Ein Talisman, der sie beschützt. Eine Sage, die sie verfolgt. Ein Familiengeheimnis, das sie lüften muss. Als Charlie aus dem Nichts von mythischen Kreaturen angegriffen wird, treten ihre Alltagssorgen mit einem Schlag in den Hintergrund. Die einzige Aussicht auf Schutz bietet ein Bündnis mit dem wortkargen Erik, der ihr wie auf Schwingen getragen zu Hilfe eilt. Kann ihr mysteriöser Retter Licht ins Dunkel bringen? Gefangen in einem Labyrinth aus Lügen kämpft Charlie um Antworten. Doch fündig wird sie erst, als es längst kein Zurück mehr gibt.
Anna Weydt, 1989 in Hamburg geboren, studierte Germanistik und lebt in Niedersachsen. Sie ist gerne unterwegs und lässt die Begeisterung für das Reisen und neue Orte in ihre Texte einfließen. In ihren Geschichten sucht sie nach dem kleinen Funken, der ganze Welten aus den Angeln heben kann.
Das steinerne Schloss von Anna Weydt HarperCollins Germany books2read Cover: Märchenhaft Rezension: „Ein Talisman, der sie beschützt. Eine Sage, die sie verfolgt. Ein Familiengeheimnis, das sie lüften muss. Als Charlie aus dem Nichts von mythischen Kreaturen angegriffen wird, treten ihre Alltagssorgen mit einem Schlag in den Hintergrund. Die einzige Aussicht auf Schutz bietet ein Bündnis mit dem wortkargen Erik, der ihr wie auf Schwingen getragen zu Hilfe eilt. Kann ihr mysteriöser Retter Licht ins Dunkel bringen? Gefangen in einem Labyrinth aus Lügen kämpft Charlie um Antworten. Doch fündig wird sie erst, als es längst kein Zurück mehr gibt.“ Der Schreibstil von Anna Weydt ist leicht und flüssig. Die Beschreibungen in der Story sind bildhaft und plastisch gelungen, so dass der Leser schnell in diese Welt eintauchen kann. Gleich zum Anfang des Buches wird der Leser mitten in das Geschehen gerissen und die Spannung zeitnah ansteigen ließ. Der Spannungsbogen blieb im Buch erhalten. Die Charaktere kann man schnell ins Herz schliessen und ist neugierig ihrer Geschichte und Entwicklung folgen zu können. Leider begann das Buch zum Ende hin zu schwächeln und Ereignisse wurden zwar angedeutet aber nicht tief genug ausformuliert und daher mangelt es der Story ein wenig und auch am Verständnis durch den Leser. Etwas mehr Tiefe hätte dem Buch auch gut getan. Dieses Buch ist alles in allem eine gute Empfehlung und wenn die Autorin sich mit dem Ende etwas mehr Mühe gegeben hätte würde es sicher auch mehr Sterne bekommen. 3,5 / 5 Sterne Ich bedanke mich bei Netgalley und dem HarperCollins / books2read Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Buch war überraschend gut und ich wollte unbedingt weiter lesen. Die Geschichte folgt CHARLOTTE ^^, die an dem Tag an dem sie den Talisman ihrer Großmutter das erste mal vergessen hat in eine magische Welt voller Dämonen, Engel und Magie hineingerissen wird. Wem kann sie trauen und wem nicht und was weiß ihr Großvater. Ich habe mich besonders über die Herr der Ringe Zitate gefreut und hoffe es gibt noch weitere Bücher, die in dieser Welt spielen 😍 4 Sterne, da nicht viel "Überraschendes" passiert ist und da ich den Namen des Bösewichtes sehr abstrus fand.
Für Leute die ein Problem mit Religion haben ist anzumerken, dass dieses Buch Religiöse Inhalte enthält.
Mitten in der Stadt, in der Charlie lebt, passieren seltsame und gefährliche Dinge und eröffnen das Tor zu einem Reich der mystischen Kreaturen und unglaublichen Geschehnisse.
Die Protagonistin Charlie - normale Studentin, Tochter der zunächst herzlos erscheinenden Marie und Enkelin des herzerweckenden Großvaters Wilhelm - sieht sich in dieser Geschichte nicht nur ihren alltäglichen Sorgen und Aufgaben gegenüber, sondern wird mit einem alten Familiengeheimnis und einer Sage konfrontiert, die alles auf den Kopf stellen und Charlie zum Handeln zwingen. Dabei begegnet Charlie Erik, einem Mann voller Geheimnisse und einem Greifen als Begleiter, dem sie sich anvertrauen muss, um die Wahrheit zu finden.
Das Cover zum E-Book finde ich sehr gelungen und ansprechend. Das Schlüsselloch, durch welches der Betrachter einen Blick auf das von der Autorin erschaffene Fantasy-Reich werfen kann, trifft meiner Meinung nach das magische und verzaubernde dieser Geschichte gut.
Der Schreibstil von Anna Weydt ließ sich leicht weg lesen und stellte sich als sehr flüssig dar. Die Beschreibungen in der Geschichte konnte ich mir anhand der Wortwahl sehr gut vorstellen und ließen mich in die Geschichte eintauchen.
Inhaltlich konnte Das steinerne Schloss mich in den Bann ziehen, auch wenn das Ende nicht ganz meinen Geschmack traf. Zu Beginn wird der Leser relativ schnell in die Geschichte gestoßen, was mir persönlich sehr gut gefiel und die Spannung zeitnah ansteigen ließ. Die Charaktere konnte ich schnell in mein Herz fassen und wurde auf den Verlauf der Ereignisse neugierig. Besonders der Greif Katrei hat es mir von Beginn an angetan und konnte mich für sich begeistern. Erik hingegen wurde nicht mein liebster Charakter, hatte jedoch dafür etwas ganz Eigenes an sich. Zum Ende hin wurden die Ereignisse meiner Meinung nach nicht mehr ganz ausgeschrieben und es wurde nicht mehr alles aus der Geschichte ausgeschöpft.
Alles in allem ist Das steinerne Schloss jedoch eine Empfehlung für Fantasy-Liebhaber von mir. Die Geschichte ist kurzweilig und sowohl humorvoll, als auch spannend.
Das steinerne Schloss | Anna Weydt | books2read Harper Collins | 9783733711887 | ebook: 0,99 €
Zum Inhalt Ein Talisman, der sie beschützt. Eine Sage, die sie verfolgt. Ein Familiengeheimnis, das sie lüften muss.
Als Charlie aus dem Nichts von mythischen Kreaturen angegriffen wird, treten ihre Alltagssorgen mit einem Schlag in den Hintergrund. Die einzige Aussicht auf Schutz bietet ein Bündnis mit dem wortkargen Erik, der ihr wie auf Schwingen getragen zu Hilfe eilt. Kann ihr mysteriöser Retter Licht ins Dunkel bringen? Gefangen in einem Labyrinth aus Lügen kämpft Charlie um Antworten. Doch fündig wird sie erst, als es längst kein Zurück mehr gibt. [Quelle: Anna Weydt]
Meine Meinung Ich durfte diese Geschichte im Zuge einer Leserunde lesen und ich war super gespannt, weil ich den Klappentext sehr interessant fand. Das Buch startet auch wirklich gut und ist wirklich spannend. Anna Weydt hat wirklich schöne und tolle Charaktere geschaffen nur hat mir manchmal nur etwas mehr gefehlt. Am Anfang als Charlie in diese magische Welt rein stolpert ist man genau wie sie mit Staunen und etwas Skepsis erfüllt. Sie hat so viele Fragen und bekommt von Erik eigentlich gar keine Antworten. Dass frustriert nicht nur sie sondern hat auch mich als Leser etwas frustriert, weil diese Situationen immer wieder vorgekommen sind. Erik und Charlie haben viele Auseinandersetzungen, welche am Anfang sehr unterhaltsam sind aber dann ab und zu etwas anstrengend werden. Charlie und Erika haben aber auch sehr prickelnde Momente, wo man etwas mehr in Erik erahnen kann, als den Arsch, den er die meiste Zeit gibt. Der Bösewicht in dieser Geschichte fand ich wirklich sehr gut und auch die Beschreibung dieser Person fand ich richtig gut. Nur das Ende kam für mich dann leider etwas abrupt, ich hätte mir ein etwas ausführlicheres gewünscht.
Fazit Eine schöne Geschichte die aber noch ein paar kleine Schwächen hat. Es ist mit vielen Fantastischen Wesen gefüllt, wo einen besonders der Greif ans Herz wächst. Es hat wirklich schöne Momente und tolle Beschreibungen aber im ganzen hat es mich nicht so begeistert, wie ich gehofft hatte.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!
Ich hatte in den letzten Wochen die großartige Möglichkeit, mit meinem ersten Rezensionsexemplar zu arbeiten! Schon der Brief mit dem Download-Link war unglaublich schön gestaltet und mit Goodies versehen – alles sah wundervoll aus und hat mich sofort in die Welt der Geschichte hineingezogen. Das alles war so umwerfend, dass die ersten Wochen danach leider erst einmal nur exzessives begeistertes Anstarren des Covers auf meinem Kindle enthielten, bevor ich mich endlich an den Beginn gewagt habe. Aber dann sog mich die Geschichte auch schon ein!
Die Protagonistin Charlie stolpert zunächst relativ normal durch ihren Alltag – sie besucht ihren Großvater im Pflegeheim, begegnet dort anderen Menschen und ihrer unangenehmen Mutter, die sie nur über ihre nicht perfekten Leistungen im Studium zu definieren scheint. Dagegen ist Wilhelm, Charlies Großvater, ein ganz anderer Mensch. Die Figur wird sofort freundlich und zugewandt präsentiert, klar die einzige echte Bezugsperson von Charlie. Doch er warnt sie schon in seinem ersten Auftritt vor etwas, und seltsame Dinge nehmen ihren Lauf – und alles scheint davon abzuhängen, dass Charlie den von Wilhelm erhaltenen Talisman nicht um den Hals trägt.
Zunächst in schnellen Schritten, dann etwas langsamer entfaltet sich dann die Handlung in dieser Urban Fantasy. Dabei wird sich Zeit gelassen mit einer Einführung und Charlie nicht einfach aus einem nur der Vollständigkeit halber grob skizzierten Leben gerissen, sondern immer zwischen den Konflikten aus beiden Welten hin- und hergeworfen. Natürlich sind Dämonen, die nach dem eigenen Leben trachten, etwas wichtiger als der möglicherweise ausbleibende Unterhalt der Eltern im Studium. Durch die Verwicklung eines Dozenten in einen Kampf werden die beiden Thematiken aber erstaunlich intuitiv verbunden und bleiben das auch. Das hat mir sehr gut gefallen und war definitiv mal etwas anderes.
Die Handlung folgt dabei teilweise schon einigen Tropes aus der Fantastik, durchbricht die meisten davon aber schnell wieder. Da ist Erik, der als typischer Bad Boy auftritt und eine Weile so bleibt, sich dann aber erstaunlich gut aus dieser Rolle löst und immer wieder anders erscheint – und außerdem einmal nicht nur für irgendjemanden nach der Auserwählten sucht, sondern selbst tief in den Hauptplot verwickelt ist. Da ist Wilhelm, der als Großvater zwar den Wink zum größeren Konflikt gibt, das aber nicht aus dem Jenseits heraus oder in einem Testament – und sich auch noch aktiv in die Handlung einbringt. Ein erster Flug von Charlie auf einem Greifen macht ihr keine Angst, sondern lässt sie das erste gute Gefühl genießen, das sie an einem katastrophalen Tag voller böser Überraschungen hat. Und das Worldbuilding… Jetzt würde ich spoilern, aber es ist so eine tolle Konstruktion!
Ein paar wenige Kritikpunkte sammelte das Buch trotzdem. Etwa in einer Szene am Anfang, in der Charlie unter einen Schlafzauber gestellt und dann von Erik durchsucht wird, was doch sehr übergriffig ist. In einem Dialog wird Charlie dann für eine Sexarbeiterin gehalten, was dazu führt, dass diese Möglichkeit als unglaublich schrecklich und die Bezeichnung als unfassbare Beleidigung dargestellt wird. Das war die genaue Bezeichnung zwar auch, aber das Konzept ist keine, und es war ein wirklich unnötiger Beigeschmack. Außerdem wird zwischendurch die Möglichkeit eines Verhältnisses zwischen Charlie und ihrem Dozenten angedeutet und es wird in keiner Weise reflektiert, was das für ein problematisches Gefälle in Privilegien der beiden zur Folge hätte.
Viele Aspekte haben mir aber auch extrem gut gefallen. Allem voran die Einbettung der Kapitel in Verse aus Konrad von Würzburgs „Der Welt Lohn“. Als Studentin in Deutscher Literatur habe ich die Dichtung gelesen und bearbeitet, und es hat schon anfangs großen Spaß gemacht, die Aspekte der Handlung zu entdecken, die sich mit Versen verbinden ließen. Dann wurde sogar noch aufgelöst, dass die Versdichtung in der Geschichte als Nacherzählung referenzierter Events vorkommt – das fand ich wirklich gut gemacht und eingebaut. Allerdings hätte ich Charlie da fast auch Deutsche Literatur studieren lassen und nicht Englisch – aber vielleicht wäre das auch zu unrealistisch perfekt gewesen.
Außerdem hatte ich großen Spaß an Referenzen zu Fandoms. Die kamen erstaunlich oft vor, und an gut gewählten Stellen. Auch Erik brachte sich damit gut ein, und Charlie bekam dadurch noch eine weitere Ebene an Glaubwürdigkeit. In einer Situation von großer Enttäuschung wurde Charlie dafür Raum gegeben – das fehlt mir an anderen Romanen oft und hat mich sehr gefreut. Und in einer Sexszene gab es expliziten, also mit einer Zustimmung ausgesprochenen Konsens! Das ist nun wirklich kaum in der Literatur zu finden und war eine wundervolle Überraschung! Und hey, die Welt erinnert an Supernatural und die Protagonistin heißt Charlie – Count me in! Damit kann ich abschließend nur empfehlen, das Buch zu lesen, wenn ihr Urban Fantasy mögt. Und gerade, wenn euch die Grundstruktur der vielen Bestseller ansprechen, euch die unzähligen Klischees aber ganz schön nerven.
[cn für das Buch (keine Spoiler): Emotionaler Missbrauch durch Eltern, Sexarbeiter*innen-Shaming, übergriffiges Verhalten (ungewollte nicht sexuelle Berührung)]
Inhalt: Charlies Leben ist nicht perfekt, doch es ist ihr Leben. Plötzlich aber muss sich merken, dass es magische Geschöpfe und Kreaturen gibt und diese scheinbar auch noch hinter ihr her sind. Ein
Rezension: Als mich die Autorin anschrieb und mich fragte ob ich an der Blogtour teilnehmen möchte, empfand ich den Klappentext als interessant aber es wirkte auch nicht wie eine komplett neue Art von Handlung. Dennoch sagte ich zu und erhielt das Buch als Rezensionsexemplar. "Das steinerne Schloss" hat mich aber dann doch packen können und mir viele tolle Lesemomente geboten.
In der Geschichte begleitet man Charlotte, kurz Charlie, welche von jetzt auf gleich aus ihrem normalen Leben gerissen wird. Schon dort war das Leben nicht immer einfach, doch nun muss sich sich in einer neuen Welt voller magischer Geschöpfe und Magie zurechtfinden. Hierbei fand ich das grundsätzliche Weltenkonzept echt interessant. Unsere Welt, jedoch mit magischen Aspekten - doch die Autorin hat den Aspekt von Himmel und Hölle auf eine sehr interessante Weise ebenfalls eingebunden, welcher mich echt zum nachdenken angeregt hat. Wo ist Himmel? Wo ist Hölle? Wo befindet sich unsere Welt? Dazwischen oder vielleicht doch ganz woanders. Mit diesem Grundgedanken spielt sie und baut es in eine lockere Jugendgeschichte ein. Wenn auch nicht alle Informationen dem Leser sofort mitgeteilt werden. Die Geschichte starte zwar direkt actionreich, doch zusammen mit Charlie erhält man nach und nach mehr Bruchstücke. Gerade dadurch wird es spannend und man wird ebenfalls zum rätseln animiert.
Charlie selber ist für mich eine sympathische Protagonistin. Sie handelt zwar manchmal sehr überstürzt, dafür ist sie aber auch mutig und äußerst loyal. Sie wird in eine abenteuerliche Geschichte geworfen, kann mit der Situation aber super umgehen! Sie würde niemals jemanden in Stich lassen und stellt das Wohl anderer über ihr eigenes. Sie hat Macken und Kanten, was sie realistisch macht und greifbar. Auch die anderen Charakter sind mir allesamt positiv aufgefallen. Erik, dessen Identität ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten möchte, hat viele Seiten und so schwankt man zwischen "ich mag ihn" und "was will der eigentlich" hin und her. Zu Beginn brauchte ich etwas Zeit um mit ihm warm zu werden, obwohl sein erster Aufritt super geschrieben ist! Doch da geht es dem Leser wohl genau wie Charlie. Generell muss ich sagen, dass man sich mit Charlie beim lesen echt oft einer Ebene befindet und so auf jeden Fall dran bleiben möchte beim lesen. Ob sie nun im dunklen tappt oder geheime Pläne schmiedet, man hat immer das Gefühl dabei zu sein.
Der Schreibstil ist bildhaft und sehr locker. Anna Weydt schreibt mit Humor, Witz und Spannung. Ich empfand ihn als einen für ein Jugendbuch angemessen Stil und so flogen die Seiten nur so. Gefühle werden wunderbar rüber gebracht und die magische Welt durch die Sprache in unsere Welt verwoben.
Fazit: An Das steinerne Schloss habe ich wenig auszusetzen - Die Romantik im Buch war mir hier und da manchmal etwas erzwungen und ab und zu hatte das Buch ein paar langatmige Szenen... Doch durch ein tolles Grundkonzept und einer mir wirklich sympathischen Protagonistin konnte mich das Buch auf voller Länge unterhalten. Das Buch konnte mir schöne Lesemomente bereiten und ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen.
Als Charlie im Altersheim ihres Großvaters einen merkwürdigen Schatten sieht, denkt sie sich nichts weiter dabei, immerhin hat sie dringendere Probleme, als Schatten ohne dazugehörigen Körper. Als allerdings ihre Konsultation bei ihrem Professor mit den Eintreten einer Tür und einem Wesen, das direkt aus einer Gruselgeschichte kommen könnte, endet, kann sie sich der magischen Welt, die sich hinter der menschlichen verbirgt nicht länger entziehen.
Meine Meinung Ohne um den heißen Brei herum zu reden: Ich hatte mit dem Buch einige Schwierigkeiten. Meiner Meinung nach hat es nicht nur unnötig viele Stereotypen bedient, sondern sich auch gezogen und einer meiner meist benutzten Kriterien: Details!
Ich sehe in dem Urban Fantasy Roman einiges Potential, weswegen es für mich kein totaler Flopp war. Der Schreibstil ist gut, nur manchmal fühlte sich ein Wort oder Phrase fehl platziert an, ansonsten war er flüssig und die Protagonistin herrlich präsent. Oft habe ich schon gemeckert, dass über Handlungen nicht reflektiert wurde, das war hier nicht der Fall. Charlie reagiert auf ihre Umgebung sehr stark, hinterfragt vieles, nur leider nicht laut. Als Protagonistin war sie mir manchmal zu passiv, hat zu viel mit sich machen lassen (Wie eine Entführung, die man nur als „Abkommen“ tarnte oder das ständige Herumtragen seitens der männlichen Figuren.), zu selten für ihre Rechte und Sicherheit gekämpft. Dennoch war sie nicht dramatisch, hat sich auf das Wohl anderer besonnen und abgewartet, ehe sie gehandelt hat.
Der kleine Kreis an Figuren im weiteren Buch war für den Leser zwar übersichtlich, aber da es hauptsächlich um ein Zweiergespann ging, war es auf Dauer doch einseitig. Besonders da Teil 2 dieses Gespanns der typische boording YA Hero Erik war. Wortkrag, muskulös, undurchschaubar und wahnsinnig attraktiv machte er Charlie das Leben schwer, wie es schon tausend andere männliche Protagonisten in der Jugendliteratur der letzten 5 bis 10 Jahre getan haben. Dass sich die Romanze mehr wie Insta-Love angefühlt hat und eigentlich nur aus körperlicher Anziehung bestanden, bestärkte nicht gerade seine Rolle.
Die anderen Figuren waren nur bruchstückhaft präsent und blieben dementsprechend flach, obwohl man sie liebhaben konnte. Ein besonders gelungener Charakter war Charlies Dozent Herr Fries, der durch seine schlauen Fragen und Recherchefähigkeiten im Buch wichtig wurde. (Und als Druckmittel gegen Charlie.)
Gemocht habe ich allerdings die Schauplätze. Anna Weydt ist es gelungen ein paar besondere, ganz nach meinem Geschmack heimelige und wundersame Orte zu erschaffen, die ich gerne einmal persönlich erkundet hätte.Das Setting in Hamburg fand ich angenehm, die unmittelbare Umgebung wurde gut in die Handlung einbezogen.
Was ich am Buch noch Ausbaufähig fand war die Mythologie. Es wurde nicht explizit erklärt, wie die Wesen der verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen zusammen existieren konnten, was sie vor den Augen der Menschen schützt, wie ihre Magie funktioniert. Es hatte zwar einen Supernatural-Charakter, aber auch darauf wurde nicht eingegangen. Auch Charlies Fähigkeiten wurden mir nicht ausreichend genug erläutert, sie funktionierten wie ein Instinkt, was für die Protagonistin in einigen Fällen sehr hilfreich, für den Leser aber nur frustrierend war. Ihre Rolle hingegen wurde sehr deutlich gemacht und den größten Teil der Zeit wurde sie nur drauf reduziert und mehr wie ein Gegenstand, den man haben wollte, behandelt. Der verletzende Spitzname „Capsula“ hat dem ganzen nicht geholfen.
Kleinigkeiten wie der Wechsel von Pronomen in einem Absatz störten den Lesefluss manchmal. Gedanken die ein normaler Student hat, wenn er einige Tage ungeplant abwesend sein wird, wie „Was mache ich mit meinen Lebensmitteln?“, „Fällt es in der Uni auf, wenn ich nicht komme?“ haben völlig gefehlt. Die abwesende und uninteressierte Mutter haben Charlies Verschwinden natürlich super unterstrichen und keinerlei Probleme nach sich gezogen. Manchmal fehlten auch ganze Erklärungen zu Situationen, man war sich zum Beispiel einig, das man wen suchen und befreien musste, aber wer entführt hat und wohin, wurde nicht erwähnt. Da hatte man beim ersten Befreieungsversuch dann wohl Glück. Auch wurden Abläufe wie Kämpfe nicht gut genug beschrieben, denn es wurde zwar gekämpft, aber wie und womit wurde nicht erwähnt. Auch beschriebene Verletzungen, die gravierend klangen (Splitter in der Schulter, Metallrohre im Rücken) wurden später nicht erwähnt sondern mit „es geht schon“ abgewimmelt. Oder das man mythische Wesen eins zu eins bei Google finden kann, hat mich auch geärgert. Klar kann man mal googeln, wenn man nicht weiter weiß, aber dass das dann auch noch mit der Realität überein stimmt …
Die Handlung war sonst sehr solide, in der Mitte gab es einige Längen und meiner Meinung nach hätte man dort etwas kürzen können, um die Spannung zu erhalten. Es gab auch bis kurz vor dem Schluss keine nennenswerte Entwicklung bei den Figuren, sodass der lange Mittelteil kaum gerechtfertigt ist. Dennoch fand ich das Finale gut, es gab ein paar Überraschungen, bei denen die Autorin viel Mut bewiesen hat. Das Ende hingeben wurde meiner Meinung nach zu schnell und einfach abgefertigt, Fragen blieben offen und ich würde gerne das Gesicht von Charlie sehen, wenn sie ihre WG nach allem nochmal betritt.
An sich ist Das steinerne Schloss ein Jugendbuch, wie viele andere auch, es sticht durch wenig aus der Masse heraus. Dennoch wurde mit diesem Schema in den letzten Jahren viel Erfolg erzielt, junge Leser könnten mit diesem Buch viel Spaß haben. Für mich war es leider weniger etwas, es gab zu viele Löcher in der Handlung, als das ich ungestört lesen konnte.
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Ein Urban Fantasy-Roman - mein erster Selfpublisher -, der mich in vielerlei Hinsicht überzeugen konnte. In der Regel tummeln sich in den phantastischen Geschichten, die ich lese, Elfen, Zwerge, Drachen, Hobbits... kurz: das gesamte Personal der Fantasy, wie wir es seit Tolkien kennen. Aber hier begegnen mir nun auch andere Wesen: die Hydra, der Greif, Ghule, Engel und Frau Welt; kurz: Wesen, die in der heutigen Fantasyliteratur seltener auftreten, aber zu anderen Zeiten beliebte literarische Figuren waren. Die Literatur des Hoch- und Spätmittelalters etwa ist voll von antiken mythologischen Figuren und anderen Fabelwesen des Mirabilienorients, den wir etwa aus der Alexanderdichtung Ulrichs von Etzenbach oder des Pfaffen Lambrecht kennen. Und somit sind wir schon mitten in dem Punkt, der Annas Roman für mich besonders interessant macht und von der übrigen zeitgenössischen Fantasy abhebt: die vielen kleinen und größeren Verweise auf die mittelhochdeutsche Literatur. Es sind diese Kleinigkeiten im Roman, die mich daher besonders ansprechen und begeistern. Darüber hinaus überzeugen die Charaktere, allen voran die Protagonistin Charlotte, die nie überzeichnet wirkt oder dem Leser unsympathisch wird. Aber auch die Nebencharaktere sind detailliert ausgearbeitet und voll Tiefe. Die Konzentration auf wenige Charaktere ermöglicht es, die Handlung entsprechend stärker und detailreicher auszugestalten. Dabei wird die Spannung gehalten, auch an Stellen, die vergleichsweise ereignislos sind. Gerade zum Ende nimmt der Roman noch einmal deutlich an Fahrt auf. Auch das Ende bzw. der Epilog überzeugen. Selbst romantische Stellen sind nie kitschig oder unpassend gestaltet. Der Erzählstil ist flüssig und trägt den Leser durch die Geschichte. Insgesamt hat mir Das steinerne Schloss von Anna Weydt sehr gut gefallen.