, kann sie nicht mal mehr arbeiten. Ihre Teenietochter Miriam hat wenig Verständnis und findet, ihre Mutter solle sich zusammenreißen. Doch Hilfe naht von unerwarteter Stelle.
Meine Meinung:
Ich muss meine Meinung über dieses Buch tatsächlich zweiteilen. Den Schreibstil fand ich sehr gut und auch sehr gut lesbar. Die Beschreibungen zu der Angststörung gefiel mir gut und halte ich auch für recht realistisch. Man kann sich einfach sehr gut hinein versetzen und das hat mir wirklich gut gefallen. Auch die Protagonisten waren mir sympathisch. Gerade auch die schrullige Hildegard. Was mir gar nicht so gut gefallen hat, war die Story an sich. Die war irgendwie reichlich hanebüchen und wenig glaubhaft. Ja, es ist ein Roman und kein Tatsachenbericht, aber mir gefallen Bücher einfach besser, wenn ich mir die Geschichte ein wenig realistisch erscheint.
Fazit:
Gut geschrieben, Story so lala.
Profile Image for Fallendreams.
314 reviews2 followers
January 1, 2019
Das Cover von dem Buch hat mich herzlich dazu eingeladen, das Buch nach der Leseprobe durchlesen zu wollen. 

Es ist sehr schön und "schlicht" gehalten. 

In dem Buch begleiten wir die Protagonistin Jessica, welche unter Anststörungen leidet. 

Der Grundsatz des Buches ist schlicht und weg einfach, dass es sich lohnt, seine Ängste zu besiegen. 

Im Laufe des Buches freundet sie sich mit der Katzenfrau ihres Dorfes an und zusammen mit Hildegard (die Katzen Frau) begibt sie sich auf die Suche nach Jessica's entrissener Tochter Miriam. Ob es beide schaffen, Jessica's Tochter zu finden? 

Für mich persönlich verdient dieses Buch 5 Sterne, da es flüssig zum Lesen ist, relativ einfach geschrieben und einfach wunderschön ist. 

Für mich eine klare Leseempfehlung. 

Ab und an sollte man seinen Ängsten auch die Stirn bieten! Es lohnt sich jedes mal!
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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