Ich kann den anderen Rezensenten nur beipflichten. Die Expertise der Autorin ist sicherlich unbestritten und die Reformation nicht nur ereignisgeschichtlich zu betrachten, sondern eben auch als Mentalitätswandel von dem verschiedene soziale Gruppen (Stichwort: Ritter) betroffen waren, ist sicher interessant. Auch das oft gescholtene Rezeptionskapitel des Buches habe ich mit Freude gelesen.
Das eigentliche Problem des Buches ist seine Fokussetzung. Diese Reihe ist für Einführungen in verschiedene Themengebiete vorgesehen. Und wenn zur Einführung in die Reformation Zwingli auf wenigen Seiten abgehandelt wird und Calvin kaum vorkommt, stellt sich die Frage, ob hier klar kommuniziert wurde, wofür dieses Buch gedacht gewesen sei.
Schliesslich müsste man auch theologische Konflikte eingehender erklären, um zu verstehen, warum das Ereignis der Reformation so einschneidend war.
Als Einführungswerk eignet sich dieses Buch nicht.