Sieben Kinder – sieben Schicksale. In ihrem bewegenden und aufwühlenden Buch zeichnet Frey Klier Flucht und Vertreibung von sieben Kindern aus Ostpreußen nach. Nach siebzig Jahren des Schweigens erhalten diese sieben Menschen endlich die Gelegenheit, ihre Stimme zu erheben und die eigene Geschichte zu erzählen, beginnend mit dem Sommer 1944 bis hinein in unsere Gegenwart. Aus der Komposition der Stimmen erwächst ein so noch nie zu lesendes Panorama der letzten Kriegsmonate. Ein ergreifendes Zeugnis und Buch für eine ganze Generation – und deren Nachkommen!
Absolut ergreifend, erschütternd, aber auch beeindruckend. Must-read für jeden der sich für Geschichte interessiert und vor allem Familie oder Verwandte aus Ostpreußen hat. Hat mich sehr nachdenklich und betroffen gemacht, weil ich jetzt erst richtig verstehe, was mein Vater damals durchlebt hat.
Dieses Buch hat mich sehr viel Zeit gekostet, da ich es immer wieder weglegen musste. All das grauenhafte Geschehen, die schrecklichen Schicksale, die Erinnerungen, die ganze, so unglaubliche Geschichte des Krieges und dessen Folgen. Das war einfach sehr schwer zu begreifen und zu verdauen.
Der Autorin ist etwas gelungen, dass ich selten in Büchern über die Kriegszeit erlebt habe. Sie hat eine Gesamtheit geschaffen. Nicht nur dass sie einzelne Schicksale von Kinder zu Kriegszeiten aufzeigt, nein, sie geht noch weiter und verfolgt diese Leben auch durch die Nachkriegszeit und bis in die Gegenwart, bzw bis zu deren Tod. Es ist entsetzlich zu sehen, wie der Krieg war, was er Menschen angetan hat, aber ebenso grausam ist es zu erfahren, wie lange sie es mit sich rumtragen mussten, wie sehr es das weitere Leben beeinflusst hat, und wie viel Leid noch erzeugt wurde.
Mich hat das Buch vor allem dadurch angesprochen, dass meine Oma selbst aus Ostpreußen fliehen musste während des Krieges und da war das Interesse groß, ähnliche Schicksale zu finden und mehr zu erfahren. Obwohl ich denke, dass wir nie so richtig nachempfinden können, wie grausig und entmenschlicht dies war.
Mein Vater floh als 10jähriger 1945 mit seinen Eltern aus Ostpreußen. Er hat nie viel erzählt, wenn, dann klang es meistens eher nach einem Abenteuer. Etwa wie er Soldaten austrickste, um Kartoffeln oder Brot zu klauen. Nur selten berichtete er von Panik, Hunger, Leid, traumatischen Erlebnissen. Das Buch hat mir geholfen, ihn und das Schicksal dieses Teils meiner Familie besser zu verstehen. Leider kann ich nicht mehr mit ihm darüber sprechen.
Ein markerschütterndes Bild des Schicksals jener Kinder, die am Ende des Zweiten Weltkriegs in Ostpreußen zurückblieben.
Besonders grausam sind die Schilderungen von Kindern, die auf sich allein gestellt durch eisige Landschaften irrten, in sowjetischen Lagern misshandelt wurden oder sahen, wie ihre Familien auseinandergerissen wurden. Die Brutalität des Krieges und der Nachkriegszeit spiegelt sich in jeder Seite wider, ohne Beschönigung, ohne Linderung.
Dieses Buch ist kein nüchterner Geschichtsbericht. Es ist eine aufwühlende Lektüre, die sich tief ins Gedächtnis brennt.
Ein sehr gutes Buch. Leicht zu lesen und sehr spannend. Ich wurde beim Lesen an meine eigene Familie erinnert, die ebenfalls aus Ostpreußen geflohen ist. Ich finde es wichtig, daß die Geschichten der Schicksale dieser Menschen erhalten bleiben.
Selten hat mich ein Buch so sehr bewegt wie dieses. Wenn sich wer für Literatur zu dieser Thematik interessiert, sollte es definitiv lesen. Ich brauchte etliche Lesepausen, um das gelesene sacken zu lassen, jedoch eine absolute Leseempfehlung!
An 2 Tagen durchgelesen: Berührende Schickale. Man will nicht, dass Menschen solche Erfahrungen machen und wir wissen, dass es ständig und jeden Tag passiert. Stemmen wir uns dagegen.