Die japanische Popularkultur ist heute mit ihrer weltweiten Verbreitung langst zu einem Teil unserer Alltagskultur geworden. Ihr kultureller Einfluss und der Enthusiasmus, den sie besonders bei jungen Menschen hervorruft, ist vergleichbar mit der Bedeutung des Japonismus fur die Entstehung der kunstlerischen Moderne in der Zeit vor und nach 1900. Damals ubernahm Gustav Klimt die ornamentale Gestaltung japanischer Holzschnitte fur seine Frauenportraits, heute zeichnen junge Frauen in Deutschland Comics im Manga-Stil. Diese 'Nipponspiration', die Rezeption und kreative Transformation japanischer Kultur im deutschsprachigen Raum, ist Thema dieses Buchs. Es umfasst Bereiche von Malerei uber Architektur, Gartenkunst und Film bis hin zu Manga und Anime. Das Buch macht Japan bietet nicht nur exotische Motive und Inspirationen, sondern ist zum Ideengeber fur Innovationen und sogar fur eine Revolution in Kunst und Kultur geworden.
Eine Sammlung von Aufsätzen verschiedener Autoren mit einem Fokus auf den Japonismus und japanische Populärkultur als transkulturelles Phänomen. Überkapitel sind "'Nipponspiration' um 1900: Japonistische Ströme", in dem Beiträge zur Wiener Moderne, Blaue Reiter, japanischen Gärten, Walter Gropius und Madam Butterfly zu finden sind, "'Nipponspiration' in der künstlerischen Praxis" mit zwei Interviews und "'Nipponspiration' heute: Pop-Impulse", das Beiträge mit dem Fokus auf auf Spielfilme, Manga, Anime, Fanfiction, Mode und Hello Kitty enthält. Das Hauptthema ist sehr breit gefächert und die Artikel selbst konzentrieren sich auf bestimmte Aspekte. Sowohl als geziehlte Forschungslektüre als auch für ein "casual reading" geeignet. Die Artikel erläutern ihren jeweiligen Schwerpunkt gut, sodass prinzipiell kein Vorwissen in dem Fachgebiet nötig ist.