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In Sachen Kain & Abel

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Der neue Band von Ephraim Kishon ist ein funkelnagelneues Feurerwerk sprühenden Humors, hinreißende Satiren aus Alltag und Weltpolitik.
Wieder greift Kishon tief hinein "ins volle Menschenleben" und zieht den Leser in einen bewegten Reigen von Gestalten und Situationen, die uns allen nicht ganz fremd sind und die in Israel nicht sehr viel anders aussehen als bei uns. Da geht es — neben Freud und Leid in Familie und Beruf — um Trinkgeldprobleme, Fernsehserien-Helden und die Steuer, die einen auffrißt; um Brillen, die ein Eigenleben zu führen scheinen; um Mucken des eigenen Wagens, die nur in der Werkstatt nicht auftreten, und um nervensägende Beifahrer, die im Straßenverkehr alles besser wissen; um Sportfanatismus und Sorgen mit dem Übergewicht bei Flugreisen — und immer wieder um die kleinen Dinge des Lebens. Aber auch Fragen des Älterwerdens, Kommunikationsschwierigkeiten des modernen Menschen, Phänomene der Abstumpfung und der Ignoranz werden mit lächelnder Ironie aufgespürt.
Darüber hinaus präsentiert sich Kishon zum erstenmal im deutschen Sprachraum in diesem Band in größerem Zusammenhang als politischer Kommentator, als der er nicht nur in seinem Heimatland, sondern auch in der internationalen Presse bereits bestens bekannt ist. Waren auch in den vorangegangenen Satirenbänden Kishons heitere Geschichten mitunter politisch gewürzt, so verzichtet der "Weise mit der Narrenkappe" hier mitunter gänzlich auf jede Verkleidung, um als streitbarer Publizist den Kampf gegen Gleichgültigkeit, Wankelmut und Zynismus aufzunehmen und die volle Aufmekrsamkeit der Weltöffentlichkeit auf das Schicksal seines Landes zu lenken.
So ist In Sachen Kain und Abel ein Buch, wie Kishon-Leser es lieben und an dem zeitgeschichtlich Interessierte nicht vorbeigehen können.

320 pages, Hardcover

First published January 1, 1976

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About the author

Ephraim Kishon

267 books161 followers
Ephraim Kishon (Hebrew: אפרים קישון‎) was an Israeli writer, satirist, dramatist, screenwriter, and film director.

Born into a middle-class Jewish family in Budapest, Hungary, as Ferenc Hoffmann (Hungarian Hoffmann Ferenc), Kishon studied sculpture and painting, and then began publishing humorous essays and writing for the stage.

During World War II the Nazis imprisoned him in several concentration camps. At one camp his chess talent helped him survive as the camp commandant was looking for an opponent. In another camp the Germans lined up the inmates shooting every tenth person, passing him by. He later wrote in his book The Scapegoat, "They made a mistake—they left one satirist alive." He managed to escape while being transported to the Sobibor death camp in Poland, and hid the remainder of the war disguised as "Stanko Andras", a Slovakian laborer.

After 1945 he changed his surname from Hoffmann to Kishont to disguise his Jewish heritage and returned to Hungary to study art and publish humorous plays. He immigrated to Israel in 1949 to escape the Communist regime, and an immigration officer gave him the name Ephraim Kishon.

His first marriage, in 1946 to Eva (Chawa) Klamer, ended in divorce. In 1959, he married his second wife Sara (née Lipovitz), who died in 2002. In 2003, he married the Austrian writer Lisa Witasek. He had three children: Raphael (b. 1957), Amir (b. 1963), and Renana (b. 1968).

Bulgarian Profile.

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Helmut.
1,056 reviews67 followers
November 12, 2013
Lügner und Betrüger
Eine Diskussion im Amazon-Top-Rezensenten-Forum begann damit, dass jemand eine Rezension eines unbekannten Teilnehmers zitierte. Diese Rezension sei ein Betrug, denn sie enthalte Dinge, die im Buch gar nicht vorkommen, und gebe den Inhalt des Buchs falsch wieder.

Ich rezensiere viel und gerne, und lese auch ausgesprochen viele Rezensionen anderer "Kollegen". Oft stimme ich mit ihnen überein, manchmal nur teilweise, hin und wieder gar nicht - aber trotzdem käme ich nie auf die Idee, diese Leute als "Lügner und Betrüger" zu bezeichnen, weil sie ein Buch anders lesen, interpretieren oder werten. Ich halte mich da an Pierre Bayards These, dass ein Buch sich verändert, sobald wir es gelesen haben: wir reichern es mit eigenen Erfahrungen an, kolorieren es mit unserer Stimmung, beugen es im Spiegel unserer Persönlichkeit. Wir reden nie über dasselbe Buch, wenn wir über ein Buch reden, es ist immer das "eigene" Buch, das wir besprechen, und der Gegenüber bespricht "sein eigenes" Buch. Eine Objektivität ist unmöglich.

Eine andere Sache sind Rezensenten, die mit ihrer Buchbesprechungen einen anderen Zweck verfolgen, als eine Information zum Buch zu geben - oft besteht der andere Zweck im schnöden Mammon, dem Buchverkauf oder der Beeinflussung eines Buchverkaufs (der Anleitung zum Nicht-Kauf). Natürlich macht kein seriöser Rezensent das, doch auf Plattformen wie Amazon, die sowohl Rezensions- als auch Verkaufsmöglichkeiten bieten, ist das ein Thema, mit dem viele nicht klarkommen, die erwarten, eine Rezension habe gefälligst diesen hehren, edlen Zweck zu verfolgen - alles andere sei Betrug. Nun, wer auf einer Verkaufsplattform wie Amazon rezensiert, muss eh ein dickes Fell haben, und mit solchen Auswüchsen leben. Die Frage ist: Wie erkennt man den Unterschied zwischen einer verkaufsorientierten Buchbesprechung und einer mehr oder minder "ehrlich" gemeinten? So klar, wie es die Threaderöffnerin in der Amazon-Diskussion vermutet, ist das nicht. Ist es nicht oft eine in der Rezension geäußerte andere Meinung, die das Erstgefühl dafür auslöst? Eine gefährliche schiefe Ebene, auf die man sich da begibt.

Hier bei Goodreads ist man trotz der inzwischen implementierten Pro-Autor-Bewegung (im Feedback-Forum findet sich ein sehr langer Thread dazu) diesbezüglich Gottseidank gemäßigter, und Rezensionen sind hier auch bunter und breit gefächterter in ihrer Aussage, da sie den "nicht-hilfreich"-Klick nicht fürchten müssen. Ich persönlich genieße das.

Wie komme ich dazu, dies alles hier in einer Rezension zu Kishons Buch zu erwähnen? In dem Buch kommt eine sehr nette Geschichte vor, "Der Aufstieg des Jakob Schreibermann". Ein Autor, der kein Buch verkauft, steigt zum meistverkauften Autor Israels auf, allein dadurch, dass er selbst falsche und ehrabschneidende Rezensionen zu seinem Buch lanciert ("Pornografie!", "Zersetzung der Staatsmoral" und ähnliche nette Dinge) und andere Rezensenten dazu bringt, ohne ihr Wissen auf diesen Zug aufzuspringen. Bei Amazon-Rezensionen geht es mir oft so, dass ich einen Jakob Schreibermann hinter dem Text sehe - ein Verriss ist manchmal mehr wert als eine gute, wohlwollende, langweilige Besprechung. Und es ist eine gute Erinnerung daran, dass wir Reviewschreiber immer nur unsere Meinung kundtun, hoffentlich ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Leider können die restlichen Satiren in diesem Band nicht dieses Niveau halten. Sie sind kürzer als viele andere Satiren Kishons, und über einen Einleitungssatz oft miteinander verknüpft - ich vermute, sie waren als Zeitungskolumnen gedacht. Trotzdem unterhält Kishon erneut in hochqualitativer, selbstironischer und liebenswerter Weise.

Das Langen-Müller-Hardcover ist unauffällig in Gestaltung und Material. Selbst das ist subjektive Meinung, ich hoffe, niemand dreht mir einen Strick draus. Übrigens - ich verkaufe das Buch, weil ich solchen Schund nicht in meinem Regal will. Jemand interessiert?
Profile Image for Truehobbit.
237 reviews4 followers
April 22, 2026
Found this in a charity book stall and thought it had been quite some time since I've last read any Kishon satires. They can be a bit hit and miss, for me, and these were decidedly mixed. What's more, the collection here is a mix of the stories about people, the human predicament, which he sometimes handles very well, (but other times has them going nowhere in particular) and a set of political satire all about how nobody understands poor little Israel. True, the morality-free activities of international business and politics can make one a bit cynical and warrant satire, but the way he seems to imply that Israel is always right and everyone else always wrong present the author to have a naivety and lack of ability to look at matters from more than one angle that makes him, quite surprisingly, come across as blinkered at best, if not somewhat stupid.
Profile Image for Peter Grundberg.
39 reviews1 follower
December 30, 2024
The strapline - 'a bitter smile from besieged Israel' - sets the scene well. He is a wonderful writer; critical of all he sees and experiences in his adoptive home of Israel. I really enjoyed his crips satirical turn of phrase that works for the contemporary reader (IMO).
Profile Image for Peter.
610 reviews26 followers
October 26, 2018
Meine Israelreise will gut vorbereitet (vorgelesen) werden. Wiederum hat mir dieses Buch großes Vergnügen bereitet. Diesmal nicht nur die Satiren sondern auch der zweite Teil mit den politischen Aufsätzen (ebenfalls sehr ironisch). Auch wenn diese vor dreißig, vierzig Jahren geschrieben wurden, haben sie wenig bis gar nichts an Aktualität eingebüßt.
Profile Image for Nika.
144 reviews
April 19, 2026
Ich bin froh, mit Kishon abschließen zu können. Leider sind seine Satiren nach wie vor "not my cup of tea", wie der Brite zu sagen pflegt. In diesem Band waren einige recht unterhaltsame Kapitel enthalten, die jedoch von der Fülle nichtssagender und ermüdender Geschichten deutlich überschattet wurden.
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