Teleportieren ist die neue, aufregende Art zu reisen. Elin hat jedoch einen Ihr Körper wird nicht zum Ziel übertragen, sondern kopiert. Sie existiert nun zweimal, die gleiche Vergangenheit, gleichen Eigenschaften und Wünsche. Niemand will von der Fehlfunktion hören, stattdessen werden die beiden Elins sich selbst überlassen. Es folgt ein subtiler Kampf um die eigene Identität. Denn wer sind wir, wenn es uns schon gibt?
Das Buch thematisiert Selbstmord, Mord und Verschwörung.
Magret Kindermann wurde 1988 in einem kleinen Dorf in Hessen geboren. Sie studierte Online Journalismus in Darmstadt und arbeitete als Redakteurin und Produzentin in Berlin. Nun lebt sie in Thüringen mit ihrer Familie. Sie interessiert sich für Verhaltensmuster und Emotionen, für leichte Sprache für große Themen, und kuriose Menschen. Wenn sie nicht schreibt, ist sie im Schwimmbad oder Theater zu finden. Mehrere Bücher erschienen bereits im Selbstverlag, Killing Zombies and Kissing You ist ihr erstes im Genre New Adult und im GedankenReich Verlag.
Interessantes Thema. Bei einer Teleportation kommt es zu einem Fehler. Elin gibt es jetzt zwei mal. Was passiert mit dem "Klon" und dem Original? Wie arrangieren sie sich? Wo lag der Fehler? Gibt es noch andere? Magret Kindermann baut gekonnt die Geschichte auf. Es kommt immer noch ein Steinchen mehr drauf, ein anderer Blickwinkel. Wunderbar. Ein sehr lesenswertes Buch.
Bei einem Teleportationsunfall wird Elin verdoppelt - und muss sich damit auseinandersetzen, wie es ist, wenn man plötzlich zweimal da ist, und wer von den beiden Elins eigentlich die richtige ist ... Ein ungewöhnliches Setting und philosophische Fragen nach der Existenz und Selbstwahrnehmung, die Magret Kindermann in gewohnt kompetenter und sprachlich herausragender Art aufwirft. Unbedingt lesenswert!
Ich fand die Geschichte am Anfang interessant. Dann wurde ich emotional immer weiter hineingezogen bis ich eine richtige Wut auf die beiden Protagonistinnen bekommen habe. Und jetzt sitze ich hier und frage mich, ob ich wirklich so anders gehandelt hätte. Magret hat eine emotionsgeladene Geschichte geschrieben, die die Stärke und das Entwicklungspotential zweier Frauen unter höchstem psychischen Druck darstellt.
Was mir allerdings negativ aufgefallen ist, ist dass die Schwarze Figur in dieser Erzählung wieder einmal vollkommen überzogen dargestellt wurde. Ihr Arsch ist so groß, dass sie nicht normal zwischen Tischen hindurchgehen kann, ohne sie fast umzukippen. Wenn sie auftauchte, wurde recht oft darauf aufmerksam gemacht, dass sie mit ihrem grooooooßen Hintern irgendwo dagegenstößt etc. Fand es ziemlich geschmacklos und übertrieben. Und natürlich muss diese Person dann auch sterben
Die Story ist prinzipiell echt cool, wobei mir im nachhinein wie schon gesagt ein paar Stellen in den Sinn kommen, in welchen eine der wenigen Schwarzen Figuren relativ Stereotyp und überzogen dargestellt wird. Die Entwicklung der beiden Protagonistinnen ist aber auf jeden Fall das Lesen wert.
Ein Roman, ein Gedankenspiel: Was, wenn es mich plötzlich zweimal gäbe? Teleportieren ist eine neue Technologie, die sich in naher Zukunft entwickelt und der Menschheit erlaubt hat, einen zweiten Planeten zu besiedeln. Dabei konzentriert sich der Roman nicht auf futuristische Aspekte, sondern die persönliche Geschichte der Journalistin Elin, die beim Teleportieren durch einen Fehler verdoppelt wird. Elin ist auf einmal Elin und Paula.
Wer sind wir, wenn unser Anspruch auf Identität in Frage gestellt wird? Wer setzt sich durch und was passiert mit dem Verlierer? Durch Anspielungen auf Elisabeth I. und Maria Stuart bauen sich Erwartungen an einen Krieg um die Krone („die echte Elin“) auf, der tatsächliche Kampf spielt sich jedoch sehr subtil und nur angedeutet ab. Später kommen weitere Schicksale dazu, die Handlung weitet sich auf einen äußeren Konflikt aus: den Protest gegen das Unternehmen, das Teleportieren entwickelt und monopolisiert hat. Zwischen den Zeilen schimmern intelligente Seitenhiebe auf wirtschaftliche Monopole, Medien und Kommerz durch.
Trotzdem sind es die Einzelschicksale, die den Roman spannend und einzigartig machen: Angefangen von kuriosen sprechenden Namen über exotische Verhaltensweisen bis hin zu Gefühlskonflikten und folgenreichen falschen Entscheidungen, Kindermann schafft es, den Leser für ihre Charaktere einzunehmen. Ihr stellenweise holpriger, aber doch erfrischender Schreibstil trägt nur weiter dazu bei. Darüber hinaus beeindruckt ihr Mut, mit Wörtern zu spielen und eine neue Sprache zu versuchen.
Alles in allem ein Roman, der zum Nachdenken anregt: darüber, wer wir sind und was wir sein wollen. Wie viel an uns bewusste Entscheidung ist und wie viel äußere Umstände. Nach einigen Überraschungen haben die zwei Königinnen mir vieles beigebracht und mich immer noch nicht losgelassen.