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Die Karte des Teufels

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Unverhofft tauchen Tod und Teufel in Talamérs einsamer Berghütte auf und ehe er sich versieht, wird er gezwungenermaßen zur Figur in ihrem perfiden Spiel. Der Einsatz ist sein Leben. Um sich zu beweisen, soll Talamér den mürrischen Sohn eines Adligen beschützen, der Opfer in einem andauernden Nachbarschaftskrieg zu werden droht.
Doch der Teufel wäre nicht der Teufel, wenn er fair spielen würde. Er zwingt Talamér eine Karte auf, die dafür sorgt, dass er selbst zur Bedrohung desjenigen wird, den er eigentlich beschützen soll.

581 pages, Kindle Edition

Published August 2, 2018

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Sandra Busch

90 books10 followers

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Profile Image for Achim.
1,312 reviews84 followers
October 8, 2018
Der Plot: vielversprechend. Ein verstossener Elf, einsam und depressiv, steht eines Tages dem personifizierten Tod und dem Teufel gegenüber. Sein Leben steht offensichtlich am Ende und der Teufel erhebt Anspruch auf seine Seele, da die Jahre seines Exils voller bedeutungsloser Ausschweifungen waren. Zum Ärger des Teufels bekommt er vom Tod als letzte Chance, die Aufgabe sich als Leibwächter eines jungen Landadeligen zu bewähren. Doch der Teufel wäre nicht der Teufel, würde er die Chance nicht mit einem Haken versehen - mit eben jener Karte aus dem Titel.

Was nun folgt ist eine mehr oder weniger rasante Flucht vor Meuchelmördern, die Begegnung mit einem Drachen, der sich für einen Zitronenfalter hält, die Rückkehr in die Heimat, der Kampf gegen eine feindliche Fauna und nicht menschlicher Gegner, die Verwicklung in mehr als nur eine Hofintrigie, neue Freundschaften, Riesenechsen als Reittiere und Begleiter und natürlich die Wirrungen einer aufkeimenden Liebe.

Und jetzt das Aber: zum einen die Sprache. Auf der einen Seite ist sie recht einfach und relativ modern, auf der anderen werden dann angestaubte Begriffe und altmodische Metaphern eingeworfen und die Dialoge lesen sich häufig unangenehm hölzern und unfreiwillig komisch. Wer kommt schon auf die Idee den ersten Sex ironiefrei mit "Lass uns endlich Unzucht treiben" einzuleiten?! Nunja, jemand, der seinen Schützling als süße Unschuld bezeichnet und sich selber lüsterne Gedanken attestiert.

Zum anderen sind da Charaktere, die es einem schwer machen sie als solche wahrzunehmen und die unvermeitlichen Logikschwächen, wenn der Autor nette Einfälle situationsbezogen einbaut aber nicht drauf achtet, wie sie sich auf die weitere Geschichte auswirken.

Ich muss gestehen, dass ich vieles 'diagonal' gelesen habe, um schnellst möglich zur nächsten Actionszene oder einem neuen Auftreten den Zitronenfalterdrachens zu kommen. Die Sexszenen habe ich gänzlich übersprungen und nicht nur weil mir die Autorin zwar viel von der Liebe zwischen den Männern erzählt aber nie wirklich gezeigt hat. Ehrlich gesagt habe ich mehr von der entstehenden Freundschaft zwischen Kay und seinem Pferd oder später seiner kleinen Echse gespürt als die Anziehung zwischen Talamér und Kay. Ich werde wohl noch weiter auf eine deutsche Fantasy mit schwulem Kern warten müssen, die mich auch wirklich in ihre Welt mitnimmt.
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