3.5 Sterne
Das Buch ist irre derb und vulgär. Von den ersten Seiten an geht es um Sex, Masturbation und Drogen und das in einer Ausdrucksweise, über die ich aufgrund ihrer Schamlosigkeit nur noch lachen konnte. Irgendwie passt das eben auch alles zusammen, es wirkt echt und authentisch wie Chris, seine Jungs und seine Kleine sich ausdrücken. Erstaunlicherweise entsteht durch diesen doch recht detaillierten Bewusstseinsstrom und die Dialoge, die sich jegliche "sagte sie/er" Anhängsel sparen, ein richtiger Sog, der mich das Lesen nie unterbrechen lassen wollte.
Interessant finde ich die Beziehung, die hinter all dem Drogenkonsum und den Sexfantasien deutlich hervorblitzt. Während die erste Hälfte von Chris erzählt wird, spult die zweite zurück zum Anfang und berichtet wie seine Kleine die letzten zwei Tage erlebt hat. Bei dieser Gegenüberstellung offenbaren sich einige Abgründe, die zeigen wie vertrackt und kompliziert so eine Beziehung sein kann. Gerade dieser Aspekt hat mich am Ende ziemlich beeindruckt und die derbe Sprache oft vergessen lassen.