Ein Serienmörder will Vergeltung. Ein Kommissar kämpft um sein Leben. Zwei Feinde – ein Duell.
Oliver Ménard schreibt Thriller fürs Kopfkino: hochspannend und mit filmischer Dichte erzählt. Der Berliner Kriminalkommissar Tobias Dom und die investigative Journalistin Christine Lenève treffen diesmal auf den gefährlichsten Serienkiller ihrer Karriere.
Der Kratzer. So nennt die Berliner Mordkommission den Killer, der seine Opfer ausbluten lässt und Nachrichten in ihre Haut ritzt. Vor sieben Jahren ist er Kriminalkommissar Tobias Dom knapp entwischt, nun wird Doms Ex-Frau überfallen und der Name der gemeinsamen Tochter in ihren Oberschenkel geritzt. Der Kommissar bittet die Journalistin Christine Lenève um Hilfe. Gemeinsam folgen sie einer Spur ausgerechnet in jene psychiatrische Anstalt, in der Dr. Lindfeld einsitzt. Und der Psychiater hat mit Christine noch eine Rechnung offen …
Inhalt Den Polizisten Tobias Dom holt die Vergangenheit ein. Der Kratzer, der ihm vor 7 Jahren schon einmal entwischen konnte, hat wieder zugeschlagen. Diesmal in Doms privatem Umfeld. Die Erste, die ihm zum Opfer fällt, ist seine Exfrau. Bei seinen Taten geht der Serienkiller äußerst brutal vor: Er ritzt den Frauen ein Wort in den Oberschenkel, bevor er sie ausbluten lässt. Als Dom sieht, dass der Kratzer das Wort "Emma" - den Namen der gemeinsamen Tochter - in den Oberschenkel seiner Exfrau geritzt hat, ist er alarmiert. Ist sie die Nächste? Das psychologische Profil des Kratzers und somit auch ggf. wertvolle Hinweise zur Ergreifung des Täters hat ein Altbekannter aus dem 2. Teil ("Das Hospital") erstellt. Doch der möchte nur mit einer Person sprechen: Mit Reporterin Christine Lenève. Diese ist ihm aufgrund vergangener Ereignisse allerdings nicht sehr gut gesinnt. Als sie hört, dass es um das Wohlergehen Emmas geht, lässt sie sich aber auf eine Zusammenarbeit ein. Können die beiden den Kratzer nun beim zweiten Mal endlich stoppen oder geht der Albtraum weiter?
Allgemeines Wir begleiten den Kratzer in diesem Buch hautnah, wenn er ein Opfer in seinen Fängen hat - sind also mitten im Geschehen dabei, befinden uns somit auch selbst in einem emotionalen Chaos, weil man sich Gedanken darüber macht, was man selbst an der Stelle tun würde. Diese Erzählweise war für mich sehr emotional und mitreißend. Diese Perspektive verflüchtigt sich leider im Laufe des Buches etwas, was ich sehr schade fand. Davon hätte ich mir gerne mehr gewünscht.
Weiterhin bietet das Buch einige Wendungen und ein gut konstruiertes Motiv des Täters - ich hätte nicht erraten, wer dahinter steckt.
Ungewöhnlich ist, dass es einen Showdown verhältnismäßig früh gibt. Man fragt sich anfangs, was da jetzt noch kommen mag. Es tut sich allerdings doch noch der ein oder andere Abgrund auf.
Das Ende ist für mich eines der besten Enden, die ich in einem Thriller bisher gelesen habe. Oliver Ménard schafft es hier, eine Mischung aus Happy- und Unhappy-End zu kreieren, die uns mit einem weinenden und einem lachenden Auge sowie einer emotionalen Zerrissenheit zurück lässt.
Schreibstil Oliver Ménard hat einen leichten, aber fesselnden Schreibstil. Wir tauchen sowohl in die Täter- als auch in die Ermittlerperspektive ein. Somit wird es beim Lesen nicht langweilig.
Charaktere Christine Lenève Eine Reporterin, die sich in die ein oder andere waghalsige Situation bringt. Nachdem sie bereits fast als Lockvogel für einen Mörder ihr Leben verloren hätte - kennt sie jedermann. Anfangs noch berechnend und distanziert, wird sie im Laufe der Reihe immer menschlicher und gewinnt ihre Fähigkeit wieder, zu lieben, geliebt zu werden und glücklich zu sein. Dass sie einen neuen Sinn in ihrem Leben findet, macht sehr viel Freude über die Zeit zu beobachten.
Albert Christines früherer Reporter-Kollege mausert sich vom Mitläufer zum ernstzunehmenden Partner. Sowohl privat als auch beruflich. Er ist der nette junge von nebenan, den man einfach gerne haben muss.
Tobias Dom zeigt sich in diesem Teil von der verletzlichen, menschlichen Seite. Während wir in den ersten beiden Bänden nur am Rande von ihm mitbekommen haben, nimmt er in "Der Kratzer" eine größere Rolle ein. Ein Familienvater, der seine Tochter beschützen möchte und alles dafür tut.
Fazit Ein emotionaler, packender, grafischer Thriller, den man aufgrund seiner außergewöhnlichen Wendungen so schnell nicht aus der Hand legen kann.
Ich war sehr überrascht, dass das ebook schon jetzt erhältlich ist. Die Papierausgabe kommt erst im Dezember. Mein Eindruck: Noch einmal ein superspannender Thriller, den Menard hier zum Abschluss seiner Trilogie vorlegt. Ich habe das Buch in anderthalb Tagen durchgehabt. Ich habe es verschlungen.
Das liegt an den vielschichtigen Verstrickungen der Handlung, den krass gezeichneten Charakteren und vor allem an den trickreichen Wendungen. Ich hätte mit so einem Ende nie gerechnet. Es war plausibel, zog sich aber über mehrere Ebenen. Der Kratzer ist ein Buch, das zum Miträtseln auffordert. Ich sage ganz ehrlich, ich bin nicht drauf gekommen. Das hier ist ein Buch fürs Kino im Kopf mit coolen Orten und einer nicht absehbaren Handlung. Eine echte Überraschung. Ich bedauere, dass die Reihe damit beendet ist.
Das Buch hat sehr gut begonnen und Spannung wurde gut aufgebaut. Ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht und was es mit dem Kratzer auf sich hat.
Besonders witzig fand ich, dass sich die Handlung über meine Heimatstadt Kiel bis zu meinem aktuellen Wohnort, einem kleinen Ort in der Nähe, gestreckt hat. Ich kann bestätigen, dass der Autor hier sehr gute Recherchearbeit geleistet hat.
Leider war es dann jedoch sehr offensichtlich wer der Täter ist und für mich gab es dann keine große Überraschungen mehr. Eigentlich war das Buch dann an einem Punkt, an dem es meiner Meinung nach hätte beendet sein können, aber es wurde dann für mich einfach unnötig in die Länge gezogen und war in der Gesamtauflösung einfach zu konstruiert.
Die erste Hälfte des Buches war für mich sehr unterhaltsam, aber hat mich dann leider verloren. Auch mit den Charakteren bin ich dieses Mal nicht so warm geworden, wobei ich von Christine nie ein großer Fan war.
*Inhalt* "Ein Serienmörder will Vergeltung. Ein Kommissar kämpft um sein Leben. Zwei Feinde – ein Duell. Oliver Ménard schreibt Thriller fürs Kopfkino: hochspannend und mit filmischer Dichte erzählt. Der Berliner Kriminalkommissar Tobias Dom und die investigative Journalistin Christine Lenève treffen diesmal auf den gefährlichsten Serienkiller ihrer Karriere.
Der Kratzer. So nennt die Berliner Mordkommission den Killer, der seine Opfer ausbluten lässt und Nachrichten in ihre Haut ritzt. Vor sieben Jahren ist er Kriminalkommissar Tobias Dom knapp entwischt, nun wird Doms Ex-Frau überfallen und der Name der gemeinsamen Tochter in ihren Oberschenkel geritzt. Der Kommissar bittet die Journalistin Christine Lenève um Hilfe. Gemeinsam folgen sie einer Spur ausgerechnet in jene psychiatrische Anstalt, in der Dr. Lindfeld einsitzt. Und der Psychiater hat mit Christine noch eine Rechnung offen …" (Quelle: Verlagshomepage)
*Erster Satz des Buches* "Die Jagd näherte sich dem Ende."
*Infos zum Buch* Seitenzahl: 416 Seiten Verlag: Knaur TB Verlag ISBN: 978-3426522370 Preis: 9,99 € (Broschiert) / 9,99 € (Ebook) Reihe: Federspiel Das Hospital Der Kratzer
*Infos zum Autor* "Oliver Ménard wurde 1965 in Berlin geboren. Er studierte Regie und Dokumentarfilm in Madrid und New York, danach folgte ein Hochschulstudium der Germanistik und Publizistik in Deutschland. Er arbeitet seit über zwanzig Jahren als Fernsehjournalist und lebt heute in Berlin. Mehr zum Autor unter www.olivermenard.de" (Quelle: Verlagshomepage)
*Fazit* -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Ich liebe Thriller und die düstere Jahreszeit lädt richtig dazu ein, sich in eine Decke gekuschelt auf die Couch zu setzen und zu lesen - ein guter Thriller ist dann genau die passende Lektüre!
-> Cover: Irgendwie gefällt mir das Cover ganz gut, obwohl es eher schlicht gehalten ist. Das Türkis auf dem Cover ist ein echter Blickfang!
-> Story + Charaktere: Als ich dieses Buch zu lesen begann, war mir nicht bewusst, dass es sich dabei um den Abschluss einer Trilogie handelte. Auch beim lesen fiel dies nicht zwangsläufig auf, denn die Beziehungen zwischen den Charakteren wurden so verständlich dargestellt, als ob die Vorgeschichte einfach nicht erzählt worden wäre.
Die Charaktere selbst sind zwar nicht gerade das, was ich als wirklich sympathisch beschreiben würde - denn dazu ist mir Christine zu eigensinnig/speziell und Tobias Dom irgendwie zu farblos dargestellt, dennoch gefielen mir beide ganz gut. Zwar brauche ich gerade bei einem Thriller nicht unbedingt immer tiefsinnige und vielschichtige Charaktere, von denen ich alles bis ins kleinste Detail weiß, deren Funktion sollte allerdings schon deutlich werden.
Der Plot war trotz fehlender Lektüre der Vorgängerbände aber durchaus schlüssig, sehr spannend geschrieben und alles andere als ein langweiliger Thriller! Die Spannung steckte in fast jeder Seite und man flog nur so hindurch, weil man unbedingt wissen wollte, wie das alles weitergeht... oder endet. Und was das Ende angeht: dieses ist überraschend und damit hätte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet!
-> Schreibstil: Der Schreibstil ist nicht nur gut lesbar und verständlich, sondern auch sehr bildgewaltig und absolut mitreißend! Gerade die düsteren Szenen werden so fantastisch beschrieben, dass man sich fühlt, als ob man daneben stehen würde, oder sich gar mitten im Geschehen befinden würde.
-> Gesamt: Ein bildgewaltiger Thriller mit fantastischem Plot, interessanten Figuren und einem Ende, dass einen sprachlos zurücklässt - und mit dem man nicht gerechnet hätte.
Mit dem dritten Band rund um die Journalistin Christine Lenève hat Oliver Ménard nun den Abschlussband seiner Thriller Reihe veröffentlicht.
"Der Kratzer" - so wird der Serienmörder von den Journalisten genannt und Tobias Dom verbindet mit ihm sein unverzeihliches Versagen in der Vergangenheit. Fast überführt und verhaftet, entkommt dieser vor sieben Jahren durch seine Schuld und scheint nun Rache zu üben. Dom's Exfrau ist eine der ersten Opfer. Der Name der gemeinsamen Tochter Emma ist in ihren Oberschenke geritzt. Tobias Dom versucht über die damals hinzugezogenen Psychiater und Profiler nochmals in die Gedankenwelt des Täters durchzudringen, doch drei von zwei leben nicht mehr und der einzige Überlebende, Dr. Lindfeld, sitzt selbst in der psychatrischen Anstalt. Dieser möchte allerdings nur mit Christine Lenève sprechen, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen....
Oliver Ménard hat seinen Thriller psychologisch raffiniert aufgebaut. In wechselnden Perspektiven erleben wir die Gedankengänge von Tobias und Christine, erhalten aber auch Einblicke in die des Mörders. Gewohnt temporeich, mit knappen Dialogen und mit viel Liebe zum Detail, entführt der Autor seine Leser in die irre Gedankenweltwelt seines Täters. Christine und Tobias, die nur gezwungener Maßen zusammenarbeiten, bleibt der Kratzer lange ein Rätsel. Während Tobias Dom um seine Tochter bangt, etwas planlos ist und nur schwer einen klaren Gedanken fassen kann, kommt Christine dem Serienmörder langsam auf die Spur. Wie schon in den Vorgängerbänden ist Christine die treibende Kraft und die eigentliche Hauptprotagonistin. Tobias Dom nimmt weiterhin eine untergeordnete Rolle ein, obwohl es seinem Umfeld an den Kragen geht. Der hohe Spannungslevel gleich zu Beginn wird fast immer gehalten und endet in einem grandiosen Finale.
Christine ist weiterhin nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, auch wenn wir ihr am Ende des Thrillers etwas näher kommen. Sie polarisiert und arbeitet immer am Limit. Sie sucht förmlich die Gefahr und bringt sich bewusst in kritische Situationen. Einzig Albert ist ihr ruhender Pol. Dieser letzte Teil ist wohl Christines persönlichster und bringt sie zurück an die Schauplätze ihrer Vergangenheit.
Etwa hundert Seiten vor dem Ende wird der Täter gefasst. Und ich habe mich gefragt, was jetzt wohl noch kommen mag.... Mit einer absolut unvorhersehbaren Wendung hat mich der Autor danach richtig überrascht und ich habe am Ende den Thriller fassungslos zugeschlagen. Obwohl diese Wendung absolut gelungen ist, fand ich den Lauf der Dinge nicht ganz glaubwürdig. Das ist auch der Punkt, warum ich diesmal keine fünf Sterne für den Thriller aus der Feder von Oliver Ménard vergebe. Für mich waren die beiden Vorgängerbände schlüssiger. Trotzdem kann ich die Reihe allen Thrillerliebhabern, die es temporeich, blutig und fesselnd mögen, ans Herz legen.
Fazit: Der Abschluss der Reihe steht den Vorgängerbänden in nichts nach, ist gewohnt fesselnd und mitreißend. Der überraschende und dramatische Wendepunkt hundert Seiten vor Schluss ist zwar genial ausgedacht, für mich war dieser jedoch nicht ganz schlüssig und etwas unglaubwürdig. Zugegeben....das ist meckern auf hohem Niveau. Auf jeden Fall kann ich aber die gesamte Reihe jedem Thrillerfan ans Herz legen.
Eine wirklich gut durchdachte Geschichte mit 'nem Ende, das mich umgehauen hat. Für jemanden, der es hart, schnell, emotional und überraschend mag, eine richtig gute Story. Mir hat auch der philosophische Ansatz gefallen. Ich hab nach dem Lesen noch länger über die Figuren und die Ereignisse nachgedacht.