Mexiko – das glühende Land, dieser riesige Staat, der zuletzt durch den Streit um Trumps Mauer Schlagzeilen machte, wird von Andreas Altmann in seinem neuen Buch mit klarem Blick beschrieben. Altmann hat selbst eine Zeit lang in Mexiko gelebt, für sein Buch kehrte er zurück. Er reist für seine Reportage kreuz und quer durch die mexikanischen Bundesstaaten und erzählt von besonderen Orten und Menschen. Er sammelt Geschichten, die Hirn und Herz erfreuen, sie beglücken, sie traurig machen. Ein Land voller Widersprüche, voller Freude und Schrecken. Wie gewohnt lässt Altmann nichts aus, er schaut hin, er will wissen. Ein Buch, das den Leser mitreißt und zum Nachdenken und Mitfühlen einlädt.
Altmann war Dressman, Schauspieler am Residenztheater München und am Schauspielhaus Wien, Jura- und Psychologiestudent, Gärtner, Taxifahrer, Privatchauffeur, Spüler, Kellner, Anlageberater, Straßenarbeiter. Er lebt heute als Auslandsreporter und Reiseschriftsteller in Paris. Unter anderem ist er ohne Geld von Berlin nach Paris gelaufen (34 Tage, 33 Nächte), durch Indien (Notbremse nicht zu früh ziehen) und durch Südostasien (Der Preis der Leichtigkeit) gereist. Zudem hat er Storys aus der weiten wilden Welt unter dem Titel Getrieben vorgelegt. Er war unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile (Reise durch einen einsamen Kontinent).
Der Schreibstil des Autors ist gewiss für manche gewöhnungsbedürftig - mir hat er allerdings sehr gefallen, da er eine authentische bildliche und emotionale Darstellung ermöglicht. Ich habe selbst in Mexiko eine Zeit lang gelebt und habe das Land bereist und der Author schafft es sehr gut die Essenz wiederzugeben. ABER was mich sehr gestört hat ist seine „typisch alter weißer Mann privilegierte“ Auffassung, während er denkt der Toleranteste und Offenste zu sein. Er „liebt die Schönheit der Frau“ und ist in seiner Denkweise so schmierig, objektifizierend, sexistisch und arrogant, dass es einem aufstößt.
Insgesamt gefällt mir der Schreibstil von Altmann nicht. Auch wenn er sich immer als auf dem Boden gebliebene, offene Person darstellt, wirkt er oft arrogant und eingeengt. Religion wird in jeder Weise verteufelt, genau wie Handys. Nur Leute mit einem Buch in der Hand sind sexy und toll (lol). Insgesamt war meine Erfahrung und der Eindruck in Mexiko anders. Wenn man in Mexiko war und die Orte kennt, ist das Buch ganz nett. Sonst würde ich es nicht empfehlen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ich glaube sein Schreibstil soll lustig sein. Ich persönlich fand es unglaublich aufgesetzt und umgangssprachlich. In jedem fünften Satz fehlte ein Verb. Ich würde das Buch insgesamt nicht weiterempfehlen und auch kein weiteres Buch vom Autor lesen.