Ratgeber für Mädchen ab 13 Jahren. Mit jeder Menge Listicles, Tipps und Porträts von Vorbildern.
Hast du dich schon mal gewundert, warum es Regeln gibt, die scheinbar nur für Mädchen gelten? Willst du gerne mehr über Bodyshaming, Selfcare und Gleichberechtigung erfahren? Findest du Mädchen und Frauen, die ihr eigenes Ding durchziehen, spannend? Dann bist du hier genau richtig!
Mit Kurzporträts von historischen und aktuellen Vorbildern, Checklisten und Anleitungen (Wie erkenne ich alltäglichen Sexismus? Wie kann ich dem Konsum-Wahnsinn entkommen?) und Einblicke in die Welt der Jungen.
Ich muss ehrlich zu Anfang zugeben, dass ich das Buch an sich wahrscheinlich niemals im Laden gekauft hätte, da es eher weniger mein Genre ist. Jedoch habe ich viel Gutes von anderen Bloggern auf Instagram gehört, sodass mein Interesse wirklich erweckt wurde. Außerdem bin ich selbst mal ein Teenager gewesen und ich fand es wirklich interessant, einfach mal zu wissen, wie viel auch auf mich zutrifft oder es mal hat und ob ich mich als Mädchen eigentlich gut gehalten habe, denn auch ich hatte so einige Schwierigkeiten in meiner Rolle. Deshalb war ich unglaublich froh, dass ich es vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen habe und muss wirklich sagen, dass mich das Buch sehr begeistert hat. Vor langer Zeit war es üblich, dass Frauen nur im Hintergrund agierten und das bekannte K-K-K kannten. Küche, Kinder, Kirche. Und dies begann schon im frühen Alter. Leider ist die Zeit heute so gekommen, dass es sich so langsam wiederholt. Obwohl wir in einer modernisierten Welt leben, werden Frauen und vor allem junge Mädchen nicht ganz ernst genommen, was auf keinen Fall selbstverständlich sein sollte, doch das merkt man alleine schon bei der Steuerklasse oder dem Lohn.
In diesem Buch wird jedoch beschrieben, wie ein Mädchen sich in ihrem Alter verhalten sollte und vor allem, den nötigen Respekt verschaffen würde. Es gibt unglaublich viele Motivationen in dem Buch, wunderschön illustiert, in vielen verschiedenen Methoden und vor allem auch so, dass es auch jedes Mädchen versteht, was mir ziemlich, ziemlich gut gefällt. Es werden Themen wie Emanzipation, Sexismus, Ungerechtigkeit, Körper des Mädchen und und und angesprochen, die wirklich sehr interessant sind und vor allem auch jedes Mädchen ansprechen würde. Für mich war es nichts Neues, da ich aus dem Alter raus bin, aber dennoch gab es viele tolle und neue Informationen, an die ich vorher vielleicht nicht gedacht hätte, es aber sehr gut an meinen Patenkindern oder meinen Kindern anwenden kann.
Fazit:
Ein wirklich toller Ratgeber für Mädchen, um sie stark und frei zu machen. Mit schönen Illustrationen und unterschiedlichen Methoden wird dem Mädchen klar gemacht, warum sie einfach perfekt so ist, wie sie ist!
Ein „echtes Mädchen“ soll gepflegt, gestylt, enthaart und geschminkt sein – kurz, den Anforderungen anderer Menschen entsprechen. Rollenzuschreibungen ordnen dem weiblichen Geschlecht ein genormtes Aussehen und Verhalten zu. Wenn das biologische Geschlecht einmal nicht spontan zuzuordnen ist, z. B. weil ein Baby gelb oder grün gekleidet ist, reagieren andere oft gereizt. Das Mädchen-Sein sieht Julia Korbik dagegen nicht als Erfüllung fremder Erwartungen, sondern als Lernprozess, in dem eine Jugendliche selbst entdeckt, wie sie sein will und was ihr guttut.
Wie du es machst, machst du es als Mädchen falsch. Wer Rollenerwartungen unreflektiert erfüllt, wird in Ruhe gelassen, wer mit Rollen experimentiert, muss sich abfällige Kommentare anhören und entscheidet sich damit für ein anstrengendes Leben. Dass für Frauen (anders als für Männer) in jeder Hinsicht Doppelstandards gelten, zieht sich ab hier wie ein roter Faden durch das Buch. Diese widersprüchlichen Erwartungen will Julia Korbik als Hindernisse von Gleichberechtigung entlarven. Normen erkennen und die eigene Reaktion auf das Verhalten anderer zu durchschauen sollen Leserinnen ab 13 von der Autorin lernen.
Der Mädchenratgebers stellt Frauenbilder infrage, die durch Serien und Werbung vermittelt werden, und macht deutlich, dass jedes Mädchen Teil des Problems ist, wenn sie selbst lästert, zickt und andere Mädels heruntermacht. Mit dem Girl Hate müsse Schluss sein, so die Autorin, Mädchen müssten ihr passiv-aggressives Verhalten ändern und lernen, sich Verbündete zu suchen.
Unterbrochen von eingeschobenen Kurzbiografien mutiger Frauen aus verschiedenen Epochen, setzt die Autorin sich mit dem Körperbild junger Frauen, dem Body Shaming, Slut Shaming, mit Sexualität, sexualisierter Gewalt, Mobbing, aber auch mit jugendlicher Depression in der Pubertät auseinander. Leider fehlt gerade dem Kapitel über das Frauenbild in sozialen Medien die solide Basis, weil Korbik zwar behauptet, dass Instagram-Fotos häufig mit riesigem Aufwand im Studio entstehen und anschließend mit Photoshop unrealistisch verfremdet werden, die Behauptung aber nicht an Beispielen demonstriert. Als Mutter weiß ich zwar zu schätzen, dass eine junge Autorin als neutrale Person Kritik an bestehenden Frauenbildern übt, die Kritik kann mich inhaltlich jedoch nicht überzeugen. Die Annahme vieler Jugendlicher, dass Influencer in Sozialen Medien doch sooo authentisch seien, bleibt also weiter zu entkräften ...
Auf einen historischen Rückblick auf die Frauenbewegung folgt die Ermutigung, selbst aktiv zu werden, sich öffentlich zu äußern und sich evtl. für Politik zu interessieren. Am wichtigsten ist mir als Mutter die Botschaft, dass jede junge Frau mit ihrem Verhalten selbst Teil von diskriminierenden Strukturen ist; und auch der Info-Kasten mit Zahlen zur weltweiten Ungleichheit von Frauen auf S. 89 hat mich angesprochen.
Das Cover im Metallic-Look zeigt m. A. nach keine Diversität in den Frauenporträts, der im Alltag sichtbare Bevölkerungs-Anteil von Afroamerikanern und Asiaten fehlt. Das Bild signalisiert, weißes, europäisches Aussehen sei die Norm. Die Zusammenstellung der Frauenbiografien im Buch dagegen zeigt diverse Nationalitäten, Altersgruppen und Religionen.
Die Autorin will ihre jungen Leserinnen ermutigen und zu neuen Fragen inspirieren. Julia Korbiks Botschaften kann ich nur unterstützen, allerdings hätte ich bei feministischen Büchern stets gern eine niedrigere Schwelle, damit sie nicht nur sprachlich versierte Gymnasiastinnen, sondern alle Mädchen erreichen. Dazu gehört ein möglichst verständlicher Wortschatz und ein Aufbrechen einiger Textwüsten durch Zwischenüberschriften. Wer das Buch spontan aufschlägt, möchte vor dem Weiterblättern sicher gern auf einen Blick sehen, um was es auf der entsprechenden Seite geht.
- Gelungener feministischer Ratgeber, der Mädchen ermuntert, ganz sie selbst zu sein -
Inhalt
Schlank muss man als junge Frau sein, wunderschön, glatte Haut, glänzendes Haar und hohe Wangenknochen haben. Oder? Die gesellschaftlichen Erwartungen, die in der heutigen Zeit von allen Seiten auf Mädchen und junge Frauen einprasseln und die unerreichbaren Schönheitsideale, die Modemagazine und Werbespots propagieren, sind erdrückend und drängen Jugendliche dazu, sich Ziele zu stecken, die sie niemals erreichen können. Julia Korbik hat mit ihren neuen Buch einen modernen Kompass geschaffen, der mit populären Mythen aufräumt und Mädchen ermuntert, sich zu trauen, sie selbst zu sein und ihren eigenen Weg zu gehen. Denn das ist auch im Jahre 2019 für Mädchen leider nicht so einfach, wie es sein sollte.
Übersicht
Einzelband oder Reihe: Einzelband Genre: Sachbuch für 13-16-Jährige Verlag: Gabriel in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH Seitenzahl: 160 Tiere im Buch: Es kommen keine Tiere im Buch vor.
Warum dieses Buch?
Als angehende Lehrerin, Frau und Feministin liegt mir das Thema Gleichberechtigung sehr am Herzen, da ich mir eine tolerantere, freiere und glücklichere Zukunft für die folgenden Generationen wünsche. Immer noch haben Frauen mit vielen Nachteilen zu kämpfen, immer noch haben wir (leider!) den Feminismus bitter nötig (wer mir an dieser Stelle widersprechen möchte, sollte sich zuerst intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, denn auch ich war früher anderer Meinung). Ich hatte große Hoffnungen, dass dieses Buch bei jungen Mädchen Bewusstsein schafft für veraltete Rollenbilder und die schädlichen, einengenden Erwartungen, mit denen Frauen auch im 21. Jahrhundert immer noch konfrontiert sind.
Meine Meinung
Aufbau & Einstieg (+)
Der Aufbau ist übersichtlich. Das Buch ist in fünf größere Kapitel unterteilt, die verschiedene Unteraspekte des jeweiligen Themas behandeln. Einem kurzen Vorwort, das die Motivation hinter diesem Buch erklärt, folgen abwechslungsreiche Kapitel, die neben viel Fließtext unter anderem auch Listen, Exkurse, Kurzbiographien von starken Frauen und Männern, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, und Begriffserklärungen enthalten. So wird es niemals langweilig und der Fließtext wird in gut verdauliche Häppchen unterteilt. Am Ende gibt es noch ein Verzeichnis mit weiterführender Literatur – Interessierte bekommen hier also Buchtipps, wenn sie sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten. Nicht optimal fand ich, dass die Checklisten oft den Fließtext unterbrochen haben und ich dadurch oft aus dem Lesefluss gerissen wurde. Die interessanten Einschübe hätte man am Ende oder Anfang eines Unterkapitels platzieren sollen.
Schreibstil (+/-)
„Hinter dem Mythos Girl Hate steckt ein gesellschaftliches Problem: Er trägt dazu bei, dass Mädchen sich selbst und andere Mädchen klein halten und sich untereinander bekämpfen. Und er verhindert, dass sie ihre Energie in andere Dinge stecken. Die Eroberung der Welt, zum Beispiel.“ Seite 28
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist einfach, macht Mädchen Mut und nimmt ihre Sorgen ernst. In einem freundschaftlichen Ton und nie von oben herab behandelt die Autorin wichtige Themen. Immer wieder spricht sie hierbei ihre Leser_innen direkt an, was mir auch sehr gut gefallen hat. Hin und wieder wird der Ton leider doch zu belehrend – es besteht die Gefahr, dass Jugendliche dadurch abgeschreckt werden bzw. das Buch weglegen, um dagegen zu rebellieren. Teilweise hätte ich mir auch gewünscht, dass die Autorin schneller auf den Punkt kommt und bei manchen Aspekten mehr in die Tiefe geht (die Ratschläge bleiben manchmal doch sehr oberflächlich und allgemein).
Inhalt (+)
„Bilder sind vor allem dann gefährlich, wenn sie auf bereits ausgeprägte Schwächen treffen – und diese Schwächen sind bei Mädchen und Frauen reichlich vorhanden, schließlich wird ihnen ständig eingeredet, sie seien unzulänglich. Sie lernen geradezu, ihren Körper auf Makel und Fehler hin zu untersuchen: Wir schauen unseren Körper an, um zu sehen, was damit nicht stimmt.“ Seite 44
Eine Sache vorweg: Ich habe mir vor dem Schreiben dieser Rezension andere Bewertungen durchgelesen und war teilweise schockiert, was darin stand. Man bräuchte so ein Buch doch nicht, wir hätten ja schon vollständige Gleichberechtigung erreicht – und überhaupt, in einem Buch für Jugendliche Feminismus anzusprechen – das geht gar nicht! Das kann ich absolut nicht verstehen! Gerade im Jugendalter werden Rollenvorstellungen verinnerlicht und die eigene Persönlichkeit und das eigene Wertesystem werden ausgebildet. Wenn man Menschen in diesem Alter nicht für das Thema sensibilisieren soll – wann denn dann? Ich sehe das daher vollkommen anders: Die Jugendlichen von heute sind die Gesellschaft von morgen, darum müssen wir bei ihnen ansetzen, wenn wir die Zukunft verändern wollen. Zudem hat bis zum heutigen Tag noch kein einziges Land der Welt vollkommene Gleichstellung erreicht – das ist Fakt! Wer sich eingehend mit diesem Thema beschäftigt, dem wird das auch schnell klar.
In fünf Kapiteln enttarnt Julia Korbik Sexismus und widerlegt verbreitete Mythen (wie die Behauptung, dass der unheimliche Fremde die größte Gefahr für uns Frauen darstellt), schafft Bewusstsein für schädliche gesellschaftliche Erwartungen, denen wir uns oft unbewusst beugen, erklärt die wichtigsten feministischen Begriffe und schreibt mutig und sehr informativ gegen Intoleranz, Misogynie und Gewalt gegen Frauen an. Auch wenn die konkreten Tipps der Autorin nicht immer als innovativ und bahnbrechend eingestuft werden können und auch wenn sie bei ihrem nächsten Werk vielleicht noch mehr darauf achten sollte, dass es wirklich durchgehend Spaß macht, dieses zu lesen (hier könnte noch ein wenig mehr auf die Zielgruppe eingegangen werden), so wurde hier doch ein sehr wichtiges Buch geschaffen, das Individualität, Selbstbestimmung und (weibliche) Freiheit feiert.
„Ein Unbekannter stürzt hervor, eventuell hat er sogar eine Waffe. Er überfällt die Frau, vergewaltigt sie und lässt sie danach hilflos im Gras liegen. Die Wahrheit ist aber: Eine Vergewaltigung kann jederzeit passieren und von Menschen verübt werden, die du kennst, mit denen du bekannt, befreundet, verwandt oder in einer Beziehung bist. Gewalt gegen Mädchen und Frauen, ob sexualisiert oder nicht, wird zu einem hohen Prozentsatz von Männern aus dem Bekannten- und Familienkreis begangen.“ Seite 111
Obwohl dieses Buch gut gelungen ist, ist es nicht perfekt: Der Spaß bleibt bei manchen trockeneren Kapiteln (wie zum Beispiel jenen über Geschichte) meiner Meinung nach hin und wieder etwas auf der Strecke und das Werk ähnelt zu stark einem Lehrbuch, dennoch thematisiert Julia Korbik viele Themen, die die Altersgruppe bewegen. Es geht um unerreichbare Schönheitsideale, die Wichtigkeit des Genderns (Sprache schafft Bewusstsein!), um Offenheit und Toleranz gegenüber Minderheiten, um die Schädlichkeit von Geschlechterstereotypen (starre Geschlechterbilder sind übrigens ein Risikofaktor für Gewalt gegen Frauen), beeindruckende Persönlichkeiten, die nicht dem traditionellen Rollenbild entsprechen und die die Welt mit ihren Leistungen verändert haben, um das Umgehen mit starken Gefühlen wie Wut, um die negativen Konsequenzen von starren Männlichkeitsvorstellungen (höhere Selbstmordrate!) und um Body shaming. Auch sexistische Werbung und frauenfeindliche Konzepte wie „Stutenbissigkeit“, Victim blaming und Slut shaming werden thematisiert und kritisiert. Selbstbestimmung und Einverständnis sind ebenfalls wichtige Themen. Dabei werden immer wieder seriöse Quellen zitiert, die das Gesagte untermauern.
Wer übrigens behauptet, dass die Grenzen zwischen einvernehmlicher Intimität und Zwang gerne mal verschwimmen und dass das alles sehr verwirrend sei, dem empfehle ich, bei Youtube „Tea Consent“ oder (auf Deutsch) „Beiderseitiges Einverständnis – Tee“ einzugeben und das Video auf sich wirken zu lassen. Das sollte alle Unklarheiten beseitigen. „How to be a girl“ ist ein wichtiges Buch, das Mädchen ermutigt, ganz sie selbst zu sein, Bewusstsein für einengende, schädliche gesellschaftliche Erwartungen schafft und sie ermuntert, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren. Solange sich Menschen über Bücher wie dieses aufregen und behaupten, dass wir sie ja gar nicht nötig hätten und dass „feministische Ideologie“ nichts in einem Jugendbuch zu suchen hätte, solange können wir uns sicher sein, dass wir diese Literatur bitter nötig haben.
„Oft wird so getan, als könnte der männliche Teil der Bevölkerung gar nicht wissen, was angemessenes Verhalten gegenüber Mädchen und Frauen ist, weil das Empfinden von Belästigung rein subjektiv sei. […] Aber: Untersuchungen zeigen, dass es sehr wohl so etwas wie einen gesellschaftlichen Konsens darüber gibt, was angemessenes Verhalten ist. Menschen, die diesen Konsens ignorieren, tun das meistens bewusst.“ Seite 109
Gestaltung & Illustrationen (+/-)
Nicht ganz so gut finde ich, dass die Gestaltung doch etwas klischeehaft rosa / pink ist – aber wenn so das Zielpublikum erreicht werden kann – bitte! Prinzipiell gefällt mir das Design, die verschnörkelten Überschriften und comicartigen Illustrationen sind gelungen, lösen bei mir aber auch keine Begeisterungsstürme aus. Etwas mehr Bilder und mehr Abwechslung hätten dem Buch wahrscheinlich gut getan.
Geschlechterrollen & Vielfältigkeit (♥)
Da es sich hier um ein feministisches Buch handelt, das Mädchen ermutigt, sie selbst zu sein und sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren, gibt es in dieser Kategorie natürlich ein Herz!
Mein Fazit
„How to be a girl“ ist ein wichtiges Buch, das bei den Jugendlichen von heute (der Gesellschaft von morgen!) ansetzt und diese für Sexismus, veraltete gesellschaftliche Erwartungen und schädliche Geschlechterstereotypen sensibilisiert. Julia Korbik schreibt mutig und informativ gegen Misogynie, Slut shaming und Gewalt gegen Frauen an, widerlegt verbreitete Mythen, ermuntert Mädchen, sie selbst zu sein und sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren, und kämpft mit ihrem Buch für mehr Toleranz, Selbstbestimmung, Freiheit und eine glücklichere, gleichberechtigte Zukunft. Lediglich auf die Zielgruppe hätte die Autorin etwas mehr eingehen (teilweise wirken die Ausführungen zu trocken oder belehrend) und bei ihren Ratschlägen in manchen Kapiteln mehr in die Tiefe gehen können. Ansonsten handelt es sich hier aber um ein rundum gelungenes Buch, das ich euch und euren Töchtern, Nichten, Cousinen und Schwestern nur ans Herz legen kann.
Empfehlung: Besonders als Geschenk für Mädchen sehr zu empfehlen!
"Ratgeber für Mädchen ab 13 Jahren. Mit jeder Menge Listicles, Tipps und Porträts von Vorbildern.
Hast du dich schon mal gewundert, warum es Regeln gibt, die scheinbar nur für Mädchen gelten? Willst du gerne mehr über Bodyshaming, Selfcare und Gleichberechtigung erfahren? Findest du Mädchen und Frauen, die ihr eigenes Ding durchziehen, spannend? Dann bist du hier genau richtig!
Mit Kurzporträts von historischen und aktuellen Vorbildern, Checklisten und Anleitungen (Wie erkenne ich alltäglichen Sexismus? Wie kann ich dem Konsum-Wahnsinn entkommen?) und Einblicke in die Welt der Jungen."
Meine Meinung:
Ein tolles Buch das junge Mädchen zu Selbstliebe und Selbstsicherheit verhilft!
Mich hat das Design und die lockere Erklärhaltung des Buches in Kombination mit dem spielerisch provokanten Design restlos überzeugt. Ich war begeistert von den kleinen Karikaturen die an jedem Kapitelende neue tolle Damen aus der Geschichte vorgestellt haben und auch die pink Faktenseiten waren ein Lesehighlight.
Hier wird Geschichte und Selbstliebe auf eine ganz neue überaus feministische Seite vermittelt, ohne Hass oder Missgunst in irgendeine Richtung ebenfalls zu propagieren.
Als ich jünger war hätte ich so ein Buch definitiv gebrauchen können und ich denke so geht es heutzutage vielen jungen Frauen. Manche können ihren Platz nicht finden, andere haben Probleme mit ihrem Körper oder damit Freunde zu finden. Julia Korbik hat für alles eine Antwort gefunden und es war ein tolles Aufklärungsbuch das beim Lesen einfach Spaß gemacht hat!
An sich ist "How to be a girl" von Julia Korbik eine tolle Sache, denn hierbei werden junge Mädchen nicht nur einige interessante und wichtige Themen wie Gleichberechtigung oder Selfcare beigebracht, sondern es werden einem auch Frauen nahegelegt, die laut der Autorin als Vorbilder perfekt geeignet sind.
Durch Listen und guten Anmerkungen ist dies tatsächlich im Großen und Ganz gelungen und es kann sicherlich jedes junge Mädchen und auch junge Frau noch einiges hierbei lernen, allerdings war mir das Buch auch oftmals leider sehr platt dargestellt.
Klar, hier werden viele wichtige Themen angesprochen, die oftmals im Alltag leider viel zu kurz kommen, allerdings hat mir der oftmals schon sehr belehrende Ton der Autorin nicht gefallen. Schöner wäre es gewesen, wenn man die Themen allesamt etwas lockerer besprochen hätte, als immer direkt den Zeigefinger zu erheben.
Somit ist "How to be a girl" insgesamt ein wichtiges Werk, mit dem sich jedes Mädchen einmal auseinandersetzen sollte, allerdings hätte es mir noch weitaus besser gefallen, wenn man das Ganze ein wenig lockerer und sympathischer angegangen wäre.
Hätte es solche Bücher doch schon gegeben, als ich 13 war! Sämtliche Ratgeber landeten damals in meinem Bücherregal und von Zeitschriften für Mädchen konnte ich gar nicht genug bekommen. Wenn ich heute so zurück gucke, finde ich das alles ganz schlimm, denn ich kann mich noch an die schrecklichen Tipps dort erinnern ("tu so, als würdest du seine Hilfe brauchen, obwohl du die Sache eigentlich alleine könntest" und "zeig ihm nicht, wie klug du wirklich bist, er braucht das Gefühl, dir überlegen zu sein" sind z.B. zwei "Flirttipps", die mir ganz stark im Gedächtnis geblieben sind - wahrscheinlich, weil die besonders ekelhaft sind).
Umso schöner ist es, endlich ein Buch für junge Mädchen in den Händen zu halten, das wirklich bestärkt, wichtige Themen anschneidet und nicht nur heteronormativ daherkommt.
Leider musste ich mich erstmal durch die fürchterliche Formatierung wurschteln, allerdings gehe ich davon aus, dass die verkäufliche Endversion da keine Probleme mehr bereitet. Bei meiner waren die Bilder aber zerstückelt, ganze Wörter und Überschriften fehlten, ein Text brach plötzlich mitten im Satz ab, dann kam etwas anderes, dann ging der Text auf einmal weiter. Das war ziemlich verwirrend, aber ich glaube und hoffe wie gesagt, dass das behoben wurde. Die Printversion stelle ich mir von der Aufmachung her jedenfalls ganz hübsch vor.
Obwohl mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen hat, hatte ich beim Start ein paar Schwierigkeiten. Denn da wird immer wieder erwähnt, wie schwierig es ist, in der Pubertät zu sein, als Mädchen sowieso und wie verwirrend doch jetzt bestimmt alles ist, wie verunsichert man selber usw. Ich habe mir mein 13-jähriges Ich vorgestellt und ich glaube, sie hätte das gar nicht gut gefunden. Auch wenn die Autorin rückblickend recht hat (ich war sehr unsicher und gemocht werden war mein Wunsch Nummer 1, ich hatte Probleme mit meinem Äußeren und die Gefühle sind mit mir durchgegangen), so nimmt man das in dem Moment und in dem Alter doch eher nicht so wahr. Es könnte sogar etwas abschreckend wirken, nach dem Motto: "Was will die Autorin? Was beschreibt sie da? Ich komme klar!" Meistens sieht man die Dinge ja doch erst mit einem gewissen Abstand etwas klarer. Ich glaube, ich hätte manches auch ein bisschen bevormundend empfunden und einige der Tipps sind schlicht für viele Mädchen nicht umsetzbar. Eine Protestaktion an einer Schule in einer ostdeutschen Kleinstadt gründen, sich gegen Rassismus einsetzen? Kann man gern versuchen, Mitstreiterinnen oder Mitstreiter werden sich da aber nicht finden und ob danach noch so viele Menschen mit einer sprechen... Das Problem habe ich in feministischen Kreisen übrigens oft: Man hat das Gefühl, Feminismus ist nur was für Großstädterinnen und Frauen und Mädchen in kleinen Städten oder Dörfern werden vollkommen vergessen, bzw. in deren Lebensrealität können sich manche überhaupt nicht reinversetzen. Ich kann die Autorin und ihre Intention aber trotzdem gut verstehen, denn ich kenne das Gefühl, dass man mehr will, dann jedoch feststellen muss, dass das Gegenüber eben nicht auf dem gleichen Stand ist, sich mit der einen Sache eben noch nicht so sehr beschäftigt hat. Immerhin gibt es im Buch aber gute, einfache Erklärungen zu bestimmten Themen und Wörtern.
Gemocht habe ich außerdem die kleinen Portraits von starken und bemerkenswerten Frauen (in der Schule behandelt man ja leider fast ausschließlich Männer) und dass die Themen Slut-Shaming und Girl-Hate ein bisschen Aufmerksamkeit bekommen haben. Ich finde, wir dürfen gar nicht aufhören unseren Mädchen beizubringen, wie sich diese Dinge auch negativ auf sie selber auswirken und dazu beitragen, dass Frauen und Mädchen kleingehalten werden und z.B. später schlechter Netzwerke im Berufsleben knüpfen können (die dringend notwendig wären). Wenn immer mehr Menschen das verstehen und sich weigern, da mitzumachen und Begriffe wie beispielsweise "Schlampe" und "Hure" zu verwenden, sind wir auf einem guten Weg. Ich war ein Mädchen, dass diese Wörter oft benutzt hat und schäme mich heute dafür. Denn natürlich wurde auch ich wiederum von anderen Frauen so betitelt und wusste, wie weh das tut.
Die Sprache im Buch habe ich als altersgerecht empfunden, aber das kann hier vermutlich die Zielgruppe am besten beurteilen.
Der kleine Geschichtsunterricht zur Frauenbewegung und Emanzipation hat mir sehr gut gefallen. Sowas kommt in Mädchenbüchern sonst nicht vor, jedenfalls ist es mir noch nicht untergekommen. Dabei ist das alles so wichtig, denn es zeigt, dass viele Selbstverständlichkeiten und Rechte, die Frauen heute genießen, noch gar nicht so alt sind - und wenn wir nicht aufpassen und genau hingucken, kann man sie uns vielleicht ganz schnell wieder wegnehmen.
Fazit: Wir brauchen definitiv mehr Ratgeber, in denen steht, wie wichtig Politik und politisches Interesse ist, wie Mädchen Sexismus und Belästigung erkennen (und wie sie damit umgehen, was sie dagegen tun können) und nicht, wie sie sich am besten zurückhalten, um einen Jungen weniger einzuschüchtern (WTF?) und welche Lidschattenfarbe am besten zu ihnen passt.
*Inhalt* "Ratgeber für Mädchen ab 13 Jahren. Mit jeder Menge Listicles, Tipps und Porträts von Vorbildern. Hast du dich schon mal gewundert, warum es Regeln gibt, die scheinbar nur für Mädchen gelten? Willst du gerne mehr über Bodyshaming, Selfcare und Gleichberechtigung erfahren? Findest du Mädchen und Frauen, die ihr eigenes Ding durchziehen, spannend? Dann bist du hier genau richtig! Mit Kurzporträts von historischen und aktuellen Vorbildern, Checklisten und Anleitungen (Wie erkenne ich alltäglichen Sexismus? Wie kann ich dem Konsum-Wahnsinn entkommen?) und Einblicke in die Welt der Jungen." (Quelle: Verlagshomepage)
*Erster Satz des Buches* "Ich bin in den 1990er Jahren aufgewachsen, was mir an manchen Tagen vorkommt, als sei es erst gestern gewesen - und an andere, als seien seither mindestens hundert Jahre vergangen."
*Infos zum Buch* Seitenzahl: 160 Seiten Verlag: Gabriel Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH ISBN: 978-3-522-30509-9 Preis: 14,99 € (Broschiert) / 9,99 € (Ebook)
*Infos zur Autorin* "Julia Korbik wurde 1988 im Ruhrgebiet geboren und lebt heute als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie schreibt vor allem über Popkultur und Politik aus feministischer Sicht. Korbik hat in Deutschland und Frankreich Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Journalismus studiert. 2014 erschien "Stand Up. Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene", 2017 "Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten". Korbik ist nicht nur überzeugte Feministin, sondern auch überzeugte Europäerin: Mit dem Team von cafebabel.com zeigt sie, wie junge Leute Europa täglich leben." (Quelle: Verlagshomepage)
*Fazit* -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Eigentlich klingt der Klappentext ganz interessant - und ein bisschen Girlpower kann doch nie verkehrt sein - oder?
-> Cover: An sich finde ich das Cover gar nicht so schlecht gestaltet - viele verschiedene, comicartige Mädchen mit den unterschiedlichsten Frisuren...nur das glänzende zartrosa, in dem das Cover gehalten ist, finde ich absolut gruselig.
-> Story + Charaktere: Ohje, ohje, wo fange ich da bloß an...
Eigentlich hätte ich mir - nach dem lesen des Klappentextes - ein Buch erhofft / gewünscht, welches Mädchen in einer der schwierigen Phase des Lebens, nämlich der Pubertät unterstützt, Fragen beantwortet und Tipps gibt, wie man das Ganze am besten heil übersteht. Was kann ich tun, bei Bodyshaming, wie ziehe ich mein eigenes Ding durch? Stattdessen erhielt ich ein Buch, in dem die Autorin nichts weiter als ein paar warme Worte für den Leser übrig hat und höchstens Tipps gibt, die in jeder halbwegs aktuellen Mädchenzeitschrift ebenfalls zu finden ist. Gespickt sind diese vermeintlich guten Ratschläge zusätzlich noch mit der Tatsache, dass Frauen nicht gleichberechtigt sind und Männer immer und in jeder Situation bevorzugt werden... spätestens nach dem dritten Kapitel hat das dann auch der unaufmerksamste Leser verstanden.
Auch über die geschlechtergerechte Sprache wird sich in aller Form und Deutlichkeit ausgelassen und selbstverständlich wir dies auch im Buch umgesetzt. Man kann jetzt darüber streiten, ob das in einem Ratgeber für Jugendlich derart thematisiert werden muss, oder ob die reine Durchführung ausreicht, aber ich für meinen Teil finde das völlig unnötig.
Selbstverständlich ist es wichtig darüber aufzuklären, dass Männer und Frauen nicht überall auf der Welt den gleichen Stellenwert haben, aber sind wir doch mal ehrlich: in Deutschland können wir uns tatsächlich nicht großartig darüber beschweren und sich derart in einem Ratgeber für JUGENDLICHE auszulassen, finde ich ein absolutes No-Go. Ja, es wurde für die Gleichberechtigung der Frau gekämpft und das ist auch gut so - aber gehört das in einen Ratgeber wie "How to be a girl - stark, frei und ganz Du selbst" ? Das sich immer wiederholende Mantra "man selbst zu sein" bringt keinen weiter und dafür muss man sich eigentlich auch keine 155 Seiten dieses Buches antun.
Nachdem man das Buch am Ende zugeschlagen hat, bleibt die Frage: Was hat mir das Buch nun gebracht und inwiefern weiß ich jetzt mehr darüber, wie ich ich selbst sein kann? Im Grunde ist man also nach dem Lesen genauso schlau wie vorher.
Rein optisch ist das Buch schön gestaltet, die Porträts verschiedener (natürlich weiblicher) Persönlichkeiten sind farbig abgehoben und die Überschriften sind in einer anderen, schnörkeligeren Schriftart gehalten.
-> Schreibstil: Gut verständlich und flüssig lesbar.
-> Gesamt: Auch wenn ich vom Alter her nicht wirklich zur Zielgruppe gehöre, kann ich auch so sagen, dass das auch im passenden Alter kein Buch für mich gewesen wäre. Die Autorin versucht dem Leser hier nur ihre feministische Denkweise zu vermitteln, lässt aber keinen Raum zum Meinung bilden und gibt schon gar keine Tipps zum Thema "wie kann ich ich selbst sein".
Bei diesem Buch handelt es sich um einen Ratgeber für Teenager ab 13 Jahre. Passend zum pinken Cover ist auch das Innenleben sehr abwechslungsreich gestaltet. Es gibt nicht nur die typischen Texte schwarz auf weiß, sondern auch schwarz auf pink und viele andere Kombinationen. Das Buch wurde von meiner 13-jährigen Tochter gelesen, die genau in die Zielgruppe fällt. Sie ist mitten in der Pubertät und jeder weiß, dass das keine einfache Zeit ist, auch für mich nicht. Ich hatte mir erhofft, dass meine Tochter ein paar Tipps und Denkanstösse erhält.
Meine Tochter hat direkt am Anfang bemerkt, dass sich die Autorin widerspricht. Denn es wird vermittelt, dass man sich als Mädchen und Frau nicht in Schubladen stecken lassen soll, das Buch aber ist in einer typischen Mädchenfarbe ist, was ihr persönlich gar nicht gefallen hat. Mit 13 Jahren findet man Pink nämlich gar nicht so cool.
Nicht alle Themen fand sie interessant, in vielen hat sie sich aber wiedergefunden und fand viele Artikel unterhaltsam und interessant. Besonders die Abschnitte über die Vergangenheit der Frauen und über Sexismus fand sie sehr interessant, weil das auch Dinge sind, die sie zur Zeit beschäftigen. Das Buch hat auf jeden Fall dafür gesorgt, dass sie mich viele Dinge gefragt hat und wir uns über einige Themen daraus unterhalten haben. Insgesamt kann ich das Buch als Ratgeber empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Punkten.
Hat ein paar wichtige Gedanken auf den Punkt gebracht, die mir in der Art zwar nicht neu waren, aber ich würde dieses Buch so so gerne meinem Vergangenheits-Ich in die Hand drücken, das hätte so viel daraus mitgenommen und hätte ich jüngere Mädchen im Freundes- oder Verwandtenkreis wüsste ich was das nächste Geschenk wird.
Ein Buch, das wichtige Themen anspricht, dabei aber etwas oberflächlich bleibt
Unbezahlte Werbung (Rezensionsexemplar) Wie ist man in der heutigen Zeit eigentlich ein Mädchen bzw. eine Frau? Mit welchen Problemen & Vorurteilen hat das weibliche Geschlecht tagtäglich zu kämpfen? Und welchen Weg hat die Emanzipation in den letzten Jahrhunderten zurückgelegt? Und was ist das eigentlich – Emanzipation? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich „How To Be A Girl – stark, frei und ganz du selbst“, das mir von der Autorin Julia Korbik, dem Thienemann Esslinger Verlag und dem Team von Mainwunder als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Vielen herzlichen Dank dafür! Das Buch soll als eine Art Ratgeber beziehungsweise Wegweiser für junge Frauen ab 13 Jahren fungieren, weshalb ich mit meinen 27 nicht mehr so ganz in die Zielgruppe falle. Da die im Buch behandelten Themen aber Frauen jeden Alters betreffen, habe ich mich dennoch sehr darauf gefreut, das ein oder andere aus „How To Be A Girl“ mitnehmen zu können. Das konnte ich zwar auch, aber insgesamt betrachtet muss ich leider gestehen, dass mich die Ausführung etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich zunächst aber ein paar Worte zum Aufbau sagen:
Neben einem Vor- und Schlusswort von Autorin Julia Korbik (die übrigens als freie Autorin und Journalistin tätig ist) ist „How To Be A Girl“ in die 5 folgenden Bereiche gegliedert: 1. Weil ich ein Mädchen bin… oder? 2. Mein Körper gehört mir 3. Der Kampf um die Emanzipation 4. Augen auf für kleine und große Ungerechtigkeiten 5. Stand up, speak up! In den einzelnen Kapiteln finden sich außerdem steckbriefartige Vorstellungen von Frauen, die die Geschichte der Frauenbewegung über die Jahre hinweg nachhaltig geprägt haben, aber auch zeitgenössische Frauen und deren Beitrag zur Emanzipation finden im Buch ihren Platz. So kommen auch Teenagern geläufigere Namen wie Lorde oder die aus Game of Thrones bekannte Maisie Williams zu Wort. Abgerundet wird der Ratgeber von einer Vielzahl an Infoboxen, die unter anderem Begriffserklärungen, Checklisten und Zitate beinhalten.
MEINE MEINUNG: Wenn wir schon beim Aufbau sind, fange ich am besten damit an, dass mir dieser außerordentlich gut gefallen hat. „How To Be A Girl“ ist sehr abwechslungsreich gestaltet und besteht nicht nur aus Fließtext, was die Neugier des Lesers kontinuierlich befeuert. Das finde ich vor allem in einem Buch wichtig, das darauf abzielt, Informationen zu vermitteln und sicher vor allem die eigentliche Zielgruppe anspornt, „dran“ zu bleiben. Vor allem die Frauenporträts fand ich persönlich sehr interessant, da ich viele der vorgestellten Revolutionärinnen noch nicht kannte und somit so einiges dazugelernt habe! Oder auch die Idee fiktionale Charaktere einzubauen war klasse, da diese ebensolche Heldinnen und Vorbilder sein können wie reale Personen. Die Themen, die von Julia Korbik angesprochen werden, sind sehr vielfältig und reichen über Sexualität, Body-Shaming und Gleichberechtigung bis hin zu Wahlrecht, Girl Hate und Rassismus. Jedoch finde ich die einzelnen Bereiche teilweise nur etwas oberflächlich behandelt. Klar, es würde so viel zu sagen geben, dass selbst ein 1000-Seiten-Wälzer nicht reichen würde, aber bei einigen Themen wie zum Beispiel sexuelle Belästigung, Rassismus, Body-Shaming oder Mobbing hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin mehr in die Tiefe gegangen wäre. Schließlich sind dies so präsente Themen, die den Alltag von so vielen Mädchen begleiten, dass mir persönlich zu wenig darauf eingegangen war. Dafür hätte man eventuell auch auf die eine oder andere Checkliste verzichten können. Einer meiner Kritikpunkte ist leider auch der Schreibstil der Autorin, den ich stellenweise als etwas belehrend empfunden habe. Die Rolle von Mädchen und Frauen in der Gesellschaft ist ein sehr sensibles Thema, zu dem es zig unterschiedliche Meinungen gibt. Anstatt hier aber auf neutraler bzw. allgemeiner Basis zu bleiben und somit eine Diskussionsgrundlage zu schaffen, hatte ich oft das Gefühl, unterschwellig die Meinung der Autorin vermittelt zu bekommen. Das hätte mich vor allem als junges Mädchen sehr verunsichert. Kritisch stehe ich auch einigen Tipps gegenüber, die die Autorin gibt. Ein konkretes Beispiel ist der Abschlusssatz in Punkt 4 in der DIY-Liste „Eine Protestaktion organisieren“ – um spoilerfrei zu bleiben. Andere Tipps sind zwar gut gemeint, aber in der Realität oft nicht ganz so umsetzbar. Ehrlich gesagt bin ich hin- und hergerissen , was „How To Be A Girl“ angeht. Einerseits finde ich jedes Medium wichtig, das Bewusstsein schaffen will für die kleinen und großen Ungerechtigkeiten, denen Frauen in unserer Gesellschaft begegnen. Und ich finde es wundervoll, dass diese Ungerechtigkeiten somit wieder mehr in den Fokus rücken und eine Diskussion entsteht. Andererseits konnte mich das Buch als Ratgeber in seiner Gesamtheit nicht zu 100% überzeugen. Deshalb habe ich auch meine Wertung in der Mitte angesiedelt und vergebe 3 von 5 Sternen.
Julia Korbiks Buch ‚How to be a girl‘ soll eine Mischung aus Wegweiser und Ratgeber sein. Die freie Journalistin und Autorin richtet ihr Buch vor allem an junge Mädchen, was die Farbe des Covers nochmal sehr deutlich macht. Aus meiner Sicht ist das Exemplar aber auch für Jungen lesenswert. Die Aufmachung des Buches ist ebenfalls wie das Cover in Rosatönen gehalten, was sehr mädchenhaft wirkt.
‚How to be a girl‘ liefert eine grobe Übersicht verschiedener Themen, die nicht nur Mädchen, sondern alle Menschen beschäftigen und zum Nachdenken bringen sollten. Am Anfang des Buches offenbart die Autorin einige persönliche Fakten und wie es für sie war, ein Mädchen zu sein und zu einer Frau heranzuwachsen. Außerdem geht Korbik darauf ein, was sie dazu bewegt hat, dieses Buch zu schreiben. ‚How to be a girl‘ ist in fünf Teile gegliedert, die jeweils eine andere Thematik behandeln.
In dem ersten Teil geht es um Identität, Geschlecht und den Einfluss der Gesellschaft, der nicht unterschätzt werden sollte. Danach wird über Körper, Schönheitsideale, Selbstliebe und Sexualität diskutiert. Im dritten Abschnitt wird ein Blick auf die Geschichte der Emanzipation geworfen und dass man nichts für selbstverständlich halten sollte. Im Anschluss werden verschiedene Ungerechtigkeiten und Diskriminierungsformen wie Rassismus und Sexismus erläutert. Abschließend betont die Autorin, wie wichtig es ist, keine Angst davor zu haben, die eigene Meinung zu sagen. Zwischendurch wird der Fließtext durch Kurzporträts berühmter weiblicher Persönlichkeiten unterbrochen. Darüber hinaus sind in dem Buch Checklisten, Definitionen und einige Tipps zu finden.
„Wenn du dich nicht selbst für deine Interessen einsetzt, wird es eventuell niemand sonst tun.“ – Zitat, Seite 78
Ähnliche Aussagen sind in ‚How to be a girl‘ keine Seltenheit, sodass ich beim Lesen das Gefühl bekommen habe, der Autorin sei es besonders wichtig, Mädchen und Frauen vor allem zum Handeln zu animieren, als darum, detailliertes Wissen zu vermitteln. Da die Lektüre vor allem an die jüngere Zielgruppe gerichtet ist, ist der Schreibstil leicht und locker. Der hohen Anzahl an verschiedenen Themen, die angesprochen werden, ist allerdings geschuldet, dass diese nur oberflächlich behandelt werden. Dieses Manko gleicht die Autorin aber etwas aus, indem sie im Anhang zum Beispiel auf weiterführende Literatur verweist.
Fazit
Meiner Meinung nach dient ‚How to be a girl‘ nur der ganz groben Übersicht. Ich würde es deshalb vor allem Teenagern empfehlen, wie es also vom Verlag eigentlich auch vorgesehen ist. Jemanden wie mich, der schnurstracks auf die dreißig zugeht, war der Inhalt leider etwas mager. Nichtsdestotrotz, finde ich, dass es der Autorin gelungen ist, mit ihrem Buch zu inspirieren und zu motivieren.
Vielen Dank an das Mainwunder Team und an den Verlag für das Rezensionsexemplar und die tolle Aktion. Ich war schon sehr gespannt was sich hinter diesem Buch verbirgt, den so hätte ich es mir definitiv nicht gekauft. Vorab, in diesem Buch werden Frauen beziehungweise Mädchen Probleme behandelt. Interessant ist es alle mal, wäre man selbst nicht aus dem Alter heraus. Deswegen empfehle ich das Buch für Mädchen ab 16 Jahren. Zumal ich zugeben muss, das auch einige interessante Themen auch für meinen Alter dabei waren.
Nun zum Buch. Schon das Cover fällt ins Auge und der Titel erklärt schon, um was es in dieser Story geht. Dabei ist das ganze Buch in 5 verschiedene Kategorien eingeteilt. Der Anfang macht das Kapitel " Weil ich ein Mädchen bin, oder?" und danach geht es mit "Mein Körper gehört mir", " Der Kampf um die Emanzipation", "Augen auf für kleine und große Ungerechtigkeiten" und zu aller letzt "Stand up, speak up!". Jeder der einzelnen Kapitel Überschriften erklärt ganz klar, was einen erwartet. Man merkt also, das Thema Fiminismus ist ganz groß geschrieben. Allem Voran muss ich hier gut heißen, das die Autorin hier versucht klar zu machen, das man sich als Frau nicht unterkriegen lassen soll und für seine Ziele kämpfen soll. Das Buch enthält so viele informationen. Für meinen Teil, waren es ab und zu zu viele Informationen. Aber man lernt auch Persönlichkeiten kennen, die es schon weit geschafft haben und deren Namen dem ein oder anderen etwas sagen dürfte. Die sind in Biografien beschrieben und aus verschiedenen Epochen. Das war auch noch ein Teil, den ich sehr interessant fand.
Ich möchte aber auch nicht zu viel Spoilern. Es ist jedenfalls ein interessanter Ratgeber mit Pro und Kontras. Ein Ratgeber, die jungen Mädchen begleiten soll und vor allem helfen soll. Dabei sollte man einfach nicht sein Ziel vor Augen verlieren. Also ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, der sich auch mit solchen Themen auseinandersetzen möchte und eventuell Tipps beherzigt.
Ich bin jetzt weder ein Mädchen, noch direkt in der Pubertät, habe aber beides durch meine Transidentität irgendwie doch auch erlebt.
Das Buch habe ich in der Bücherei einfach rein aus Interesse mitgenommen, um zu gucken wie Feminismus in all seinen Facetten auch im Jugendbereich vermittelt werden kann.
Dieser Ratgeber ist speziell für Mädchen gemacht und spricht diese als Zielgruppe auch immer wieder direkt an. Trotzdem kann man auch als "nicht-Mädchen" eine ganze Menge lernen und für sich selbst mitnehmen!
Auch über die vermittelten Diversitäten in dem Buch bin ich froh, denn die Lebensrealität sieht selten so weiß, cis, ablebodied, reich und hetero aus wie sie in den Medien oft dargestellt wird.
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch ganz gut ankommt und auch die Inhalte altersgerecht vermittelt. An einigen Stellen hätte ich mir ein bisschen mehr Realismus gewünscht, denn nicht alles ist so einfach umsetzbar wie das Buch es darstellt.
Trotzdem. Ein positives und bestärkendes Buch für alle Mädchen, Frauen und jeden der sich sonst noch für Feminismus und Gleichberechtigung interessiert.
Mit “How to be a girl” hat Julia Korbik ein Buch geschrieben, das ich jedem Mädchen und junger Frau an die Hand geben möchte! Sie öffnet die Augen für von der Gesellschaft aufoktroyierte Normen und ermutigt zu hinterfragen und den eigenen Weg zu gehen. Sie schreibt über die größten Probleme und Ungerechtigkeiten mit denen Mädchen heutzutage in der westlichen Gesellschaft konfrontiert werden. Und auch sehr wichtig - sie spricht über die Geschichte der Frauenbewegung und wie hart erkämpft und nicht selbstverständlich die Möglichkeiten sind die wir heute haben. Ich finde das gerät mittlerweile oft in Vergessenheit. Gut aufgearbeitet, auflockernd und selbst auch sehr interessant fand ich die Infoboxen über historische und aktuelle beeindruckende Mädchen und Frauen. Da habe ich auch Neues gelernt und weiter nachgelesen. Also Fazit: Sehr guter Überblick zu feministischen Themen, macht Mut und lädt zum weiteren Nachlesen ein. Ich wünschte ich hätte damals selbst so ein Buch gehabt! *Das Buch wurde mir freundlicherweise von Netgalley zur Verfügung gestellt*
Ich habe ein Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten.
How to be a girl ist ein Ratgeber für junge Frauen, der sich nicht nur mit der Geschichte der Frauenbewegungen, sondern auch mit modernen Problemen des Sexismus auseinandersetzt. Dazu werden auch kleinere Themen wie das eigene Privileg, Rassismus und verschiedene Sexualitäten behandelt. Dass diese Themen hier meist nicht im Detail auseinander genommen werden können, fand ich nicht störend. In meinen Augen wurden die historischen Passagen an manchen Stellen sogar etwas trocken, aber das kann daran liegen, dass ich mit meinen 25 Jahren nicht das direkte Zielpublikum und über diese Themen bereits gut informiert bin.
Für ein junges Mädchen würde ich dieses Buch aber eindeutig empfehlen. Einige Passagen fand ich etwas schwierig, beziehungsweise nicht unbedingt passend, aber Themen wie Mobbing und Alltagssexismus finde ich hier sehr wichtig. Das Buch ist darauf bedacht, Mädchen den Mut zur eigenen Stimme zu geben und das finde ich mehr als lobenswert.
In ihrem Buch, zeigt Julia Korbik, dass die Freiheit, die Frauen heute erleben, keine Selbstverständlichkeit ist, sondern, dass es ein langer Weg war bis Frauen beispielsweise wählen gehen durften. Die Geschichte des langen Wegs wurde interessant dargestellt und liefert genau die richtige Menge an Informationen, ohne zu überladen zu wirken. Damit eignet sie sich perfekt für die junge Zielgruppe, ist aber auch für erwachsene Frauen interessant. Abgesehen von solchen Fortschritten macht sie jedoch auch deutlich, dass wir in unserem Alltag leider noch immer nicht von der früheren Denkweise befreit sind und macht anschaulich und für die Zielgruppe angemessen, auf Themen wie beispielsweise Sexismus aufmerksam und erklärt diese. Es geht jedoch nicht nur um Feminismus in dem Buch, sondern allgemein um das Erwachsenwerden als Mädchen und was diese beschäftigt. Besonders gut gelungen, finde ich die Texte zum Thema Selbstliebe und Bodyshaming, die einem nochmals die Augen öffnen und den Blick auf sich selbst schärfen. Das Buch beinhaltet jedoch nicht nur spannend gestaltete Texte zu wichtigen Themen, sondern noch viel mehr Abwechslung. Es gibt Checklisten und Anleitungen, die einen selbst zum Handeln ermutigen. Gleichzeitig liefert das Buch zahlreiche Kurportraits von aktuellen und historischen Vorbildern, die sich für ihre Rechte oder Feminismus einsetzen. Da die Frauen aus unterschiedlichen Bereichen kommen, kann jeder unter diesen ein inspirierendes Vorbild finden. Besonders diese Kurzportraits haben mir sehr gut gefallen, weil sie zeigen, wie viel man in unterschiedlichen Gebieten erreichen kann. Besonders gut gelungen finde ich, dass das Buch auch dazu animiert selbst stark zu werden und Mut macht, um sich gegen Mobbing oder für mehr Gleichberechtigung einzusetzen. Vor allem das letzte Kapitel zeigt, dass man alles erreichen kann, wenn man sich ein Ziel setzt und an etwas glaubt.
Fazit: Ein gelungener Ratgeber, der zu vielen Themen übersichtliche Texte liefert und dazu inspiriert, selbst für sich und seine Rechte einzustehen.
Dieses Buch ist mehr oder weniger eine grobe Übersicht über aktuelle feministische Themen, aufgearbeitet für junge Mädchen. Dabei bleibt es aber sehr oberflächlich und wird mehr zu Vortrag und Belehrung. Die Autorin präsentiert ein klares Weltbild: Jungen werden bevorzugt und Mädchen benachteiligt. Als Begründung dienen ihr dazu überzogene Klischees, wie Mädchen zu sein haben (sich schminken und High Heels tragen). Das Buch gibt den jungen Lesern wenig Möglichkeiten, sich mit ihren Behauptungen kritisch auseinanderzusetzen - diese sollen unhinterfragt übernommen werden. Ziel des Buches ist nichts anderes als das feministische "consciousness raising" - die Leser auf (vermeintliche) Diskriminierungen aufmerksam machen, die ihnen vorher nicht bewusst waren und sie dann dazu aufrufen, dagegen anzukämpfen. Es geht nicht darum, jungen Mädchen zu einem glücklicheren Leben zu verhelfen, denn dazu sind die Ratschläge viel zu allgemein und oberflächlich. Es gibt keine Tipps, wie ich herausfinde, wer ich bin, wie ich verantwortungsvoll leben kann, wie ich meine Zukunft planen kann oder wie ich mir etwas gutes tun kann. Und schon gar keine Ermutigung für die jungen Frauen, die in manchen Punkten dem traditionellen Frauenbild entsprechen und damit zufrieden sind, diese werden durch das Buch eher verunsichert.
Die meisten der Ratschläge aus dem Buch à la "Sei du selbst", "höre auf deine innere Stimme und nicht auf andere" finden sich genauso in vielen Aufklärungsbüchern, Mädchenmagazinen und anderen Publikationen für die Zielgruppe.
Kurzportraits bemerkenswerter Frauen finden sich ausführlicher (und meist ehr schön illustriert) in Büchern wie "Power Women" und "Good Night Stories for Rebel Girls".
Die Informationen über Feminismus findet man auch mit ähnlichem Tiefgang in Buzzfeedartikeln etc.
Dieses Buch lädt nicht zu einer kritischen Auseinandersetzung ein, sondern soll die Leser eben dazu bringen, das Weltbild der Autorin zu übernehmen. Ob es das erreicht, so wie es ist, wage ich zu bezweifeln. Ich kann es nicht weiterempfehlen, wenn man nach Mut machenden Büchern sucht oder solchen, die Jugendliche zum kritischen Hinterfragen ermutigen sollen.
Vielen Dank an der Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplar über Netgalley.
Der Begriff “Feminismus” ist seit einiger Zeit ja wieder in aller Munde. Doch was genau bedeutet Feminismus eigentlich? Leider herrscht immer noch das Vorurteil vor, dass Feministen Frauen mit Haaren auf den Zähnen und Büschen unter den Achseln sind, die alle Männer scheiße finden. Nicht ganz so krass, aber mit ähnlichen Gedanken im Kopf bin ich an dieses Buch hier rangegangen. – Ja, tatsächlich, obwohl ich selber eine emanzipierte Frau bin, die auf ihre Rechte besteht und das, immer noch, herrschende Ungleichgewicht der Geschlechter unfair findet. Ich fordere meine Rechte nur nicht lautstark ein und das macht hier den kleinen Unterschied aus. Diejenigen, die laut sind, fallen auf. Und die, die auffallen, sind nicht selten recht radikal eingestellt und durch die Präsenz dieser Frauen entsteht bzw. entstand leider auch das Vorurteil über Feminismus.
Hier mal eine kleine Definition:
"Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt" (Quelle: Google)
(Abgebrochen) Das Buch sollte eigentlich jungen Mädchen helfen freier zu sein. Stattdessen hatte ich immer das Gefühl ein schlechtes Mädchen zu sein, weil ich die ganzen Probleme und Ansprüche der Welt an mich so nicht kenne und auch nicht gegen sie kämpfe(n muss). Statt das Gefühl zu haben ich soll gegen Einschränkungen kämpfen hatte ich durch die vielen Beispiele das Gefühl ich muss die Einschränkung auch jeden Tag zu spüren bekommen. Sonst bin ich kein Mädchen, denn allen Mädchen ergeht es so. Außer dem würde immer so getan als hätten Jungen gar keine Probleme.
Dieses Ebook habe ich nach kurzem "Durchblättern" und Überfliegen letztendlich als Broschur für meine Tochter gekauft. Als ersten Einstieg in das Thema Feminismus, Frauenpower und Co. finde ich "How to be a girl" wirklich super geeignet. Es regt zu Gesprächen an, es regt an, "Gott gegebene Gegebenheiten" zu hinterfragen und die eigene Person vielleicht sogar neu zu positionieren. Starke Mädchen sind notwendiger denn je und ich finde es schön, dass dieses Buch einen kleinen Teil dazu beitragen kann.
Und direkt noch ein Rezensionsexemplar. Über dieses Buch bin ich ja muss ich gestehen nur zufällig gestolpert und war sofort von der Idee gefesselt. Ich musste es sofort haben und habe es dann über Netgalley vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen.
Zum Buch ‚How to be a girl‘ liefert eine grobe Übersicht verschiedener Themen, die nicht nur Mädchen, sondern alle Menschen beschäftigen und zum Nachdenken bringen sollten. Am Anfang des Buches offenbart die Autorin einige persönliche Fakten und wie es für sie war, ein Mädchen zu sein und zu einer Frau heranzuwachsen. Außerdem geht Korbik darauf ein, was sie dazu bewegt hat, dieses Buch zu schreiben. ‚How to be a girl‘ ist in fünf Teile gegliedert, die jeweils eine andere Thematik behandeln.
Meine Meinung In dem ersten Teil geht es um Identität, Geschlecht und den Einfluss der Gesellschaft, der nicht unterschätzt werden sollte. Danach wird über Körper, Schönheitsideale, Selbstliebe und Sexualität diskutiert. Im dritten Abschnitt wird ein Blick auf die Geschichte der Emanzipation geworfen und dass man nichts für selbstverständlich halten sollte. Im Anschluss werden verschiedene Ungerechtigkeiten und Diskriminierungsformen wie Rassismus und Sexismus erläutert. Abschließend betont die Autorin, wie wichtig es ist, keine Angst davor zu haben, die eigene Meinung zu sagen. Zwischendurch wird der Fließtext durch Kurzporträts berühmter weiblicher Persönlichkeiten unterbrochen. Darüber hinaus sind in dem Buch Checklisten, Definitionen und einige Tipps zu finden.
Fazit Eine super Idee. Dennoch weiß ich nicht ob es so einfach ist das so simpel darzustellen. Dennoch finde ich ist es ein wichtiges Thema und ein guter einstieg für Jugendliche um in das Thema hinein zu finden. ★ ★ ★ ★ Sterne von 5 möglichen Sternen
Klappentext Ratgeber für Mädchen ab 13 Jahren. Mit jeder Menge Listicles, Tipps und Porträts von Vorbildern. Hast du dich schon mal gewundert, warum es Regeln gibt, die scheinbar nur für Mädchen gelten? Willst du gerne mehr über Bodyshaming, Selfcare und Gleichberechtigung erfahren? Findest du Mädchen und Frauen, die ihr eigenes Ding durchziehen, spannend? Dann bist du hier genau richtig! Mit Kurzporträts von historischen und aktuellen Vorbildern, Checklisten und Anleitungen (Wie erkenne ich alltäglichen Sexismus? Wie kann ich dem Konsum-Wahnsinn entkommen?) und Einblicke in die Welt der Jungen.
Bücher, die Mädchen Selbstbewusstsein vermitteln wollen, sind momentan irgendwie in. Das ist eine schöne Entwicklung, auch wenn es natürlich schade ist, dass es zu dem Thema extra Bücher geben muss. Besonders toll an diesem Buch fand ich, dass auch die Gegenseite beleuchtet wurde. Warum sollte ein Junge immer stark sein und keine Gefühle zeigen? Und warum sollten Mädchen schlechter im Fußball sein? Auch das Thema Bodyshaming spielt eine Rolle, was nicht nur für die jüngeren Leser*innen wichtig ist. Die Aussage, dass wir alle unterschiedlich sind und das gerade das wichtig ist, kann nicht oft genug wiederholt werden. Besonders schön fand ich, dass im Laufe des Buches beeindruckende Frauen der Vergangenheit und Gegenwart vorgestellt wurden. Ein Vorbild kann dabei helfen an sich selbst zu glauben und seine Ziele zu erreichen. Auch toll waren die Infokästen, z.B. eine Einführung in die LGBT Grundbegriffe.
Generell hat es mir sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich habe nicht nur das ein oder andere gelernt, sondern auch viel persönlich davon mit genommen. Ich würde es definitiv allen Menschen empfehlen, nicht nur Mädchen, aber vor allem Jugendlichen die mitten in der Pubertät stecken.