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Die Stille im Dorf (Eifel-Saga 1)

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”Das Glück lässt sich nicht einfangen wie ein entlaufenes Schaf”
Ein kleines Dorf in der Eifel, ein raues, ursprüngliches Stück Deutschland. Mit höchst authentischen Charakteren – im Mittelpunkt das junge Bauernmädchen Margarete und ihre Familie – lässt Karl Blaser seine Leser die Kriegs-, Wiederaufbau- und die Wiedervereinigungs-Jahre nachempfinden. Ein Lehrstück fürs Leben, das von menschlichen Abgründen, Ängsten und Unzulänglichkeiten ebenso erzählt wie von Sehnsucht und Hoffen, von Auf- und Abstieg, Abschied und immer wieder Neuanfang.

308 pages, Kindle Edition

Published October 5, 2018

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for yellowdog.
855 reviews
October 9, 2018
Ein Stück deutsche Geschichte, in Literatur gefasst

Momentan gibt es wieder vermehrt hochkarätige, lesenswerte Romane, die sich mit dem deutschen Alltag im zweiten Weltkrieg auseinandersetzen. Prominent zu nennen sind da Ralf Rothmanns letzte Bücher und Arno Geiger mit Unter der Drachenwand, der sogar für den deutschen Buchpreis nominiert war.
Karl Blaser stößt mit Die Stille im Dorf auch hinzu. Er wählt für die sein komplex angelegte Buch ein Eifeldorf bzw. zentral einen Bauernhof im Winter 1944/1945. Hier lebt der Bauer Johann Gross mit seiner Frau Anna und den schon erwachsenen Kindern Margarethe und Micha. Der Klappentext stellt Margarethe in den Vordergrund, aber tatsächlich wird die Handlung gut auf die Figuren verteilt. Während Margarethe ihren Verlobten an der Front verliert, kommt Micha verletzt und verzweifelt davon zurück.
Bei der Figurengestaltung gibt es immer wieder Augenblicke, in denen man ihnen nahekommt, dann entsteht auch wieder Distanz. Die Familie ist zeitgemäß konform zur Partei, sie sind Mitläufer. Eine mehr als ambivalente Figur ist Johann. Er ist als Ortsbauernführer ein hundertprozentiger und führt sowohl die Bauern als auch die eigene Familie mit eiserner Hand. Er beutet polnische Zwangsarbeiter aus, schreckt auch nicht vor Vergewaltigung zurück. Dann gibt es aber auch Momente, wo es eine Einsicht zu geben scheint. Er gibt z.B. seine Ideale sofort auf, als die Alliierten anrücken. Das Hin und Her ist wohl auch ganz realistisch, aber mir ging es da manchmal zu schnell.
Davon abgesehen, gelingt es Blaser hervorragend Stimmungen und besondere Momente zu verdeutlichen. Ich denke, a z.B. an die Szene, als der amerikanische Soldat die Kirche im Dorf stürmt, und die Statue der heiligen Appolonia köpft.
Karl Blaser erzählt die Familiengeschichte auch nach dem Krieg weiter. Da spielen zunächst Johanns Schwester Mathilde und ihre Familie eine große Rolle, ebenso wie Marie, die Verlobte von Micha. Bis Anfang der neunziger Jahre entwirft Blaser die Familiengeschichte.
Insgesamt bekommt der Leser einen guten und vor allen sehr glaubhaften Einblick in die Zeit und den Ort.

Karl Blaser, der selbst auf einem Bauernhof geboren wurde, schöpft aus Erzählungen z.B. von seiner Mutter und schuf daraus ein glaubwürdiges Stück Literatur um deutsche Geschichte.
274 reviews3 followers
January 16, 2019
Aus dem Leben gegriffen

Diese Familiengeschichte dreht sich in erster Linie um Margarete, die Tochter eines Bauern, die eigentlich nicht in das Deutschland der Kriegszeit passt. Aber nicht nur Margarete versucht ihren Platz im Leben zu finden und muss sich immer wieder neu beweisen. Der Krieg hat das kleine beschauliche Dorf in der Eifel voll im Griff. Junge Männer, die nicht mehr an die Front zurückwollen, Bauern, die ihre Meinung ändern wie der Wind seine Richtung. All dies spielt sich in diesem Buch ab. Und somit dreht sich das Buch in erster Linie um Margarete, aber auch um ihre Familie und einiges mehr.
Natürlich möchte ich es mir auch nicht nehmen lassen ein paar Worte zu diesem Buch zu schreiben. Das Buch ist chronologisch und geht bis in die Neunziger Jahre. Einen kleinen Fehler konnte ich feststellen. Denn ich glaube nicht, dass wir in den Achtziger Jahren schon den Euro hatten. Aber dies nur am Rande bemerkt und Gemecker auf hohem Niveau. Der Autor hat es geschafft eine Geschichte zu schreiben, die lebendig ist und von ihren Personen lebt. Die Geschehnisse sind so bildlich beschrieben, dass als Leser den Eindruck habe ein Teil des Dorfes zu sein. Zu den einzelnen Personen in diesem Buch möchte ich nicht zu viel verraten. Jede / Jeder hat hier seinen eigenen Charakter, manch Bewohner ist liebenswert, manch Bewohner weniger. Die Entwicklungen der einzelnen Personen sind sehr gut geschrieben. Insgesamt ist das Buch sehr flüssig geschrieben, die Geschehnisse präzise genug beschrieben ohne dabei langweilig zu wirken. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne vergeben.
Profile Image for Manuela Prien.
110 reviews1 follower
November 16, 2018
Inhalt:

Dieses Buch handelt vom Bauernmädchen Margarete,zu Beginn des Buches ist sie 19 Jahre alt und ihrer Familie.Das Geschehen beginnt 1944 und endet mit dem Jahr 1991.

Margarete kommt mit den damaligen Umständen nur schwer zurecht und würde gerne "ausbrechen".
Sie verliebt sich in Niklas,mit dem sie Blutsverwandt ist,niemand weiß von dieser Liebe.
Niklas fällt im Krieg und seine Mutter und Margarete haben zu tun,seinen Tod zu überwinden.

Letztlich heiratet Margarete Theo Schmitt und erlebt eine unerträgliche Ehe.

Meinung:

Zu Beginn jedes Kapitels gibt es Zeitangaben,die sehr hilfreich sind und man kann sich gut ins Geschehen einfinden.
Auch das Personenregister am Ende des Buches ist hilfreich.
Der Autor hat das Buch in drei Abschnitte gegliedert "Krieg","Aufbruch" und "Entscheidungen".

Das Geschehen wird so gut beschrieben,dass man es sich bildhaft vorstellen kann und die Charaktere kommen authentisch rüber.

Es gibt so einige Stellen,die einen zusammenzucken lassen.Die Übergabe der Briefe an die Angehörigen,wenn ein Soldat gefallen ist zum Beispiel.

Man kennt durch Erzählungen schon ein wenig,was Damals passiert ist und wie die Menschen lebten aber mit diesem Buch wird nochmals klar,dass es schwierige,traurige und teilweise hasserfüllte Zeiten waren.

Es ist ersichtlich,dass für dieses Buch sehr gut recherchiert wurde,eine Geschichte aus Fakten und Fiktion,die sehr gut gelungen ist.

Fazit:

Für Liebhaber von historischen Romanen definitiv ein Muss!
Profile Image for Angelika Altenhoevel.
260 reviews
October 29, 2018
Zum Inhalt:
Der Roman erzählt Margarethes Familien- und Lebensgeschichte beginnend in den Kriegs- und Nachkriegsjahre und endend bei der Wiedervereinigung. Aus der Dorfsicht und mit den Augen der kleinen Leute schildert der Roman ein Stück deutsche Geschichte.
Meine Meinung:
Das Buch kommt eher ruhig daher, was gerade auch zum Ort der Geschehnisse passt. Das erstaunliche daran ist, dass es trotz der ruhigen Erzählung schon recht spannend ist. Man leidet mit den Protagonisten, mit den Verhältnissen, mit den schönen und nicht so schönen Ereignissen. Was mich besonders überrascht hat war, dass das Buch in der Gegenwartsform geschrieben ist und es mich nicht gestört hat. Im Normalfall finde ich das eher anstrengend zu lesen, hier war das überhaupt nicht so. Der Roman ist extrem detailreich und eindringlich geschrieben und hat mir wirklich gut gefallen. Das einzige, was ich wirklich am Buch ändern würde ist das Cover. Das wirkt so überhaupt nicht ansprechend und wird wahrscheinlich eher nicht dazu führen, dass einen das Buch "anspringt".
Fazit:
Geschichte mal anders verpackt.
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