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Bungalow

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Während ihre Mutter das letzte Einkaufsgeld versäuft, beobachtet Charlie vom Balkon ihrer Betonmietskaserne die benachbarten Bungalows und deren Bewohner: Sie lernt, dass es mehrere soziale Klassen gibt und sie selbst zur untersten gehört. Dann, kurz nach ihrem zwölften Geburtstag, zieht ein neues Ehepaar ins Viertel. Die beiden sind Schauspieler, unberechenbar, chaotisch, luxuriös, schlauer als alle anderen – und für Charlie das, was der Rest der Welt als ihre „erste große Liebe“ bezeichnen würde: Spielkameraden und Lover, größter Einfluss und größte Gefährdung. Klar und radikal erzählt Helene Hegemann vom Überleben in einer zunehmend apokalyptischen Welt und der vitalen Kraft des freien Willens.

288 pages, Hardcover

Published August 20, 2018

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About the author

Helene Hegemann

10 books27 followers
Helene Hegemann is a German writer, director, and actress. As a young writer her work was highly praised, but her first novel, Axolotl Roadkill, sparked a plagiarism controversy.

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Community Reviews

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1 star
7 (3%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
August 25, 2018
Charlie wächst im Grenzgebiet auf – an der Grenze zwischen den vom Sozialstaat Abhängigen in der Hochhaussiedlung und den Bungalows der Reichen. Eigentlich sollten die Welten, in denen die beiden Bewohnergruppen sich bewegen, weit voneinander entfernt liegen, hier grenzen sie aneinander und zwangsweise begegnet man sich. So beobachtet das 12-jährige Mädchen ein Paar, das gegenüber neu einzieht. Fasziniert spioniert sie immer mehr Details aus, bis sie sie eines Tages plötzlich im heimischen Fernseher erkennt, denn Maria und Georg sind Schauspieler. Ihr luxuriöses Leben mit Reisen und teuren Speisen könnte kaum weiter von Charlies Realität entfernt sein: die alleinerziehende Mutter, die manchmal betrunken, dann wieder wegen Tabletten weggetreten ist und bisweilen auch einfach beides kombiniert und im Wahn auch schon mal auf die Tochter eindrischt, die zwar erkennbar verwahrlost ist, der aber trotzdem keine Hilfe zukommt.

„Bungalow“ hat was von Literatur gewordenem Trash-TV. Charlies Welt ist das, was man im Nachmittagsprogramm des Privatfernsehens in den unzähligen Doku-Soaps mit Laien-Schauspielern bewundern kann. Am untersten Ende der Gesellschaft angekommen flüchtet ihre Mutter dank Alkohol und Medikamenten aus der Wirklichkeit, um sich dieser nicht stellen zu müssen. Die Erziehung der Tochter findet derweil nicht statt und das Mädchen bleibt sich selbst überlassen. Alles, was sie weiß, erfährt sie entweder auf der Straße oder im Internet, wo sich das nichtvorhandene Wissen ergoogeln lässt und Pornoseiten die praktische Einführung in die Sexualität übernehmen.

Charlie schämt sich für ihre Mutter und die Umstände, in denen sie aufwächst. Dies geht sogar so weit, dass sie sich eben „Charlie“ nennen lässt und nicht Charlotte, wie sie eigentlich nach der großartigen Schauspielerin Charlotte Rampling heißt, sie denkt, sie hätte einen solch großen Namen nicht verdient. Mit abgeklärter Emotionslosigkeit berichtet Charlie von den Selbstmorden in ihrer austauschbaren, namenlosen Stadt, ebenso von den Explosionen und Feuern, die Lebensgrundlagen zerstören. Ereignisse, die eifrig mit den Handys gefilmt werden und das einzig Aufregende in dem sonst trostlosen Leben sind.

Mit ihrem ersten Roman „Axolotl Roadkill“ wurde Helene Hegemann schlagartig berühmt, weniger wegen der literarischen oder inhaltlichen Qualitäten, sondern mehr wegen der Tatsache, dass weite Teile des Textes nicht von ihr selbst stammten. Auch „Bungalow“ bietet nichts, was man nicht schon einmal irgendwo gesehen oder gelesen hätte. Die Thematisierung von Vernachlässigung ist per se noch kein Qualitätsmerkmal, nichtsdestotrotz steht der Roman auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2018. Die Gesellschaftskritik ist erkennbar, aber Lösungen bleiben aus, auch wird kein größerer Zusammenhang als das unmittelbare familiäre Umfeld von Charlie thematisiert.

Die Meinungen in den Feuilletons gehen auseinander, zwischen dem größten literarischen Nachwuchstalent Deutschlands und einem belanglosen Roman, der viel will und wenig liefert, findet sich eigentlich jede Meinung. Ohne Frage lässt der Roman sich gut lesen, die Erzählerin kann einem packen und man oszilliert zwischen Faszination und Abstoßung, wie bei einem Unfall, zu dem man hinschauen muss, obwohl man nicht will. Die Sprache ist klar und schnörkellos, was zum Text sehr gut passt. Aber mir fehlt ein wenig die durchschlagende Relevanz bzw. Brisanz und die sprachliche Poesie, um die Autorin mit diesem Roman schon in die Riege der ganz Großen aufzunehmen. Bleibt abzuwarten, was noch folgt.
Profile Image for Electric.
628 reviews1 follower
March 6, 2019
Intensive Schilderung einer kaputten Mutter-Tochter Beziehung, Coming of Age, Coming of Klassenbewusstsein und in all den Themen auch sehr stark. Weniger stark in der Schilderung der obsessiven Beziehung zu den Nachbarn aus dem Bungalow und irgendwie wirkt die Rahmenhandlung (inklusive dystopischer Andeutungen) auch draufgetackert auf das zentrale Motiv (s.o.)...macht aber nichts, finde ich.
Profile Image for Uralte  Morla.
371 reviews133 followers
August 25, 2018
Es ist ein düsteres, fast apokalyptisches Setting, das Helene Hegemann in ihrem Roman "Bungalow" entwirft: Stürme peitschen, Regen strömt, Tierkadaver liegen überall, Menschen bringen sich um. Das alles passiert allerdings nur nebenher. Im Zentrum der Geschichte steht Charlie, die bei ihrer alkoholsüchtigen Mutter aufwächst und trotz deren psychischen Aussetzern und tagelangen Hungers wegen Geldnot noch in erstaunlich guter Verfassung ist - zumindest geistig.
Charlie ist die Ich-Erzählerin des Romans, die wir von ihrem 12. Lebensjahr an begleiten. Sie erzählt von ihrem Alltag in einem etwas schnoddrigen, manchmal fast resignierten Ton. Hegemanns Sprache balanciert dabei immer zwischen vulgär und poetisch. Einige Sätze sind abstoßend, einige bleiben wie Spinnweben an einem hängen, andere gehen direkt ins Herz.
"Bungalow" ist hochgradig abstoßend und faszinierend zugleich. Es ist ein Fenster in eine Welt, vor der wir gerne die Augen verschließen und gleichzeitig ein Ausblick in eine Welt, auf die wir alle zusteuern: ohne Werte, ohne Halt. Eine Welt im Chaos mit nur wenigen Konstanten.
Charlie ist so eine Konstante. Genauso Georg und Marie, Charlies Nachbarn, denen sie hoffnungslos verfällt. Ihre gemeinsame Geschichte wird jedoch nur angerissen, was schade ist.
Fast fragmentarisch liest sich "Bungalow", der irgendwo anfängst und abrupt irgendwo aufhört.
Ein merkwürdiges, verwirrendes Buch, das aber auch nicht loslässt.
Profile Image for Franz Emil Berchtold Matthäus Eneas Kupferschmied.
48 reviews10 followers
October 9, 2018
Mir wurde vom Verlag ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt.

Mein letzter Hegemann liegt einiges zurück, das war nämlich ihr Debüt von 2010 Axolotl Roadkill. Damals las ich Axolotol Roadkill, weils wahnsinnig gehypt war und auch, weil mich fasziniert hatte, dass eine so junge Autorin (und ausserdem gleich alt wie ich), so gut schreiben kann. Axolotl war aber auch wahnsinnig überschrieben, mühsam zu lesen in seiner Wortgewalt. Ich wand mich also mit einiger Vorfreude aber auch gewissen Reservationen der Lektüre von Bungalow zu.

Bungalow handelt von Charlie, einer Ich-Erzählerin Mitte zwanzig, die uns in Retrospektive von Ihrer Kindheit und Jugend in einer Vorortsiedlung erzählt. Charlie lebt mit ihrer saufenden Mutter im Betonblock mit bestem Blick auf die benachbarte Bungalowsiedlung, in welche in ihrem zwölften Lebensjahr ein Ehepaar zieht. Die ganze Geschichte spielt in einem dystopischen Deutschland, einer hoffnungslosen Welt.

Nach dem ersten gelesenen Kapitel waren meine Gedanken schnell zu Punkt gebracht: Schreiben kann Helene Hegemann immer noch. Von ihrer Sprachgewalt hat sie nichts eingebüsst. Aber, jetzt kommen leisere und feine Töne dazu. Charlie als Erzählerin, ist eine sehr feine Beobachterin, die immer wieder faszinierende Dinge aufgreift. Es gibt da etwa die Frau, die während ihres Herzinfarktes, aus lauter Pflichtbewusstsein, weiter das Fliegenklebeband aufhängt. Immer wieder wird die Erzählung gespickt von kleinen, feinen Beobachtungen. Und, das hat mich am meisten gefreut, überschrieben wie bei Axolotl ist hier fast nichts. Der Stil von damals wurde in eine zugänglichere Form verpackt und begeistert um so mehr. Es wird nicht mehr nur geschrien, es darf auch geflüstert werden. (Geschrien wird natürlich trotzdem noch zur Genüge.)

Am meisten beeindruckt hat mich die Bindung von Charlie zu ihrer Mutter. Die Mutter als starke Alkoholikerin, ist Charlie kein Rückhalt. Angst und Furcht vor der fremden Frau, die die eigene Mutter sein soll und der Mutter, dem Wesen bei dem Charlie als erstes Zuflucht und Liebe sucht, wechseln sich in beeindruckender Manier ab. Hier wird mit dringlichem Blick das Leben von jemandem beschrieben, der einerseits nichts hat, andererseits auch noch als Kind einer Suchtkranken aufwächst und all den damit einhergehenden Problemen.

Das dystopische Deutschland, in welchem die Geschichte spielt, hält dem Seelenleben der Protagonistin immer wieder den Spiegel vor, und refklektiert im Grossen, was im Kleinen schon kaputt gegangen ist. Auch die Nachbarn, die eine schwer zu fassende Faszination auf Charlie ausüben, sind eine grosse Projektionsfläche und meist dem Verlauf der Geschichte entgegengesetzt. Meist sind sie abweisend, reagieren auch Charlies Annäherungsversuche aber selten mit Distanz. Eher mit Verwunderung und Misstrauen.

Bungalow ist ein sehr gutes Buch, welches gerade auch seiner feinen Töne wegen zu überzeugen weiss. Die kleine Apokalypse eines Seelenlebens, spiegelt sich hier im Grossen eines ganzen Landes.
Profile Image for JoHannes.
11 reviews3 followers
August 30, 2018
"Ich erinnere mich, wie ich irgendwann eine Politikergattin im 'Frühstücksfernsehen' darüber reden sah, dass sie ein langes freies Leben wolle, für sich und alle anderen Menschen, und wie wichtig es sei, Geld zu spenden an Umweltorganisationen und so, und ich dachte nur, dass das klar ist, dass Leute, die Interviews im Fernsehen geben, und da stehen gesunde Zwischenmahlzeiten im Aufenthaltsraum und sie werden angelächelt von irgendwelchen Assistentinnen und dann müssen sie zu einer bestimmten Uhrzeit an an einem bestimmten Ort sein, weil sie dort verdammt noch mal gebracht werden, dass also Leute, die genug zu tun haben, um irgendwas an dieser Welt paradiesisch finden zu können, dass die Organisationen unterstützen, die sich für den Fortbestand ebendieser Welt stark machen.
Wie bei einer tollen Villa, in der jemand lebt, der will nicht, dass die abfackelt oder einstürzt, aber Leute in termitenbefallenen Brettervorschlägen oder ich im Wohnzimmer, das nach Vinylchlorid und modernder Zersetzung stinkt und von dem aus ich in Fenster sehen, hinter denen Duftkerzen für achtzig Euro aufflackern, Sandelholz, Leder, Honig, Kräuter, wir konnten nur Zerstörung wollen, oder uns zumindest heimlich danach sehnen.
Du musst hungern, um dir eine gewaltvolle Umwälzung der Verhältnisse herbeizuwünschen, du musst dich langweilen. Klanglos vor dich hin versanden und ahnen, dass diese Welt dich nicht nötig hat."
(226 f.)
Profile Image for Role.
56 reviews
August 3, 2019
Anekdoten eines kleinen Mädchen das im Getho aufwächst. Ohne eigendliche Story, sondern nur banale Schilderungen ihres verhältnisses zur Alkoholkranken Mutter, ihres Freundes oder über ihre Obsession mit einem unkonventionellen Paar das gegenüber im Reichen-Quartier wohnt. Gut geschrieben mit so manchen Fantasievollen Metaphern. Es werden Banale kleine Anekdoten eines zwölfjährigen Mädchens erzählt die eher uninteressant und langweilig sind.
Profile Image for Steffi.
340 reviews318 followers
December 27, 2018
Wie erwartet scheisse. Alki/Assi haushalt und so, ja, bisschen sozialkritik aber die sprache ist so dermassen upassend und irgendwie kuenstlich und die handlung letztich gaehnend langweilig.
Profile Image for Julebu.
186 reviews3 followers
September 11, 2019
Der Anfang so nervig, der Rest so berührend und packend und prägnant.
Profile Image for Lisa List.
62 reviews
January 24, 2022
ganz großartig und visionär. eine einzigartige geschichte, ich fand das buch ausserordentlich! 5sterne
Profile Image for Marcel.
141 reviews
August 14, 2022
Herausfordernd. Zugleich explizit und unklar. Verworrene Erzählreihenfolge. Eine Erzählung über die Zerstörung der Welt, innerlich und äußerlich, sozial ebenfalls. Kompromisslos und zugleich manchmal etwas zu gewollt. Anziehend und abstoßend. Besonders.
Profile Image for wortvielfalt.
226 reviews18 followers
November 2, 2020
Charlie lebt zusammen mit ihrer Mutter in einer Mietswohnung. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und hat viele Probleme, es bleibt oft kein Geld fürs Essen übrig. So flieht Charlie aus ihrem Leben, in dem sie vom Balkon aus die benachbarten Bungalows beobachtet. Früh wird ihr klar, dass sie zur untersten sozialen Schicht gehört – im Gegensatz zu den Bewohnern des Bungalows. Besonders viel Aufmerksamkeit schenkt sie einem Ehepaar, das an ihrem zwölften Geburtstag in ein Bungalow zieht. Dieses Ehepaar sind Schauspieler und interessante Charaktere, die Charlie magisch anziehen. Die Anziehung, die Charlie zu dem Ehepaar treibt, ist so stark, dass Charlie beide als ihre erste große Liebe und gleichzeitig größte Gefahr betrachtet…

‚Bungalow‘ von Helene Hegemann ist ein interessant erzählter Roman. Einerseits faszinierend und anziehend, andererseits hat mich die erzählte Geschichte auch abgestoßen. Es erinnert mich ein wenig an einen Unfall, bei dem man nicht hinschauen will, aber doch muss. Die Handlung ist in einer namenlosen Stadt in einer nahen Zukunft angesiedelt und fühlt sich dadurch so an, als sei sie durchaus denkbar, wenn auch nicht jetzt.

Charlie ist ein junges Mädchen, das in einem Umfeld aufwächst, das schwierig ist und aus dem Kind schnell eine kleine/junge Erwachsene macht, die teilweise sachlich abgeklärt ihre Situation analysiert und andererseits die Naivität ihres Alters besitzt.

Der Geschichte zeigt auf, was Verwahrlosung einzelner und einer ganzen Gesellschaft auslösen können und lässt den/die Leser*in teilweise schockiert, teilweise ratlos zurück. Ich hatte keinen Zugang zu den einzelnen Figuren des Romans und konnte auch nicht so wirklich eine Bindung zum Roman aufbauen. Oft kam es mir so vor, als würde ich die Handlung gar nicht richtig (be)greifen können.

Insgesamt ein Buch, zu dem ich mir nicht so richtig eine Meinung bilden kann. Einerseits werden wichtige Aspekte unserer Gesellschaft angerissen, andererseits ist man ratlos ob der Ereignisse. So plötzlich wie die Handlung beginnt, endet das Buch auch und lässt mir einen schalen Geschmack übrig. Ein Buch, das beschäftigt und doch nicht so richtig begeistern kann.
Profile Image for Eff.
69 reviews6 followers
December 28, 2018
«Jederzeit würde ich Todesangst diesem Phlegma vorziehen, in dem man keiner unmittelbaren Gefahr ausgesetzt, aber bis zur Selbstaufgabe gelangweilt ist, willensschwach und stumpf und von sich selbst enttäuscht, ich kann das sagen, weil ich schon Todesangst hatte, oft...»

Jene, die diese Zeilen schreibt, heißt Charlie. Sie erzählt vom Jetzt nur in Bruchstücken, in denen auch die Gesellschaft liegt, in der sie aufgewachsen ist. Krieg herrscht zwischen den Zeilen über das Jetzt des Romans, das vom Leser aus gesehen noch die Zukunft beschreibt.

Charlie erinnert sich an ihre Kindheit, in der auch kein Frieden ist, zumindest nicht für sie. Auch wenn das Paradies so nah scheint, in einem Bungalow, am Fuße des eigenen verwahrlosten Wohnblockbalkons.

Im Plauderton blättert Helene Hegemann im «Bungalow» Abgründe auf. Es passiert scheinbar nebenbei, im Kleinen wie im Großen. In Charlies Leben sind Armut und Ausgegrenztheit schier unumgänglich, sie ist davon umzingelt. Ebenso wie von den nicht weniger einsamen Reichen.

Dann wieder die Fährten in die Welt der erwachsenen Charlie in naher Zukunft. Eindrücklich.
Profile Image for Sophia.
18 reviews
September 22, 2025
Sehr holpriger Einstieg, aber dann bin ich doch hängengeblieben, weil ich irgendwie nicht mehr wegsehen konnte. Das Buch holt auf jeden Fall die Voyeuristin in einem heraus und das ist unangenehm, aber vielleicht soll es das auch? Keine Ahnung, ich verstehe nicht wirklich, wo „Bungalow“ hin will oder ob es überhaupt irgendwas sein will. Ob es schlussendlich wie ein Fiebertraum an einem vorbeiziehen soll, nach dem man das Buch zumacht und erstmal wieder alle Gehirnwindungen in Ordnung bringen muss?
All in all ist es vor allem eins: Weird. Weiß nicht, wie oft ich zu meinem Freund gesagt habe, dass das Buch „sauweird“ ist. Es wirkt irgendwie sehr konstruiert, sehr gewollt. Einfach von allem zu viel. Die Beziehung zu den Nachbarn hätte auch gern noch mehr erklärt werden können. Man fragt sich die ganze Zeit, woher diese krasse Obsession kommt, zudem gibt es so einen enormen Zeitsprung, dass man einfach nicht versteht, wie Charlie und die Nachbarn irgendwann miteinander intim werden konnten.

Fazit: Keine Urlaubslektüre, obviously. Man sitzt am Strand und blättert nervös eine Seite nach der anderen weiter und irgendwie gibt’s keine Erleichterung, keine Katharsis. Hatte ich bei Hegemann ehrlich gesagt auch nicht erwartet, aber trotzdem war mir das alles irgendwie zu gewollt.
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