Memoirs of Erich Frey, one of the most notable defense layers of Berlin in the 1920s. 1933 he had to flee from Germany to Chile due to being jewish and a being a lawyer.
Eine gelungene Schilderung der Tätigkeit eines Berliner Strafverteidigers und zugleich ein bemerkenswerter Bericht über die Berliner Unterwelt in den goldenen Zwanzigern!
Ein Berliner Staranwalt der 20er Jahre erzählt anekdotenhaft unterhaltsam aus seinem Leben und von seinen wichtigsten Fällen. Es beginnt mit der kurzweilig amüsanten Einführung, betitelt als Eröffnung. Darin schildert Erich Frey seine Studienzeit, in der ihm einige Zufälle doch noch zum erfolgreichen Abschluss des Rechtsstudiums verhalfen. Er vertrat vor Gericht Mandanten von äußerst unterschiedlicher Couleur , vom Gauner bis zum Massenmörder. In der zweiten Hälfte des Buches werden der tragische Mord und Selbstmord im Fall des Schülers Paul Krantz behandelt, den Frey vor Gericht verteidigte. Ob Gauner, Prostituierte oder Massenmörder, der Autor Erich Frey zeigt - bis auf den Fall Haarmann - das Menschliche in den Angeklagten. Die Taten seiner Mandanten werden durch die Wiedergabe der Gespräche, die er zur Vorbereitung der jeweiligen Verteidigung führte, geschildert. Damit entstehen plastisch die Charaktere, die er vor Gericht verteidigte. Weitere skizzenhafte Bilder entfalten sich durch die Schilderung von Treffen mit wesentlichen Personen der Berliner Kriminalpolizei und im Berliner Gericht. Erich Freys Ich beantrage Freispruch ist ein Buch, welches ich mit Interesse und Spannung gelesen habe.