Ich hatte rund um den Erscheinungszeitpunkt des Buches bereits an einem Workshop Jan Mayers zum Einsatz sportpsychologischer Strategien teilgenommen. Als Refresher des Workshop-Inhalts sollte nun das dazu gehörige Buch dienen. In diesem beschreibt er, wie verschiedene psychologische Forschungsergebnisse zur Leistungssteigerung im Spitzensport und darüber hinaus auch in anderen fordernden Situationen eingesetzt werden können. Abgesehen von vereinzelten inhaltlichen Schwachstellen (u.a. wird die zitierte Hypothese von Roy Baumeister, der Selbstkontrolle mit einem Muskel vergleicht, in der Wissenschaft als widerlegt betrachtet), hat mich primär das erste Viertel des Buches etwas enttäuscht. Wer sich bereits mit menschlichen Entscheidungen und deren psychologischen Grundlagen beschäftigt hat, wird hier durch die ausgiebige Beschreibung der Hypothesen Kahnemanns enttäuscht.