Die Generation Beziehungsunfähig will sich immer weniger festlegen und sucht nach neuen Formen von Beziehung - offene Beziehungen und Polyamorie haben in letzter Zeit zunehmend an Bedeutung gewonnen. Anna Zimt, Autorin und Bloggerin bei "im gegenteil", erzählt offen und authentisch von ihrer eigenen offenen Beziehung, ihren Sex-Abenteuern und wie sie mit ihrer Eifersucht zurechtkommt.Anna und Max sind Anfang dreißig, seit über zehn Jahren zusammen und füreinander die große Liebe. Dennoch haben sie vor ein paar Jahren festgestellt, dass sie mehr brauchen als nur einander, um richtig glücklich zu zum Beispiel Abenteuer, Sex und Affären mit anderen Partnern. Sie führen eine offene Ehe – nach außen, wie nach innen. Sie lassen sich ihre Freiheiten und ihre Sexualität, sprechen aber über alles und sie haben erkannt, dass ihre freie Sexualität ihre Beziehung nicht gefährdet. Im Gegenteil, sie sind gemeinsam erwachsen geworden und mussten nie auf die Abenteuer des Lebens verzichten. Anna Zimt ist Autorin und Bloggerin und erzählt offen und ehrlich, wie eine offene Beziehung funktionieren kann und holt mit ihren Geschichten das Prickeln in jedes Schlafzimmer zurück.
Der Schreibstil dieses Buchs ist absolut unbefriedigend. Aneinanderreihen von 1-3 Wortsätzen, häufige Ellipsen, Sätze werden mit Und, Weil begonnen. Man wird zudem erschlagen von Geschlechterdifferenzierenden stereotypen à la Sex and the City, ständigem Alkoholkonsum der Autorin (Damengedeck, Sekt mit den Mädels, Bier, Sambuca) und sich wiederholenden, in die Länge gezogenen Geschichten im Stil von 50 Shades of grey. Außer des „Regelwerks“, nicht zu empfehlen .
2,5 - aufgerundet 3 Ich habe mich zuerst sehr gefreut, mal eine Geschichte über ein Paar in einer erfolgreichen und glücklichen offenen Beziehung zu lesen und die Kapitel, in denen es um die Modalitäten der Beziehung geht sind super interessant. Mich hätte aber noch interessiert, ob Anna ihren „Affären“ kommuniziert, dass sie in einer offenen Ehe ist und wie das angenommen wurde. Das Buch hat einen für mich sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibtstil und es besteht zu 50% aus sehr detaillierten Sexgeschichten.
Irgendwie erstaunlich flach und oberflächlich. Hatte mir von dem Buch, nachdem ich den Podcast von Max und Anna seit langem höre, mehr erwartet. An keiner Stelle wird wirklich tiefgehend erzählt und obwohl die Autobiographie in Romanform geschrieben wird, wird man mit den Charakteren nicht wirklich warm, weil sie viel zu wenig und kurz vorkommen (mit Ausnahme von Anna natürlich). Schade..