Die dramatischen Folgen des heimischen ArtensterbensEs wird still und einsam um uns herum, der Mensch vernichtet seine eigenen Die Insektenbestände brechen um über 80 Prozent ein, Tausende Quadratkilometer Ackerrandstreifen und andere Lebensräume wurden in den letzten Jahren vernichtet, Meerestiere sind plastikverseucht – die Vielfalt des Lebens ist massiv bedroht. Claus-Peter Hutter, Präsident von NatureLife-International und Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz des Landes Baden-Württemberg, und Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, zeigen die Gründe für das Artensterben auf, nennen Verursacher und Verantwortliche - insbesondere die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrem maßlosen Einsatz von Pestiziden und den endlosen Monokulturen. Und sie machen mehr als deutlich, was endlich getan werden muss. Wie genau das aussehen kann und welche Beispiele es für die Rettung der biologischen Vielfalt gibt, sät ein Körnchen Hoffnung angesichts einer apokalyptischen Entwicklung.
Während Autos an den Hauptstraßen entlangrasen, Betonmauern mehr Platz einnehmen, wird die Geräuschkulisse der Tier- und Pflanzenwelt immer leiser. Ohne unser aktives Wahrnehmen. 8,7 Milliarden Arten schätzt man, dass es geben soll. Und 75 % unserer Arten in Deutschland haben wir auf Nimmer-wiedersehen verloren. Ist das ein Grund für das Verfallen in Hoffnungslosigkeit? Jein. Es muss aber etwas getan werden. Und zwar sofort. Volker Angres gibt in jedem Kapitel klare Handlungsempfehlungen, die sich an die Bürger, Politiker und an die Wirtschaft richtet. Wir als Bürger haben auch unsere Pflicht. Wildpflanzenanbau statt gepflegter rasen, wo der Roboter Rasenmäher zerschredert was ihm in den Weg kommt. Wir müssen verwildern und es aktiv fördern.
Das erste Teil hat sich unheimlich gezogen. Mir fehlte ein roter Faden. Der Autor hat zwar eine gewisse Struktur erreichen wollen, ich hatte allerdings das Gefühl, dass sich Aussagen wiederholt hatten. Die Zusammenfassungen nach jedem Kapitel waren zwar eine gute Idee, allerdings irgendwie alle sehr ähnlich. Durch die Aufzählung verschiedener Arten wollte der Autor Faszination für die Natur wecken, ich musste aber entweder googeln oder einfach sein lassen und weiter lesen. Es fühlte sich irgendwie zu allgemein. Das zweite Teil war dagegen recht interessant, viel besser strukturiert. Da hatte ich mehr das Gefühl, dass ich etwas gelernt hatte.
Erschreckende Bilanz über den Zustand unserer Natur! Das Sachbuch war gut zu lesen. Es zeigt einerseits dir Dringlichkeit auf etwas zu verändern, andererseits gibt es auch Hoffnung, weil es auch Erfolgsgeschichten gibt.