Im Jahr 2036 entdeckt der Astronaut Perry Rhodan auf dem Mond ein außerirdisches Raumschiff. Damit öffnet er den Weg zu den Sternen – ein Abenteuer, das den Menschen kosmische Wunder offenbart, sie aber immer wieder in höchste Gefahr bringt. Zeitweilig muss sogar die gesamte Erde evakuiert werden. 2058 ist die Menschheit mit dem Wiederaufbau ihrer Heimat beschäftigt und findet immer mehr zu einer Gemeinschaft zusammen. Die Terranische Union, Motor dieser Entwicklung, errichtet bereits Kolonien auf dem Mars und dem Mond. Auf Luna tauchen mysteriöse Fremdwesen auf. Sie können sich unsichtbar machen und werden deshalb Laurins genannt. Kurz darauf bläht sich die Sonne auf, ihre Glut bedroht die inneren Planeten. Während Perry Rhodan am Rand der Milchstraße den Laurins nachspürt, taucht im heimatlichen Sonnensystem ein Feind auf, mit dem niemand mehr gerechnet hat. Es kommt zur SCHWARZSCHILD-FLUT ...
Ruben Wickenhäuser, Jahrgang 1973, wurde in Berlin geboren, studierte Geschichte, Zoologie und physische Anthropologie, um zuletzt zu Promotion und Arbeit zurück in seine Geburtsstadt Berlin zu ziehen. Vor rund sechs Jahren wagte er mit seiner Familie den Sprung nach Mittelschweden. Dort arbeitet er als Publizist und für ein landesweites Projekt der jungen Sportart Jugger, die er aus Deutschland mitbrachte. Für sein Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet.
Mit dem Schreiben begann er Mitte der neunziger Jahre, wo er sowohl einen Roman für Jugendliche als auch ein Sachbuch über indianische Spiele vorlegen konnte. Später initiierte er gemeinsam mit dem Schriftsteller Titus Müller den Autorenkreis Historischer Roman Quo vadis.
Zudem wirkte er als Herausgeber und Mitautor dreier Gemeinschaftsromane, die von zwölf Schriftstellern gemeinsam verfasst und im Aufbau-Verlag publiziert wurden. Insgesamt schrieb er bislang über 20 Bücher.
Seine Jugend prägten im Science-Fiction-Bereich der Autor Stanislav Lem sowie die Lektüre von »Mark Brandis« und »Sternengarde«. Durch den Start von PERRY RHODAN NEO wurde er jedoch auf die Serie aufmerksam und war von Qualität und Handlung sehr angetan. Innerhalb der STELLARIS-Kurzgeschichtenreihe veröffentlichte er zwei Science-Fiction-Texte in PERRY RHODAN-Romanen, in denen es einerseits um Jugger und andererseits um Dinosaurier ging.
»Ich bin weiterhin von der Phantasiefülle und visionären Kraft des Science Fiction begeistert«, sagt der Autor zu seinem Engagement. »Deshalb ist es für mich eine Freude und Ehre, auch dem sehr angenehmen Autorenteam von PERRY RHODAN NEO beitreten zu können.«
Insbesondere die Figur des Gucky, die er in seiner Jugendzeit als »übermächtige Diddl-Maus« nicht besonders gemocht hatte, hat es ihm inzwischen angetan. Seinen ersten Roman für PERRY RHODAN NEO hat der Autor schon geliefert, am zweiten arbeitet er bereits.
Nach einem eher schwachen Roman nun ein überdurchschnittlicher Roman in der "Allianz"-Staffel. Ruben Wickenhäuser hat sich wirklich ins Zeug gelegt und gezeigt, was er kann. Er hat aus vielen Perspektiven erzählt und dabei den Figuren individuellen Konturen gegeben und Schwarz-Weiß-Malerei vermieden. Im Gegensatz zu anderen Reviewern ;-) finde ich den Präsidenten Ngata durchaus rati0nal und nachvollziehbar in seiner Einstellung zu diesem übermächtigen und unddurchschaubaren Denkding auf dem Mond. Wir (Perry Rhodan-) Leser haben zu NATHAN eine andere positivere Einstellung, als ein Terraner im Neoversum (der Welt von Perry Rhodan-Neo) haben kann. NATHAN handelt selbstherrlich und dass es den Angriff abgewehrt hat, kann man durchaus auch als Selbstverteidigung sehen. Und der Populist Willems wird nicht als Fiesling dargestellt, sondern als sehr cleverer Karrierist, der aber auch gefährlich ist. Negativ würde ich den Maahk-Angriff sehen, der einfach von zu vielen Zufällen abhängt, und deswegen ein sehr unwahrscheinliches Element bildet. Dafür kann aber Wickenhäuser nichts, sondern die Exposé-Autoren. Als SF-Fan gefällt mir, wenn ich Bezüge zu anderen Werken sehe. Der Anfang der Jao Tie Handlung ist stark an den postapokalyptischen Film "Die Jugger" angelehnt. Von dem gefährlichen Spiel gibt es im übrigen eine harmlose Variante, die in der realen Welt in einer Liga ausgetragen wird, und die auch Wickenhäuser kennt. Die Handlung um Farouk und Tom erinnerte mich ein wenig an "Enders Spiel". Und dass Wickenhäuser das Western-Genre mag, das hat er schon in seinem ersten NEO-Roman gezeigt. Fazit: Ein spannender, vielfälltiger Roman mit vielen Bezügen zu außerhalb des PR-Universums.
Maahks erscheinen aus dem Nirgendwo, damit NATHAN sie in die Luft sprengen kann. Ich hoffe, dass es dafür irgendwann nochmal eine sinnvollere Erklärung gibt... Und die "Indianer"-Geschichte in NATHANs Simulation war auch voller cultural appropriation, das hätte anders gelöst werden können.
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Die Handlung von Ruben Wickenhäusers 2. PRneo-Roman findet im heimatlichen Sonnensystem statt, bei der populistische Politiker in und außerhalb der Regierung eine offen rassistische Empörungsbewegung gegen Aliens, aber besonders gegen die Familie Rhodan und Thora und gegen das rätselhafte Wesen auf dem Mond mit dem Namen NATHAN. Die Entführung der beiden Söhne von Rhodan und Thora durch NATHAN erbost nicht nur Thora, aber auch die John Maui Ngata schürt den Hass gegen die Mondintelligenz, die immer wieder betont, dass sie die Menschheit beschützen und unterstützen will, das Gegenteil konnte allerdings nie nachgewiesen werden. Als eine Flotte der Maahks das Sonnensystem angreift, kann nur NATHAN mit seinen überlegenen Mitteln die Menschheit retten, dass Tom und Farouq Rhodan hier eine große Rolle gespielt haben, wird NATHAN von den Populisten nun vorgeworfen, da sie ihm vorwerfen, Kindersoldaten benützt zu haben... Ruben Wickenhäuser schafft es in diesem Roman wieder, aktuelle Tendenzen in der realen Welt auf PR zu übertragen, das schafft er überragend, sein Roman ist dicht, spannend und regt zum Nachdenken an, was will man mehr...