Ein Müllersohn Der Traum vom Ruhm Der erste Vertrag Schon seit frühester Jugend will Sänger und Gitarrist Florian Müller ein erfolgreicher Musiker werden. Als ihm der berühmte Produzent Dietmar Weiss einen Plattendeal anbietet, sieht er seinen Traum zum Greifen nahe. Ohne lange zu überlegen, unterschreibt er den Vertrag. Doch dann kommen ihm Zweifel. War es wirklich klug, die Rechte an seinem Song so leichtfertig abzutreten? Was, wenn der Schlager-Produzent seine Metal-Ballade vollkommen verhunzt? Fieberhaft sucht Flo nach einem Ausweg - und dann tritt noch Sängerin Mia in sein Leben ... Rumpelstilzchen einmal In Das erste Lied erzählt Autorin Susanne Eisele das bekannte Märchen der Brüder Grimm neu und setzt sich dabei mit der Verlockung von schnellem Ruhm, den Fallstricken der Musikindustrie und dem Zusammenhalt unter Freunden auseinander.
Nachdem ich ja eine Fee der Märchenspinnerei bin und mir Susanne Eiseles neues Buch sofort zugesagt hat, habe ich mich um ein Rezensionsexemplar beworben – und auch eines bekommen. Vielen Lieben Dank an die Autorin.
Das Cover zeigt einen jungen Musiker im Scheinwerferlicht mit einer E-Gitarre in den Händen. Darunter liegt Stroh mit Goldfäden durchsponnen. Das Cover ist zwar kein grafisches Meisterwerk, aber es passt gut zur Geschichte und das Stroh mit Gold weist auf das Originalmärchen hin. Also rundum ein gelungenes Cover.
Auch der Titel ist super gewählt. Es handelt sich ja um das erste Lied, das ein Produzent unter Vertrag genommen hat.
Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. Es beginnt direkt mit einem Auftritt der Band, in der Protagonist Florian der Frontman ist. Nach und nach werden einem auch die anderen Bandmitglieder vorgestellt. Von Florian bekommt man sofort einen guten Eindruck – ich mochte es, wie er vor dem Konzert vom Berühmtsein träumt. Das erklärt auch, warum er den Vertrag ohne große Prüfung unterschrieben hat.
Vielleicht ist er ein bisschen naiv, das kann schon sein. Aber auf jeden Fall war er eingeschüchtert und so hätte jedem Anfänger passieren können, dass er solch einen Knebelvertrag unterschreibt. Mir war der Protagonist jedenfalls sehr sympathisch. Nur Mia war mir noch lieber, weil sie echt mutig ist und ihre Meinung kundtut.
Die Geschichte war mal was ganz anderes, als die Bücher, die ich sonst so lese. Die Parallelen zum Originalmärchen waren nicht zu offensichtlich und wenn ich nicht gewusst hätte, dass es eine Märchenadaption zu „Rumpelstilzchen“ ist, hätte ich es wohl auch gar nicht bemerkt. Aber mit diesem Wissen findet man schon gewisse Ähnlichkeiten mit dem Märchen der Brüder Grimm.
Die Liebesgeschichte, die in dem Buch vorkommt, fand ich allerdings ein bisschen … wie soll ich sagen? Übereilt? Unnötig? Nicht romantisch genug? Ich glaube, von allem ein bisschen. Mir haben ein bisschen die Gefühle gefehlt und es ist so „instant love“-mäßig.
Abgesehen von diesem Kritikpunkt gefiel mir die Geschichte wirklich gut. Ich gebe ihr daher vier Sternchen.
Die Geschichte dagegen finde ich eher so lala. Sie ist ganz nett, aber hat mich beim Lesen doch sehr gelangweilt. Erst ab der Hälfte nahm die Geschichte etwas an Fahrt auf. Doch auch hier gefiel mir die Geschichte nicht so gut. Irgendwie fehlte mir trotzdem die Spannung und die Unterhaltung. Außerdem fehlte für mich die Chemie zwischen den Hauptfiguren. Die beiden wirkten auch etwas blass auf mich. Das fand ich schade, da man, in meinen Augen, aus der Grundidee und den Figuren sehr viel mehr hätte machen können. Und dann war das Buch auch schon wieder vorbei. Insgesamt war das Buch leider höchstens befriedigend, obwohl ich mich sehr darauf gefreut hatte etwas mit Musik und Rumpelstilzchen zu lesen.
Klappentext Ein Müllersohn Der Traum vom Ruhm Der erste Vertrag Schon seit frühester Jugend will Sänger und Gitarrist Florian Müller ein erfolgreicher Musiker werden. Als ihm der berühmte Produzent Dietmar Weiss einen Plattendeal anbietet, sieht er seinen Traum zum Greifen nahe. Ohne lange zu überlegen, unterschreibt er den Vertrag. Doch dann kommen ihm Zweifel. War es wirklich klug, die Rechte an seinem Song so leichtfertig abzutreten? Was, wenn der Schlager-Produzent seine Metal-Ballade vollkommen verhunzt? Fieberhaft sucht Flo nach einem Ausweg - und dann tritt noch Sängerin Mia in sein Leben ... Rumpelstilzchen einmal anders: In „Das erste Lied“ erzählt Autorin Susanne Eisele das bekannte Märchen der Brüder Grimm neu und setzt sich dabei mit der Verlockung von schnellem Ruhm, den Fallstricken der Musikindustrie und dem Zusammenhalt unter Freunden auseinander.
Meine Meinung Das Buch erzählt aus der Sicht von Florian Müller, kurz Flo genannt. Er ist engagierter Musiker und Mitglied einer Rockband mit dem großen Traum vom Ruhm. Er ist mutig, entschlossen, aber auch ein wenig navi, weil er das erste Angebot annimmt, ohne den Vertrag richtig zu lesen und mit den Konsequenzen zu rechnen. Diese sorgen dafür, dass ihm beinahe der Boden unter den Füßen wegbricht. Die Autorin zeigt gut die Fallstricken der Musikindustrie und auch die damit verbundenen Schwierigkeiten verpackt in eine Märchenadaption. Es gibt mehr oder weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen, in der aber das Originalmärchen noch erkennbar ist. Nur die Liebesgeschichte wirkte für ein wenig zu sehr in die Geschichte konstruiert. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.
Bewertung Eine gelungene Fortsetzung bzw eine gelungene Märchenadaption, die mich gut unterhalten konnte, daher gibt es diesmal 3 von 5 Würmchen