Ein verhängnisvolles Unglück am traumhaft schönen Lago Maggiore: Matteo Bassos erster Fall Am italienischen Ufer des Lago Maggiore, wo die Frühlingssonne das klare Wasser wärmt, versucht Matteo Basso vergeblich, seinen ersten Fisch zu fangen. Der ehemalige Mailänder Polizeipsychologe hat seinen Job an den Nagel gehängt und ist zurückgekehrt nach Cannobio, um die Macelleria seiner verstorbenen Eltern zu übernehmen. Am Wochenende soll das große Oldtimer-Rennen stattfinden und Gisella ihm bei den Salsiccia-Kreationen helfen, die ihm leider noch regelmäßig misslingen. Doch dann wird Gisellas Leiche am Ufer des Sees gefunden. Man vermutet, sie sei ertrunken. Matteo glaubt nicht an einen Unfall, denn Gisella war eine exzellente Schwimmerin. Er ermittelt auf eigene Faust. Warum wollte sie ihn in der Nacht zuvor so dringend sprechen? Und was hatte sie mit Maldini, dem windigen Gran Signore aus Stresa, zu tun? Als es beim Autorennen zu einem mysteriösen Unglück kommt und Matteo selbst in Gefahr gerät, ahnt auch Kommissarin Zanetti, dass sie es mit einem verzwickten Fall zu tun haben. Die aufreibenden Ermittlungen führen die beiden bis ins luxuriöse Mailand und tief in die Geschichte der Region. Entdecken Sie den Lago Maggiore auf den Spuren von Matteo Basso: Zur Krimireise in Kooperation mit Maggioni Tourist Marketing.
»Anscheinend vermutete der Mann etwas bei ihm, dass er entweder nicht hatte oder von dem er nur nicht wusste, dass er es besass. Vielleicht hatte Gisella ihm etwas darüber sagen wollen, als sie versucht hatte, ihn anzurufen. Der Anrufer hatte etwas mit Gisellas Tod zu tun, da war Matteo sich ziemlich sicher.« – S.66-67
Irgendwie mochte ich Die Tote am Lago Maggiore und Matteo Basso ganz gerne. Das Buch vermittelte mir im kalten Winter ein bisschen Frühlingswärme und versprühte ganz viel italienisches Flair. Allerdings muss ich auch sagen, dass die Handlung etwas spannender hätte sein dürfen und grad zu Beginn durch den Schreib- und Erzählstil viel von ihrem Drive einbüsste. Der erste Band dieser Reihe ist ganz solide und lässt sich gut einfach mal so zwischendurch lesen. Wirklich aus der Masse heraus stehen tut die Geschichte aber nicht.
Die vollständige Rezension gibt es auf dem Blog readeatlive nach zu lesen.
"Die Tote am Lago Maggiore" erscheint im Februar 2016 im KiWi-Verlag als Taschenbuch, es kostet 9,99 Euro. Für den Autor Bruno Varese ist es der erste Kriminalroman, er wohnt in der Gegend des Lago Maggiore.
Das Cover des Buches zeigt den Blick von einer Terrasse auf den Lago Maggiore, ich würde gern selbst von dort aus auf den See schauen. Besonders gut gefallen mir auch die Innenseiten, sowohl vorn als auch hinten sind Karten von der Gegend des Lago Maggiore zu sehen. So kann sich auch ein Ortsunkundiger besser vorstellen, wo ein Großteil der Handlung stattfindet.
Zum Buch: Matteo Basso war Polizeipsychologe in Mailand, hat den Job dort aber an den Nagel gehängt und ist in seine Heimat nach Cannobio am Lago Maggiore zurückgekehrt, um dort die Macelleria (Metzgerei) seines verstorbenen Vaters weiterzuführen. Das Fleischerhandwerk hat er schon in jungen Jahren von seinem Vater gelernt. Seine Probleme hat er allerdings mit der Herstellung schmackhafter Salsiccia, die kriegt er einfach nicht hin. Dabei unterstützt ihn Gisella Tonetti, seine Angestellte und (platonische) Freundin. Diese wird eines Morgens tot im Wasser aufgefunden - ertrunken. Doch warum wollte sie ihren Chef mitten in der Nacht vor ihrem Tod telefonisch erreichen? Außerdem war Gisella eine ausgezeichnete, erfahrene Schwimmerin. Matteo Basso zweifelt daran, dass Gisellas Tod nur ein tragischer Unglücksfall sein soll. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und findet schon bald heraus, dass Gisella ein Restaurant eröffnen wollte und bereits ein Gebäude gekauft und fleißig renoviert hat. Doch woher stammen die 50 000 Euro, die Matteo in Gisellas Wohnung findet? Matteo hält Franco Maldini, den Mann für den Gisella an ihrem letzten Abend gearbeitet hat, für verdächtig und spioniert dem Mann nach. Er wird aber beim Schnüffeln in dessen Haus erwischt und von der Polizei in Gewahrsam genommen. Außerdem erhält Matteo einen Droh-Anruf, er soll dem mysteriösen Anrufer "das geben, was er will". Kommissarin Zanetti ist die Einzige, die nicht an einen Unglücksfall glaubt, sie und Matteo unterstützen sich gegenseitig bei Spurensuche und Ermittlungen. Mehr von diesem Buch verrate ich nicht, um dem Buch nicht die Spannung zu nehmen.
Meine Meinung: Das Buch ist ein eher ruhiger Krimi, in dem erfreulicherweise kein Blut fließt. Der Autor schafft es von der ersten Seite weg, den Leser ins Geschehen einzubinden, es wird bis zum Schluss auf keiner Seite langweilig. Die Charaktere sind ganz toll beschrieben, besonders die drei Alten aus der Autowerkstatt hatten es mir angetan (besonders gelacht habe ich, als sie sich um Matteos Macelleria kümmern...). Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, es gibt viele Spuren und Verdächtige, auf den tatsächlichen Täter hätte ich nie im Leben getippt. Sehr stimmiges Buch, allein das Vorleben Matteos und die Frage warum er in seine Heimat zurückkehrt, wird nicht beantwortet. Das ist allerdings auch nicht wichtig für das Buch und bietet Raum für weitere Fälle und Geschichten.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich würde auch gern eine Fortsetzung lesen. 5 Sterne und mein Tipp: LESEN !!
Matteo Basso war Polizeipsychologe und hat dem Leben in Mailand der Rücken gekehrt um am Lago Maggiore die Metzgerei seines Vaters weiterzuführen. Er angelt morgens, raucht viel, trinkt Wein und isst gerne. Ein Morgens wird eine tote Frau aus dem See gezogen und die schlimmsten Befürchtungen von Matteo werden bestätigt.... Kurzweiliger Regiokrimi, der sich gut und schnell liest. Leider braucht das Buch ca. 50 Seiten um in Gang zu kommen, dann geht es aber schnell und zügig zum Ende. Ebendieses kommt überraschend und man weiß am Anfang nicht, wer wen warum ermordet hat. Teil 2 erscheint bald, ich werde ihn definitiv lesen!
Dieses Buch ist ein richtig schöner, atmosphärisch gelungener Krimi, der ohne Blut und viel Action auskommt, aber mit einer aktuell angehauchten und gut durchdachten Geschichte aufwarten kann. Mit Charme und Charisma ermittelt Matteo Basso, von Hauptberuf Fleischer, auf eigene Faust und mit glücklicherweise den richtigen Kontakten, im Fall um die ertrunkene Giselle. Dabei hat er - ganz der unvollkommene Held - immer wieder mit seinen Gefühlen zu kämpfen, war er doch mit der Toten befreundet. Doch nicht nur das mit Basso glaubhaft und sympathisch, auch seine bisherige Lebensgeschichte, von der nicht alles erzählt wird, macht neugierig auf diesen Charakter und wirkt nicht konstruiert. Ebenso vielfältig und glaubhaft beschrieben sind die anderen Personen – man merkt, dass der Autor, weiß, über welches Volk er schreibt – und auch die Landschaft, die Umgebung, das Wetter, rufen Sehnsucht nach einem Italienurlaub hervor. Das Zusammenspiel der Dorfbewohner, die Atmosphäre auf den Bergen und die richtige Prise Humor lesen sich sehr stimmig. Auch die italienische Küche kommt nicht zu kurz und macht das Flair dieses Buches perfekt. Doch trotz der privaten Erzählungen wird die Aufmerksamkeit des Lesers nie weit von der Krimihandlung abgelenkt, in der der Autor gekonnt falsche Fährten mit interessanten Wendungen kombiniert. Ganz nebenbei findet sich auch Platz für aktuelle Gesellschaftskritik. Stichwort Lampedusa. In meinen Augen ist dieser leichte Krimi ein guter Start für eine Serie mit Herrn Basso und ich bin gespannt, ob er noch weitere Fälle lösen darf.
Nach etwas mehr als der Hälfte dann doch noch abgebrochen. Es interessiert mich leider nicht mal mehr wer der/die Mörder*in war...
Matteo Basso bleibt charakterlich sehr blass gezeichnet. Sein Misstrauen gegenüber der Polizistin ist mir nicht schlüssig, da er doch selbst Polizeipsychologe war. Vielleicht gibt es dafür später eine Erklärung, dann habe ich die verpasst. Seine ständigen Alleingänge konnte ich auch nicht nachvollziehen, denn schließlich geht doch auch die Polizistin von Mord aus.
Andere Charaktere gibt es wenig und auch diese bleiben sehr oberflächlich. Gefühlt weiß ich überhaupt nichts über sie außer ihren Namen.
Von Italienflair ist in der ersten Hälfte auch kaum was zu spüren. Weder Umgebung noch Essen oder Charakter der Menschen werden näher beschrieben, weshalb dieser Krimi auch genauso gut am Bodensee hätte spielen können.
Spannung kommt zwar zwischendurch ab und zu mal auf, aber die Vorfälle wirkten auf mich doch sehr konstruiert. Schade!
Optimale Lektüre für Wartezeiten und auch mit häufigen Unterbrechungen kein Inhaltsverlust. Handlung etwas überzogen aber Personen ganz glaubwürdig und gut in die Umgebung eingebettet. Das Olditrio hat was von Malvaldis Maremmaopas aber ganz okay.
Die Tanzlehrerin Gisella ertrinkt während einer stürmischen Nacht im Lago Maggiore. Matteo Basso, ein Freund der Toten, will im Gegensatz zur Polizei nicht an einen Unfall glauben.
Die Geschichte wird aus der Sicht des ehemaligen Polizeipsychologen und heutigen Metzgers Matteo Basso erzählt. Obschon er mir nicht unsympathisch war, konnte ich mich nur bedingt in ihn hineinversetzen und seine Vorgehensweise oft nicht nachvollziehen. Was mir in Bezug auf den Protagonisten besonders gefehlt hat, sind seine Hintergründe. Es wird lediglich klar, dass er seine Arbeit als Polizeipsychologe aufgegeben hat, jedoch nicht, wieso das geschah, und wieso er von Mailand wieder in sein Heimatdort Cannobio gezogen ist, wo er sich nur bedingt wohlzufühlen scheint. Hier hätte ich gerne mehr erfahren, das hätte Matteo für mich wohl auch etwas lebendiger gestaltet.
Das Erzähltempo von „Die Tote am Lago Maggiore“ ist sehr geruhsam bis sogar langatmig. Action sollte hier nicht erwartet werden. Der Protagonist Matteo folgt Schritt für Schritt seinem Instinkt, denn Spuren gibt es keine. So fällt für den Leser auch das Miträtseln flach, keinerlei Hinweise werden gestreut, die man verbinden könnte. Auch das Spannungslevel ist eher tief gehalten. In den wenigen Szenen, in denen es doch spannend wird, beispielsweise wenn mitten in Mailand geschossen wird, wird die Situation nur kurz angerissen und in wenigen Sätzen abgehandelt. Über weite Teile des Krimis bleibt unklar, worum es überhaupt geht, und ob wirklich eine Straftat vorliegt. Aufgedeckt wird der Fall schlussendlich eher durch Zufall. Auf wenigen Zeilen wird geschildert, was eigentlich genau warum passiert ist, ohne dass Matteo eine nennenswerte Eigenleistung zur Lösung beitrug.
Der Schreibstil des Autors Bruno Varese lässt sich flüssig lesen und vermittelt ein angenehmes Bild der geschilderten Region. Das italienische Essen spielt im Buch eine grosse Rolle und versetzt den Leser leicht in Urlaubsstimmung.
Mein Fazit
Sehr geruhsamer Regionalkrimi, dem es an Spannung mangelt.
Deutsch Ein Krimi, den ich gewählt habe, weil ich mich für die Region, die Kultur und die Sprache (der Region, nicht des Buchs) interessiere. Ich war positiv überrascht und werde bestimmt weitere Krimis der Serie lesen, falls sie den Weg zu mir finden. Jedoch muss ich auch zugeben, dass der Stil des Authors mich ab und zu ein wenig störte. Ich bin aber leider nicht ganz sicher weshalb. Einzelne Sätzte bessassen, meiner Meinung nach, eine Zusammensetzung, die zu viele Entzifferung seitens des Lesers benötigte. Ach, wie man sieht, die deutsche Sprache ist nicht meine erste Sprache - vielleicht trage ich die alleinige Schuld dafür. Auch, muss ich sagen, wenn ich gerade kritisch zu Mute bin, dass die Twists, die Colpi di Scena, nicht immer sehr überzeugend waren. (Achtung, Spoiler) Wieso vehielt sich die verstorbene Frau am Morgen ihrer Tötung so viel anders als für sie normal war? Wieso würde der Mann, der gerade versuchte, abzutauchen und zu verschwinden, sich von einem Hubschrauber abholen lassen? Solche Details waren für mich sehr verwirrend und fast unsinnig.
English A thriller that I chose because I'm interested in the region, the culture and the language (of the region, not the book). I was pleasantly surprised and will definitely read more crime novels in the series if they find their way to me. However, I have to admit that the author's style bothered me from time to time. Unfortunately I'm not quite sure why. Individual sentences had, in my opinion, a composition that required too much deciphering on the part of the reader. Oh, as you can see, German isn't my first language - maybe I'm solely to blame for that. Also, I have to say, when I'm in a critical mood, that the twists, the colpi di scena, weren't always very convincing. (Warning, spoilers) Why did the deceased woman behave so differently than she would have normally done on the morning she was killed? Why would the man who was just trying to dive and get away let a helicopter pick him up? Such details were very confusing for me and almost nonsensical.