Susanne Wiesinger ist Lehrerin an einer Brennpunktschule in Wien-Favoriten. Schonungslos schildert sie, wie sich in immer mehr Schulen eine Parallelgesellschaft herausbildet: von Schülern, die in der Mittelschule kaum genug Deutsch verstehen, um dem Unterricht folgen zu können, die ihre Mitschülerinnen nötigen, sich zu verhüllen, und die ihre Religion über alles stellen. Lehrer sehen sich dieser Entwicklung zunehmend machtlos gegenüber, denn Stadtschulrat und Gewerkschaft tun diese Probleme als bedauerliche Einzelfälle ab.
Gott sei Dank habe ich für dieses Buch kein Geld bezahlt. Die Autorin hat ihre Ereignisse in einer totalen übertriebenen Art beschrieben und auch einiges warscheinlich erfunden. Nach ihr ist das "Abendland" schon in den Händen der Muslime.
Spricht sehr wichtige Themen an, die leider viel zu häufig untergehen, aus Angst als 'Rechts' eingestuft zu werden. Es wiederholt sich zwar ein wenig, ist dennoch ein wichtiges Buch!
Schlüssigkeit und die Stringenz der Argumentation sind in meinen Augen mangelhaft. Die Autoren schweifen oft vom Thema eines Kapitels ab. Die Tiefe der Schilderungen aus Frau Wiesingers Lehreralltag sind sehr oberflächlich beschrieben (zB Situation, Kontext, Emotionen, Story Telling, ...vermisse ich). Die Schilderungen sind für mich weder generalisierbar, noch werden Phänomene subjektiv und tiefgründig dargestellt, sodass die persönliche Betroffenheit zum Ausdruck kommen könnte. Kurz zusammengefasst: Weder Fisch noch Fleisch und in einem schlechten Schreibstil verpackt (zB Die Autoren haben für meinen Geschmack viel zu kurze Sätze geschrieben, welche leider auch nicht konzis sind). Ich finde das sehr schade, denn der Inhalt könnte einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leisten, wenn er als Anstoß für Veränderungen im Schulalltag integriert würde.